Alle Beiträge von Laurent Schüller

Laurent Schüller beschäftigt sich mit industriellen SaaS-Lösungen und datengesteuerten Technologie. Nach einem Studium in Deutschland und England an der University of Bedfordshire, hat er journalistische Stationen in ganz Deutschland durchlaufen. Unter anderem befasst er sich mit den Themen Drohnen, Industry 4.0 und Smart Infrastructure.

Fliegende Gutachter – Drohnen für Zustands- und Schadensermittlung

Jeder kennt die Bilder aus den Medien, wenn gegen Spätsommer die Sturmsaison beginnt und Böen von bis zu 120 km/h übers Land fegen. Bäume werden entwurzelt, Dachziegel lösen sich, Straßen blockiert, Überschwemmungen verursacht, Autos zerstört, Keller unter Wasser gesetzt. Feuerwehr und Polizei sind dann im Dauereinsatz. In Berlin haben Starkregen- und Hochwasserschäden in 2019 einen Gesamtschaden von rund 19 Millionen Euro verursacht (Quelle: GDV).

Für Gebäudeversicherer geht die Arbeit dann nach dem Sturm los. Schäden werden zahlreich gemeldet und müssen reguliert werden. Solche Stürme, wie sie in den letzten Jahren verstärkt auftreten, sind für Versicherungsunternehmen teuer und die Abwicklung von Schadensfällen zeitintensiv und schnell unübersichtlich. Je länger die Schadensabwicklung dauert, desto teurer wird es für Versicherer.

Nachfrage nach digitalen Lösungen steigt

Dass es ohne Digitalisierung von bestimmten Arbeitsprozessen nicht geht, zeigt sich auch in der Versicherungsbranche. Die Nachfrage nach digitalen Lösungen, vor allem in Bezug auf die Schadensregulierung, steigt zunehmend an. Für Gebäudeversicherer kann sich hier der Einsatz von Drohnen lohnen. Haupttreiber sind die Kosten in der Schadensanalyse und Begutachtung sowie im Case Management. Mit einer der größten Kostenblöcke für Versicherer.

Immer mehr Versicherer setzen daher inzwischen zunehmend auf eine digitalisierte Erfassung. Nach Schadensfällen, wie z. B. Stürmen, führen Assekuranzen mittlerweile Drohnenbefliegungen zur Schadensanalyse an den versicherten Immobilien durch. Hochaufgelöste Schadensbilder, auch von schwer zugänglichen Stellen, erlauben eine schnelle Einschätzung und Begutachtung der Schäden.  Vor allem bei großen Gebäuden oder Bauwerken, wie Kirchen, erleichtert die Datenerhebung aus der Luft die Schadensaufnahme. Durch die Erstellung von 3D-Modellen kann noch leichter evaluiert werden, wo Schäden entstanden sind.

Neben der Schadensermittlung lassen sich Drohnen auch für die Dokumentation des Gebäudezustandes vor Versicherungsbeginn einsetzen. Die Bilder, oder auch ein digitales 3D-Modell des Objektes, sind im Versicherungsmarkt inzwischen eine zentrale Grundlage für das Underwriting.

Asset Risiko und Schadensbewertung auf Karte

Derzeit noch hauptsächlich im amerikanischen Versicherungswesen anzutreffen, geht der Trend aber auch in Europa immer mehr zur digitalisierten Datenerfassung und Analyse. Die Integration von Drohnen ist dabei nur ein einzelnes Element.

Erste Gebäude- und Objektversicherer erweitern derzeit ihr eigenes GIS-Stack, um Assets standortunabhängig zu verwalten. „Die Integration von Tools und Schnittstellen zu Asset Management Lösungen für ein digitales Fallmanagement sind ein logischer Schritt“, so Christian Caballero, COO von FlyNex. Kosten und Zeit vom Schadensfall bis zur Regulierung lassen sich z. T. um 50 % reduzieren.

Die aufgenommenen Schadensbilder der Drohnen werden dabei per Cloud übermittelt und mithilfe von KI-gestützter Analysesoftware automatisch geprüft. Cloudbasierte Software-Plattformen wie die FlyNex Enterprise Suite ermöglichen Versicherungsunternehmen eine mit Drohnen durchgeführte Schadensabwicklung in Kombination mit GIS-basierter Objektverwaltung. Features, wie das Anlegen von Annotations- und Schadensgruppen, Prüf-Dokumentation und kollaboratives Projektmanagement sind Tools, die unmittelbar bei der Prüfung der Ansprüche Anwendung finden. Weitere Informationen finden sich unter https://www.flynex.io/objektversicherer.

