Archiv der Kategorie: Schwerpunkte

congatec — Embedded in your success

HALLE 01 | STAND 358
congatec AG ist ein führender Embedded-Technologie-Anbieter auf den Computer-On-Module-Standard-Formfaktoren COM Express, Qseven und SMARC sowie für Single Board Computer und Design Services.
Die Produkte und Dienstleistungen des innovativen Unternehmens sind branchen­­un­abhängig und werden z. B. in der Medizintechnik, Industrie-Automatisierung sowie für Test & Measurement eingesetzt. Wesentliche Kernkompetenz und technisches Know-how sind besondere, erweiterte BIOS Features sowie umfangreiche Treiberunterstützung und Board Support Packages. Die Kunden werden ab der Design-in-Phase durch umfassendes Product-Lifecycle-Management betreut. Die Fertigung der Produkte erfolgt bei spezialisierten Dienstleistern nach modernsten Qualitätsstandards. Die congatec AG ist nach DIN EN ISO 9001: 2008 Standard zertifiziert.

Der ideale Technologieträger — Computer on Modules

Computer on Modules sind Embedded PCs mit erweiterter Core-Funktionalität und können einfach auf Basisboards aufgesteckt werden. Lediglich die Einbettung in die Kundenumgebung über das Basisboard mit den kundenspezifischen I/Os muss neu entwickelt werden. Damit erleichtert sich die Entwicklung und die Design-in-Phase von Embedded Systemen erheblich. Die Support- und Entwicklungsingenieure unterstützen den Kunden bereits bei der Produktidee. So können Systemkosten und die Systemintegration von Beginn an optimiert werden. Nicht nur die Rechenleistung durch austauschbare Computermodule ist skalierbar, sondern auch die Ausstattung an Schnittstellen ist skalierbar.

Das Computer-on-Modules-Konzept überzeugt mit folgenden Punkten

– CPU leicht austauschbar, sogar techno­logieübergreifend x86/ARM

– Standardmodule verbinden sich mit anwendungsspezifischem Carrierboard zum individuellen Gerät

– Module in vielen Power-/Performance-/Abmasse-Kombinationen verfügbar

– Breites Spektrum an Modulen von verschiedenen Herstellern

Services für unsere embedded Computer in Kundenapplikationen sind

– Design-in-Services

– Signal-Integritätssimulation

– Signal-Integritätsmessungen (PCIe, SATA, USB …)

– Compliance-Messungen

– Schematic-Prüfung

– Layout-Prüfung

– BIOS customization

– Spannungsleistungsverbrauch und Leistungsvergleiche

– EMC-Messungen

– Thermische Lösungen und Anpassungen

– Driver und OS Supportcongatec AG, Auwiesenstrasse 5, 94469 DeggendorfGermany: Tel.+49 (991) 2700-0, Fax +49 (991) 2700-111, congatec.com11

Was erwarten Sie von derembedded world 2018?

Wie immer ist die embedded world ein wichtiger Branchentreff. Wir können viele bestehende Kontakte pflegen. Wichtig sind uns aber auch neue Kontakte. Besonders wichtig ist uns, Entwicklern aus dem ARM Segment unsere neuen Module auf Basis der NXP i.MX8-Prozes­soren vorzustellen.

Welcher Branchentrend ist für Sie von besonderer Relevanz?

Aktuell ist 10-Gigabit-Ethernet-Performance ein Megatrend, von Industrie 4.0 bis zur G5-Mobiltelefonie mit kleinen Clouds ganz unten in der Infrastruktur. Wir nennen sie Mikro-, Fog-Server oder Edge-Server. Eine einheitliche Sprache hat sich noch nicht gebildet. Den Standard dazu gibt es schon: COM-Express-Typ-7-Module mit bis zu vier 10 GbE-Schnitt­­stellen und zahlreichen PCIe Lanes.

Warum sollte ein Besucher auf jeden Fall bei Ihnen vorbeischauen?

Wir haben unter anderem eine sehr attraktive Demo, die Ethernet-Echtzeitkommunikation auf Basis des Precision-Time-Protokolls zeigt. Das zielt genau in diese Anwendungsbereiche. Wir haben Serverplattformen als Carrierboard für unsere COM-Express-Type-7-Module entwickelt, damit Kunden sie schneller zur Marktreife führen können, und selbstverständlich werden wir neueste, extrem leistungsfähige Embedded Prozessortechnologie auf Modulen vorstellen.

