Archiv der Kategorie: MM – Management & IT

Wie Corona den Maschinenbau belastet

Die Industrie leidet sehr unter dem globalen Nachfragerückgang in Folge der Präventivmaßnahmen gegen das Corona-Virus. Besonders für die Maschinenbauer weckt die Coronakrise Erinnerungen an die Wirtschaftskrise 2009, als die Branche einen Produktionsrückgang von 26 % verzeichnen musste. Auch für das Jahr 2020 ist ein Produktionsrückgang von bis zu 25 % möglich, da auf den aktuellen Nachfrageeinbruch auch noch eine Angebotskrise hinzukommt. Denn selbst wenn die Maschinenbauer genügend Abnehmer für ihre Erzeugnisse finden, führt Corona zu globalen Störungen in den Lieferketten.

Eine Umfrage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat ergeben, dass 84 % seiner Mitglieder umfangreiche Auftragseinbußen befürchten. Laut VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers sind diesmal fast alle 30 Fachzweige des Maschinenbaus betroffen.

Der zyklische Werkzeugmaschinenbau ist dabei besonders gefährdet. Ihn treffen zusätzlich neben der Neuausrichtung der Autoindustrie, seine hohe Verwundbarkeit bei abnehmender Weltkonjunktur. Auch die Hersteller von Präzisionswerkzeugen für die Blechverarbeitung der Autoindustrie sind überdurchschnittlich betroffen. Nur wenige Maschinenbau-Fachzweige kommen komplett schadlos durch die momentane Krise. Zu den noch gut aufgestellten Unternehmen zählen viele Hersteller von Antriebstechnik, die von volumenträchtigen Aufträgen aus den vergangenen Monaten profitieren.

Stillstand in Norditalien führt zu Lieferengpässen

Die meisten Betriebe verzeichnen Störungen in den Lieferketten, da geplante Lieferungen aktuell von Kunden nicht angenommen werden oder weil dringend benötigte Produktionsteile nicht geliefert werden, was zu wieder zu Engpässen in der eigenen Herstellung führt.

75 % der durch Lieferstörungen betroffene VDMA-Mitglieder urteilen, dies liege insbesondere an Produktionsausfällen wichtiger Zuliefererbetriebe aus Nord-Italien, gefolgt von Deutschland (55 %), China (51 %), Frankreich (36 %) und den Vereinigten Staaten (25 %).

Maßnahmen: Was tun die Unternehmen?

Auch wenn die globalen Lieferketten momentan stark beeinträchtigt und Deutschland als Exportnation davon besonders stark betroffen ist, müssen Unternehmensgeschäfte der Maschinenbauer weitergehen. Auch in Anbetracht von stornierten Aufträgen, Problemen bei der Materialbeschaffung und Kurzarbeit. So wuchs bereits im März die Anzahl der Maschinenbaumitarbeiter in Kurzarbeit (von 28.000 auf 40.000). Reduzierung von laufenden Kosten, soweit möglich, war die Divise als keine Produktion möglich war. Jetzt, zu fortgeschrittenem Zeitpunkt, sollten die Maschinenbauer besonderen Fokus auf die Liquiditätssicherung und die Zahlungsfähigkeit legen – auch abseits der medial vielbeachteten Rettungspakete und Förderkredite von Förderbanken wie der KfW.

Liquidität sichern: Finanzsituation auf feste Beine stellen

Mittelständische Unternehmen unterschätzen oftmals die Chancen einer professionellen Liquiditätsanalyse. Aus Angst vor finanziellen Verpflichtungen wird die Aufnahme von Fremdkapital vermieden. Und das kann durchaus zu Lasten der Zukunft des Unternehmens gehen. Eine Finanzierung ermöglicht finanziellen Spielraum, um trotz aktueller Auftragseinbußen auf die Krise angemessen zu reagieren. Durch Investitionen sorgen Unternehmer dafür, dass ihre Herstellungsprozesse weiterlaufen und wichtige Arbeitsplätze erhalten bleiben.

In der Praxis erleben wir aber gerade jetzt immer wieder, dass die Finanzanbieter, die es dafür zwingend braucht, an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Das trifft nicht auf alle zu, allerdings müssen auch diese Dienstleister mit den Schutzmaßnahmen umgehen und ihre Mitarbeiter schützen. Digitale Finanz-Plattformen wie beispielsweise COMPEON helfen Unternehmen wie Maschinenbauern, trotzdem Zugang zu Bankpartnern zu erhalten und an liquide Mittel zu gelangen, indem digitale Prozesse genutzt werden – sowohl in Zusammenarbeit mit den Hausbanken als auch über alternative Finanzgeber.

Als digitaler Partner der KfW kann COMPEON beispielsweise für Maschinenbauer aller Größen und Umsatzklassen mit einem KfW-Fördercheck herausfinden, welche Förderung mit den besten Konditionen passt. Oder auch, ob eine andere Finanzierungsform besser geeignet ist. Unabhängige Beratung ist hier wichtig. Diese Finanzierungsarten abseits der Hilfskredite können sein:

• Leasing und Mietkauf zur schnellen Finanzierung eigener Produktionsgüter

• Factoring, um Zahlungsziele bieten zu könne, aber nicht auf die frühe Zahlung zu verzichten

• Eine Sockelfinanzierung zur Entlastung von teuren kurzfristigen Krediten wie dem Kontokorrentkredit

imc AG stellt kostenlos Lernplattform zur Verfügung

Saarbrücken. Auf Grund der Corona-Krise schließen deutschlandweit nach und nach sämtliche Bildungseinrichtungen. Nur die wenigsten sind jedoch auf virtuelles Unterrichten vorbereitet. Daher hat sich die imc AG aus Saarbrücken entschlossen, ihre digitale Lernplattform inklusive Autorentool  kostenlos  für Schulen  zur Verfügung zu stellen.