Von oben herab – Drohnen prüfen automatisiert Dächer

Ein gelbes Warndreieck am Straßenrand signalisiert, hier werden gerade Dach- und Fassadenarbeiten durchgeführt. Aber weder ein Gerüst, Leitern, noch Hebebühne wird man an dem mehrstöckigen Wohnhaus mit 15 Parteien in Hamburg Mitte finden. Denn inzwischen wird das Gebäude per Drohne inspiziert und kritische Stellen direkt vom Monteur mit dem unbemannten Fluggerät erfasst.

Die Inspektion von Dächern kann zum Leidwesen von Immobilienunternehmen aufwendig und teuer sein. Geschulte Mitarbeiter müssen aufs Dach steigen und dieses nach Rissen und Schäden untersuchen. Je nach Dachform, gestaltet sich das mal mehr, mal weniger schwierig. Die Personalsicherheit muss hier immer an erster Stelle stehen. Gesammelte Daten müssen dann in einem Prüfprotokoll festgehalten. Noch immer werden diese nicht vollständig digitalisiert.

Wachsender Markt für Drohnen für Objekt-Inspektionen

Die Prüfung der Verkehrssicherheit von Gebäuden sollte mindestens einmal im Jahr stattfinden, vorzugsweise zwischen März und Oktober. Bei mehreren Tausend Objekten bedeutet dies eine umfangreiche Planung und lange Prozesse bis die Prüfprotokolle vorliegen. Um den Aufwand zu verkürzen, werden verstärkt Drohnen für die Befliegung von Objekten eingesetzt.

Dafür sind nicht einmal mehr eigens angeforderte Drohnenpiloten notwendig. Immer öfter werden eigene Mitarbeiter geschult und ausgebildet, um sogenannte VKS-Befliegungen durchzuführen. Die Drohne macht detaillierte Aufnahmen von Fassaden, Dächern und Wegen in wenigen Minuten. Es ist kein Gerüst oder weiteres Equipment nötig. Zudem können auch schwer zugängliche Stellen abgebildet werden. Die Auswertung der Bilder erfolgt mit Unterstützung von KI und wird in einem digitalen Prüfprotokoll dokumentiert.

Pro Gebäude werden zwischen 20-100 hochauflösende Bilder aufgenommen, welche sich zu 40-60% überlappen, sodass eine vollständige Erfassung der Dachfläche garantiert ist. Bereits bei der Aufnahme der Bilder wird darauf geachtet personenbezogene Inhalte zu vermeiden. Bilder, auf denen z. B. Gesichter zu sehen sind, werden im Nachgang unverzüglich gelöscht. Die Datenauswertung erfolgt im Anschluss KI-gestützt durch einen Fachmitarbeiter.

Vernetztes Arbeiten in der Cloud

Für Unternehmen bietet der Einsatz von Drohnen neben langfristigen Kosteneinsparungen deutliche qualitative Vorteile. Das Werkzeug Drohne wird als Teil eines digitalen Arbeitsprozesses in bestehende Abläufe integriert und kann innerhalb von einer Befliegung gleich mehrere Gebäude oder Dächer befliegen. „Mit Einführung dieser zukunftsweisenden Technologie und digitalen Arbeitsweise lässt sich bereits heute ein wichtiger Baustein für ein zukunftsfähiges und vernetztes Arbeiten im Rahmen des digitales Gebäudemanagements legen“, sagt Patrick Feurich, Head of Business Development von FlyNex.

Mit cloudbasierten Software-Plattformen wie der FlyNex Enterprise Suite können Unternehmen inzwischen die gesamte Verkehrssicherungsprüfung mit Drohne durchführen. Dazu zählt auch die Übermittlung und KI-gestützte Auswertung von Drohnen-Aufnahmen. Anlegen von Annotations- und Schadensgruppen, Prüf-Dokumentation und kollaboratives Projektmanagement sind ebenfalls auf Grundlage der Bild-Daten möglich.

Gegründet 2015, befähigt FlyNex Unternehmen weltweit, unbemannte Datenerfassung aus der Luft zu planen und zu organisieren. Dabei zählt die FlyNex Enterprise Suite mittlerweile zu den führenden Plattformen für die kommerzielle Drohnennutzung in Europa. Unter https://www.flynex.io/vks/ finden sich aktuelle Beispiele und Preise zur Verkehrssicherung.

