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Das IoT erfordert vor allem eins: Know-how!

Doch IoT beinhaltet weit mehr als das, was die stetig hinzukommenden Anwendungsgebiete belegen. Dieser rasanten Entwicklung müssen auch IoT-Service Provider standhalten, indem sie sich in kurzer Zeit das notwendige Wissen aneignen. Denn für Kunden ist Know-how das wichtigste Kriterium bei der Evaluierung potentieller Anbieter.

Das Internet of Things gewinnt stark an Bedeutung und bahnt sich den Weg vom Spartenthema auf die Titelseiten. Konkret umgesetzte Projekte sind zwar noch rar gesät, aber es gibt sie – vor allem in den Bereichen vernetzte Produktion, Smart Connected Products, Smart Supply Chain und Logistik, wie die Studie „Internet of Things in Deutschland 2016“ verdeutlicht.

Betrachtet man die Analyse der zukünftig geplanten IoT-Projekte der Unternehmen, verschiebt sich das Bild. Während Smart Connected Products nach wie vor an der Spitze liegen, etablieren sich neue Anwendungsbereiche für das IoT. Eines dieser stark aufstrebenden Anwendungsfelder zählt zum Thema Industrie 4.0: Predictive Maintenance, die vorausschauende Wartung von Maschinen und Industrieanlagen. Auf Basis gewonnener Daten aus der Gerätevernetzung lassen sich durch das Zusammenspiel zwischen IoT-Plattform und vorbeugender Analyse wichtige Rückschlüsse für die täglichen Arbeitsprozesse ziehen, z.B. wann Maschinenausfälle drohen.den Weg vom Spartenthema auf die Titelseiten. Konkret umgesetzte Projekte sind zwar noch rar gesät, aber es gibt sie – vor allem in den Bereichen vernetzte Produktion, Smart Connected Products, Smart Supply Chain und Logistik, wie die Studie „Internet of Things in Deutschland 2016“ verdeutlicht.

Bemerkenswert sind auch zwei weitere neue Anwendungsbereiche aus den Top 4 der geplanten IoT-Projekte: Gebäudemanagement und Connected Health rücken stärker in den Fokus. Mühelos lassen sie Marktsegmente hinter sich, die (eigentlich) als etabliert galten; darunter Smart Home oder das vieldiskutierte Thema Connected Car.

 

 

Bisherige IoT-Projekte

 

Künftige IoT-Projekte

Quelle: Studie „Internet of Things in Deutschland 2016“ von IDG Business Media

Welcher Anbieter passt zu meinem Projekt?

Neben der Frage, in welchem Bereich IoT-Projekte umgesetzt werden sollen, stellt sich natürlich auch die Frage, wer diese Projekte umsetzt. Die Rede ist von IoT-Service-Providern, wie es sie in Deutschland mittlerweile zuhauf gibt. Doch wie differenzieren die Unternehmen zwischen diesen Anbietern? Welche Kriterien sind maßgeblich? Die mit Abstand größte Anzahl der Befragten achtet nicht, wie zu vermuten, auf das Preis-Leistungs-Verhältnis oder andere Faktoren, die häufig zur Evaluierung hinzugezogen werden.

Vielmehr bildet das technologische Know-how des Anbieters das stärkste Kriterium. Schließlich steckt in jedem IoT-Projekt eine wichtige Investition in die Zukunft. Daher fallen die Plätze zwei, drei und vier der Umfrage ebenfalls in die Kategorie „weiche Argumente“: Vertrauen in den Anbieter, Branchenkompetenz und Prozess-Know-how. Diese Faktoren sind Unternehmen wohl so wichtig, da sich viele „Greenhorns“ auf dem Markt der IoT-Anbieter tummeln, weil sie neue Einnahmequellen wittern. Sie haben meist wenige bis keine IoT-Projekte umgesetzt und versuchen den Markt mit günstigen Angeboten zu erreichen. Doch speziell KMU achten statt auf den Preis auf Kompetenz und sind bereit, für Qualität mehr Geld auszugeben.

 

Maßgebliche Kriterien

Quelle: Studie „Internet of Things in Deutschland 2016“ von IDG Business Media

IoT-Anbieter sollten demnach auf ein top ausgebildetes Team setzen. Zudem ist ein branchenübergreifendes Portfolio gefragt, da das IoT-Spektrum längst über Industrieanwendungen hinausgeht. Basis aller Anwendungen ist eine professionelle IoT-Plattform. Dazu müssen professionelle Anbieter auch alle anderen Komponenten für eine Ende-zu-Ende-IoT-Lösung bereitstellen: von der Hardware über Konnektivität und Systemintegration bis hin zum sicheren IT-Betrieb. Anbietern, die Kunden langfristig bei der Realisierung von IoT-Projektvorhaben und im Umfeld des komplexen IoT-Ökosystems begleiten, gehört die Zukunft.

Nur mit Hilfe eines erfahrenen, kompetenten Partners führen IoT-Projekte wirklich zur Optimierung der Geschäftsabläufe und bieten bei minimalem Implementierungsaufwand und geringem Projektrisiko einen hohen ökonomischen Nutzen.
Die gesamte Studie „Internet of Things in Deutschland 2016“ können Interessierte hier herunterladen.

IoT als fester Bestandteil der Unternehmens-IT – Vision oder bereits Gegenwart?