Über die Lernplattform „imc Learning Suite“ sowie den Zugriff auf kostenlose Lernlabore und -materialien können Unterricht und Zusammenarbeit auch bei Schließung und Quarantäne weiter durchgeführt werden. Lehrkräfte können die Lernprozesse von Zuhause aus online begleiten und steuern und mithilfe des Autorentools „Content Studio“ Lerninhalte leicht selbst erstellen. Somit werden Lerndefizite minimiert. Die erforderlichen Lizenzen erhalten Schulen ab sofort kostenfrei, Hochschulen zahlen lediglich eine Hosting-Gebühr.

Darüber hinaus können Schulen kostenlos auf „Go-Lab“ zugreifen, eine web-basierte Plattform, die interaktive Online-Experimente mit klassischen Schulklassen-Unterricht verbindet. Die Go-Lab Plattform bietet eine Vielzahl an Werkzeugen für forschendes Lernen im Unterricht und unterstützt insbesondere den Unterricht im Bereich Naturwissenschaften. Die Plattform beinhaltet Premium Dienste, die aktuell ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Christian Wachter, Vorstand der imc betont: „Die imc fühlt sich gerade in diesen schwierigen Zeiten und als ehemaliges Universitäts-Spin-Off verpflichtet, Bildungseinrichtungen und Organisationen dabei zu helfen, miteinander verbunden und produktiv zu bleiben. Die Unterstützung von Schulen und Hochschulen mit digitalen Bildungsangeboten und -technologien ist in den aktuellen Zeiten eine Selbstverständlichkeit für uns.“

Weitere Informationen zum Thema sowie den Link zur Anforderung finden Sie hier.

Kunden über das Ohr erreichen

Gesprochenes Wort übermittelt Emotionen

Wer Audios und Podcasts in der Vertriebsarbeit einsetzt, vermittelt leichter Emotionen als beispielsweise über eine Mail oder einen Brief. Das gesprochene Wort geht schnell ins Ohr und erreicht die emotionalen Zentren im Gehirn besser als beispielsweise eine Broschüre oder eine Webseite. „Viele meiner Kunden verwenden Podcasts, um Menschen zu erreichen und zu informieren“, sagt Rhetoriktrainer Peter Flume. Er produziert Podcasts häufig als Ergänzung zu Seminaren oder Veranstaltungen im Unternehmen. Nach seiner Erfahrung geben Unternehmen Hörerlebnisse in Auftrag, um etwas Bleibendes zur Verfügung zu stellen. „Wer einen Menschen emotional anspricht, erreicht diesen schneller und nachhaltiger als mit reinem Infomaterial“, fasst der Kommunikationsexperte zusammen.

Niederschwellig für den Hörer und günstig zu produzieren

Wer ein Radio, einen MP3-Player oder ein Smartphone besitzt, ist bereits Podcast-Ready. Die technische Entwicklung ist einer der Gründe, warum Hörerlebnisse derzeit so boomen. Aber auch der „Nebenher“-Effekt ist bei B2C-Kunden sehr beliebt. Während des Autofahrens, der Bügelwäsche oder einem Kreuzworträtsel – die Stimme im Ohr vermittelt uns Informationen, ohne dass es sich wie Lernen oder Überzeugungsarbeit anfühlt. „Gleichzeitig sind Podcasts recht günstig zu produzieren und können unendlich oft wiederholt werden. Eine gute Möglichkeit, um Menschen für ein Thema zu interessieren“, glaubt der Autor zahlreicher Rhetorik-Fachbücher, Flume.

Menschen erreichen, Adressen sammeln

Unternehmen, die Podcasts einsetzen, nutzen ihren gratis-Content etwa dazu, Kontaktdaten zu generieren. Wer seine Adresse angibt, bekommt den Download-Link kostenfrei zugesendet. Alternativ können Firmen die informativen Audio-Files auch als Service gratis auf ihrer Webseite anbieten. Das erhöht Traffic und Aufmerksamkeit.

Das Weiterbildungsunternehmen IMC nutzt Podcasts seit 2017 erfolgreich, um sich und seine Themenvielfalt darzustellen. Die MP3s sind für jedermann zugänglich und kostenfrei auf der IMC-Webseite, bei iTunes und Spotify erreichbar. „Wir widmen uns Trendthemen auf dem digitalen Weiterbildungsmarkt“, erläutert Vorstand Christian Wachter. Bewusst werde hier keine Werbung für einzelne Produkte gemacht, sondern echter Nutzwert in Form von Expertenwissen geboten. „Wir wollen mit interessanten Talk-Gästen die Vielfalt und Bandbreite der Weiterbildungswelt zeigen. Damit ergibt sich indirekt natürlich ein Blick auf das Umfeld, in dem wir tätig sind und welche Dienstleistungen wir anbieten“, erläutert der Vorstand.

Traffic für die Webseite generieren

Im Durchschnitt 800 Klicks verzeichnet IMC im Monat auf der Podcast-Seite. „Die Zugriffszahlen variieren je nach Thema, steigen aber mit der Bekanntheit der Reihe“, sagt Wachter. Begleitet wird das Angebot von einem Maskottchen, dem „Schlaufuchs“, der immer wieder auf Bildern zu sehen ist und die Sozialen Medien bereichert. „Wir erreichen unsere Zielgruppe, interessieren neue Menschen für unsere Themen und bleiben bei Bestandskunden im Gedächtnis“, fasst Wachter die Vorteile zusammen.