Livestreaming von Drohnen

Wenn Wartungsteams beauftragt werden, den Zustand einer Anlage oder eines Gebäudes zu inspizieren, mangelt es oft noch an der Digitalisierung. Daten, Bilder und Berichte werden im besten Fall digital an die jeweilige Hausverwaltung oder den Eigentümer übermittelt. Doch der Prozess erfordert oft Zeit, mehrere Arbeitsstunden und einen Stapel an administrativen Aufgaben.

Aus diesem Grund haben sich FlyNex und KSI zusammengetan, um ihre Lösung auf den europäischen Markt zu bringen. Diese bietet bei Inspektionen die Möglichkeit, Bilder und Daten direkt von der Drohne an Projektmanager, Dienstleister und Teams zu übertragen. Die deutsche Drohnenmanagement-Plattform FlyNex hat in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Datenspezialisten KSI Data Sciences eine Lösung entwickelt, die Inspektionen oder Wartungsarbeiten aus der Ferne so einfach wie nie zuvor macht. Ein Pilot vor Ort fliegt die Drohne und der Rest des Teams kann egal, von wo auf der Welt, den Livestream des Fluges verfolgen und so standortunabhängig zusammenarbeiten. Der Anwendung, MissionKeeper on FlyNex, ist derzeit für europäische Unternehmen verfügbar.

BROWSERBASIERT FÜR ALLE INTERNETFÄHIGEN ENDGERÄTE

Die MissionKeeper App von KSI streamt Video- oder Datenfeeds direkt von einer Drohne an ein dezentrales Team. Einsatzteams und Mitarbeiter können diese auf jedem Gerät gleichzeitig ansehen und zusammenarbeiten. MissionKeeper on FlyNex ist cloudbasiert, d. h. Kunden können die neue Lösung auf Basis der FlyNex Enterprise Suite sofort einsetzen, ohne dass sie eine eigene IT-Infrastruktur oder zusätzliche Geräte benötigen. Die Teammitglieder haben über ein Webinterface Zugriff auf die Video- und Datenfeeds. Der Stream ist mit jedem internetfähigen Gerät und von jedem Ort der Welt aus abrufbar. So ergibt sich eine erhebliche Zeitersparnis für kollaboratives Arbeiten, Inspektionsteams haben alle Informationen direkt verfügbar und können sofort gemeinsam Entscheidungen treffen.

„Da immer mehr Drohnen und Sensoren am Arbeitsplatz eingesetzt werden, sehen wir bereits jetzt die Notwendigkeit einer weitreichenden Zusammenarbeit in Echtzeit und eine erhöhte Nachfrage nach vernetzten Geräten und interoperablen Apps“, sagt Jon Gaster, CEO von KSI Data Sciences. „Die Zusammenführung der Drohnenmanagement-Plattform von FlyNex und MissionKeeper von KSI eröffnet neue Möglichkeiten, Daten und Informationen unternehmensweit zugänglich zu machen und damit bessere Ergebnisse und eine höhere Rendite für jede Drohnen-Investition zu erzielen.“

„Es besteht eine hohe Nachfrage nach Ferndatenerfassung und Plattformen, die datenbasierte Einblicke in Objekte, Liegenschaften und Anlagen liefern. Das Angebot eines kompletten Workflows für die Verwaltung und den Einsatz von Drohnen zur Datenerfassung sowie die Möglichkeit für Teams und Servicepartner direkt auf die Drohne zugreifen zu können, ist ein echter Game-Changer. Die KSI MissionKeeper App für Drohnen ist ein solcher Enabler für die Bereiche Bau, Sicherheit und Rettung, Immobilienmanagement und mehr“, fügt Andreas Dunsch, CEO und Mitgründer von FlyNex, hinzu.

Gegründet 2015, befähigt FlyNex Unternehmen weltweit, unbemannte Luftfahrtsysteme zur effektiven Datengenerierung einzusetzen. Mit seiner Plattform, der FlyNex Enterprise Suite, bietet das Unternehmen die führende Projektmanagementsoftware für die kommerzielle Drohnennutzung in Europa an. KSI Data Sciences, mit Sitz in Kalifornien, hat sich zum Ziel gesetzt, die Art und Weise zu revolutionieren, wie Unternehmen auf Datenquellen aus der Ferne zugreifen, diese analysieren und gemeinsam Entscheidungen treffen. Die Lösungen „MissionKeeper“ und „MissionCaster“ von KSI sind die neuesten Lösungen für die Bereitstellung von Live-Video- und Telemetriedaten von Drohnen und anderen IoT-Geräten.

