Die nächste Evolutionsstufe für Produktions- und Engineering Services – Teil 2

Dabei liegt China bei der Einführung von Industrie 4.0 vorne. Im Vergleich mit anderen Märkten ist China ein Produktionsstandort mit relativ brachliegenden Industrien. Länder wie Indien und Brasilien, die kein langjähriges Industrievermächtnis haben, könnten Industrie 4.0 deshalb schneller einführen. Unter den Staaten mit großen Industriebrachen starteten insbesondere Unternehmen in Europa und Nordamerika ihre Transformation direkt großflächig.

Hierbei zeichnen sich neben dem neuen Mobilfunkstandard 5G und dem super schnellen Edge Computing ein paar weitere Schlüsseltechnologien ab.

  • SDN/NFV: SDN- und NFV-Anwendungen werden in der Netzwerkindustrie vermehrt zum Einsatz kommen und ersetzen schnell Hardware und integriertes Equipment. Mithilfe von kontinuierlichen Investitionen und Spezialisierungen konnten wir eine breite Palette Software Defined Networking (SDN)-Angeboten entwickeln.
  • Autonome Technologien:  In der Fertigung werden neben den traditionellen Industrierobotern immer mehr autonome Robotiktechnologien zum Einsatz kommen. So werden beispielsweise Autonomous Guided Vehicles (AGV) – sogenannte Bots – in gefährlichen und giftigen Umgebungen eingesetzt und ersetzen hier Menschen oder manuelle Arbeiten. Dieser Trend wird sich fortsetzen und immer weiter verbreiten, sodass Unternehmen sich in manchen Bereichen nicht mehr auf Menschen und Handarbeit verlassen müssen – dies wird die Effizienz erheblich steigern.
  • Digital Engineering: Digitale Zwillinge, fortschrittliche 3D-Modellierung, Simulationen und Tests von Designs werden zunehmend in der Fertigung eingesetzt. Der Designzyklus wird verkürzt, gleichzeitig durch eine erweiterte Simulationen die Validierung und Qualität verbessert. Ergänzt wird dies durch die Integration von Product Lifecycle Management (PLM), die bei der Nachverfolgbarkeit und Compliance hilft und vor allem Fehler bei der Produktherstellung reduziert.
  • Additive Fertigung: Diese Technologie stammt ursprünglich aus den Laboren und hat sich auch bei der großtechnischen Anwendung in der Industrie als kostengünstig für die Prototypen-Entwicklung erwiesen. Die metallbasierte additive Fertigung und die Polymer-basierte additive Fertigung verändern die Art und Weise, wie Dinge entworfen und hergestellt werden. Dies wird das Produktdesign revolutionieren und die Kosten senken.
  • KI-augmented Analytics: Die Technologie ermöglicht es Unternehmen, Szenarien zu kombinieren, das Verständnis zu verbessern und mithilfe von KI-basierten Analyse-Tools vorausschauende Entscheidungen in Echtzeit zu treffen.

Trotz Automatisierung: Ohne den versierten Softwarenutzer geht‘s nicht

Unternehmen, die diesen Trend erkennen, entscheiden sich verstärkt für spezielle Marketing-Automation-Lösungen; so beispielsweise auch eine  internationale Management- und Technologieberatung. Den dortigen Verantwortlichen war aber auchklar: Selbst die beste Software entfaltet ihr Potenzial nicht von allein. Es bedarf geschulter Anwender im Unternehmen, die den digitalen Helfer optimal einsetzen können. Man legte daher besonderen Wert darauf, die Software-Einführung mit zielgerichteten Mitarbeitertrainings zu flankieren. Hier kommen Customer-Engagement-Spezialisten ins Spiel.

Keine E-Mail verschwindet im Nirwana

Das internationale Consultingunternehmen unterhält Büros in über 20 Ländern und beschäftigt mehrere Tausend Mitarbeiter. Um den umfangreichen E-Mail- Verkehr im Marketing besser zu managen, führte es ein Marketing-Automation-Tool ein. Besonders wichtig war den Verantwortlichen, dass sämtliche Daten, die bei den automatisierten Marketing- Prozessen erfasst werden, dann automatisch im CRM zur Verfügung stehen. Denn so lassen sich alle Aussendungen überwachen und analysieren. Eine solche Lösung stellt für jede E-Mail fest, ob sie angekommen ist und gelesen oder gelöscht wurde. Die Software registriert jeden Klick auf Verlinkungen in der Mail. Damit sind die Absender genau im Bilde, ob der Empfänger auf der Website war und welche Seiten er dort besucht hat.

