Archiv der Kategorie: MM – Management & IT

Rhetoriktrainer Peter Flume feiert 30 Jahre RhetoFlu

Seit 1989 erfindet sich Peter Flume ständig neu. Zwar gibt es sein Institut RhetoFlu in Nürtingen bereits seit 30 Jahren und die Kunst des Redens stammt aus der Antike. „Aktuelle Anwendungsmöglichkeiten für bewährte Kommunikationsmittel gibt es stets aufs Neue“, konstatiert der 54-Jährige Rhetoriktrainer mit Pilotenschein. Aktuell beschäftigt sich der Nürtinger beispielsweise mit der Kommunikation der „Generation Smartphone“, also mit den jungen Leuten, die in Unternehmen gerade ihre Ausbildung absolvieren. Dabei sind die neuen Medien für den Rede-Experten kein Problem: Aktuell hat er einen Dokumentarfilm abgedreht, seine E-Books beinhalten holographische Elemente und er gibt Tipps für die gelungene Skype-Konferenz. „Ob Smalltalk, Verhandlung oder Social Media – Miteinander erfolgreich zu kommunizieren ist heute wichtiger denn je“, beobachtet Flume, der den Erfolg der vergangenen drei Jahrzehnte auf seinen Spaß an der Sprache und die Neugier auf Neues zurückführt.

Peter Flume hat in den vergangenen 30 Jahren rund 30.000 Seminarteilnehmer eloquenter, selbstsicherer und beruflich erfolgreicher gemacht. Der Schwabe mit dem Faible für Sprachen ist bekannt für die Nähe seiner Methoden zu Schauspiel und Theater, produziert Podcasts und Hörspiele und ist sehr aktiv bei Facebook, Twitter & Co.

18 Bücher hat Peter Flume geschrieben, oder an ihnen mitgewirkt. Unter anderem war er am Rhetorikduden beteiligt. Der Rhetoriker und Wirtschaftswissenschaftler, der in Tübingen studierte, kam schon in dieser Zeit auf die Idee, Kommilitonen bundesweit das richtige Präsentieren zu lehren und damit Geld zu verdienen. Der gebürtige Geislinger knüpft in den 90er Jahren rasch Kontakte in die Wirtschaft und gibt Inhouse-Seminare. Für simulierte und alltagsnahe Situationen, verpflichtet der Trainer bald professionelle Schauspieler. 1997 gründet er mit Partnern ein Unternehmenstheater, mit dem er Veränderungsprozesse unterstützt und eine neue Form des Lernens in der Großgruppe etabliert. Im Laufe der Jahre kommen zu den klassischen Rhetoriktrainings Seminare zu Verhandlungstechniken und Führungskräftecoachings dazu.

Heute ist der ausgebildete Pilot Trainer für Konzerne, DAX-Unternehmen und erfolgreiche Mittelständler in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mit seiner jüngst erworbenen Lehrerlaubnis für Instrumentflug darf Flume außerdem angehende Piloten ausbilden. Sein Faible für Technik sowie die Fähigkeit, Ruhe und Überblick in stressige Situationen zu bringen, helfen ihm dabei. Im kommenden Jahr wird Flume die Neuauflage seines Buchs „Die Kunst der Kommunikation“ veröffentlichen.

Die E-Mail ist nicht das einzige Einfallstor für Viren, Trojaner und Malware

Spam und Phishing-Mails sind von jeher ein Katz-und-Maus-Spiel. Während Betrüger versuchen, mit immer elaborierten Methoden Malware zu platzieren oder Daten abzugreifen, rüsten die IT-Sicherheitslösungen immer weiter auf. Lücken finden sich dennoch immer wieder – im E-Mail-System ebenso wie durch menschliche Schwächen. Es gilt daher im Rahmen der digitalen Zuverlässigkeit von Wirtschaftsunternehmen nicht nur Lücken in der IT zu schließen, sondern auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf eine immer ausgefeiltere und größer werdende Bedrohung in Zeiten von Datendiebstählen und Industriespionage aufzuschlauen!

Wenn es was zu gewinnen gibt, setzt der Verstand aus

Die spanische Weihnachtslotterie „El Gordo“ ist die höchstdotierte Lotterie der Welt. Und auch wenn die Gewinnchancen mit 1:100.000 im Vergleich zu unserem LOTTO 6aus49 sogar relativ hoch sind, so wird sicher kaum einer der abertausenden Empfänger von E-Mail-Gewinnbenachrichtigungen diese Lotterie tatsächlich gewonnen haben (mal abgesehen davon, dass dies nicht per E-Mail bekanntgegeben wird). Und trotzdem funktioniert das System. Der Verstand setzt aus und wir klicken auf den Link in der E-Mail. Es könnte ja doch vielleicht sein… Nein, kann es nicht.

