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WireShark mit TShark in der Befehlszeile verwenden

Wireshark kann auch über die Befehlszeile verwendet werden, obwohl die meisten Funktionen über die grafische Benutzeroberfläche zugänglich sind. Es gibt ein Kommandozeilen-Tool namens TShark, das Teil der Wireshark-Suite ist und die gleiche Analysefähigkeit wie die grafische Oberfläche bietet, aber über die Befehlszeile gesteuert wird. Mit TShark können Administratoren zum Beispiel den Netzwerkverkehr aufzeichnen, Protokolle aus Netzwerkverkehr extrahieren und Protokollstatistiken erzeugen.

Durch die Eingabe von „tshark“ startet das Tool die Aufzeichnung und zeigt den Datenverkehr im Fenster an. 

So funktioniert TShark

Eines der wichtigsten Verwendungszwecke von TShark ist die Aufzeichnung von Netzwerkverkehr. Dies kann erreicht werden, indem TShark mit dem Befehl „tshark -i [interface] -w [filename]“ gestartet wird, wobei [interface] das Netzwerkinterface ist, von dem Verkehr aufgezeichnet werden soll, und [filename] der Name der Datei ist, in der der Verkehr gespeichert werden soll. Während TShark läuft, wird Netzwerkverkehr aufgezeichnet und kann später mit Wireshark oder einem anderen Analyse-Tool untersucht werden.

Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet von TShark ist die Extraktion von Protokollen aus Netzwerkverkehr. Hierfür kann TShark mit dem Befehl „tshark -r [filename] -T fields -e [field]“ gestartet werden, wobei [filename] der Name der aufgezeichneten Verkehrsdatei ist, -T fields das Format für die Ausgabe von Protokollen angibt und -e [field] die Protokollfelder definiert, die extrahiert werden sollen. Hiermit können Administratoren beispielsweise eine Liste aller IP-Adressen erhalten, die Netzwerkverkehr senden oder empfangen, oder eine Liste aller URLs, die in einer Verkehrsaufzeichnung aufgezeichnet wurden.

Darüber hinaus kann TShark auch Protokollstatistiken erzeugen. Hierfür kann TShark mit dem Befehl „tshark -r [filename] -q -z io,stat, [filter]“ gestartet werden, wobei [filename] der Name der aufgezeichneten Verkehrsdatei ist, -q eine einfachere Ausgabe anzeigt und -z io,stat, [filter] die Protokollstatistiken angibt, die erzeugt werden sollen. Dadurch können Administratoren beispielsweise die Anzahl der gesendeten und empfangenen Pakete nach Protokolltyp, die Durchsatzrate und die Latenzzeit zwischen gesendeten und empfangenen Paketen analysieren.

Alternative für den Gerätemanager: DevManView bietet viel mehr Möglichkeiten und ist portabek

DevManView  von Nirsoft ist eine Ergänzung zum Gerätemanager in Windows und kann ohne Installation gestartet werden. Das Tool zeigt alle aktuell verbundenen Geräte und deren Einstellungen an. Installierte Treiber von nicht verbundenen Geräten lassen sich aus- und einblenden, so wie die Ansicht aktuell benötigt wird. 

DevManView zeigt den aktuellen Status jedes Geräts an, einschließlich bereits installierter und nicht erkannte Geräte. Das Tool ermöglicht es  Treiberversionen direkt von der Anwendung aus zu aktualisieren, ohne den Geräte-Manager oder eine externe Anwendung zu verwenden.

Außerdem bietet das Tool die Möglichkeit, Geräteänderungen in Echtzeit zu überwachen, um sicherzustellen, dass neue Geräte ordnungsgemäß funktionieren und alte Geräte entfernt werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

DevManView zeigt den Hersteller jedes installierten Treibers an, was es  ermöglicht, sicherzustellen, dass nur Treiber von vertrauenswürdigen Quellen verwendet werden.

Geräte mit DevManView in Windows verwalten

Nach dem Start von DevManView zeigt das Tool alle installierten Treiber und Geräte in einem Fenster an.  Über den Menüpunkt „Options“ lässt sich die Ansicht filtern. Mit „Show only connected devices“ blendet das Tool alle Geräte aus, die aktuell nicht verbunden sind. Im Fenster sind darauf hin übersichtlich die Namen der Geräte, der Hersteller, ID und weitere Daten zu sehen, die Admins für die Verwaltung von Geräten häufig benötigen. 