Generalprobe zunächst an nur einem Standort

Die Marketing-Mitarbeiter in einer der Niederlassungen in Europa waren die ersten, die Erfahrungen mit der neuen Software sammelten. Die Software diente ihnen dazu, den Versand von internen und externen Newslettern und Einladungen zu optimieren. In der Regel verschickt diese Marketingabteilung monatlich tausende Eventeinladungen. Ihr Tracking und der Informationsrückfluss ins CRM-System gibt Hinweise, wie mit laufenden Aktionen weiter zu verfahren ist und wofür sich die Kunden in Zukunft interessieren könnten. Ein Anwender wird eine Software jedoch nur dann vollumfänglich nutzen, wenn er sie richtig kennt und mit ihr umzugehen weiß. Das Beratungsunternehmen holte sich daher gleich zum Projektstart Unterstützung ins Haus: CRM-Spezialisten, die sich besonders auf CRM und Customer Engagement fokussiert haben. Von Beginn an waren auch zwei Manager des Kunden dabei, die standortübergreifend für das Gesamtunternehmen verantwortlich sind und ihren Sitz in verschiedenen europäischen Großstädten haben: ein IT-Advisor und der Manager IT-Applications. Letzterer erhielt als zuständiger IT-Administrator eine besonders detaillierte Schulung.

Test bestanden, nun wird weltweit geklickt

Die Ergebnisse der Testphase waren vielversprechend. Anfang letzten Jahres fiel daher die Entscheidung, die Spezialsoftware unternehmensweit in allen Niederlassungen zu implementieren. Im ersten Schritt ging es darum, die Software für einen optimalen Versand und zur Nachverfolgung von Newslettern, Veranstaltungseinladungen und informellen E-Mails zu nutzen – in den lokalen Marketing-Abteilungen, die die Unternehmensberatung derzeit in mehr als zehn Ländern unterhält. Schließlich müssen sowohl die Marketing-Leute als auch die IT-Spezialisten vor Ort das Programm wie ihre Westentasche kennen, um es bestmöglich einzusetzen. Entsprechend haben die Mitarbeiterschulungen sofort begonnen, nachdem die Entscheidung für das Tool gefallen war. Innerhalb weniger Monate fanden dann in acht europäischen Metropolen zweitägige Schulungen statt. Aktuell sind weitere Mitarbeiter-Trainings in Planung.

Die IT harmonisieren und dennoch lokale Besonderheiten zulassen

Teilweise unterscheiden sich die einzelnen Marketingprozesse von Land zu Land – so ist beispielsweise die Kontaktbeschaffung verschieden: Manche Niederlassungen greifen auf Excellisten mit Kontaktdaten zurück, die ihnen Partner zur Verfügung stellen, andere bevorzugen Events, um Neukontakte zu erhalten, wieder andere nutzen dafür eher Quellen im Netz, etwa Unternehmenswebsites. Eine Anpassung der Software-Features an die konkreten lokalen Bedingungen kann daher sehr sinnvoll sein. Gemeinsam mit den Spezialisten haben die IT-ler vor Ort diese Anpassungen vorgenommen. Als außenstehender Dienstleister war es dabei deren Aufgabe, die globale Betrachtungsweise beizubehalten und eine gute Balance zwischen unternehmensweit einheitlicher Software und lokalen Besonderheiten zu finden.

Alle unter einen Hut bringen

Aktuell hat die Unternehmensberatung mehr als 40 Marketingmitarbeiter. Sie alle sollen nicht nur die neue Automation-Software nutzbringend einsetzen, sondern auch gegenseitig von ihren Erfahrungen profitieren. Ein guter Anbieter hält diese darum stets auf dem Laufenden, genauso wie die weiteren involvierten Mitarbeiter, etwa Regionalleiter für die DACH-Region, IT-Mitarbeiter und das Unternehmensmanagement. Nahezu wöchentlich fanden Abstimmungen mit dem Manager IT-Applications und den Vor-Ort-Teams statt. Insgesamt haben die Customer-Engagement-Spezialistenwährend der Einführung der Software die Arbeit von rund 50 Personen koordiniert.

Man muss es auch können wollen

Wie gut eine Software im Unternehmen funktioniert, hängt entscheidend von der Mitarbeiter-Akzeptanz ab. „Da gab es bei unseren Nutzern überhaupt keine Schwierigkeiten“, zeigt man sich im Projekt- Team des Consultingunternehmens zufrieden. Geholfen hat sicher, dass die Nutzer frühzeitig in das Softwareprojekt eingebunden waren. Zudem haben die Schulungsexperten die Mitarbeiter mit der Anwendung bestens vertraut gemacht. Neben einem weltweit verbesserten Customer Relationship Management mit einheitlich hohen Qualitätsstandards zählt dazu auch die strikte Anwendung des Corporate Designs durch vorgefertigte Templates. Auch eine indirekte Kostenreduktion durch gestiegene Effizienz ist absehbar, denn die diversen IT-Abteilungen müssen sich nur noch mit einem Marketing-Automation-Tool auseinandersetzen, das überall gleich ist.