Neben der Fernwartung ist die Livestreaming-Komponente ebenso nützlich für unzählige andere Anwendungsfälle wie für die öffentliche Sicherheit. In unübersichtlichen Situationen, wie z. B. bei Unfällen oder Bränden, kann der Einsatz von Drohnen mit Livestream helfen, Situationen zu beurteilen oder Verletzte zu lokalisieren. Für Interessenten stellt FlyNex die Lösung MissionKeeper on FlyNex für 30 Tage kostenlos zur Verfügung unter  https://www.flynex.io/ksi-data-sciences/.

ITS Weltkongress verlängert Call for Contributions

Der weltweit größte Kongress für intelligente Transportsysteme und -dienste (ITS- „Intelligent Transport Systems and Services“) findet alle drei Jahre in Europa statt, abwechselnd in Amerika und Asien. Für dieses Jahr werden in Hamburg mehr als 15.000 Besucher erwartet. Vom 11. bis 15. Oktober können die Besucher neben einem hochwertigen Kongressprogramm auch Live-Demonstrationen intelligenter Verkehrs- und Transportsysteme erleben. Der diesjährige Themenbereich Urban Air Mobility (UAM) stellt ein Novum im Weltkongressprogramm dar und ist bereits jetzt stark international ausgerichtet. Der Themenbereich bietet ein breites Spektrum an komplexen Themen, darunter die zukünftige Luftmobilität, wie Lufttaxis und vielseitige industrielle Anwendungen mit Drohnen.

Call for Contributions verlängert bis 12. Februar

Unternehmen, Forscher und Experten können ab sofort Vorschläge für Vorträge, Sessions und Präsentationen auf dem ITS World Congress im offiziellen Call for Contributions einreichen. Die Beiträge können in verschiedenen Formaten gestaltet werden. Der aktuell laufende Call richtet sich gleichermaßen an Unternehmen, Forschung und öffentliche Einrichtungen, um die wesentlichen Innovationen und Trends im Bereich Urban Air Mobility und „Intelligent Transport Systems“ darzustellen.

Es werden Arbeitspapiere und Vorschläge in den folgenden Formaten angenommen:

  • Fachbeitrag
  • Forschungspapier
  • Vorschläge für Sessions, wie Workshops oder Panels
  • Präsentationen von innovativen Lösungen oder Dienstleistungen

Weitere Informationen zu den einzelnen Formaten und zum Einreichungsverfahren sowie Links sind verfügbar unter https://www.flynex.io/its2021/. FlyNex ist offizieller Partner der ITS Hamburg 2021 und unterstützt als Deutschlands führende Drohnen-Plattformlösung die Gestaltung und Umsetzung des Themenbereichs Urban Air Mobility (UAM) für den ITS Weltkongress  in Hamburg vom 11. bis 15. Oktober 2021.

Drohnen-Geschäft auf Höhenflug

Mit der Marktstudie „Analyse des deutschen Drohnenmarktes“ hat der Verband Unbemannte Luftfahrt (VUL) erstmals eine Untersuchung des deutschen Drohnenmarktes vorgelegt, die auf tatsächlichen Marktdaten beruht. Um die Ergebnisse der Studie zu verifizieren, wurden Experten von 20 deutschen Unternehmen interviewt, die am Drohnenmarkt tätig sind – unter anderem auch von FlyNex.

Die aktuelle Nachfrage am kommerziellen Markt bei sogenannten UAV (Unmanned Aerial Vehicle) beläuft sich in der Bundesrepublik auf etwa 404 Millionen Euro – und der wahre Boom kommt erst noch. Bis 2030 erwartet der VUL ein Marktwachstum auf knapp 2,5 Milliarden Euro. Das bedeutet ein jährliches Wachstum um 16 Prozent.

Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg kommerzielle Drohnennutzung sind dabei Karten- und Flugdaten. Zentraler Ausgangspunkt bildet dabei immer die Planung von Flügen, basierend auf derzeit noch z.T. unklaren gesetzlichen Vorgaben. Das Leipziger Unternehmen FlyNex hat sich auf den Einsatz kommerzieller Drohnen-Einsätze spezialisiert. Damit ist FlyNex derzeit als einziger Anbieter für digitale Luftraumdaten, die für Drohnen und unbemannte Flüge gebraucht werden.

Immer mehr Branchen greifen auf die kosten- und zeitsparende Nutzung von Drohnen zurück. Nicht nur Forst- und Landwirtschaft, sondern auch Bau- und Energie-Unternehmen steigen wiederholend auf Drohnen um. Laut FlyNex sind es gerade Energienetzbetreiber und die Bauchwirtschaft, die hauptsächliche Nutzer und Auftraggeber für professionelle Drohnenpiloten sind. Insgesamt 19.000 Drohnen wurden von Unternehmen in 2018 schon zu kommerziellen Zwecken eingesetzt.

Das Wachstum für kommerzielle Anwendungen klingt vielversprechend. Es wird erwartet, dass der Markt im kommenden Jahrzehnt um ganze 22 Prozent pro Jahr auf über 400 Millionen Euro im Jahr 2030 anwächst. Schon heute zeigen von FlyNex erhobene Daten das wachsende Interesse an kommerzieller Drohnentechnologie und der dazugehörigen Software. Dieses Interesse schlägt sich unter anderem in den rasant steigenden Zahlen von beruflichen Drohnenpiloten nieder. Nutzten im vergangenen Jahr knapp 1.000 Anwender Software und Karten von FlyNex für den kommerziellen Einsatz, ist die Anzahl an professionellen Betreibern bereits um das Vierfache im Jahr 2019 gestiegen.

Sollte die VUL-Studie recht behalten steht der kommerziellen Drohnenbranche also eine rosige Zukunft bevor. Jedoch, und das bleibt zu betonen, ist auch hier ein wichtiger Faktor für die weitere Entwicklung, auf welche Auflagen und Vorschriften sich der Gesetzgeber und die Industrie in den nächsten Jahren einigen. Das Potenzial für geringere Wartungskosten und Zeitaufwand konnte schon bewiesen werden.

Cybus launcht IoT Sandbox

Die ersten Kunden des Hamburger IoT-Start-ups Cybus können sie schon seit Anfang Februar in der Hand halten. Cybus bietet für den Einstieg in industrielle IoT-Anwendungen seine “Sandbox” an. Der Industrie-taugliche Mini-PC wird mit der eigenen Cybus Connectware vorinstalliert ausgeliefert. Damit können Systemintegratoren, R&D-Abteilungen und Entwickler aus der Shopfloor-IT schnell und ohne Installationsaufwand eigene physische Geräte mit digitalen Industrieanwendungen zu verbinden. Die Sandbox ermöglicht es, sechs Monate lang eigene IoT Use Cases ohne zusätzlich laufende Kosten aufzubauen. Die Besonderheit: diese prototypischen Vorarbeiten können auf Knopfdruck auf produktive Instanzen übertragen werden. So wird von Anfang an eine modular erweiterbare Basis gelegt und mehrfache Arbeit vermieden.

INTERNE USE CASES SCHNELL AUFBAUEN

Für Verantwortliche, die mit minimalem Aufwand IoT Use Cases im eigenen Unternehmen aufbauen, aber gleichzeitig kein Datensilo erschaffen wollen, eignet sich die Cybus Sandbox besonders. Die Sandbox ist auf die schnelle Anbindung von ersten Gerätedaten ausgelegt und verfügt zudem über eine umfangreiche, frei zugängliche Knowledge Base. Dadurch ist es mühelos möglich, sich hier schnell und ohne Vorarbeit zurecht zu finden und vorzeigbare Ergebnisse zu erzielen. Nach ersten erfolgreichen Anwendungen lässt sich die Connectware-Lizenz beliebig erweitern und kann somit für einen Produktiveinsatz fortgeführt werden.