Unternehmens-Inboxen erreichen solche E-Mails heute kaum noch, dafür sorgt der professionelle Spam-Filter. Was aber, wenn es dennoch eine E-Mail in das Postfach schafft? Unsere Kunden wenden sich immer häufiger mit der Bitte an uns, zu testen, wie Angestellte auf Phishing-Mails reagieren. Dafür schicken wir im Auftrag des Kunden Test-E-Mails von einem zentralen Server an ausgewählte Empfängergruppen. Kommt eine E-Mail generisch, unpersönlich und ohne Kontext daher, wird sie schnell als „gefährlich“ eingestuft. Wird der Mitarbeiter aber persönlich angesprochen, ein individueller Kontext hergestellt und zum Abrufen eines Mitarbeiter-Benefits auf vermeintlich internen Seiten aufgefordert, so schwindet die Skepsis schnell und die eigenen Anmeldedaten werden eingegeben. Wenn jetzt noch die Absenderadresse auf den ersten Blick stimmt, etwa INF0@Betrieb.de statt INFO@Betrieb.de, dann gibt es kein Halten mehr. Je detaillierter die Angaben in der vermeintlichen Phishing-Mail, desto höher sind die Klickzahlen. Nach unseren Erfahrungen können mit solchen Versuchsaufbauten in fast jedem Unternehmen Rückläuferzahlen von 80-90 Prozent erreicht werden. Und was im Testaufbau funktioniert, ist bereits gelebte, betrügerische Realität im tagtäglichen Wirtschaftsgefüge.

Dabei geht es hier nicht um simples Phishing sondern vielmehr um dedizierte Angriffe auf geistiges Eigentum oder gezielte Sabotage und Erpressung. Das Einfallstor wird gezielt ausgewählt. Der Aufwand ist hoch, doch bei Erfolg die Mühen wert.

Wie raffiniert Betrüger mittlerweile vorgehen, erlebte kürzlich der IT-Verlag Heise am eigenen Leib (und arbeitete das Erlebte hier auf). Am 13. Mai öffnete ein Mitarbeiter eine E-Mail, die sich auf einen zitierten, echten Geschäftsvorgang bezog. Die E-Mail stammte scheinbar von einem Geschäftspartner und forderte dazu auf, die Daten im angehängten Word-Dokument zu kontrollieren und bei Bedarf zu ändern. Beim Öffnen des Dokuments erschien eine (gefälschte) Fehlermeldung, die dazu aufforderte, „Enable Editing“ anzuklicken. Dieser Aufforderung kam der Mitarbeiter nach – und im Hintergrund infizierte die Schadsoftware Emotetsein System und begann sofort, sein Unwesen im Heise-Netz zu treiben.

Neugier schützt vor Schaden nicht

Das Dokument im Anhang oder der Link in der E-Mail sind jedoch bei weitem nicht mehr die einzigen – wenngleich mittlerweile am weitesten entwickelten – Einfallstore. Die Neugier des Menschen und ein gewisses Urvertrauen bieten weitere Sicherheitslücken. Lücken, die das IT-Management meist gar nicht auf dem Zettel hat.

Was würden Sie machen, wenn Sie in der Tiefgarage Ihres Unternehmens einen USB-Stick finden, der wie zufällig verloren zwischen den Autos liegt? Geben Sie ihn am Empfang ab? Übergeben Sie ihn sogar der IT-Abteilung? In den meisten Fällen, in denen so ein Vorfall simuliert wird, siegt die Neugier des Menschen. Bei unseren Tests wird von 20 „verlorenen“ USB-Sticks mindestens die Hälfte „aktiviert“. Der USB-Stick wird am Rechner angeschlossen – meist der firmeneigene auf Grund der räumlichen Nähe – um zu sehen, was drauf ist oder wer der rechtmäßige Eigentümer ist. Was simpel klingt, ist eine reale Bedrohung. Kaum ist der Stick angeschlossen, können Schadprogramme den Rechner und das Netzwerk infizieren.

Ein weiterer standardmäßiger Testaufbau lotet aus, wie weit eine Person physisch ins Unternehmen vordringen kann. Natürlich braucht es hier ein wenig Raffinesse, denn oftmals wird schon am Einlass ein Ausweis benötigt. Aber allzu häufig kommt ein vermeintlicher Techniker oder Lieferant an dieser Hürde schnell vorbei. Nicht aufgrund einer technischen, sondern einer menschlichen Fehleinschätzung. Eine gute Story und vielleicht der Name eines realen Kollegen, der den Techniker angefordert haben soll, und schon wird die Person durchgewunken. Wir glauben an das Gute im Menschen, müssen aber leider mehr und mehr erkennen, dass eben dieses Urvertrauen auch Kriminellen die Tür öffnen kann.

Es beginnt am Anfang

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sensibilisiert werden, wie sie mit Spam und verdächtigen E-Mails umgehen. Ebenso muss das Bewusstsein vermittelt werden, wem die Tür geöffnet wird und das unbekannte Personen, ohne sichtbaren Firmenausweis direkt angesprochen werden müssen. Wenn es um das Thema digitale Sicherheit geht, sehen IT-Abteilungen oft nur die E-Mail als primäres Einfallstor. Schon beim ersten Termin vor Ort, dem Parken des Autos oder dem Betreten des Geländes fallen jedoch oftmals schon weitere potenzielle Schwachstellen auf. Diese sind nicht so offensichtlich, aber nicht minder risikobehaftet.