Newsletter sind nur der Anfang

Der erfolgreiche Rollout– und die dazugehörigen Trainings – werden weitergehen. Es ist zudem geplant, in weiteren Ländern nationale Marketing-Abteilungen aufzubauen. Auch diese Teams werden die Customer-Engagement-Spezialistendann in kürzester Zeit auf den Wissensstand ihrer Kollegen bringen. Weitere Möglichkeiten der Software werden bereits besprochen. Denkbar wären beispielsweise Funktionalitäten für das Subscription- und das Event-Management. Was auch immer für Module in Zukunft noch zum Einsatz kommen, eins steht für die Unternehmensberatung fest: nämlich, dass professionelles CRM nur möglich ist, wenn die Nutzer mit dem System auch professionell umgehen können. Menschen bleiben wichtig, gerade im CRM-Kontext.

 

IT-Dienstleister bauen Kapazitäten aus

Der aktuelle Boom beim Bau und bei der Erweiterung von Rechenzentren in Deutschland wird vor allem durch die IT-Dienstleister wie Colocation-Anbieter, Cloud- und Hosting-Anbieter oder Full-Service-Provider getragen. Bei mehr als 40% der von NeRZ befragten IT-Dienstleister stieg die IT-Fläche ihrer Rechenzentren in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 20%. In den kommenden zwei Jahren möchten 70% der Befragten ihr Rechenzentrum noch erweitern. Damit ist die Investitionsbereitschaft bei IT-Dienstleistern deutlich höher als bei anderen Rechenzentren, bei denen knapp 50% der Befragten Erweiterungsinvestitionen für die kommenden zwei Jahre planen.

Auch für die mittelfristige Zukunft bis 2025 erwarten die meisten IT-Dienstleister, dass ihre Rechenzentren weiter wachsen. 53% gehen von wachsenden IT-Flächen aus, nur 9% vermuten, dass ihr Rechenzentrum kleiner wird (Grafik).

Auch hinsichtlich des Energiebedarfs ihres Rechenzentrums vermuten über 50% der Befragten, dass er bis zum Jahr 2025 weiter ansteigen wird. Nur 21% der IT-Dienstleister gehen von einem sinkenden Energiebedarf aus. Dabei bieten neue Technologien hohe Potenziale zur Senkung des Energiebedarfs der Rechenzentren. Das Umweltbundesamt beziffert im „Leitfaden zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung: Produkte und Dienstleistungen für Rechenzentren und Serverräume“ die Einsparmöglichkeiten für Bestandsrechenzentren auf bis zu 50%.

Mehr Informationen: www.ne-rz.de

Marktsegment des High Performance Computings wächst stark

Analysten sagen für die kommenden fünf Jahre Wachstumsraten im Bereich des HPC von jährlich 7% und mehr voraus. Für 2022 wird ein Marktvolumen von 45 Mrd. US-$ in diesem Marktsegment erwartet. Getragen wird das Wachstum vor allem durch immer neu hinzukommende Anwendungen im Industriebereich.

NeRZ hat sich in einer Marktuntersuchung ebenfalls mit dem Thema HPC befasst. Weltweit werden jährlich ca. 60 Mrd. US-$ in Serverhardware investiert. Der Anteil der Serversysteme, diefür  HPC genutzt werden, lag im Jahr 2017 mit ca. 12,5 Mrd. US-$ bei ca. 20 % der Serververkäufe. Für das Marktsegment der HPC-Server wird für die nächsten Jahre mit Wachstumsraten oberhalb von 10% gerechnet. Allein in Deutschland wurden 2017 ca. 700 Mio. € in HPC-Server investiert. Bis 2020 werden die Ausgaben für HPC-Server auf etwa 1 Mrd. € jährlich steigen. Insgesamt wird im High Performane Computing bis 2020 voraussichtlich ein jährliches Umsatzvolumen von 2,2 Mrd. € in Deutschland erreicht (Grafik).

Bei HPC-Computing bietet sich aufgrund der oft sehr hohen Leistungsdichten die Nutzung von wassergekühlten Systemen an. Wasserkühlung ist in der Lage, auch sehr hohe Wärmemengen effizient abzuführen und bietet den großen Vorteil, dass die Abwärme der Systeme sehr gut genutzt werden kann.

Mehr Informationen: www.ne-rz.de

Zahl der Hyperscale-Rechenzentren weltweit nimmt deutlich zu

Im Jahresrhythmus veröffentlicht Cisco sein White-Paper „Global Cloud Index“ mit interessanten Prognosen zur weltweiten Entwicklung der Rechenzentren. In der aktuellen Version aus dem Februar 2018 wird auch für die Jahre bis 2021 von einem sehr dynamischen Wachstum der Leistung der Rechenzentren ausgegangen. So wird die Zahl der Workloads aller Rechenzentren weltweit zwischen 2016 und 2021 um den Faktor 2,3 auf ca. 570 Millionen ansteigen. Unter einer Workload versteht Cisco ein virtuelles oder physikalisches Set von Computerressourcen, einschließlich Datenspeicher. Eine Workload kann ein physischer Server, ein virtueller Server oder ein Container sein.