Das Problem der öffentlichen Wahrnehmung kennt Peter Flume ebenfalls: „Hör-Angebote setzen sich, so wie jeder andere Content, nur dann durch, wenn die Qualität stimmt.“ Er versuche deshalb, nicht nur Informationen zu vermitteln, sondern gleichzeitig zu unterhalten. Etwa, indem in seinen kurzen Comedy-Podcasts mit verschiedenen Stimmen, Dialekten und Szenarien gearbeitet wird. So werden auf unterhaltsame Art die Trainingsinhalte wiederholt und im Bewusstsein „wach“ gehalten. „Der Humor als Stilmittel kann ein sprödes Thema auflockern“, erläutert der Rhetoriker. Wie IMC setzt Flume bei seinen Podcasts auf den Gewöhnungs-Effekt. „Eine Serie beispielsweise wird schnell zum Kult und die Menschen unterhalten sich darüber. Das wiederum unterstützt den Lerntransfer.“ Zur Zeit produziert der Rhetoriker eine Reihe zum Thema Feedback-Kultur für einen großen Kunden.

Drei Tipps: So nutzen Sie Podcasts im Vertrieb:

  1. Content ist King. Produzieren Sie hochwertige und vor allem nutzwertige Audio-Files statt billiger Werbung.
  2. Nutzen Sie die begehrten MP3s als Adress-Generator: Wer mithören möchte, muss seine Mailadresse angeben.
  3. Alternativ können Sie die informativen Audios auch als kostenlosen Service auf Ihrer Webseite anbieten: Das erhöht Traffic und Bekanntheit.

Privatpatienten: Raus aus der Beitragsfalle

PKV wird immer teurer – ein Ende der Beitragserhöhungen scheint nicht in Sicht. Zum Glück gibt es Wege aus der Beitragsfalle und es lassen sich dauerhaft Tausende von Euro einsparen.

Laut Bundesministerium für Gesundheit sind rund 8,7 Millionen Deutsche privat krankenversichert. Sie profitieren zwar von besseren Leistungen, werden aber in den letzten Jahren mit Beitragserhöhungen verstärkt zu Kasse gebeten. Durchschnittlich steigen die Beiträge der privaten Krankenversicherung (PKV) laut Branchenverband um drei Prozent pro Jahr. Weil die Steigerung nicht jedes Jahr direkt weitergegeben wird, kamen so beispielsweise im Jahr 2017 im Durchschnitt zehn Prozent Erhöhung bei den Versicherten an.

Rund um den Jahreswechsel bekommen viele privat Krankenversicherte wieder ein Schreiben von ihrer Versicherung. Immobilienexperte Alex Fischer aus Düsseldorf war einer von ihnen: „Die wollten rund 100 Euro pro Monat mehr Beitrag von mir. Für die gleiche Leistung.“ Erklärung gab die Versicherung auch ab: gestiegene Krankheitskosten. Gleichzeitig sind auch die gesunkenen Zinsen wichtiger Grund, warum die PKV immer teurer wird. Was die privaten Versicherer monatlich einnehmen, legen sie zum Teil für ihre Kunden zurück. Denn sind diese älter, steigen die Kosten und bisher sorgten die Zinsen dafür, dass sich das Geld vieler Versicherter vermehrt und damit die gestiegenen Kosten trägt. Weil seit Jahren die Verzinsung sinkt, geht das Geschäftsmodell der Versicherer nicht mehr auf. Die Folge: immense Beitragserhöhungen.

„Privat Krankenversicherte sitzen in einer Falle, aus der sie scheinbar nicht mehr herauskommen“, erläutert Finanzexperte Dieter Homburg. Spätestens, wenn das Einkommen sinkt oder eine Krankheit kommt, frisst die Versicherung einen Großteil der Einnahmen oder der Rente auf. So lange die Zinspolitik so bleibe, sind regelmäßige Mehrkosten bei der PKV vorprogrammiert, so der Autor des Buchs Altersvorsorge für Dummies. Als Folge davon verlieren die privaten Krankenversicherer mehr und mehr Kunden. Von 2013 rund neun Millionen Mitgliedern, sind bis 2019 bereits rund 300.000 von ihnen abgewandert. Gerade die jungen und gesunden Beitragszahler, die das System erst ermöglichen, binden sich weniger leichtfertig an die Privaten. Dazu kommt: Immer weniger Staatsbedienstete werden verbeamtet, eine immer weiter sinkende Kundengruppe der PKV.

Menschen wie Alex Fischer fragen sich, ob diese Spirale für immer weitergehen muss. „Falls mein Einkommen einmal sinken wird, wird die PKV schwierig zu finanzieren“, sagt der 46-Jährige. Erst vor kurzem hat er erfahren, dass es zum Beispiel möglich ist, innerhalb seiner Versicherung in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Laut einem Urteil des Verwaltungsgerichtshofs von 2004 müssen Allianz, DKV und andere nämlich auf Anfrage günstigere Tarife zu gleichen Leistungen vorhalten. „Ein wichtiges Urteil, von dem fast niemand weiß“, beobachtet Homburg. Bei einer Leseraktion gemeinsam mit dem Magazin Focus beriet er im letzten Jahr rund 1500 Fälle gratis, um auf das verbraucherschutzrechtliche Thema aufmerksam zu machen. „Es ist unglaublich, wie viele Menschen unter den hohen Kosten leiden. Mit der richtigen Beratung und einem guten Anwalt im Rücken konnten wir den Betroffenen im Schnitt 2000 Euro pro Jahr einsparen“, sagt Homburg.

Wer in einen günstigeren PKV-Tarif wechseln möchte, bekommt immer wieder Schwierigkeiten. Nur ungern rückt das Versicherungsunternehmen die bezahlbare Police heraus. Stattdessen wird mit Leistungskürzungen oder Eigenbeteiligung argumentiert. „Darauf sollten sich PKV-Versicherte nicht einlassen. Sie haben das Recht auf gleiche Leistungen ohne weitere Gesundheitsprüfung“, so der Experte für Altersvorsorge. Wer bereits mit seiner Versicherung im Clinch liegt, kann sich bei unabhängigen Beratern oder der Verbraucherzentrale Hilfe holen. „Mit einem spezialisierten Anwalt im Rücken lässt sich die Sache meist binnen einiger Wochen klären“, verrät Homburg.