Neben der Anzeige von Treibern kann DevManView nicht mehr benötigte Treiber vom System entfernen. Die Informationen lassen sich außerdem exportieren. Mit den verschiedenen Filtermöglichkeiten können Admins eigene Abfragen erstellen, mit denen sich Daten aus DevManView auslesen lassen. Das ist interessant für An- oder Abmeldeskripte. 

Skripte mit DevManView erstellen

Neben der grafischen Oberfläche lassen sich viele Funktionen automatisieren.  Dazu gehört neben dem Exportieren von Informationen auch das Aktualisieren von Treibern.

DevManView kann über die Befehlszeile genutzt werden, um bestimmte Funktionen auszuführen. Hier sind einige Beispiele:

Anzeigen aller Geräte: DevManView.exe /showall

Exportieren von Geräteinformationen in eine CSV-Datei:  DevManView.exe /export c:\deviceinfo.csv

Deinstallieren eines Geräts: DevManView.exe /uninstall_device DeviceID

Deaktivieren eines Geräts: DevManView.exe /disable_device DeviceID

Aktualisieren eines Treibers: DevManView.exe /update_driver DeviceID PathToDriver

Temperatur, Spannung und Lüfter auf Computern und Servern mit Open Source überwachen

Libre Hardware Monitor ist ein Open Source-Tool, das auf GitHub zur Verfügung steht. Das Tool ermöglicht die Überwachung der Spannung und der Temperatur von Prozessoren und Grafikadaptern.  Das Tool muss nicht installiert werden,  sondern lässt sich aus dem Archiv heraus extrahieren und direkt starten. 

Libre Hardware Monitor funktioniert auf allen Windows- und Windows-Server-Versionen

Das Tool funktioniert mit Windows 10 und Windows 11 genauso, wie mit Windows Server 2019/2022 und Windows Server vNext, dem Nachfolger von Windows Server 2022 auf Basis von Windows 11.

Nach dem Start des Tools zeigt Libre Hardware Monitor in einem einzelnen Fenster Informationen zu allen CPU-Lernen kann. Die aktuelle und die Spitzenspannung ist genauso zu sehen, wie die aktuelle und die maximal gemessene Temperatur. 

Neben den Prozessoren eines Computers kann Libre Hardware Monitor die Auslastung des Arbeitsspeichers anzeigen, Parallel dazu stehen noch die Daten für die verbauten Grafikadapter. Neben der aktuell verbrauchten Leistung zeigt das Tool die Temperatur der CPU an sowie die aktuellen Umdrehungszahlen der verschiedenen Lüfter. 

Dazu kommen die Durchsatzdaten der Netzwerkadapter, inklusive des aktuellen Downloadvolumens seit dem Start des Tools. Alle Daten sind übersichtlich in einer Tabelle zu finden. 

Libre Hardware Monitor an die eigenen Anforderungen anpassen

Über den Menüpunkt „Options“ kann konfiguriert werden, dass Libre Hardware Monitor minimiert startet und automatisch mit Windows aktiviert wird. Wenn das Tool geschlossen wird,  kann es mit der entsprechenden Option stattdessen in den Traybereich der Taskleiste minimiert werden.  Über „Logging Intervall“ kann eingestellt werden, mit welchem Intervall das Tool die Daten aus den Sensoren ausliest. 

Zugriff auf die Messdaten über eigenen Webserver

Libre Hardware Monitor bringt einen eigenen Webserver inklusive Authentifizierung mit. Dieser lässt sich über den Menüpunkt „Options“ über „Remote Web Server “ starten und konfigurieren. Es ist an dieser Stelle zum Beispiel möglich den Port anzupassen, über den Server zur Verfügung steht. Außerdem kann an dieser Stelle die Authentifizierung für den Zugriff konfiguriert werden.

Mit dieser Einstellung nutzt Windows die tatsächliche Geschwindigkeit des Prozessors voll aus

In den Energieoptionen von Windows 10/11 und Windows Server 2019/2022 wird gesteuert, welche Maximale Leistung das Betriebssystem für die verbauten Prozessoren nutzen soll. Nicht immer ist die maximale Leistung freigeschaltet, was sich darin äußert, dass ein Computer oder Server langsamer reagiert, als er müsste.  Die Einstellungen können aber leicht überprüft und im laufenden Zustand angepasst werden.