VOLLE KOMPATIBILITÄT MIT INDUSTRIE-PROTOKOLLEN

Neben der Connectware werden eine simulierte Datenquelle (ein simuliertes Bearbeitungszentrum) sowie eine IoT-Dashboard-Applikation vorinstalliert zur eigenen Evaluation von Gerätedaten mitgeliefert. Testszenarien sind somit selbst ohne eigene Daten oder Applikationen schnell umsetzbar. Somit besteht die Möglichkeit für erste konkrete Test-Szenarien, sogar wenn keine eigenen Gerätedaten von Beginn an angebunden werden. Die Cybus Connectware fungiert in sich als unabhängige Verwaltungsebene zwischen Maschinendaten und digitalen Industrie-Applikationen. Als Cloud-unabhängige Verwaltungsebene mit integrierter Daten-Zugriffskontrolle unterstützt die Sandbox gängige Industrie-Standards, wie OPC UA, MQTT, Modbus, ISO-on-TCP, Profinet, BACnet und einige proprietäre Protokolle.

Die Cybus Sandbox kann für 699 Euro direkt online bei Cybus auf www.cybus.io/sandbox/ bezogen werden.

Inside IoT

Cybus verfügt über ein vielfältiges Partnernetzwerk unterschiedlicher IoT-Dienstleister und -Unternehmen. Von Zeit zu Zeit führen wir mit einem Experten von einem unserer Partner ein „Inside IoT“-Gespräch, um hier Einblicke aus erster Hand zu bekommen. Heute sprachen wir mit Laurent Couillard von OptimData, Paris, über den aktuellen Stand des Industrial IoT und die größten Herausforderungen für Unternehmen, die von intelligenten IoT-Diensten Gebrauch machen wollen.

Cybus bildet hierbei die Schnittstelle zwischen Shopfloor und IoT-Services. Durch die Connectware wird ein sicherer und einheitlicher Datentransfer ermöglicht. Somit können digitale IoT-Services in Unternehmen auf Maschinendaten zugreifen, während der Fabrikbetreiber völlige Kontrolle über seine Daten behält und je nach Anwendungsfalls gewünschte Daten freigeben und überwachen kann.

Laurent Couillard ist CEO und Gründer von OptimData in Paris und arbeitet seit mehr als zehn Jahren im IoT-Bereich. Mit OptimData hat er ein innovatives R&D-Labor für die Entwicklung von datenzentrischen Anwendungen für Industrie-Unternehmen aufgebaut.

Wenn wir über Industrie 4.0 reden, scheint es für viele Entscheider tatsächlich noch ein etwas schwammiger Begriff für die allgemeine „Digitalisierung“ zu sein. Wie würden Sie konkret den echten Nutzen und Mehrwert, den Unternehmen in den nächsten 12 Monaten durch Industrie 4.0 haben werden, zusammenfassen?

Industrie 4.0 beschäftigt sich im Wesentlichen mit einer besseren Kollaboration zwischen Maschinenhersteller, Produktionsplaner, technischem Anwender und produzierendem Unternehmen. Jeder Teilnehmer in der Wertschöpfung ist heutzutage gezwungen in die Prozesse einer modernen Fertigung eingebunden zu sein. Sei es für höhere Produktionszyklen bei sinkenden Kosten, Energie-Effizienz oder Produkt-Diversifikation. Das Industrielle Internet der Dinge verknüpft die bislang einzelnen Fäden zu einem Wissensnetz. Jeder Teilnehmer kann in einer digitalen Form seine Kompetenz beisteuern und somit zu einem effizienteren Gesamtsystem beitragen. Industrie 4.0 bringt durch Digitalisierung einen ganz neuen Mehrwert hervor und verkürzt die Distanz zwischen den einzelnen Akteuren.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen aktuell, die Produktionsbetreiber und Fabriken an einer schnellen Umsetzung von Industrie 4.0 hindern? Was wäre Ihrer Meinung nach der erste Schritt, den ein Unternehmen gehen muss?

Die größte Herausforderung ist zunächst das Geschäftsmodell. Weil es einer Fabrik oder einer Produktionsstätte nicht allein gelingen wird, einen Mehrwert durch Industrie 4.0 zu erlangen, muss sie die Zusammenarbeit und den Erwerb von Wissen von Maschinenherstellern und Instandhaltern ermöglichen. Infolgedessen und als Konsequenz wird die kontrollierte Datenerfassung zum Mehrwert. Von den gesammelten „In Use“-Daten in Verbindung mit KI-Modellen haben wir gelernt, dass jeder Prozess-Teilnehmer sein eigenes Wissen erweitern und wesentlich gezielter im richtigen Kontext für eine bessere Produktion anwenden kann.