Von Schulungen und Trainings, über Feldversuche und deren Auswertung bis hin zu Verhaltensregeln mit ungesicherten WLAN-Verbindungen, Druckern oder der Entsorgung sensibler Daten: Die Belegschaft muss umfassend in das Thema IT-Sicherheit eingebunden werden. Gamification hat sich hier als nachhaltiges Mittel zum Wissenstransfer bewährt, vor allem um Aspekte der IT-Sicherheit in den privaten Alltag zu integrieren. Denn nur so nehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Informationen aus der Sensibilisierung auch mit in den Arbeitsalltag. Was passiert, wenn ich eine Spam-E-Mail bekomme, eine komische Direktnachricht oder einen seltsamen Anruf erhalte? An wen kann und muss ich mich wenden? Wie muss ich mein Passwort zusammensetzen? Wie gehe ich mit einem gefundenen USB-Stick um? Und wie sollte ich mein privates Smartphone verwenden? Das Thema IT-Sicherheit muss über den Spamfilter hinaus in das Bewusstsein der Führungsetage gebracht werden – angefangen beim ganz Grundsätzlichen. Was wir privat nicht machen würden, das sollte auch im Unternehmen tabu sein, egal ob es darum geht, fremde Menschen ins eigene Haus zu lassen oder den Post-it mit dem Geheimzahl auf die EC-Karte zu kleben.

Industriemeister Metall (IHK) in 49 Tagen

Fachwirte, Meister oder IHK Betriebswirte müssen sich nicht hinter ihren Kollegen mit Studium verstecken. Laut einer DIHK Studie sind 47 Prozent der Befragten mit Personalverantwortung Fortbildungs-Absolventen, 39 Prozent Akademiker. Neben Aufgaben und Verantwortungsbereich entwickelt sich in der Regel auch das Gehalt mit einer Fortbildung positiv. Mehr als 70 Prozent der Weiterbildungs-Absolventen konnten noch im Jahr des Abschlusses ihr Gehalt verbessern.

In einem von fünf Unternehmen erzielen Absolventen einer Fortbildung sogar ein höheres Gehalt, als Absolventen einer Hochschule. In mehr als der Hälfte ist es gleich hoch. Zwei Drittel aller Arbeitgeber bewerten Karrierechancen von Mitarbeitern, die sich auf dem zweiten Bildungsweg qualifizierten, im Vergleich zu Studierten als mindestens gleichwertig.

Ein traditionell hoch angesehener Fortbildungsabschluss ist der Meister. Vor allem in Industriebetrieben nehmen Meister oft eine Stellung im mittleren Management ein. Der bundeseinheitliche Abschluss mit öffentlich-rechtlicher IHK Prüfung ist nun besonders schnell zu erreichen: Die private Akademie carriere & more, seit 2005 als erfolgreicher Anbieter in der Region Stuttgart für anerkannte IHK Abschlüsse wie Fachwirt und Betriebswirt bekannt, bereitet nun auch angehende Industriemeister Metall in nur 49 Tagen auf die IHK-Prüfung vor.

„Der entscheidende Vorteil unserer Lehrgänge ist der starke Bezug zur Praxis und die hohe Orientierung unserer Lehrgangsinhalte an betriebliche Anforderungen“, sagt Geschäftsführerin Simone Stargardt. Innovative, lernbiologische Lehrmethoden ermöglichten eine konzentrierte Wissensaufnahme, so die Trainerin. „Den Erfolg unseres Systems belegen mehrfache Auszeichnungen“, betont Stargadt. Ihre Akademie erhielt zum Beispiel den Ludwig-Erhard-Preis in Silber und erreichte dieses Jahr bereits zum fünften Mal in Folge die Jurystufe des Großen Preis des Mittelstandes.

Interessenten können sich auf den regelmäßig stattfindenden Info-Abenden kostenlos zur Lernmethode und den Lehrgängen informieren.

www.schneller-schlau.de

Die Drohne hat alles im Blick

Insbesondere in den Bereichen Automobil und Frachtlogistik beziehungsweise Cargo sind große Außenlager keine Seltenheit. Die offenen Lagerflächen sind häufig mehrere Hektar groß und durch die Größe und die Anzahl der gelagerten Teile extrem unübersichtlich. Für eine Inventur, aber auch um bestimmte Güter direkt finden zu können, ist es sehr wichtig, dass alle Teile ordnungsgemäß registriert und inklusive Lagerplatz erfasst sind. Bisher mussten Mitarbeiter die einzelnen Stücke händisch eintragen, die Nummer überprüfen und mit dem Backend abgleichen. Auch wenn etwas verloren ging oder gesucht wurde, erfolgte dies manuell. Da die Güter nicht immer dort liegen, wo sie sollen, kostet das zum einen viel Zeit. Zum anderen birgt die händische Registrierung auch ein großes Risiko für Fehler. Ein einfacher Zahlendreher bei der Erfassung oder beim Abgleich mit dem Backend – und der Fehler ist im System. Oder der Mitarbeiter muss den ganzen Prozess nochmal von vorne beginnen, das Gut lokalisieren und die Zahl erneut überprüfen. Alles in allem also eine mühselige Arbeit, die viel Zeit frisst.