Besonders interessant sind Ciscos Prognosen zur Struktur der Rechenzentren im Jahr 2021. Es wird davon ausgegangen, dass dann nur noch 6% der Workloads weltweit in traditionellen Rechenzentren und dafür 94% der Workloads in Cloud-Rechenzentren laufen. Die meisten Systeme werden in nur wenigen Hyperscale-Rechenzentren installiert sein – Cisco prognostiziert, dass 53% aller Server im Jahr 2021 in ca. 630 Hyperscale-Rechenzentren installiert sind (Grafik).

Tritt diese Entwicklung ein, kommt damit natürlich dem Thema Energieeffizienz solcher Hyperscale-Rechenzentren eine hohe Bedeutung zu. Fast noch wichtiger ist allerdings das Thema Abwärmenutzung. Wenn etwa 50% des gesamten Serverstroms weltweit an nur etwa 600 Orten in Wärme umgewandelt wird, dann sollte es doch möglich sein, für diese hohe Wärmemenge eine Weiternutzung zu realisieren.

Mehr Informationen: www.ne-rz.de

Thingbots nun größte Gefahr für das Internet

Schon im vergangenen Jahr haben wir in dieser Blog-Reihe festgestellt, dass die Gefahr durch angreifbare IoT-Geräte zunimmt. Dieser Trend hat sich laut einer aktuellen Studie deutlich bestätigt. Mehr noch: Attacken auf IoT-Geräte übertreffen zahlenmäßig inzwischen die Angriffe auf Web- und Anwendungsdienste sowie E-Mail-Server.

Gemäß der Studie „The Hunt for IoT“ wurden bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2018 dreizehn neue Thingbots entdeckt. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2017 waren es sechs und 2016 neun. Bei Thingbots handelt es sich um IoT-Geräte, die mit Malware kompromittiert sind.

Demnach wurde Spanien in den letzten 18 Monaten am häufigsten angegriffen. Weitere oft attackierte Länder waren Russland, Ungarn, die USA und Singapur. Die meisten Angriffe zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2018 stammten aus Brasilien (18%), gefolgt von China (15%), Japan (9%), Polen (7%), USA (7%) und Iran (6%). Die am häufigsten von Bots infizierten IoT-Geräte waren Small/Home Office-Router, IP-Kameras, digitale Videorekorder und Videoüberwachungsanlagen.

Auch Deutschland stark betroffen
In Deutschland ist die Gefahr ebenfalls sehr hoch, nicht zuletzt aufgrund zunehmend eingesetzter Industrie-4.0-Lösungen und der stark wachsenden Zahl an IoT-Geräten. Auch hier stellen derzeit die auf einfache Weise mit dem Internet verbundenen Geräte wie Smart TV, Gebäudesteuerung und Überwachungskameras sowie im Privatbereich Spielekonsolen, Videorekorder und Haushaltsgeräte das größte Risiko dar. Viele dieser Geräte werden nur selten auf Sicherheitslücken geprüft und aktualisiert sowie deren Standard-Passwort geändert.

Den meisten Unternehmen ist diese Gefahr durchaus bewusst. So besitzt das Thema Security eine hohe Priorität bei Projekten, die auf einer IoT-Infrastruktur basieren. Dau gehören zum Beispiel vernetzte Fahrzeuge, kritische Infrastrukturen oder intelligente Produktionssysteme. Doch vor allem Privatnutzer und Mitarbeiter sind häufig nachlässig und setzen weitgehend  bedenkenlos vernetzte Heimsysteme oder Smartphones auch im beruflichen Umfeld ein.

Häufig eingesetzte Methoden
Das spiegelt sich in der Zunahme von Social-Engineering-Attacken wider. Zwar bleibt bei Thingbots die meistgenutzte Angriffsmethode Distributed Denial of Service (DDoS), im vergangenen Jahr kamen aber weitere Methoden hinzu. Dazu gehören die Installation von Proxy-Servern zum Starten von Angriffen, Kryptojacking, die Installation von Tor-Knoten und Paket-Sniffern, DNS-Hijacks, Credential Collection, Credential Stuffing und Betrugstrojaner. Gerade die letzte Methode zielt vor allem auf Nutzer.

Die häufigste Maßnahme, mit der Angreifer IoT-Geräte aufspürten und infizierten, waren Internet-Scans, die nach offenen Remote-Administrationsdiensten suchten. Telnet und Secure Shell (SSH) waren die beliebtesten Protokolle, gefolgt von Home Network Administration Protocols (HNAP), Universal Plug and Play Protocols (UPnP), Simple Object Access Protocols (SOAP) und anderen Transmission Control Protocol (TCP) Ports, die von IoT-Geräten verwendet werden.  

Infrastrukturen und Mobilgeräte anfällig
Laut der Studie sind IoT-Infrastrukturen „ebenso anfällig für Authentifizierungsangriffe über schwache Anmeldeinformationen wie die IoT-Geräte selbst“. Zur IoT-Infrastruktur gehören vor allem Server und Datenbanken.