Natürlich dürfen dabei keine vertraulichen Produktionsdaten ungeschützt nach außen gelangen. Aber Produktionsdaten bilden in digitalisierter Form den Schlüssel zu einer „kollektiven Intelligenz“, um für jeden einzelnen Anwender neue Vorteile zu schaffen.

Zurückblickend, was hat sich seit der Einführung von IoT in der Industrie tatsächlich schon getan? Können Sie ein Beispiel für erfolgreiche IoT-Implementierung nennen?

Der Fortschritt von und durch IoT variiert natürlich von Kunde zu Kunde. Vor kurzem haben wir mit Sidel, einem Tetra Pak Unternehmen, die Einführung von Sidel-InUse angekündigt. Sidel-InUse schlägt neue Abfertigungsprogramme für die Abwicklung vor, um die OEE zu erhöhen und Störfälle vorherzusagen. Die Transformation wurde auf beiden Seiten angenommen.

Einerseits wird die Kundenbeziehung von Sidel durch ein tieferes Wissen über das, was bei der Kundenproduktion geschieht, und durch eine bessere Abstimmung von Support und Service erweitert. Auf der anderen Seite sind die Maschinen in der Lage, den Industriearbeitern sehr konkret Handlungsempfehlungen für den nächsten Produktionsschritt mitzuteilen.

OptimData stellt seine IoT Visualisierung- und Optimierungslösung “ProductInUse“ für Unternehmen bereit, die ihre Produktionsdaten nutzen möchten. Gibt es Pläne bei Ihnen in Zukunft auch andere Dienste wie „ProductInUse“ anzubieten?

ProductInUse ist eine Lösung für industrielle Unternehmen bei der Entwicklung ihrer digitalen Dienste. Wir begannen mit Predictive Maintenance, was die Kosten senkt und die Betriebszeit erhöht, um anschließend auch intelligente Lösungen anzubieten, die die Mean Time to Repair (MTTR) reduziert. Wir starten demnächst einen digitalen Service zur Preventive Maintenance, welcher ein optimiertes Wartungs- und Ersatzteil-Management ermöglicht. Weitere digitale Services generieren sich darüber hinaus laufend aus unseren aktiven Industrie-Anwendungen.

Eine letzte Frage zum aktuellen Stand des Internet of Things: Wie schätzen Sie den bisherigen Fortschritt durch Industrie 4.0 ein, einen Mehrwert aus den Möglichkeiten durch IoT zu generieren? Steht der digitale Wandel Ihrer Meinung nach am Anfang, oder sind wir bereits in der „digitalen Industrie“ angekommen?

Es wird noch wesentlich mehr zu erwarten sein. Wie gesagt, der Mehrwert von IoT liegt in einer neuen Wissensgemeinschaft, die noch nicht definiert ist. Das ist der Kern der Transformation. Das Internet selbst fußt auf kollektiver Intelligenz und neuer Art von Kooperation zwischen bisher unbekannten Teilnehmern. Wir sind gerade erst dabei, die Möglichkeiten für uns alle zu entdecken. Da wird definitiv noch eine ganze Menge passieren.

Laurent, vielen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch! Lassen Sie uns in einigen Monaten wieder über diese Themen sprechen, um zu sehen, was sich bis dahin geändert hat. Vielen Dank!

„SidelInUse“

Sidel, ein Unternehmen von Tetra Pak, stellt unter anderem Komplettanlagen für das Aufblasen, die Befüllung und das Labelling von Glas, Dosen und PET-Flaschen her. In der Lebensmittelverarbeitung sind die technischen Anforderungen nicht nur anspruchsvoll, sondern auch kontinuierlich zu überwachen. Die äußerst komplexen Anlagen bedürfen dabei durch den hohen Grad an Automatisierung sorgfältigster Kontrolle und Instandhaltung.

OptimData hat für Sidel den IoT-Service „SidelnUse“, basierend auf der datenzentrischen „ProductInUse“-Plattform für die Anlagen ausgerollt. Einen entscheidenden Vorteil, den Sidel damit erhalten konnte, war es, zum ersten Mal zu sehen, wie die eigenen Abfüll-Anlagen beim Kunden tatsächlich betrieben werden. Die vermeintliche Nutzer-Blackbox wurde somit zum ersten Mal geöffnet. Im Detail bedeutete das als direkt Folge: Sowohl die Laufleistungen, Ursachen für Störungen und die jeweilige Einrichtungskonfiguration können fortlaufend sehr exakt für den Maschinenhersteller und -betreiber nachvollzogen werden. Außerdem bietet der Service den Techniker an der Anlage vor Ort direkte Handlungsempfehlungen für Betrieb, Steuerung und Konfiguration zu erhalten. Die Lerneffekte, Schaffung neuer Expertise und Reduzierung von Fehlern wurde in kürzester Zeit um ein Vielfaches optimiert.