Neben Servern, kann hier Leistung für Notebooks angepasst werden. Wenn nicht die komplette Leistung der CPU notwendig ist, besteht hier aber auch die Möglichkeit Energie zu sparen, CPUs, die nicht maximale Leistung abrufen, verbrauchen natürlich deutlich weniger Energie.

Energieoptionen anpassen für mehr Prozessor-Leistung

Über die Suche nach „Energie“ im Suchfeld des Startmenüs von Windows 10/11 oder Windows Server 2019/2022 wird „Energiesparplan bearbeiten“ oder eine ähnliche Beschreibung aufgerufen (hängt ab von der installierten Windows-Version).

In der Bearbeitung des aktuellen Energiesparplans wird „Erweiterte Energieeinstellungen ändern“ aufgerufen.  An dieser Stelle können verschiedene Anpassungen vorgenommen werden, die sich direkt auf die Leistung des Computers oder Servers auswirkt. 

Besonders wichtig ist an dieser Stelle der Menüpunkt „Prozessorenergieverwaltung“. Hier lässt sich mit „Minimaler Leistungszustand“ und „Maximaler Leistungszustand des Prozessors“ festlegen, welche Leistung dem Computer zur Verfügung steht. 

Bei „Maximaler Leistungszustand des Prozessors“ sollte an dieser Stelle der Wert „100 %“ eingestellt sein, Wenn weniger eingestellt ist, kann der Prozessor niemals seine aktuelle Leistung abrufen.  

Der Wert bei „Minimaler Leistungszustand des Prozessors“ muss nicht verändert werden, lässt sich aber ebenfalls anpassen. Hier wird gesteuert, wie wenig der Prozessor minimal nutzen darf, wenn der Energiesparplan das erfordert.

Die Einstellungen sind auch auf Notebooks interessant. Hier kann es sinnvoll sein den Maximalwert etwas zu reduzieren. Das senkt zwar die Leistung des Systems im Akkumodus, aber dafür hält der Akku länger. In den Einstellungen für den Strombetrieb sollte natürlich möglichst die Leistung der CPU so hoch wie möglich angesetzt sein.  

Clink: Windows-Befehlszeile mit Bearbeitungsfunktionen aus GNU erweitern

Clink ist ein Open Source-Tool, mit dem sich die Befehlszeile deutlich aufbohren lässt.  Das Tool erweitert die Befehlszeile um verschiedene Funktionen aus der GNU Readline-Bibliothek. Durch den Start von Clink können in der Windows-Befehlszeile ähnliche Funktionen genutzt werden, wie in der Linux-Bash oder im Terminal von macOS.

Clink erweitert die Befehlszeile um verschiedene Funktionen, die sonst nur der Befehlszeile vorbehalten sind, zum Beispiel die Pipeline. Mit dieser lässt sich die Ausgabe eines Befehles an einen weiteren Befehl weiterleiten, sodass eine Art Stapelverarbeitung möglich ist, über die mehrere Objekte gleichzeitig bearbeiten werden können.

Funktionen aus der Linux-Bash in der Befehlszeile nutzen

Wer Clink ausprobieren will, muss das Tool nicht installieren, es lässt sich als portable Version herunterladen und direkt starten. Teilweise meldet SmartScreen in Windows einen Fehler, da das Tool mit seinen Funktionen natürlich in das Window-System eingreift.

Um Clink ohne Installation direkt in einer bereits gestarteten Befehlszeile zu integrieren, ist keine Installation notwendig. Es reicht aus in der jeweiligen Befehlszeile in das Verzeichnis zu wechseln, in dem das Clink-Archiv extrahiert ist. Beispiel von Windows lässt sich anschließend Clink mit dem folgenden Befehl in der Befehlszeile aktivieren:

clink_x64 inject

Nach der Installation speichert die Befehlszeile den Verlauf über mehrere Sitzungen hinweg. Zeilen können nach dem Start bearbeitet werden, ähnlich wie in der Linux-Bash. Dazu kommt eine kontextsensitive Autovervollständigung. Die Befehlszeile erhält farblichen Eingabetext, so ähnlich wie die PowerShell. Dazu kommen verschiedene Tastenkombinationen, wie zum Beispiel STRH+Leertaste für eine interaktive Liste zum Autovervollständigen. Mit STRG+S und STRG+R steht eine inkrementelle Suche im Befehlsverlauf bereit.