Mobile IoT-Gateways sind genauso gefährdet wie herkömmliche drahtgebundene und WiFi-basierte IoT-Geräte. Bis zu 62 Prozent der getesteten Geräte waren anfällig für Angriffe per Fernzugang. Dabei wurden vor allem schwache Standardbenutzerdaten des Herstellers ausgenutzt.

Mirai weiterhin gefährlich
Außerdem ergab die Studie, dass die Gefahr durch Mirai weltweit kaum abnimmt. Zwar reduzierte sich die Anzahl der Mirai-Scannersysteme von Dezember 2017 bis Juni 2018 leicht. Europa bleibt jedoch die einzige Region, in der die Infektion mit Mirai-Scannern relativ konstant geblieben ist.

Dabei müssen Unternehmen neben dem ursprünglichen Bot auch mindestens 10 Mirai-Ableger berücksichtigen. Dazu gehören Annie, Satori/Okiru, Persirai, Masuta, Pure Masuta, OMG, SORA, OWARI, Omni und Wicked. Diese Geschwister von Mirai können weitaus mehr als nur DDoS-Angriffe starten. Zum Beispiel setzen sie Proxy-Server ein, um Krypto-Währungen zu suchen und andere Bots zu installieren.

Geeignete Maßnahmen treffen
Um sich ausreichend vor Thingbots zu schützen, müssen Unternehmen mehrere Schichten betrachten: zum einen die Applikationen und IoT-Broker, die Informationen verarbeiten und aufbereiten, und zum anderen Infrastrukturen sowie Endpunkte und Sensoren. Ein DDOS-Schutz ist auf allen Schichten sämtlicher Infrastrukturen und Applikationen notwendig, da es sonst zu einem Totalausfall der Systeme kommen kann. Eine Strategie zum Schließen von Sicherheitslücken in Anwendungen über Updates muss ebenfalls gegeben sein. Eine WAF (Web Application Firewall) sollte sicherstellen, dass sogar angreifbare Anwendungen bis zum Software-Update abgesichert sind.

Einfache Sensoren ohne Speicher und ohne gängiges Betriebssystem lassen sich aufgrund der geringen Kapazitäten nur schwer angreifen. Hier ist ein grundlegender Manipulationsschutz oft ausreichend. Endgeräte mit Speicher und Anwendungen sind dagegen durch veränderbare, komplexe Passwörter, Sicherheitsupdates, Härtung des Betriebssystems und bei Bedarf mit Virus- und Malware-Schutz zu versehen.

Dabei lassen sich zum Teil bereits genutzte Internet-bezogene Security-Maßnahmen erweitern und anpassen. Dazu gehören etwa DDOS-Schutz, WAF oder die klassische Netzwerk-Firewall. Kommen jedoch IoT-spezifische Protokolle zum Einsatz wie MQTT, sind meist neue Schutzmechanismen zu implementieren, zum Beispiel ein MQTT Gateway oder eine MQTT-fähige WAF. In jedem Fall sollten Digitale Signaturen, strenge Authentifizierung und Verschlüsselung immer Bestandteil der IoT-Kommunikation sein.

Fazit
Thingbots verbreiten sich immer stärker und die Angriffsmöglichkeiten auf das IoT nehmen zu. Daher sollten Unternehmen jetzt für hohe Sicherheit sorgen, vor allem durch Bot-Abwehr am Anwendungsperimeter sowie eine Anti-DDoS-Lösung. Sonst können Vorfälle zu deutlichen Umsatzeinbußen führen.

IoT: Zutrittskontrolle und Cybersecurity

Die Verknüpfung von physischen und digitalen Sicherheitskomponenten mit dem IoT läutet in der Tat die nächste Phase der digitalen Transformation ein: Das Zusammenspiel aller Komponenten eines vernetzten Sicherheitssystems optimiert zum einen die Effektivität, zum anderen übermitteln die individuellen Hardwareeinheiten Daten, die bei richtiger Handhabung auch eine Business Intelligence ermöglichen. Das Thema Cybersecurity ist dabei elementar und essentiell für den Erfolg eines jeden IoT-Systems.

Vernetzte Zutrittskontrolle

Ein interessantes Beispiel für ein solches vernetztes System ist die Zutrittskontrolle. Denn die Technologien von Türstationen umfassen weit mehr als nur Video-Türklingeln. Als Teil eines IoT-Systems können Netzwerk-Türstationen mit einem äußerst komplexen und hochwertigen Sicherheitsnetzwerk verbunden werden. Gleichzeitig werden Business-Intelligence-Daten gesammelt und sicher an Smartphones oder Server gesendet.