Schnelle Hilfe mittels Drohne und Videoerkennung

Der Einsatz von Drohnentechnik zeigt, wie Unternehmen diesen Job in Zukunft automatisieren und damit das Fehlerrisiko deutlich minimieren und den Prozess beschleunigen können. Für die Außenlagerinventur fliegt eine Drohne mit Video-Erkennung automatisiert über das Feld. Sie wird mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) gesteuert und erkennt und zählt die Objekte aus der Luft. In Kombination mit einer dahinter geschalteten OCR-Software werden die Produkt- oder Seriennummern vollautomatisch ausgelesen und mit den Beständen in den Warenwirtschaftssystemen abgeglichen. Die künstliche Intelligenz hilft außerdem dabei, die Lufterfassung zu optimieren: Wenn beispielsweise eine Bezeichnung schlecht lesbar ist, ermittelt die KI die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um eine bestimmte, gesuchte ID handelt. Falls die Erfassung mal nicht eindeutig ist und auch die KI die Kennnummer nicht korrekt erfassen kann, löst die Technik einen Fehleralarm aus und benachrichtigt einen Sachbearbeiter, um die ID manuell zu prüfen. Diese Technik wurde bereits von mehreren Industriegüterkonzernen erfolgreich getestet.

Generell können Drohnen für fast alle Arten der automatischen Erfassung, Identifizierung, Analyse und Dokumentation von Teilen und Objekten sowie sensorischen Informationen eingesetzt werden. Im Rahmen der Entwicklung zur Industrie 4.0 beispielsweise müssen Unternehmen ihre Produktionsprozesse zunehmend automatisiert und flexibel gestalten. Diese Flexibilisierung erfordert auch eine entsprechende Logistik. So setzten vereinzelte Unternehmen beispielsweise Drohnen ein, um Kleinstobjekte innerhalb von Unternehmensstandorten zu transportieren, um Staus auf der Straße zu vermeiden und Zeit zu sparen. Hier gibt es allerdings noch rechtliche Herausforderung zu lösen.

Neben logistischen Aufgaben können Drohnen für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle genutzt werden, wie etwa die Personensuche, Erkennen von Gefahrenstoffe in der Luft, Rissbildung in Gebäuden und Brücken oder die Analyse von Wasserständen in flutgefährdeten Gebieten sowie Früherkennung von Waldbränden. Auch in der Landwirtschaft findet die Anwendung von Drohnen bereits seit vielen Jahren erfolgreich statt. Durch die Bewirtschaftung großer Areale ist eine Überwachung beziehungsweise Versorgung der Felder aus der Luft sinnvoll.  Auch in der Wildtierrettung werden Drohnen seit einigen Jahren bereits erfolgreich eingesetzt. Im Frühsommer werden Rehkitze mit Hilfe von Drohnen und Wärmebildkameras im Feld aufgespürt und können so vor dem Mähtod gerettet werden. Die Steuerung der Drohnen funktioniert dabei schon heute meist autonom beziehungsweise mithilfe einer Software. So werden der Einsatz, die Flugrouten und die Aktivitäten der Drohnen zentral koordiniert.

Ich sehe was, was die Drohne sieht

Um die Technik noch weiter zu optimieren, können Unternehmen sie um Augmented Reality ergänzen. Hierfür setzen Mitarbeiter eine Datenbrille auf und sehen nun das durch die Brille, was die Drohne sieht. Über die Brille können Mitarbeiter die Drohne dann ansteuern, um beispielsweise zu zoomen oder einen Richtungswechsel vorzunehmen. Außerdem können sie sich mithilfe der Augmentierung zusätzliche Informationen anzeigen lassen, wie beispielsweise Größe oder Zustand des Frachtguts.

In der Zukunft werden nicht nur zentrale Systeme Drohnen steuern, sondern Drohnen werden sich dezentral autonom untereinander abstimmen und selbständig koordinieren. Damit werden Drohnen untereinander kommunizieren sowie eigenständig Aufträge verteilen können, um die verschiedenen Aufgaben effizient zu erfüllen.

 

Goffin verschafft Start-ups den Marktzugang

Die Köpfe des Erfolges sind die Kölner Ex-Ford/Visteon/tedrive-Manager Reiner Greiss und Thomas Brüse. Die beiden Ingenieure lernten sich 1988 kennen und wechselten 2000 von Ford gemeinsam zu Visteon, einem Tochterunternehmen, das der Automobilhersteller gründet hatte, um darin seine Zulieferer-Aktivitäten zu bündeln. Greiss und Brüse durchliefen in diesen Jahren sämtliche Stationen bis zu Top-Management-Positionen mit globaler Verantwortung, von der Fertigungsplanung und Produktion über die Produktentwicklung, sowie von Projektmanagement bis zur Strategieentwicklung und ergänzten sich dabei in ihren Fähigkeiten.

„Die Insolvenz von Visteon abzuwickeln war eine meiner schwierigsten aber auch interessantesten Aufgaben in meinem Berufsleben, die ich unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten, und im Rahmen der mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, sehr gut lösen konnte“, sagt Brüse. Nach der Restrukturierung fokussierte das Führungsduo das Unternehmen auf Lenksysteme für Pkw, Transporter und schwere Nutzfahrzeuge. Innerhalb von fünf Jahren haben die beiden das mittelständische Unternehmen aus dem Bergischen Land zu einem global agierenden Unternehmen ausgebaut mit Standorten in der Türkei, Russland, USA und China.