Mit der Tastenkombination Alt+H zeigt Clink eine Liste der verfügbaren Tastenkombinationen  in der Befehlszeile an. Generell dreht es sich bei Clink vor allem darum mit der Befehlszeile effektiver und schneller arbeiten zu können. 

Rust Desk: Open Source-Alternative für TeamViewer und Co

Rust Desk ist eine Remotesteuerungs-Software,  die ähnlich funktioniert wie TeamViewer. Das Tool kann über das Internet auf Rechner zugreifen. Neben einer Remotesteuerung ist es auch möglich mit dem anderen Teilnehmer zu chatten oder Daten auszutauschen. Dazu stellen die Anbieter einen kostenlosen Verbindungsserver zur Verfügung, erlauben aber auch die Installation eines eigenen Servers.

Der Client und der Server sind Open Source und stehen auf GitHub zum Download zur Verfügung. Neben der Fernsteuerung von Windows-Computern, kann das Tool auf macOS und Linux eingesetzt werden. Darüber hinaus stehen Clients für Android und iOS zur Verfügung.

Rust Desk zur Fernsteuerung nutzen

Nachdem die Verbindung zwischen dem Remotecomputer und dem PC aufgebaut ist, der die Steuerung durchführen soll, lassen sich Daten übertragen und Remoteverwaltungen durchführen,  wie bei anderen Tools auch.  Das Tool ist daher eine beliebte Alternative für TeamViewer und AnyDesk und lässt sich komplett selbst hosten. Eine Installation ist genauso möglich, wie der portable Betrieb.

Sinnvoll ist Rust Desk vor allem für Unternehmen, bei denen mehrere Clients im Einsatz sind, die über das Internet gesteuert werden soll. Es ist mit Rust Desk möglich, dass Anwender zum Beispiel per VPN oder über das Internet remote auf ihren PC-Arbeitsplatz zugreifen können, zum Beispiel für das mobile Arbeiten oder im Home Office.

Rust Desk in der Praxis

Rust Desk lässt sich über die öffentlichen Server des Anbieters nutzen und in einer selbst gehosteten Umgebung betreiben. Nach dem Start des Clients zeigt dieser die ID und das Kennwort für die Verbindung ein anderer Client kann mit diesen Daten eine Verbindung aufbauen. Danach steht die verschlüsselte Verbindung der beiden Rechner zur Verfügung.

Wer den öffentlichen Servern nicht vertraut, kann einen eigenen Server  in der Cloud betreiben und darüber die Verbindungen hosten und Datenspeicher bereitstellen. 

Rust Desk Web – Fernsteuerung über den Webbrowser

Über die verschiedenen Clients können Rechner ferngesteuert werden. Es ist über den Rust Desk Web parallel möglich direkt aus dem Webbrowser heraus andere Computer fernzusteuern. Dazu ist keine weitere, externe Software notwendig.

Windows 11 Update 22H2 manuell durchführen

In den meisten Fällen steht die Aktualisierung zu Windows 11 22H2 über die Windows-Update-Funktion in Windows 11 automatisch zur Verfügung. Dazu kommt das Icon für vorhandene Updates im Traybereich der Taskleiste mit einem blauen Punkt.

Wird das Update nicht angezeigt, ist aber unbedingt notwendig, zum Beispiel für die Verwendung von neuen Sicherheitsfunktionen wie Smart App Control, kann die Aktualisierung leicht erzwungen werden.

Die in diesem Tipp vorgestellte Möglichkeit zur direkten Aktualisierung von Windows 11 zu Windows 11 22H2 funktioniert auch für Windows 11 Enterprise. Der Aktivierungszustand des Betriebssystems bleibt dabei normalerweise erhalten. 

Windows 11 22H2 über den Microsoft Windows 11-Installationsassistenten

Über den Installationsassistenten für Windows 11, den Microsoft auf der Seite zum Download von Windows 11-Installationsdateien zur Verfügung stellt, kann eine vorhandene Installation von Windows 11 zu Windows 11 22H2 aktualisiert werden, ohne dass Daten gelöscht werden. 

Über die Schaltfläche „Jetzt herunterladen“ wird zunächst der aktuelle Installationsassistent auf das System gebracht. Dieser kann im Anschluss direkt gestartet werden.  Nach der Bestätigung der Benutzerkontensteuerung prüft der Assistent, ob die aktuellste Windows 11-Version bereits installiert ist. Wenn das nicht der Fall ist, kann die Installation mit einem Assistenten durchgeführt werden.