Auch für Alex Fischer hat sich die Sache zum Guten gewendet, ihm konnten mit Dieter Homburgs Ansatz rund 2000 Euro pro Jahr eingespart werden.

Berufsbild Weiterbildungs-Designer

Eine gute Mischung aus Gestaltung, Didaktik und Psychologie – das ist es, was einen Weiterbildungs-Designer ausmacht. Wer dann noch Kreativität und Offenheit für Neues mitbringt, ist genau der Richtige, für einen Job als Instructional Designer.

Ein Erklärvideo über Industrie 4.0, ein webbasiertes Training über eine Lebensversicherung oder eine medienübergreifende Trainingsreihe zum digitalen Wandel – die Themenvielfalt, mit der sich Stephan Urbanski auseinandersetzt, ist unendlich. Das passt gut, denn der 32-Jährige Bachelor of Arts im Fach Medienwissenschaft liebt es, sich in neue Sachverhalte einzuarbeiten, das benötigte Fachwissen zu recherchieren und ein Konzept hervorzubringen, mit dem diese Informationen am besten transportiert werden können. Gelernt wird heute nämlich immer häufiger abseits des Seminarraums per Smartphone und Tablet oder mit der Datenbrille von überall.

„Ich erstelle weder Grafiken noch programmiere ich, dennoch helfen ein bildliches Vorstellungsvermögen und Verständnis für Benutzerfreundlichkeit und die technische Umsetzung.“ sagt der Mitarbeiter beim E-Learning-Anbieter IMC. Denn digitales Training muss Rücksicht auf seine Zielgruppe nehmen und zum Lernmedium passen, auf dem es später läuft. So bekommen Lagerlogistiker andere Aufgaben, als Sozialarbeiter oder Führungskräfte. Und wer mit dem Smartphone auf der Baustelle lernt, wird anders geführt als der Büroarbeiter am PC.

Nach dem Studium der Medienwissenschaft in Ilmenau spezialisierte sich der heutige Münchner zunächst auf Online-Marketing und PR, wo er auch volontierte. Seit einem halben Jahr tüftelt Urbanski nun an digitalen Weiterbildungen für Berufstätige, im Oktober 2017 begann er ein berufsbegleitendes Masterstudium. Schwer im Kommen sind Trainings, die mit virtueller oder so genannter erweiterter Realität arbeiten. Mit einer Datenbrille lernen dann beispielsweise Industriemechaniker, wie sie eine Maschine reparieren können, oder ein Maler übt, wie er einen möglichst gleichmäßigen Farbauftrag schaffen kann. „Hier handelt es sich um Mischungen aus der echten Welt und Einblendungen, die der Lernende auf seiner Datenbrille sieht“, erklärt der Wahl-Bayer aus Sachsen. Für ihn sind solche Schulungen noch nicht an der Tagesordnung, aber einige seiner Kollegen realisieren die High-tech-Welten bereits.

Wer projektbasiert arbeitet, muss sich gut organisieren können. Denn Urbanski und seine Kollegen arbeiten oftmals an drei, vier Projekten gleichzeitig. „Zwar leiden wir hier nicht wie in anderen Branchen ständig unter Zeitdruck. Natürlich müssen wir aber Deadlines einhalten und Prozesse beachten.“ Immer wieder eine Herausforderung: Die Vorstellungen des Kunden und das technisch Machbare unter einen Hut bringen. Bei den Auftraggebern sei es sehr unterschiedlich: Manche haben ein genaues Bild davon, welche Schulung sie brauchen und wie diese aussehen soll. Andere verlassen sich auf die Beratung der Experten von IMC. Bestimmte Grundprinzipien gilt es beim digitalen Lernen aber immer zu beachten. Beispielsweise ist es wichtig, den User aktiv einzubinden. Mit interaktiven Elementen, zum Beispiel Übungsaufgaben, Quizzen sowie Drag & Drop-Übungen. Aber auch für die Video-Einheiten schreibt Urbanski das Drehbuch, damit möglichst viel Wissenswertes hängenbleibt. Außerdem wichtig, vor allem bei international arbeitenden Kunden, sind Diversity-Gesichtspunkte. Dazu gehört, dass Männer, Frauen, verschiedene Altersstufen und Nationalitäten in seinen Trainings angesprochen fühlen.

Seinen Arbeitsplatz beim Anbieter für digitale Weiterbildung schätzt Urbanski sehr. Während des Masterstudiums arbeitet der Instructional Designer von Montag bis Donnerstag. Nach dem Abschluss kann er ganz flexibel auf eine fünf-Tage-Woche aufstocken und so mehr Geld verdiene. Die Kollegen sind hilfsbereit und sympathisch und kommen aus den verschiedensten Fachbereichen, beispielsweise aus der Pädagogik, Medienindustrie und Erwachsenenbildung. „Die Einarbeitung war super und umfangreich“, freut sich Urbanski. Beim Weiterbildungsexperten IMC wird viel Wert auf Wissensaustausch und „Learning on the Job“ gelegt. „Bei diesem Beruf braucht man Erfahrung und muss gleichzeitig die neusten Trends im Lernbereich kennen.“

Rhetoriktrainer Peter Flume feiert 30 Jahre RhetoFlu

Seit 1989 erfindet sich Peter Flume ständig neu. Zwar gibt es sein Institut RhetoFlu in Nürtingen bereits seit 30 Jahren und die Kunst des Redens stammt aus der Antike. „Aktuelle Anwendungsmöglichkeiten für bewährte Kommunikationsmittel gibt es stets aufs Neue“, konstatiert der 54-Jährige Rhetoriktrainer mit Pilotenschein. Aktuell beschäftigt sich der Nürtinger beispielsweise mit der Kommunikation der „Generation Smartphone“, also mit den jungen Leuten, die in Unternehmen gerade ihre Ausbildung absolvieren. Dabei sind die neuen Medien für den Rede-Experten kein Problem: Aktuell hat er einen Dokumentarfilm abgedreht, seine E-Books beinhalten holographische Elemente und er gibt Tipps für die gelungene Skype-Konferenz. „Ob Smalltalk, Verhandlung oder Social Media – Miteinander erfolgreich zu kommunizieren ist heute wichtiger denn je“, beobachtet Flume, der den Erfolg der vergangenen drei Jahrzehnte auf seinen Spaß an der Sprache und die Neugier auf Neues zurückführt.