Danach plante Greiss die Struktur einer neuen Firmengruppe und Brüse begleitete parallel die Integration von tedrive in den Knorr-Konzern. Als logische Folge gründeten Brüse und Greiss im selben Jahr in Köln die Goffin Holding GmbH, in der beide als geschäftsführende Gesellschafter agieren.

Hier bringen die Gesellschafter mit einem Team alter Weggefährten ihre gesamte Managementexpertise ein, um Start-ups breit im Markt zu platzieren. 2015 erwarb das Duo das „Quick Move“-Patent für die Intralogistik und gründete die Quick Move GmbH. Bei dem Patent handelt es sich um ein dreidimensional frei gestaltbares Fördersystem, das zum Beispiel das Hochregallager einer Apotheke vollautomatisch mit der Kundentheke vernetzt, aber auch ein breites Anwendungsfeld in der Produktion sowie der Intralogistik bietet. „Quick Move eignet sich am besten für Unternehmen mit vielen Materialbewegungen und wo Platzmangel herrscht,“ sagt Brüse.

Seit Ende 2017 gehört die saarländische DeVeTec GmbH zur Goffin Gruppe. Mit ihr erweitert die Gruppe ihr Portfolio um das hocheffiziente Abwärmekraftwerk, das Abwärme aus Industrieprozessen in bedarfsorientierte Energie wie etwa Strom, aber auch Druckluft oder Kälte umwandeln kann (Heat-to-X).

Herzstück eines DeVeTec- Abwärmekraftwerks ist der Kolbenexpansionsmotor, der eigens für die effektive Energieumwandlung von Abwärme aus Abgasen oder Abluft mit Temperaturen oberhalb von 250°C entwickelt wurde. Die Abwärmekraftwerke in Containerbauweise haben bereits über mehrere Jahre eine hohe Zuverlässigkeit nachgewiesen.

Synergien zwischen DeVeTec und der Goffin Energy GmbH, einem 2016 mit der Snow Leopard Projects GmbH gegründeten Joint Venture für hocheffiziente Klein-Biogasanlagen, sieht der geschäftsführende Gesellschafter auch. Aktuell geht eine Anlage mit 100 kW elektrischer Leistung in Niederbayern bei einem Biobäcker und Biolandwirt in Betrieb.

Über die Goffin Consult GmbH schließlich werden verschiedene Beratungsmandate von Greiss und Brüse geführt. Darüber bildet das Unternehmen einen Pool an kaufmännischem und technischem Wissen und personeller Ressourcen, um Unternehmensprozesse zu optimieren, zu bewerten und Investitionsentscheidungen und Strategieplanungen zu begleiten.

„Die Weitergabe unseres breit gefächerten Wissens und unserer gemachten Erfahrungen an andere, bereitet uns großen Spass“, so Greiss. Die Problemlöser kommen aus dem Netzwerk der beiden Unternehmer, die restrukturierungserprobt, prozess- und marktorientiert sind. Auch aktuelle und potentielle Kunden kommen unter anderem aus diesem Umfeld von Herstellern, Zulieferern, Ingenieurbüros sowie von Entwicklern und Dienstleistern.

Aufbauend auf diesem Verbund und auf Basis der genannten Ressourcen möchte Goffin auch die eigenen technischen Lösungen entwickeln und platzieren. Das Unternehmen ist dafür aufgestellt, sich neue Märkte erfolgreich zu erschließen und ist gegenüber Zukäufen aufgeschlossen.

In fünf Tagen rund um die Personal-Welt

Top-Speaker wie Stefan Frädrich, Frank M. Scheelen, Boris Grundl, Martin Limbeck und weitere 16 Referenten bieten über vielfältige Personal-Themen ihr Wissen an: Von Mitarbeitermotivation und digitalem Bewerbermanagement, über Führung in der digitalen Arbeitswelt und Kompetenzen von Führungskräften bis zur Vertriebsführung und dem Employer Branding. Letztlich geht es darum, dass die Teilnehmer ihre Mitarbeiterauswahl nachhaltig verbessern sowie ihre Mitarbeiter besser führen und fördern. Denn nur so kann sich ein Unternehmen erfolgreich entwickeln.

In der kommenden Woche erhalten die Teilnehmer von Montag bis Freitag zwischen 18 und 21 Uhr jeweils von vier unterschiedlichen Rednern einen 45-minütigen Input. Zur Anmeldung.

Finanzierungsoptionen im Maschinenbau

Viele Unternehmer sind verunsichert, inwiefern die Planbarkeit mit niedrigen Zinsen bei Finanzierungsfragen noch anhält – und wann man sich auf schlechtere Konditionen einstellen muss. Aus diesem Grund ist es wichtig, neben traditionellen Krediten für die Finanzierung auch andere Wege und Finanzierungsinstrumente im Blick zu behalten.

Den deutschen Maschinenbauern geht es gut. Der VDMA gibt für das Jahr 2018 nicht nur ein Auftragswachstum von 7 Prozent im Vergleich zu 2017 bekannt, sondern prognostiziert für das laufende Jahr ein Produktionswachstum von 2 Prozent – trotz wachsender Unsicherheiten auf dem internationalen Markt, hervorgerufen durch die kaum noch berechenbare weltweite Handelspolitik und den Brexit. Gerade in der Forschung und Entwicklung in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen ist der deutsche Maschinenbau jetzt gefragt, um die gute Position zu verteidigen.