So können beispielsweise auch KFZ-Nummernschilder als Berechtigungsnachweise für einen Zutritt genutzt werden. Bei diesem System arbeiten verschiedene Technologien über das Netzwerk zusammen und sichern auf diese Weise die Zutrittskontrolle auf einen Parkplatz oder ein bestimmtes Areal. Sobald ein Fahrzeug in den Erfassungsbereich einer Kamera gerät, wird die Software der Kamera aktiviert und das Kfz-Kennzeichen des Fahrzeugs überprüft. Die Netzwerk-Kamera sendet die Daten anschließend an die Türsteuerung am Tor. Sie wiederum entscheidet durch die angeschlossene Datenbank mit den zugelassenen Kennzeichen, ob der Zutritt gewährt wird oder nicht. Sollte das Nummernschild eines Fahrzeuges nicht für den Zutritt freigegeben sein, kann sich der Fahrer beispielsweise über die Netzwerk-Video-Türstation mit einem Mitarbeiter verbinden, der dann entscheidet, ob er den Zutritt gewährt oder nicht. Die erhobenen Daten aus den geschilderten Vorgängen werden protokolliert und gespeichert.

Diese beschriebenen Vorgänge und Elemente kommunizieren alle über offene Protokolle miteinander. Die standardisierte, sichere Informationsübermittlung ermöglicht auch die Einbindung verschiedener Komponenten von mehreren Herstellern. Dadurch können Unternehmen Geräte nutzen, die für ihre individuellen Bedürfnisse am besten geeignet sind.

Maßnahmen zur IT-Sicherheit

Das Beispiel der KFZ-Kennzeichen-Zutrittskontrolle unterstreicht auch die Notwendigkeit, die Cybersecurity anwendungsorientiert umzusetzen. Jede Komponente dieses Systems stellt einen potenziellen Zugang für Kriminelle dar. Ist eines der Bestandteile in diesem Netzwerk nicht ausreichend geschützt, können sensible Informationen abgegriffen werden – mit der Folge, dass das Unternehmen einen realen Schaden erleiden kann.

Die Sicherung der verbundenen Geräte sowie die Sicherung der Daten selbst haben dabei oberste Priorität. Netzwerk- und Datenlecks verursachen nicht nur schwerwiegenden Reputationsschäden für das betroffene Unternehmen, sondern jeder Verstoß behindert auch die weitere Entwicklung des IoT. Dies liegt daran, dass sowohl Unternehmen als auch die Öffentlichkeit darauf vertrauen müssen, dass IoT-Technologien den Erwartungen an einen ungefährlichen und cybersicheren täglichen Betrieb gerecht werden. Datenschutzrichtlinien wie zum Beispiel die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sollten als Hilfe und nicht als Hindernis verstanden werden.

Schnelles Handeln für den Fortschritt

Um im Wettbewerb zu bestehen, müssen Unternehmen die besten am Markt erhältlichen Technologien miteinander verbinden – auch wenn das bedeutet, dass sie mehrere Anbieter kombinieren müssen. Standard- sowie offene Protokolle, mit denen verschiedene Geräte einfach miteinander kommunizieren können, sind der beste Weg für eine Sicherstellung der Kompatibilität bestehender und zukünftiger Produkte. Es ist ebenso wichtig, dass das Sicherheitssystem einfach zu bedienen ist. Die riesigen Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen müssen aggregiert und den Nutzern in leicht managebaren Formaten präsentiert werden. Schließlich sollen Analysten die Daten interpretieren, um schnell entschlusskräftige Entscheidungen treffen zu können. IoT-Technologien und -Produkte, die einfach in der Bedienung sind, auf offenen Protokollen und globalen Standards basieren sowie den hohen Anforderungen an die Cybersecurity genügen, vereinen wichtige Erfolgsqualitäten.

Die Förderung offener Systeme zwischen Hardware, Software und Anwendungstechnologien sowie -Produkten bringt Vorteile. Organisationen wie ONVIF, die sich für standardisierte Netzwerkprotokolle einsetzen, leiten eine neue Ära der Zusammenarbeit in der Sicherheitsbranche ein. Dies bildet zusammen mit der Priorisierung von Cybersecurity die Grundlage für eine immer stärker vernetzte Welt.

 

Erstellen von Standortverknüpfungen und Standortverknüpfungsbrücken

Wenn Sie in Ihrem Unternehmen verschiedene Bandbreiten von WAN-Leitungen einsetzen, macht es Sinn, auch verschiedene Standortverknüpfungen zu erstellen. Sie können auf Basis jeder Standortverknüpfung einen Zeitplan festlegen, wann die Replikation möglich ist. Standortverknüpfungen können auf Basis von IP oder SMTP erstellt werden. SMTP hat starke Einschränkungen bei der Replikation und wird nur selten verwendet. Sie sollten daher auf das IP-Protokoll setzen, über das von Active Directory alle Daten repliziert werden können.

Um eine neue Standortverknüpfung zu erstellen, klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf den Eintrag IP unterhalb von Inter-Site Transports und wählen im Kontextmenü den Eintrag Neue Standortverknüpfung aus.

Um eine neue Standortverknüpfung zu erstellen, klicken Sie in der Konsolenstruktur mit der rechten Maustaste auf den Eintrag IP unterhalb von Inter-Site Transports und wählen im Kontextmenü den Eintrag Neue Standortverknüpfung aus.