Peter Flume hat in den vergangenen 30 Jahren rund 30.000 Seminarteilnehmer eloquenter, selbstsicherer und beruflich erfolgreicher gemacht. Der Schwabe mit dem Faible für Sprachen ist bekannt für die Nähe seiner Methoden zu Schauspiel und Theater, produziert Podcasts und Hörspiele und ist sehr aktiv bei Facebook, Twitter & Co.

18 Bücher hat Peter Flume geschrieben, oder an ihnen mitgewirkt. Unter anderem war er am Rhetorikduden beteiligt. Der Rhetoriker und Wirtschaftswissenschaftler, der in Tübingen studierte, kam schon in dieser Zeit auf die Idee, Kommilitonen bundesweit das richtige Präsentieren zu lehren und damit Geld zu verdienen. Der gebürtige Geislinger knüpft in den 90er Jahren rasch Kontakte in die Wirtschaft und gibt Inhouse-Seminare. Für simulierte und alltagsnahe Situationen, verpflichtet der Trainer bald professionelle Schauspieler. 1997 gründet er mit Partnern ein Unternehmenstheater, mit dem er Veränderungsprozesse unterstützt und eine neue Form des Lernens in der Großgruppe etabliert. Im Laufe der Jahre kommen zu den klassischen Rhetoriktrainings Seminare zu Verhandlungstechniken und Führungskräftecoachings dazu.

Heute ist der ausgebildete Pilot Trainer für Konzerne, DAX-Unternehmen und erfolgreiche Mittelständler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit seiner jüngst erworbenen Lehrerlaubnis für Instrumentflug darf Flume außerdem angehende Piloten ausbilden. Sein Faible für Technik sowie die Fähigkeit, Ruhe und Überblick in stressige Situationen zu bringen, helfen ihm dabei. Im kommenden Jahr wird Flume die Neuauflage seines Buchs „Die Kunst der Kommunikation“ veröffentlichen.

Die E-Mail ist nicht das einzige Einfallstor für Viren, Trojaner und Malware

Spam und Phishing-Mails sind von jeher ein Katz-und-Maus-Spiel. Während Betrüger versuchen, mit immer elaborierten Methoden Malware zu platzieren oder Daten abzugreifen, rüsten die IT-Sicherheitslösungen immer weiter auf. Lücken finden sich dennoch immer wieder – im E-Mail-System ebenso wie durch menschliche Schwächen. Es gilt daher im Rahmen der digitalen Zuverlässigkeit von Wirtschaftsunternehmen nicht nur Lücken in der IT zu schließen, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine immer ausgefeiltere und größer werdende Bedrohung in Zeiten von Datendiebstählen und Industriespionage aufzuschlauen!

Wenn es was zu gewinnen gibt, setzt der Verstand aus

Die spanische Weihnachtslotterie „El Gordo“ ist die höchstdotierte Lotterie der Welt. Und auch wenn die Gewinnchancen mit 1:100.000 im Vergleich zu unserem LOTTO 6aus49 sogar relativ hoch sind, so wird sicher kaum einer der abertausenden Empfänger von E-Mail-Gewinnbenachrichtigungen diese Lotterie tatsächlich gewonnen haben (mal abgesehen davon, dass dies nicht per E-Mail bekanntgegeben wird). Und trotzdem funktioniert das System. Der Verstand setzt aus und wir klicken auf den Link in der E-Mail. Es könnte ja doch vielleicht sein… Nein, kann es nicht.

Unternehmens-Inboxen erreichen solche E-Mails heute kaum noch, dafür sorgt der professionelle Spam-Filter. Was aber, wenn es dennoch eine E-Mail in das Postfach schafft? Unsere Kunden wenden sich immer häufiger mit der Bitte an uns, zu testen, wie Angestellte auf Phishing-Mails reagieren. Dafür schicken wir im Auftrag des Kunden Test-E-Mails von einem zentralen Server an ausgewählte Empfängergruppen. Kommt eine E-Mail generisch, unpersönlich und ohne Kontext daher, wird sie schnell als „gefährlich“ eingestuft. Wird der Mitarbeiter aber persönlich angesprochen, ein individueller Kontext hergestellt und zum Abrufen eines Mitarbeiter-Benefits auf vermeintlich internen Seiten aufgefordert, so schwindet die Skepsis schnell und die eigenen Anmeldedaten werden eingegeben. Wenn jetzt noch die Absenderadresse auf den ersten Blick stimmt, etwa INF0@Betrieb.de statt INFO@Betrieb.de, dann gibt es kein Halten mehr. Je detaillierter die Angaben in der vermeintlichen Phishing-Mail, desto höher sind die Klickzahlen. Nach unseren Erfahrungen können mit solchen Versuchsaufbauten in fast jedem Unternehmen Rückläuferzahlen von 80-90 Prozent erreicht werden. Und was im Testaufbau funktioniert, ist bereits gelebte, betrügerische Realität im tagtäglichen Wirtschaftsgefüge.

Dabei geht es hier nicht um simples Phishing sondern vielmehr um dedizierte Angriffe auf geistiges Eigentum oder gezielte Sabotage und Erpressung. Das Einfallstor wird gezielt ausgewählt. Der Aufwand ist hoch, doch bei Erfolg die Mühen wert.