Cybus lädt erneut zum „What The Data!?“

Der „What The Data!?“ ist einer der größten IoT-Hackathons in Deutschland für Industrie 4.0 und Energie. 2017 findet er in dieser Form zum zweiten Mal statt. 100 Teilnehmer entwickeln in eigenen Teams über das gesamte Wochenende vom 15. bis zum 17. September auf der Forschungseinrichtung des Energie-Campus der HAW Hamburg neue datenbasierte, digitale Geschäftsmodelle und Anwendungen. Unterstützt durch diverse Partner aus der Region und ganz Europa, wie Kalorimeta, DB mindbox, Danfoss, TenneT u.v.w., kriegen die Teilenehmer vollständigen Zugriff auf alle Daten und Anlagen vor Ort.

Neben dem Austausch erhalten die Teilnehmer die Chance auf diverse gesponserte Preise im Wert von über 10.000 Euro, inkl. 2.500 Euro Preisgeld als Bitcoins vom Hauptpartner TenneT.

Im letzten Jahr haben über 12 Teams diverse digitale und physische Anwendungen, Lösungsvorschläge und Programme gemeinsam entwickelt, die z.T. nachher von der HAW oder Partner-Unternehmen in Projekten gefördert und getragen wurden. Der reale Nutzen ist somit nicht nur auf das Veranstaltungswochenende für die Hacker, Coder, Entwickler und Tüftler beschränkt.

Eine weitere große Neuerung dieses Jahr ist die „Experts Night“ am Samstagabend, 16.09. ab 18:00 auf und um den Energie-Campus. In insgesamt elf Key-Notes, Masterclasses, Workshops und Sessions zu den Themen Daten, IoT, Industrie und Energie teilen diversen geladene Experten ihre Einblicke und Wissen mit Teilnehmern. Hierzu sind auch externe Besucher und Gäste eingeladen. 

Die Teilnahme am Hackathon ist kostenfrei. Interessenten können sich auf https://www.what-the-data.com/anmeldung seit kurzem anmelden.

Cybus und UIB: Zusammenarbeit für sichere Kommunikation des industriellen Internet der Dinge

CeBIT, Hannover, 23.03.2017Cybus und Unified Inbox Pte. Ltd. (UIB) gaben heute bekannt, dass sie durch die integrierte UIB UnificationEnginge ™ intelligente IoT-Nachrichten-Plattform und der sicheren Konnektivitätstechnologie der Cybus Connectware integriert werden kann.

Die Partnerschaft ermöglicht Herstellern und Betreibern von Industrieanlagen eine einfachere und sicherere Maschine-zu-Maschine- (M2M), Mensch-zu-Maschine- (H2M) und Maschine-zu-Mensch- (M2H) Kommunikation. Sie ermöglicht eine sichere und einfache Erfassung, Bereitstellung und Nutzung von industriellen Daten, die ihren Kunden einen datengesteuerten Mehrwertdienst, wie Fernüberwachung und vorausschauende Instandhaltung, zur Verfügung stellt.

Die Cybus-Technologie schließt die Lücke zwischen der Fertigungs- und Logistikumgebung mit der Welt der digitalen Dienste. Durch einen autorisierten Datenbenutzer ermöglicht der Cybus einen sicheren, einfachen, präzisen und kontrollierbaren Zugriff zwischen Protokollen und der Management-Position.

UIB bietet für „Industrial IoT“-Maschinen und -Geräte eine natürliche Sprachkommunikation (Natural Language Processing). Die Betreiber können über ihre verwendeten Kommunikationskanäle weiterhin mit ihren Maschinen kommunizieren. Die Connectware und UnificationEnine-Lösung lässt sich problemlos anpassen und entwickeln. Die Lösung kann sowohl für Maschinen, Fahrzeuge, Sensoren sowie deren Komponenten ohne weiteres genutzt werden. Darüber hinaus sind weitere Anwendungsfälle möglich für Fertigungsprozesse, Produktion, Energieversorgung und Logistik.