Nachdem Sie die Erstellung einer neuen Standortverknüpfung gewählt haben, erscheint das Fenster, in dem Sie die Bezeichnung der Standortverknüpfung sowie die Standorte eingeben. Wählen Sie den Namen der Standortverknüpfung so, dass bereits durch die Bezeichnung der Standortverknüpfung darauf geschlossen werden kann, welche Standorte miteinander verbunden sind, zum Beispiel Berlin <> Frankfurt oder auch die Art der Verbindung zwischen den verschiedenen Niederlassungen.

Erstellen von neuen Standorten über Active Directory-Standorte und -Dienste

Sobald die Voraussetzungen für die Routingtopologie vorhanden sind, sollten Sie die einzelnen physischen Standorte im Snap-In „Active Directory-Standorte und -Dienste“ erstellen.

Wenn Sie das Snap-In öffnen, wird unterhalb des Eintrags „Sites“ der erste Standort als Standardname-des-ersten-Standorts bezeichnet. Sie finden das Snap-In am schnellsten über den Server-Manager im Menü „Tools“. Im ersten Schritt sollten Sie für diesen Standardnamen den richtigen Namen eingeben, indem Sie ihn mit der rechten Maustaste anklicken und im Kontextmenü den Befehl „Umbenennen“ wählen.

Sie müssen die Domänencontroller im Anschluss nicht neu starten, der Name wird sofort aktiv. Als Nächstes können Sie alle notwendigen Standorte erstellen, an denen Sie Domänencontroller installieren wollen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste im Snap-In auf Sites und wählen im Kontextmenü den Eintrag Neuer Standort aus.

Sie können Standorte auch in der PowerShell erstellen. Dazu verwenden Sie den Befehl New-ADReplicationSite <Standort>.

Erstellen Sie eine CSV-Datei, die mit der Zeile name beginnt, können Sie eine Liste von Standorten in eigenen Zeilen erstellen. Diese können Sie dann auf einen Schlag mit dem Befehl Import-Csv 1Path C:\newsites.csv | New-ADReplicationSite als Standort anlegen.

Mixed Reality reduziert Ausfallzeiten in der Produktion

Die Lösung: Über die Einbindung von Mixed Reality erklärt ein Sachverständiger aus der Ferne dem Mitarbeiter vor Ort schnell und einfach, was er zu tun hat, damit die Produktion wieder anläuft.

Virtual Reality, Augmented Reality, Mixed Reality – Diese Begriffe schwirren seit geraumer Zeit durch die Medien. Meist konzentrieren sich die Berichte auf Geräte für Endnutzer im Home-Entertainment-Bereich. Aber auch Unternehmen können diese Technologien einsetzen, um Arbeitsabläufe zu optimieren oder Services zu verbessern. Dabei sollte im ersten Schritt klar sein, für welche Szenarien die Begriffe stehen.

  • Virtual Reality (VR): Hier sieht der Anwender ausschließlich eine virtuelle Abbildung und nicht mehr die Realität. So kann er vollständig in virtuelle Welten eintauchen, ohne von der Wirklichkeit „gestört“ zu werden. Beispiele dafür sind immersive Computerspiele oder interaktive Schulungen.
  • Augmented Reality (AR): Hier wird die reale Welt durch virtuelle Objekte wie Pfeile, CAD-Daten oder Figuren erweitert. Theoretisch und bei idealer Technologie sind diese nicht von realen Objekten zu unterscheiden.
  • Mixed Reality (MR): Sie funktioniert im Prinzip wie AR, allerdings lassen sich hier virtuelle Objekte fest und über längere Zeit im Raum platzieren. So kann sich der Nutzer etwa zu einer virtuellen Maschine hin- oder von ihr wegbewegen oder eine andere Perspektive einnehmen, ohne dass sie ihre Position im Raum verändert. Diese Technologie wird „Spatial Mapping“ genannt und lässt sich in diesem Video nachvollziehen.

Diese drei verwandten Ansätze eröffnen zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen, so dass ihnen eine erfolgreiche Zukunft vorhergesagt wird. Laut Capgemini gehören AR und VR in drei bis fünf Jahren bei jedem zweiten Unternehmen zum Standard. Erst vor kurzer Zeit kam MR als dritte Variante hinzu, da die entsprechende Hardware und Software inzwischen in der Praxis einsatzfähig ist. Als die drei am besten geeigneten Einsatzgebiete haben sich hier die Bereiche „Prozessoptimierung“, „Training“ und „Remote Maintenance“ (auch „Remote Assist“ genannt) herausgestellt. 