Wie raffiniert Betrüger mittlerweile vorgehen, erlebte kürzlich der IT-Verlag Heise am eigenen Leib (und arbeitete das Erlebte hier auf). Am 13. Mai öffnete ein Mitarbeiter eine E-Mail, die sich auf einen zitierten, echten Geschäftsvorgang bezog. Die E-Mail stammte scheinbar von einem Geschäftspartner und forderte dazu auf, die Daten im angehängten Word-Dokument zu kontrollieren und bei Bedarf zu ändern. Beim Öffnen des Dokuments erschien eine (gefälschte) Fehlermeldung, die dazu aufforderte, „Enable Editing“ anzuklicken. Dieser Aufforderung kam der Mitarbeiter nach – und im Hintergrund infizierte die Schadsoftware Emotetsein System und begann sofort, sein Unwesen im Heise-Netz zu treiben.

Neugier schützt vor Schaden nicht

Das Dokument im Anhang oder der Link in der E-Mail sind jedoch bei weitem nicht mehr die einzigen – wenngleich mittlerweile am weitesten entwickelten – Einfallstore. Die Neugier des Menschen und ein gewisses Urvertrauen bieten weitere Sicherheitslücken. Lücken, die das IT-Management meist gar nicht auf dem Zettel hat.

Was würden Sie machen, wenn Sie in der Tiefgarage Ihres Unternehmens einen USB-Stick finden, der wie zufällig verloren zwischen den Autos liegt? Geben Sie ihn am Empfang ab? Übergeben Sie ihn sogar der IT-Abteilung? In den meisten Fällen, in denen so ein Vorfall simuliert wird, siegt die Neugier des Menschen. Bei unseren Tests wird von 20 „verlorenen“ USB-Sticks mindestens die Hälfte „aktiviert“. Der USB-Stick wird am Rechner angeschlossen – meist der firmeneigene auf Grund der räumlichen Nähe – um zu sehen, was drauf ist oder wer der rechtmäßige Eigentümer ist. Was simpel klingt, ist eine reale Bedrohung. Kaum ist der Stick angeschlossen, können Schadprogramme den Rechner und das Netzwerk infizieren.

Ein weiterer standardmäßiger Testaufbau lotet aus, wie weit eine Person physisch ins Unternehmen vordringen kann. Natürlich braucht es hier ein wenig Raffinesse, denn oftmals wird schon am Einlass ein Ausweis benötigt. Aber allzu häufig kommt ein vermeintlicher Techniker oder Lieferant an dieser Hürde schnell vorbei. Nicht aufgrund einer technischen, sondern einer menschlichen Fehleinschätzung. Eine gute Story und vielleicht der Name eines realen Kollegen, der den Techniker angefordert haben soll, und schon wird die Person durchgewunken. Wir glauben an das Gute im Menschen, müssen aber leider mehr und mehr erkennen, dass eben dieses Urvertrauen auch Kriminellen die Tür öffnen kann.

Es beginnt am Anfang

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden, wie sie mit Spam und verdächtigen E-Mails umgehen. Ebenso muss das Bewusstsein vermittelt werden, wem die Tür geöffnet wird und das unbekannte Personen, ohne sichtbaren Firmenausweis direkt angesprochen werden müssen. Wenn es um das Thema digitale Sicherheit geht, sehen IT-Abteilungen oft nur die E-Mail als primäres Einfallstor. Schon beim ersten Termin vor Ort, dem Parken des Autos oder dem Betreten des Geländes fallen jedoch oftmals schon weitere potenzielle Schwachstellen auf. Diese sind nicht so offensichtlich, aber nicht minder risikobehaftet.

Von Schulungen und Trainings, über Feldversuche und deren Auswertung bis hin zu Verhaltensregeln mit ungesicherten WLAN-Verbindungen, Druckern oder der Entsorgung sensibler Daten: Die Belegschaft muss umfassend in das Thema IT-Sicherheit eingebunden werden. Gamification hat sich hier als nachhaltiges Mittel zum Wissenstransfer bewährt, vor allem um Aspekte der IT-Sicherheit in den privaten Alltag zu integrieren. Denn nur so nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Informationen aus der Sensibilisierung auch mit in den Arbeitsalltag. Was passiert, wenn ich eine Spam-E-Mail bekomme, eine komische Direktnachricht oder einen seltsamen Anruf erhalte? An wen kann und muss ich mich wenden? Wie muss ich mein Passwort zusammensetzen? Wie gehe ich mit einem gefundenen USB-Stick um? Und wie sollte ich mein privates Smartphone verwenden? Das Thema IT-Sicherheit muss über den Spamfilter hinaus in das Bewusstsein der Führungsetage gebracht werden – angefangen beim ganz Grundsätzlichen. Was wir privat nicht machen würden, das sollte auch im Unternehmen tabu sein, egal ob es darum geht, fremde Menschen ins eigene Haus zu lassen oder den Post-it mit dem Geheimzahl auf die EC-Karte zu kleben.

Industriemeister Metall (IHK) in 49 Tagen

Fachwirte, Meister oder IHK Betriebswirte müssen sich nicht hinter ihren Kollegen mit Studium verstecken. Laut einer DIHK Studie sind 47 Prozent der Befragten mit Personalverantwortung Fortbildungs-Absolventen, 39 Prozent Akademiker. Neben Aufgaben und Verantwortungsbereich entwickelt sich in der Regel auch das Gehalt mit einer Fortbildung positiv. Mehr als 70 Prozent der Weiterbildungs-Absolventen konnten noch im Jahr des Abschlusses ihr Gehalt verbessern.

In einem von fünf Unternehmen erzielen Absolventen einer Fortbildung sogar ein höheres Gehalt, als Absolventen einer Hochschule. In mehr als der Hälfte ist es gleich hoch. Zwei Drittel aller Arbeitgeber bewerten Karrierechancen von Mitarbeitern, die sich auf dem zweiten Bildungsweg qualifizierten, im Vergleich zu Studierten als mindestens gleichwertig.

