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Augmented Reality verändert die B2B-Branche

AR verbindet die Wahrnehmung von Personen in der realen Welt mit computergenerierten Informationen. Am bekanntesten ist hier Google Glass. Die Brillen wurden viel diskutiert, aber es zeigte sich schnell, dass auch das nicht mehr als ein kurzer Hype war – zum Teil, weil schlicht die falsche Zielgruppe angesprochen wurde.

Einsatzszenarien neu denken

Im Business-Bereich gibt es viel geeignetere Anwendungsmöglichkeiten als im Alltag. Letztlich macht es mehr Sinn, wenn beispielsweise Ingenieure oder Maschinenbauer AR-Brillen verwenden. Man hat seine Hände frei und kann sich voll auf die Arbeit konzentrieren, da man alle wichtigen Daten zu einer Maschine direkt vor Augen hat. So lassen sich Maschinen dank nützlicher Einblendungen, wie Informationen zum Aufbau der Maschine oder mögliche Problemstellungen, viel schneller reparieren. Wenn man noch weitergehen will, ist der Ingenieur sogar in der Lage, fehlende Produkte direkt über die AR-Brille zu bestellen oder mit weiteren Personen in Kontakt zu treten, die bei der Problemlösung helfen könnten. Das ist viel sinnvoller, als wenn man im Alltag durch die Stadt läuft und währenddessen Werbeanzeigen präsentiert bekommt.

Eine im Jahr 2016 veröffentlichte Studie von PWC zeigt, dass einer von drei Herstellern erwartet, dass Virtual Reality (VR) und AR-Technologien bis 2018 im Einsatz sind. Und auch auf der 3. VDI- Fachkonferenz Augmented und Virtual Reality in München wurde die Unternehmenstauglichkeit und die Möglichkeiten der neuen Technologien diskutiert.

Stephen Dyson, Product Marketing Manager Europe bei Proto Labs: „Neue Technologien verändern die Arbeitswelt vor allem im Bereich der Herstellung teils grundlegend. Durch den Einsatz von 3D-Druck gefertigten Teilen können neue Arten von Prototypen entwickelt werden und Ingenieure und Maschinenbauer haben neue Möglichkeiten bei der Entwicklung. AR-Brillen und andere Technologien finden in diesen Bereichen einen geeigneten Einsatz und unterstützen die Abläufe in einer neuen Arbeitsumgebung. Schnelligkeit und Präzision sind wichtige Merkmale, die Unternehmen und deren Produkte auf dem Markt stark machen. Mit der Unterstützung von neuen Technologien lassen sich viele neue Wege gehen, die bisher nicht möglich waren. Auch unsere Kunden bringen immer wieder innovative Produkte auf den Markt, die wir dank der Kombination von 3D-Druck, CNC und Spritzguss-Lösungen nach Wunsch fertigen können.“

Ein Blick in die Digitale Fabrik im Jahr 2022

„Die Digitale Fabrik 2022 in Deutschland“, so lautet das Thema einer aktuellen PwC-Studie, die sich mit der Digitalisierung in Unternehmen in Deutschland beschäftigt. Die PwC-Berater sagen einen massiven Ausbau von digitalen Fabriken auf dem deutschen Markt voraus und sehen die vernetzte Sensorik und 3D-Druck als die wichtigsten Schlüsseltechnologien.

Stephen Dyson, Leiter Strategy, Innovation und Product Development von Proto Labs kommentiert die Studie: „Industrie 4.0 und die digitale Fertigung sind zwei wesentliche Konzepte, die eine neue Art des Datenaustauschs während des gesamten Produktlebenszyklus beschreiben. Mehr als alle anderen industriellen Revolutionen zuvor hat diese das größte Potenzial, nicht nur die Industrie, sondern auch unsere Lebensweise grundlegend zu verändern. Durch die Umsetzung der digitalen Fertigung und den Einsatz von Robotik und Automatisierung eröffnen sich ganz neue Chancen. Die Welt von Industrie 4.0 kennt extrem kurze Durchlaufzeiten, bedarfsorientierte Produktion und kundenspezifische Massenproduktion und bietet Herstellern – unabhängig von ihrer Größe – eine Chance, auf globaler Ebene wettbewerbsfähig zu sein.

Die Experten von PwC sehen 3D-Druck als einen Schlüsselfaktor, dessen Einsatz in Unternehmen sich in den kommenden 5 Jahren mehr als verdoppeln wird (18 Prozent heute, 38 Prozent im Jahr 2020[1]). Das wundert uns nicht, denn wir sehen schon heute die zahlreichen Vorteile. Mit 3D-Druck können Stillstandzeiten vermieden, neue Wege in Produktion und Entwicklung gegangen werden und das mit einer Vielzahl unterschiedlichster Materialien und in einer Schnelligkeit, die aktuell kaum zu übertreffen ist.“

[1] http://www.pwc.de/de/digitale-transformation/digital-factories-2020-shaping-the-future-of-manufacturing.pdf