Investitionen in die Zukunft und den eigenen Betrieb sind dabei unerlässlich. Die Finanzierung stellt dabei aber auch wirtschaftlich gut dastehende Maschinenbauunternehmen vor Herausforderungen. In guten Zeiten benötigen sie keine Finanzierung, in schlechten Zeiten bekommen sie dann häufig keine. Die Fachberatung in Finanzfragen suchen viele Mittelständler dann bei ihrem Stamm-Finanzdienstleister – eine Beziehung, die in der Regel schon lange besteht und die dem Unternehmer vertraut ist, aber immer häufiger auf den Prüfstein gestellt wird. Gerade wenn es kritisch wird.

Digitale Finanzportale erleichtern Vergleich und erweitern die Vielfalt

Neben der Beratung durch den bekannten Firmenkundenberater sind oft Steuer- und Unternehmensberater erste Anlaufstellen vieler Maschinenbauer, wenn es um fachliche Einschätzungen in Finanzierungsfragen geht. Doch genauso wie in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat in den letzten Jahren auch in der Welt der Unternehmensfinanzierung die Digitalisierung neue Angebote und Möglichkeiten hervorgebracht.

„Digitale Finanzportale spiegeln den gesamten Finanzierungsmarkt wieder,“ erklärt Frank Wüller, Experte für Finanzierungen für produzierende und verarbeitende Unternehmen und Geschäftsführer von COMPEON. „Dadurch können Unternehmen mit nur einer einzigen Anfrage nicht nur mehrere Angebote für Finanzierungen wie Unternehmenskredite einholen und vergleichen, sondern haben auch Zugriff auf alle anderen am Markt vorhanden Finanzierungsinstrumente.“ Auf diese Weise können ebenfalls Produkte, die von traditionellen Banken nicht angeboten werden, berücksichtigt werden. Dazu zählt beispielsweise das Leasing von Maschinen, Fahrzeugen aller Art oder auch Spezialwerkzeugen, aber auch die Akquise und die Anfrage bei Anbietern für Factoring oder Finetrading sind über diese Online-Plattformen problemlos und ohne zusätzlichen Aufwand möglich.

Factoring, Forfaiting und Einkaufsfinanzierungen nutzen

Diese alternativen Finanzierungslösungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Gerade Factoring, also der Verkauf von Forderungen, ist bei Unternehmen, deren Kunden vorwiegend aus dem B2B-Bereich stammen, eine Option, die eigene Position zu stärken. Dachte man bis vor einigen Jahren an Factoring vorwiegend mit dem eher unschön wirkenden Wort „Inkasso“ im Hintergrund, steht heute ein Finanzierungseffekt im Fokus: Gerade hohe Rechnungen, bei denen dem Kunden eine Frist von mehreren Monaten bis zur Zahlung gewährt wird, können die finanzielle Situation eines Unternehmens unnötig belasten. Mit Factoring wird diese Forderung an den Factoring-Geber abgetreten und die Rechnung sofort beglichen. Die Mittel stehen dem Produzenten sofort wieder zur Verfügung und können genutzt werden.

Aber auch Einkaufsfinanzierungen sind für viele Produzenten eine Option, den Wareneinkauf vorzufinanzieren und so die Lücke zwischen Einkauf und Zahlungseingang nach dem Verkauf abzufedern – ohne auf Lieferantenkredite oder ähnliches zurückgreifen zu müssen und sich so in ein Abhängigkeitsverhältnis zu begeben.

Für alternative Finanzierungsdienstleistungen wie Factoring oder Wareneinkaufsfinanzierungen existiert ein großer Markt, die Anbietervielfalt ist enorm – und genauso groß sind der Grad der Spezialisierungen innerhalb des Marktes und die Konditionen der Anbieter. Auch hier lohnt der Weg ins Internet, um so einen Überblick zu behalten. Neben der eigenständigen Recherche empfiehlt sich der Blick auf Finanzplattformen wie COMPEON, wie der Finanzexperte Frank Wüller schildert: „Diese Plattformen bieten Unternehmen den Service unabhängiger Beratung zur Finanzierung mit unterschiedlichen Lösungen. Und durch tiefe Netzwerke, in denen nahezu alle Anbieter auf dem Markt versammelt sind, entsteht ein Vergleichseffekt.“

So spart man als Unternehmer nicht nur Zeit, sondern erhält durch anbieterunabhängige Fachberatung auch bestmögliche Konditionen.

Quo vadis: Welche Finanzierungsform ist im Maschinenbau die beste Lösung?

Welches Finanzierungsinstrument ist jetzt die beste Lösung für Unternehmen aus dem Maschinenbau? Für Produzenten oder verarbeitende Betriebe? Für Händler oder für Käufer? Die Antwort ist leider nicht einfach, sondern wie so oft, kommt es auf die individuellen Voraussetzungen und das Vorhaben an. Der Firmen- oder Betriebsmittelkredit ist allerdings nicht mehr die Allzweckwaffe. Auch abseits der traditionellen Bank haben sich Finanzierungslösungen entwickelt, die nicht nur absolut seriöse, sondern sogar hervorragende Alternativen darstellen – je nach Zweck und Situation.