Ein traditionell hoch angesehener Fortbildungsabschluss ist der Meister. Vor allem in Industriebetrieben nehmen Meister oft eine Stellung im mittleren Management ein. Der bundeseinheitliche Abschluss mit öffentlich-rechtlicher IHK Prüfung ist nun besonders schnell zu erreichen: Die private Akademie carriere & more, seit 2005 als erfolgreicher Anbieter in der Region Stuttgart für anerkannte IHK Abschlüsse wie Fachwirt und Betriebswirt bekannt, bereitet nun auch angehende Industriemeister Metall in nur 49 Tagen auf die IHK-Prüfung vor.

„Der entscheidende Vorteil unserer Lehrgänge ist der starke Bezug zur Praxis und die hohe Orientierung unserer Lehrgangsinhalte an betriebliche Anforderungen“, sagt Geschäftsführerin Simone Stargardt. Innovative, lernbiologische Lehrmethoden ermöglichten eine konzentrierte Wissensaufnahme, so die Trainerin. „Den Erfolg unseres Systems belegen mehrfache Auszeichnungen“, betont Stargadt. Ihre Akademie erhielt zum Beispiel den Ludwig-Erhard-Preis in Silber und erreichte dieses Jahr bereits zum fünften Mal in Folge die Jurystufe des Großen Preis des Mittelstandes.

Interessenten können sich auf den regelmäßig stattfindenden Info-Abenden kostenlos zur Lernmethode und den Lehrgängen informieren.

www.schneller-schlau.de

Die Drohne hat alles im Blick

Insbesondere in den Bereichen Automobil und Frachtlogistik beziehungsweise Cargo sind große Außenlager keine Seltenheit. Die offenen Lagerflächen sind häufig mehrere Hektar groß und durch die Größe und die Anzahl der gelagerten Teile extrem unübersichtlich. Für eine Inventur, aber auch um bestimmte Güter direkt finden zu können, ist es sehr wichtig, dass alle Teile ordnungsgemäß registriert und inklusive Lagerplatz erfasst sind. Bisher mussten Mitarbeiter die einzelnen Stücke händisch eintragen, die Nummer überprüfen und mit dem Backend abgleichen. Auch wenn etwas verloren ging oder gesucht wurde, erfolgte dies manuell. Da die Güter nicht immer dort liegen, wo sie sollen, kostet das zum einen viel Zeit. Zum anderen birgt die händische Registrierung auch ein großes Risiko für Fehler. Ein einfacher Zahlendreher bei der Erfassung oder beim Abgleich mit dem Backend – und der Fehler ist im System. Oder der Mitarbeiter muss den ganzen Prozess nochmal von vorne beginnen, das Gut lokalisieren und die Zahl erneut überprüfen. Alles in allem also eine mühselige Arbeit, die viel Zeit frisst.

Schnelle Hilfe mittels Drohne und Videoerkennung

Der Einsatz von Drohnentechnik zeigt, wie Unternehmen diesen Job in Zukunft automatisieren und damit das Fehlerrisiko deutlich minimieren und den Prozess beschleunigen können. Für die Außenlagerinventur fliegt eine Drohne mit Video-Erkennung automatisiert über das Feld. Sie wird mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) gesteuert und erkennt und zählt die Objekte aus der Luft. In Kombination mit einer dahinter geschalteten OCR-Software werden die Produkt- oder Seriennummern vollautomatisch ausgelesen und mit den Beständen in den Warenwirtschaftssystemen abgeglichen. Die künstliche Intelligenz hilft außerdem dabei, die Lufterfassung zu optimieren: Wenn beispielsweise eine Bezeichnung schlecht lesbar ist, ermittelt die KI die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine bestimmte, gesuchte ID handelt. Falls die Erfassung mal nicht eindeutig ist und auch die KI die Kennnummer nicht korrekt erfassen kann, löst die Technik einen Fehleralarm aus und benachrichtigt einen Sachbearbeiter, um die ID manuell zu prüfen. Diese Technik wurde bereits von mehreren Industriegüterkonzernen erfolgreich getestet.

Generell können Drohnen für fast alle Arten der automatischen Erfassung, Identifizierung, Analyse und Dokumentation von Teilen und Objekten sowie sensorischen Informationen eingesetzt werden. Im Rahmen der Entwicklung zur Industrie 4.0 beispielsweise müssen Unternehmen ihre Produktionsprozesse zunehmend automatisiert und flexibel gestalten. Diese Flexibilisierung erfordert auch eine entsprechende Logistik. So setzten vereinzelte Unternehmen beispielsweise Drohnen ein, um Kleinstobjekte innerhalb von Unternehmensstandorten zu transportieren, um Staus auf der Straße zu vermeiden und Zeit zu sparen. Hier gibt es allerdings noch rechtliche Herausforderung zu lösen.

Neben logistischen Aufgaben können Drohnen für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle genutzt werden, wie etwa die Personensuche, Erkennen von Gefahrenstoffe in der Luft, Rissbildung in Gebäuden und Brücken oder die Analyse von Wasserständen in flutgefährdeten Gebieten sowie Früherkennung von Waldbränden. Auch in der Landwirtschaft findet die Anwendung von Drohnen bereits seit vielen Jahren erfolgreich statt. Durch die Bewirtschaftung großer Areale ist eine Überwachung beziehungsweise Versorgung der Felder aus der Luft sinnvoll.  Auch in der Wildtierrettung werden Drohnen seit einigen Jahren bereits erfolgreich eingesetzt. Im Frühsommer werden Rehkitze mit Hilfe von Drohnen und Wärmebildkameras im Feld aufgespürt und können so vor dem Mähtod gerettet werden. Die Steuerung der Drohnen funktioniert dabei schon heute meist autonom beziehungsweise mithilfe einer Software. So werden der Einsatz, die Flugrouten und die Aktivitäten der Drohnen zentral koordiniert.