Konkretes Einsatzbeispiel

Bei einem Produktionsunternehmen fällt eine Maschine in der Fertigungsstraße aus. Da sich der Herstellungsprozess nicht auf andere Maschinen umleiten lässt, steht die gesamte Straße still. Dieser Ausfall kostet dem Unternehmen pro Stunde mehrere tausend Euro. Daher muss der Fehler so schnell wie möglich behoben werden. Bislang hatte ein speziell ausgebildeter Mitarbeiter Handbücher und Bedienungsanleitungen zu lesen, um mögliche Ursachen festzustellen. Erst nach mehreren Versuchen war er erfolgreich. Doch das bedeutete noch lange nicht, dass er den Fehler auch sofort beheben konnte. Häufig galt es, einen Service-Techniker des Maschinenherstellers anzurufen. Im ersten Schritt musste der Mitarbeiter umständlich erklären, welcher Fehler aufgetreten ist, welche Maßnahmen er getroffen hat und warum die Behebung gescheitert ist. Anschließend erklärte der Service-Techniker telefonisch, welche Schritte zu unternehmen sind.

Mit Hilfe von Fernzugriff und Videotelefonie lassen sich diese Prozesse zwar verkürzen, doch auch hier hat der Mitarbeiter vor Ort häufig nicht beide Hände für die Reparatur frei oder muss immer wieder zwischen Maschine und Videobild hin- und herschauen. Diese Ineffizienzen vermeidet eine Mixed-Reality-Lösung. Damit erhält der Mitarbeiter sowohl die Maschine als auch die Anleitungen für ihre Reparatur in einem Blickfeld. Zusätzlich kann der externe Service-Techniker über virtuelle Objekte wie Pfeile, gezeichnete Kreise oder Grafiken aus dem Handbuch die durchzuführenden Schritte anschaulich erklären. Diese Objekte bleiben bei MR auch immer an der richtigen Stelle, selbst wenn sich der Mitarbeiter vor Ort bewegt. Damit lässt sich eine Reparatur deutlich schneller erledigen als mit herkömmlichen Maßnahmen. Wenn die Maschine dann statt einer Stunde nur noch 15 Minuten still steht, hat sich die Investition in die MR-Technologie meist schon nach einem Servicefall amortisiert.

HoloLens-Perspective1-2
(Quelle: Campana & Schott)
HoloLens-Perspective1-1
(Quelle: Campana & Schott)

Verfügbare Lösungen

Inzwischen stehen einsatzfähige Lösungen für AR und MR von verschiedenen Herstellern zur Verfügung. Dazu gehören etwa Microsoft, Magic Leap oder ODG, wobei sich der Markt jedoch ständig verändert. Gerade die Microsoft HoloLens dürfte mit der für dieses Jahr angekündigten neuen Version 2 einen großen Schritt nach vorne machen. Dies liegt nicht nur an der wohl deutlich verbesserten Hardware, sondern auch an neuen Software-Lösungen. So ermöglicht zum Beispiel Remote Assist die reibungslose Zusammenarbeit über Videotelefonie mit Hilfe von Heads-Up-Display, Freisprech-Funktion, Bildaustausch und Anmerkungen. Dadurch können Mitarbeiter vor Ort mit einem Experten teilen, was sie in der Realität sehen, während sie gleichzeitig die Hände frei haben, um Probleme zu lösen und Aufgaben schneller zu erledigen. Wie das funktioniert, zeigt dieses Video. Dabei ist die Lösung komplett in die Collaboration-Tools Microsoft Office und Microsoft Teams integriert sowie die Kommunikation auf Unternehmensebene abgesichert.

Da die aktuelle Version der HoloLens wenige tausend Euro kostet, dürfte der Preis für die zweite Version nicht wesentlich höher liegen. Mit der benötigten Standard-Software bleibt die Investition für eine MR-Lösung meist unter 5.000 Euro. Verglichen mit den Kosten für einen Produktionsausfall rentiert sich diese Anschaffung durch die Reduzierung der Zeit für die Problembehebung sehr schnell. Was Unternehmen beim Einsatz von MR sonst noch wissen müssen, etwa weitere Einsatzszarien oder Herausforderungen wie Capability Building, erfahren sie in einem Online-Seminar am 5. Februar 2019. Hier wird auch ein konkretes Einsatzszenario der Microsoft HoloLens live gezeigt. Eine Anmeldemöglichkeit gibt es hier.

Fazit

Für Fertigungsunternehmen bietet Mixed Reality zahlreiche Vorteile, um Gewinneinbußen durch Produktionsausfälle zu vermeiden. So können Mitarbeiter über die HoloLens einen Microsoft-Teams-Videoanruf an einen oder mehrere externen Experten starten. Dieser sieht die Maschine, kann das Bild einfrieren und mit einem Stift Pfeile oder Kreise zur Veranschaulichung zeichnen, die der Mitarbeiter vor Ort an der richtigen Stelle der Maschine im Sichtfeld eingeblendet bekommt – selbst wenn er sich bewegt. Damit kann er deutlich schneller die Maschine reparieren als mit herkömmlichen Methoden – und die Produktion läuft in entsprechend kürzerer Zeit wieder an.

 

 

BAM – CMS Blog