IoT und Industrie 4.0 werden vor allem für Industrieunternehmen in den kommenden Jahren zu den wichtigsten Themen avancieren. Das bestätigt auch das Vodafone IoT Barometer 2016. In der Umfrage bezeichnen 74 % der Unternehmen das Internet of Things als „entscheidend“ für ihren zukünftigen Unternehmenserfolg. Fakt ist aber, dass sich der IoT-Markt noch in einem sogenannten „Early Adopter“-Stadium befindet. Denn aktuell wenden nur wenige der befragten Organisationen zukunftsweisende IoT-Technologien in ihrem Arbeitsalltag an. Was Mut macht: Immerhin 53 % der Firmen planen für die nächsten zwölf Monate die Einführung neuer IoT-Lösungen. Der große Rest der Befragten ist wiederum noch kaum mit den technologischen Möglichkeiten vertraut und zufrieden mit den aktuellen Prozessabläufen. Hier ist sicherlich Überzeugungsarbeit nötig, um zu verdeutlichen, welche Vorteile der Einsatz von digitalen Strategien à la IoT bietet.

Potenzial erkennen und ausschöpfen
Als besonders prägnante Vorteile von IoT-Lösungen sind vor allem effizientere Prozesse und damit enorme Kostenreduzierungen zu nennen. Zudem sind die Lösungen quasi branchenunabhängig einsetzbar – diese Bandbreite ist den meisten nicht klar. Neben der Industrie können unter anderem auch die Bereiche Gebäudetechnik, Nutzfahrzeuge, Energie und Medizintechnik von stärkerer Vernetzung profitieren. Zum Beispiel, indem z.B. Flottenmanager auf aktuelle Positions- und Fahrzeugbetriebsdaten zugreifen können, Logistikunternehmen zentral die Temperaturen in ihren Kühlhäusern überwachen und damit die lückenlose Dokumentation der Kühlkette gewährleisten, oder Betreiber von Automaten stets über Füllstände und mögliche Fehlerzustände informiert sind.


Die Grundlage, um solche IoT-Projekte umzusetzen, sind professionelle IoT-Plattformen. Sie erfassen und managen alle Datenströme im Internet of Things. Aus den Daten können mittels Analysen wichtige Rückschlüsse für die täglichen Arbeitsprozesse gezogen werden, z.B. ob ein wichtiges Gerät ausfallen könnte. Um das volle Potenzial des Internet of Things auszuschöpfen, nutzen einige IoT-Plattformen den neuen Protokollschnittstellenstandard OPC UA. Dieser macht die Datenkommunikation interoperabel und unabhängig vom Maschinen- oder Gerätetyp: Industrieanlagen der namhaften Hersteller können einheitlich miteinander kommunizieren. Das heißt, Rohdaten und verarbeitete Informationen lassen sich jetzt standardisiert übertragen. Dadurch macht das IoT einen großen Schritt nach vorne, weil Informationen nun noch einfacher zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort des Unternehmens für autorisierte Personen verfügbar gemacht werden können.

Sicherheitsbedenken ablegen
In diesen grenzenlosen Vernetzungsmöglichkeiten sehen 62 % der Firmen (Studie KfW Research) jedoch auch ein großes Risiko in puncto Datensicherheit. Ganz unrecht haben sie nicht: Umso mehr Devices miteinander vernetzt sind, umso anfälliger ist das Gesamtsystem für Hackerangriffe. Denn Maschinen im IoT-Umfeld arbeiten in Netzwerken und verfügen häufig über eine externe Datenverbindung. Sie sind also nicht mehr vollständig nach außen abgeschottet. Doch auch auf diese Sicherheitsbedenken wissen professionelle IoT-Plattformen eine Antwort. IoT-Plattformen verfügen über aktuelle, integrierte Verschlüsselungsmechanismen. Dadurch wird eine permanent abgesicherte Maschinenkommunikation erreicht.

Des Weiteren können Unternehmen verschiedene Zugangsstufen und Zugriffsberechtigungen für Maschinen und Anlagen festlegen. Beispielsweise darf ein Betreiber Parameter der Maschine nur noch innerhalb eng definierter Schwellwerte verstellen, während ein Servicetechniker oder der Hersteller der Maschine erweiterte Zugriffsrechte genießt. Dieses Berechtigungsschema kann mit IoT-Plattformen in Einklang gebracht werden, um auch beim Fernzugriff auf die Maschinen einen gleich hohen Sicherheitslevel zu gewährleisten. Das intelligente Informationsmodell der IoT-Plattform veranschaulicht schlussendlich, wer wann auf welche Daten zugegriffen hat.

Fazit: Visionen Gegenwart werden lassen
Professionelle IoT-Plattformen schaffen es durch ihre Informationstransparenz und ihre praktischen Vorteile immer mehr, Zweifel an der technischen Umsetzbarkeit und Sicherheit von IoT-Projekten auszuräumen. Mit kompetenten Technologiepartnern sind Unternehmen aller Branchen in der Lage, individuelle Konzepte zu kreieren, die ihre Arbeitsprozesse schon auf kurze Sicht optimieren und Kosteneinsparungen erzeugen. IoT ist somit mehr als bereit, schon heute ein fester Bestandteil der Unternehmens-IT zu werden. Jetzt sind die Unternehmen am Zug, um die IoT-Visionen Gegenwart werden zu lassen.