Ich sehe was, was die Drohne sieht

Um die Technik noch weiter zu optimieren, können Unternehmen sie um Augmented Reality ergänzen. Hierfür setzen Mitarbeiter eine Datenbrille auf und sehen nun das durch die Brille, was die Drohne sieht. Über die Brille können Mitarbeiter die Drohne dann ansteuern, um beispielsweise zu zoomen oder einen Richtungswechsel vorzunehmen. Außerdem können sie sich mithilfe der Augmentierung zusätzliche Informationen anzeigen lassen, wie beispielsweise Größe oder Zustand des Frachtguts.

In der Zukunft werden nicht nur zentrale Systeme Drohnen steuern, sondern Drohnen werden sich dezentral autonom untereinander abstimmen und selbständig koordinieren. Damit werden Drohnen untereinander kommunizieren sowie eigenständig Aufträge verteilen können, um die verschiedenen Aufgaben effizient zu erfüllen.

 

Goffin verschafft Start-ups den Marktzugang

Die Köpfe des Erfolges sind die Kölner Ex-Ford/Visteon/tedrive-Manager Reiner Greiss und Thomas Brüse. Die beiden Ingenieure lernten sich 1988 kennen und wechselten 2000 von Ford gemeinsam zu Visteon, einem Tochterunternehmen, das der Automobilhersteller gründet hatte, um darin seine Zulieferer-Aktivitäten zu bündeln. Greiss und Brüse durchliefen in diesen Jahren sämtliche Stationen bis zu Top-Management-Positionen mit globaler Verantwortung, von der Fertigungsplanung und Produktion über die Produktentwicklung, sowie von Projektmanagement bis zur Strategieentwicklung und ergänzten sich dabei in ihren Fähigkeiten.

„Die Insolvenz von Visteon abzuwickeln war eine meiner schwierigsten aber auch interessantesten Aufgaben in meinem Berufsleben, die ich unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten, und im Rahmen der mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sehr gut lösen konnte“, sagt Brüse. Nach der Restrukturierung fokussierte das Führungsduo das Unternehmen auf Lenksysteme für Pkw, Transporter und schwere Nutzfahrzeuge. Innerhalb von fünf Jahren haben die beiden das mittelständische Unternehmen aus dem Bergischen Land zu einem global agierenden Unternehmen ausgebaut mit Standorten in der Türkei, Russland, USA und China.

Danach plante Greiss die Struktur einer neuen Firmengruppe und Brüse begleitete parallel die Integration von tedrive in den Knorr-Konzern. Als logische Folge gründeten Brüse und Greiss im selben Jahr in Köln die Goffin Holding GmbH, in der beide als geschäftsführende Gesellschafter agieren.

Hier bringen die Gesellschafter mit einem Team alter Weggefährten ihre gesamte Managementexpertise ein, um Start-ups breit im Markt zu platzieren. 2015 erwarb das Duo das „Quick Move“-Patent für die Intralogistik und gründete die Quick Move GmbH. Bei dem Patent handelt es sich um ein dreidimensional frei gestaltbares Fördersystem, das zum Beispiel das Hochregallager einer Apotheke vollautomatisch mit der Kundentheke vernetzt, aber auch ein breites Anwendungsfeld in der Produktion sowie der Intralogistik bietet. „Quick Move eignet sich am besten für Unternehmen mit vielen Materialbewegungen und wo Platzmangel herrscht,“ sagt Brüse.

Seit Ende 2017 gehört die saarländische DeVeTec GmbH zur Goffin Gruppe. Mit ihr erweitert die Gruppe ihr Portfolio um das hocheffiziente Abwärmekraftwerk, das Abwärme aus Industrieprozessen in bedarfsorientierte Energie wie etwa Strom, aber auch Druckluft oder Kälte umwandeln kann (Heat-to-X).

Herzstück eines DeVeTec- Abwärmekraftwerks ist der Kolbenexpansionsmotor, der eigens für die effektive Energieumwandlung von Abwärme aus Abgasen oder Abluft mit Temperaturen oberhalb von 250°C entwickelt wurde. Die Abwärmekraftwerke in Containerbauweise haben bereits über mehrere Jahre eine hohe Zuverlässigkeit nachgewiesen.

Synergien zwischen DeVeTec und der Goffin Energy GmbH, einem 2016 mit der Snow Leopard Projects GmbH gegründeten Joint Venture für hocheffiziente Klein-Biogasanlagen, sieht der geschäftsführende Gesellschafter auch. Aktuell geht eine Anlage mit 100 kW elektrischer Leistung in Niederbayern bei einem Biobäcker und Biolandwirt in Betrieb.

Über die Goffin Consult GmbH schließlich werden verschiedene Beratungsmandate von Greiss und Brüse geführt. Darüber bildet das Unternehmen einen Pool an kaufmännischem und technischem Wissen und personeller Ressourcen, um Unternehmensprozesse zu optimieren, zu bewerten und Investitionsentscheidungen und Strategieplanungen zu begleiten.

„Die Weitergabe unseres breit gefächerten Wissens und unserer gemachten Erfahrungen an andere, bereitet uns großen Spass“, so Greiss. Die Problemlöser kommen aus dem Netzwerk der beiden Unternehmer, die restrukturierungserprobt, prozess- und marktorientiert sind. Auch aktuelle und potentielle Kunden kommen unter anderem aus diesem Umfeld von Herstellern, Zulieferern, Ingenieurbüros sowie von Entwicklern und Dienstleistern.

Aufbauend auf diesem Verbund und auf Basis der genannten Ressourcen möchte Goffin auch die eigenen technischen Lösungen entwickeln und platzieren. Das Unternehmen ist dafür aufgestellt, sich neue Märkte erfolgreich zu erschließen und ist gegenüber Zukäufen aufgeschlossen.