Finanzplattformen bieten dazu einen schnellen Zugang, unabhängige Beratung und mit einem tiefen Netzwerk Beziehungen, die kaum ein einzelner Bankberater haben kann. Die Digitalisierung hat das Firmenkundengeschäft der Finanzdienstleister voll erfasst. Unternehmen tun gut daran, dies auch zu nutzen und so womöglich sogar einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

Going Global: IndustryStock BarCamps in China

IndustryStock und das Wirtschaftsministerium der Provinz Hebei hatten eingeladen und jeweils über 100 Gäste aus China, Deutschland, Polen, Tschechien, Holland, Italien, Schweden und Frankreich waren zu den zwei Veranstaltungen am 19. Mai 2019 nach Langfang gekommen.

Ursprünglich als klassische BarCamps geplant, wollten es die chinesischen Kollegen dann doch etwas traditioneller. Das sollte dem Interesse aller Beteiligten allerdings in keiner Weise schaden.

Im Rahmen der zielgruppenadäquaten Vorträge wurden natürlich auch die Industrie-Plattform IndustryStock und die neue Sensor-Plattform diribo der Initiatoren dieser Veranstaltung vorgestellt. Präsentator Silvio Haase (IndustryStock- und diribo-CMO) moderierte im Anschluss auch gleich noch die Podiumsdiskussion mit chinesischen und deutschen Gästen, die auf ein außerordentlich interessiertes Publikum traf.

Auf dem Podium diskutierten Shuguo Hu, Hebei Development and Reform Commission, Jing Wang, HBIS Group, Liang Chen, TradeAider, Kristin Wenk, WFBB und Matthias Ploechl, BioenergieBeratungBornim.

Höhepunkt der zweiten Veranstaltung war die offizielle Freischaltung der neuen Kooperationsplattform von IndustryStock. Gemeinsam mit Jing An, Stellvertetender Generaldirektor des Wirtschaftsministeriums der Provinz Hebei, leitete Silvio Haase den Countdown ein. Die Kooperationsplattform (www.industrystock.com/en/cooperation) ist eine aktive Anwendung, die passende Partner in aller Welt automatisiert matchen kann – egal ob es um Sales-, Technologie-, Forschungskooperationen oder Kauf und Beteiligungen geht.

Durch beide Veranstaltungen führte der Abteilungsleiter der Investitionsagentur Hebei, Jiang Qian, der unter anderem sagte, die neue Kooperationsplattform von IndustryStock ist auch für Hebei eine große Chance, ausländische Investoren zu gewinnen und zu fördern sowie die richtigen Partner zusammenzubringen.

Hebei
Die Provinz Hebei ist mehr als doppelt so groß wie Österreich, hat 70 Millionen Einwohner und umschließt Peking, die Hauptstadt Chinas. Hebei erfreut sich aufgrund der folgenden drei Fakten zunehmender Bedeutung: Die wirtschaftliche Entwicklung in Peking, Tianjin und Hebei werden staatlich koordiniert und gefördert. Mit der Xiong’an New Area entsteht ein ähnliches Wirtschaftsgebiet wie Shenzhen und Shanghai Pudong. Im Jahr 2022 werden die Olympischen Winterspiele in Peking und Hebei stattfinden.

IndustryStock
IndustryStock ist eine vom Deutschen Medien Verlag betriebene, weltweit agierende B2B-Plattform für Industrieunternehmen. Der geschäftliche Fokus der Plattform liegt darauf, Unternehmen aus aller Welt datengetrieben zu matchen, also auf digitalen Wegen neue Absatzmärkte zu erschließen.

Basis dafür ist die intelligente Nutzung von Daten wie zum Beispiel des Suchverhaltens von Fachbesuchern aus aller Welt sowie der Daten von mehr als 350.000 Unternehmen und 3,2 Mio. Industrieprodukten, die nach 100.000 Keywords klassifiziert und in 16 Sprachen abrufbar sind.

So wird die Plattform für Einkäufer in Industrieunternehmen zu einer weltweiten Spezialsuchmaschine, mit der gezielt neue Lieferanten und Geschäftspartner gesucht und gefunden werden. Verkäufer, Unternehmer und Manager nutzen zusätzliche IndustryStock-Tools als Platform-as-a-Service zur Digitalisierung von Sales- und Marketing-Prozessen.

Die Internationalität erschöpft sich nicht in der Mehrsprachigkeit. In Polen vermarktet der Industriefachverlag ELAMED IndustryStock.pl und in Tschechien Business Media CZ Industrystock.cz. Der Business-Verlag TPI ist im spanischen Sprachraum Partner und betreibt IndustryStock.es. In China zeichnet Gongji Network Technology für industrystock.cn und industrystock.hk verantwortlich. Das Netzwerk wächst weiter.

 

Deutscher Medien Verlag kauft Sensor-Plattform diribo

Die Deutscher Medien Verlag GmbH aus Cottbus übernimmt ab sofort die Sensor-Plattform diribo.com der Geitmann GmbH aus Menden.

Das Digitalunternehmen aus Cottbus betreibt bereits seit 2003 die global agierenden B2B-Plattform IndustryStock, die in 16 Sprachen weltweit Industrieunternehmen unterstützt, auf digitalen Wegen neue Absatzmärkte zu erschließen.