Der Vorgang kann durchaus eine Stunde oder länger dauern. Danach ist Windows 11 22H2 auf dem Rechner verfügbar und alle weiteren Daten, Dokumente und Einstellungen bleiben erhalten.

Windows 11 zurücksetzen

Um sozusagen den Stand einer Neuinstallation zu erhalten, kann es sinnvoll sein, Windows 11 zurückzusetzen, nachdem Windows 11 aktualisiert ist. Allerdings kann in diesem Fall das Update zu Windows 11 22H2 nicht mehr deinstalliert werden. Ansonsten kann bei diesem Vorgang ausgewählt werden, ob die Daten auf dem Rechner erhalten bleiben sollen, oder ob Windows 11 diese ebenfalls löschen soll. Im Rahmen dieser Aktion können die lokal verwendeten Installationsdateien von Windows 11 22H2 verwendet werden, es ist aber auch möglich die Installationsdateien von Windows 11 22H2 erneut herunterzuladen. 

 

Synology NAS: Pakete automatisch aktualisieren und nicht mehr benötigte Apps deinstallieren

Das Paketzentrum kann im DSM auf einem Synology-NAS direkt über das Dashboard des DSM gestartet werden. Nach einem Klick auf  „Installiert“ sind an dieser Stelle alle Pakete zu sehen, die über das Paketzentrum auf dem NAS installiert wurden.

Da jedes Paket eine Netzwerkverbindung oder eine andere Funktion bietet, benötigt sie Ressourcen und stellt grundsätzlich eine Sicherheitsgefahr dar. Aus diesem Grund sollten nicht mehr benötigte Pakete deinstalliert und notwendige Pakete regelmäßig aktualisiert werden. Die Aktualisierung lässt sich automatisieren.

Nicht mehr benötigte Pakete deinstallieren

Nach dem Start des Paketzentrums sind die installierten Pakete über den Menüpunkt „Installiert“ zu finden. Hier sollte regelmäßig überprüft werden, ob bestimmte Pakete nicht mehr benötigt werden. Nach einem Klick auf ein Paket öffnen sich dessen Detail-Informationen. Einige Pakete lassen sich nicht deinstallieren, da diese zum System direkt gehören. In diesem Fall zeigt DSM die Option zum Deinstallieren nicht an.  Für solche Pakete kann es aber wiederum sinnvoll sein, diese zu deaktivieren, wenn deren Funktion nicht benötigt wird. 

Pakete, die sich deinstallieren lassen, bieten über den Pfeil neben „Öffnen“ in den Details die Option „Deinstallieren“ an. Nach der Auswahl dieser Option zum dem Bestätigen des Löschvorgangs, entfernt DSM das Paket vom System.  Das kann teilweise durchaus eine Minute oder länger dauern. 

Pakete aktualisieren – auch automatisch

Bei Aktualisierungen erhalten Pakete neue Funktionen, Entwickler beseitigen Sicherheitslücken und Fehler und parallel sorgen Updates dafür, dass Pakete immer möglichst optimal mit der aktuellen DSM-Version zusammenarbeiten.

Im Paketzentrum lässt sich über die Schaltfläche „Einstellungen“ bei „Automatisch aktualisieren“ festlegen, welche Pakete automatisch durch DSM überwacht und automatisiert aktualisiert werden sollen. Generell ist es sinnvoll an dieser Stelle durch Auswahl von „Pakete automatisch aktualisieren“ und dann „Alle Pakete automatisch aktualisieren“ sicherzustellen, dass DSM die Pakete automatisiert aktualisiert. 

 

 

 

System Informer: Systemressourcen mit Open Source überwachen

System Informer ist ein kleines Open Source-Tool, das den Ressourcenverbrauch von Diensten und Prozessen übersichtlich visualisieren und analysieren kann. Der Code des Open Source-Tools steht auf GitHub zur Verfügung.

Neben der Auslastung von CPUs und Arbeitsspeicher misst System Informer auch die Festplattennutzung und zeigt die entsprechenden Informationen übersichtlich an. Auch die Netzwerkbandbreite und Verwendung des Netzwerks lassen sich mit dem Tool messen. 

Mit System Informer finden Admins und Anwender Ressourcenfresser auf dem System.  Beim Bewegen mit der Maus kann das Tool an allen Stellen auch Quickinfos anzeigen. System Informer zeigt Informationen in Echtzeit an, deren Verlauf sich nach der Messung aber zurück spulen lässt. 