Mit diribo kommt jetzt ein Spezialanbieter dazu. Die Sensor-Plattform wird nicht in IndustryStock integriert, sondern als eigenständige Marke weiterentwickelt und vor allem internationalisiert. Zum einen gibt es weltweit noch keinen relevanten Anbieter, der den europäischen und den asiatischen Markt für Sensorik und Messtechnik abbildet. Zum anderen zeichnet sich diribo durch eine speziell für Sensoren entwickelte einzigartige Datenbankstruktur aus.

„Sowohl die Präsentation von Unternehmen und Produkten als auch die Recherche nach Sensoren und Messtechnik werden in Zukunft kostenfrei sein,“ kommentiert diribo-Geschäftsführer Olaf Tonn die Neuerwerbung. „Das heißt, Aufmerksamkeit sowie Reichweite werden sich erhöhen und mittels der intelligenten Verarbeitung der Unternehmens- und Produktdaten sollen in Zukunft mehr Leads und vor allem auch internationale Geschäftskontakte generiert werden.“

„Digitalisierung, Industrie 4.0, Internet of Things: Ohne Sensor gibt es keine intelligente Fabrik, kein autonomes Fahren, kein smart home. Der Sensor ist eines der wichtigsten Industriegüter der Zukunft,“ gibt diribo-CMO Silvio Haase, der für die internationale Vermarktung der Plattform für Sensorik und Messtechnik verantwortlich sein wird, zu Protokoll: „Wir werden eine globale Sensor-Plattform aufbauen, auf der Produzenten, Entwickler und Einkäufer zusammenfinden, und damit das effizienteste globale Netzwerk des Sensor-Universums schaffen.“

Dieses ambitionierte Ziel ist nicht aus der Luft gegriffen. Mit IndustryStock bringt die Deutscher Medien Verlag GmbH neben der digitalen auch die betriebswirtschaftliche Expertise mit und schreibt – im Gegensatz zu vielen anderen digitalen Geschäftsmodellen – mit der Industrie-Plattform seit Jahren schwarze Zahlen. Die sich daraus ergebenden Synergien sind der perfekte Ausgangspunkt für eine digitale Erfolgsgeschichte namens diribo „Made in Germany“.

Goldbeck & Fraunhofer ITWM entwickeln Energie-Optimierungs-Software

Fernwärme und Kaltwassersatz mit PV-Anlage?, Blockheizkraftwerk plus Brennwertkessel und Fernkälte?, Geothermie mit Solar-Unterstützung?, Die besten Energie-Szenarien für Heizung, Kühlung und Strom berechnet das GEOS binnen Sekunden für jedes Bürogebäude. „Was ein erfahrener Planer früher aus dem Bauch heraus vorschlagen konnte oder den komplexen Vorgang mit vielen Variablen mühsam erarbeiten musste, berechnet das GEOS nun rasch auf der Basis von Gebäudedaten“, erläutert Lukas Romanowski, Innovationsmanager bei Goldbeck. Damit seien Planer und Berater in der Lage, den Kunden noch umfänglicher aus einem energetischen Baukasten heraus zu umsorgen. Schön sei auch, so der Innovationsmanager, dass der Kunde mehr Transparenz im Entscheidungsprozess erfährt. „Gerade unsere mittelständischen Kunden sind sehr offen für die Vorschläge des GEOS. Selbst sind sie Experten in ihrem Gebiet, selten Profis für Gebäude- oder Energietechnik. Mit mehr Visualisierung und Plausibilisierung können wir Unternehmer besser abholen“, erläutert Romanowski, der sich mit GEOS derzeit in der Rollout-Phase innerhalb der Goldbeck-Gruppe befindet. Die ersten Rückmeldungen der Key-User beim Einsatz in realen Projekten sind sehr positiv: Die kurze Rechenzeit und die übersichtlichen Schaubilder erleichtern die Beratung enorm.

Nach Berechnung der Effizienz des jeweiligen Energie-Szenarios – dabei werden Investitions-, Verbrauchs- und Betriebskosten sowie die CO2-Einsparung berücksichtigt – werden die Möglichkeiten mit einem Referenz-Szenario verglichen. Als Referenz dient standardmäßig das in der Anschaffung wirtschaftlichste Konzept. Anschließend schränkt der Experte die Auswahl auf die interessantesten, maximal sechs Möglichkeiten ein. „So stellen wir Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gegenüber und bieten dem Käufer bereits frühzeitig die Möglichkeit, die Vor- und Nachteile der diversen Möglichkeiten zu verstehen und zu einander in Relation zu setzen“, erläutert Romanowski. Unterstützt wurden er und sein Team durch das Fraunhofer Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM). Die Wissenschaftler lieferten beispielsweise die statistischen und algebraischen Rechenmodelle, die hinter der Software stehen.

Auch die Fachjury des The smarter-E-Awards hat die Innovationskraft der GEOS-Software erkannt und das System in die engere Auswahl genommen. Im Mittelpunkt stehen dabei Lösungen und Konzepte, die mit erneuerbaren Energien, Dezentralisierung und Digitalisierung alle Energiebereiche aus den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr intelligent miteinander verbinden.