Gesperrte Dateien mit System Informer identifizieren

Neben dem untersuchen von Prozessen und Systemdiensten sowie dem identifizieren von Ressourcenfressern, ist System Informer auch dazu in der Lage Prozesse zu finden, die eine bestimmte Datei sperren, die gelöscht werden soll.

Innerhalb von System Informer können auch Tastenkombinationen zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel STRG + F für das Finden von Prozessen, Modulen und DLLs.  Mit STRG + I zeigt das Tool Informationen zum System an. 

System Informer in der Praxis

Nach der Installation des Tools zeigt dieses alle laufenden Prozesse farblich gekennzeichnet an. Über den Menüpunkt „Options“ lassen sich zahlreiche Einstellungen des Tools nachträglich anpassen.  Mit dem Kontextmenü stehen verschiedene Befehle und Aktionen zur Verfügung, wie das Beenden des Prozesses oder den Neustart. Die Priorität des Prozesses lässt sich an dieser Stelle ebenfalls anpassen. 

Mit dem Menüpunkt „Send To“ kann nach dem jeweiligen Prozess bei VirusTotal, hybrid-analysis.com und auf virusscan.jotti.org auf Malwareverdacht gesucht werden. Dazu lädt das Tool die ausführbare Datei des Prozesse zu dem jeweiligen Dienst und zeigt das Ergebnis im Fenster an.

Mit dem Menüpunkt „Properties“ zeigt System Informer auf zahlreichen Registerkarten Informationen zum Prozess an. Auch hier lässt sich der Prozess jederzeit beenden. 

Ueli: Ergänzung für das Startmenü, Suchen von Dateien und Shortcuts in einer gemeinsamen Oberfläche

Ueli ist ein kleines Tool mit dem Admins und Anwender viele Aufgaben an ihren Arbeitsplätzen erleichtern können. Das Tool erlaubt den schnelleren Start von Anwendungen  über Tastenkombinationen und hilft auch bei der Suche nach Dokumenten und Dateien oder dem Aufrufen von Webseiten. Im Grunde genommen handelt es sich um eine ähnliche Funktion wie Spotlight in macOS.

Spotlight für Windows: Programme schneller starten

Das Tool steht für Windows und macOS als installierbare und als portable Version zur Verfügung.  Nach dem Start ist ein Icon im Traybereich der Taskleiste zur Verfügung, über das ein Suchfeld gestartet werden kann.  Über das Kontextmenü oder einen Mausklick kann das Tool geöffnet werden und zeigt ein Suchfenster an.  Alternativ geht das mit der Tastenkombination Alt+Leertaste. Das lässt sich aber in den Einstellungen des Tools ändern. 

Über das Kontextmenü von Ueli lassen sich mit „Einstellungen“ oder „Settings“ die Optionen des Tools aufrufen. Bei „Allgemein“ kann die Sprache angepasst werden.  Außerdem kann hier der Hotkey für das Tool konfiguriert und festgelegt werden, ob Ueli mit Windows starten soll. 

Bei „Plugins“ kann in den Einstellungen festgelegt werden, wo Ueli nach den Begriffen suchen soll, die Anwender im Suchfeld eingeben. Neben Programmverzeichnissen und dem Desktop kann an dieser Stelle auch festgelegt werden, welche Dateiendungen die Programme haben sollen. 

Neben der Suche nach Programmen, Dateien und Lesezeichen kann Ueli auch dazu genutzt werden, um Befehle für die Befehlszeile oder PowerShell zu finden. Dazu kann bei „Kommandozeile “ als Shell auch „PowerShell“ genutzt werden.

Jedes Plugin kann in den Einstellungen aktiviert und deaktiviert werden. Dadurch ist es auch möglich nur die Plugins zu starten, die ein Admin oder Benutzer auch verwenden will.  Ueli kann zum Steuern des Computers verwendet werden. Dazu kann das PlugIn „Betriebssystembefehle“ aktiviert werden. Mit „Betriebssystemeinstellungen“ ist es wiederum möglich Einstellungen in Windows aufzurufen.

Suche mit Everything

Bei den Plugins ist auch der Menüpunkt „Everything Suche“ verfügbar. Dadurch kann Ueli mit dem kostenlosen Suchtool Everything zusammenarbeiten, um noch mehr Suchergebnisse zu finden.