Hightech im Fokus

HALLE 01 | STAND 170
Hy-Line zeigt auf der embedded world 2018 innovative Produkte aus den Bereichen Power Components, Stromversorgungen, Touch-Display-Lösungen, Wireless Communication, Netzteile sowie kundenspezifische und Standard-Batterien.
Die Hy-Line wurde im Jahr 1988 gegründet und ist Design-In-Distributor für elektronische Komponenten und Systeme. Bei der Hy-Line werden Sie ausschliesslich von Spezialisten betreut, die ihre Produkte nicht nur kennen, sondern auch immer wieder selber ausmessen und testen. Diese Tat­sache erlaubt es uns, der Aussage: «Wir bieten nur an, wovon wir überzeugt sind», gerecht zu werden.

Kundenspezifische Produkte

Hier sind wir stolz auf unsere kundenspezifischen Touch-Display- und Batterielösungen im Lithium-Ionen-Segment. Unsere Produkte werden nach Vorgabe des Kunden entwickelt, zugelassen und pro­duziert. Wir begleiten den Kunden von der Idee über die Produktintegration bis zur Gehäuserealisierung.

Logistik

Individuelle Lösungen für Logistik und Supply Chain Management (SCM) gehören für Hy-Line selbstverständlich zum optimalen Distributionsservice. Gemeinsam mit unseren Kunden realisieren wir eine massgeschneiderte Lösung, wie beispielsweise Just-in-Time-Belieferung, Forecast-Manage­ment, Min-/Max-Steuerung, Pufferlager oder Kanban. Gerne beliefern wir Sie zu Projektbeginn mit den erforderlichen Mustern.

Hightech Distribution

Hy-Line steht für Hightech-Support von Hightech-Produkten. Als hoch speziali­sierter Distributor und Hersteller-Reprä­sentant verfügen wir über ein grosses anwendungsspezifisches Know-how. Unsere Ingenieure können Ihre Entwicklerteams schon in der Design-Phase bei der Bauteileauswahl und Konfiguration aufeinander abgestimmter Subsysteme unterstützen. Auf Wunsch übernehmen unsere Ingenieure Aufgaben wie Applika­tions­entwicklung, Simulation, Prototypenbau und Testen. Durch den direkten Zugriff auf das Know-how unserer Hersteller bieten wir Ihnen Informationen und Support aus erster Hand. Sie profitieren durch geschulte Produktspezialisten, aktuelle Datenblätter, Application Notes/Trainings/Workshops zu Spezialthemen. Mit unseren Entwicklungskits, Design Tools und unserer Software-Unterstützung beschleunigen Sie den Entwicklungsprozess und realisieren einen schnellen Markterfolg. Gemeinsam mit Hy-Line finden Sie die passende Lösung!Hy-Line AG, Hochstr. 355, 8200 Schaffhausen, Tel. +41 52 647 42 00, Fax +41 52 647 42 01, hy-line.ch11

Was erwarten Sie von derembedded world 2018?

Wir treffen an der «embedded» unsere bestehenden und neuen Kunden. In den letzten Jahren konnten wir ein reges Interesse und eine positive Besucherzahl an unserem Messestand verzeichnen, konnten viele interessante Gespräche mit Kunden und Lieferanten führen. Neue Trends zu verfolgen ist an einer Messe wie der «embedded» natürlich speziell reizvoll.

Welcher Branchentrend ist für Sie von besonderer Relevanz?

Die Hy-Line-Gruppe beschäftigt sich mehr und mehr mit kundenspezifischen Entwicklungen und Produkten. Wir nehmen dies als Trend in unserem Technologie-Umfeld wahr und folgen ihm. Weiter werden immer mehr Produkte mobil, und somit ist der Einsatz von Wireless-Kommunikation sowie mobiler Stromversorgung/Batterien in breiteren Einsatzgebieten gefordert.

Warum sollte ein Besucher auf keinen Fall versäumen, bei Ihnen vorbeizuschauen?

Die Hy-Line-Gruppe zeigt auf der embedded world 2018 eine umfassende Auswahl an Produkten und Neuheiten in den Bereichen Batterien, Netzteile, Displays, Embedded Computing, Touch- und Display-Lösungen, Wireless-Kommunikation, Power-Komponenten und -Lösungen. Wir freuen uns auf intensive Gespräche mit unseren Kunden. Diese haben die Möglichkeit, unsere Spezialisten vor Ort zu treffen.

Qualität. Auf den Punkt.

HALLE 03A | STAND 317
Drittgrösster Distributor elektronischer Bauelemente in Europa, Nummer zehn der Welt: Die Rutronik Elektronische Bauelemente GmbH bietet ihren Kunden ­weltweit durchgängigen technischen, logistischen und kommerziellen Support.
In der Schweiz blickt die Niederlassung Rutronik AG auf über 20 Jahre Unter­neh­mensgeschichte zurück. Am 1. April 1997 gegründet, sorgt die konsequente Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Schweizer Marktes für ein nachhaltiges Wachstum.

Als Breitband-Distributor führt Rutronik Halbleiter, passive und elektromechanische Bauelemente sowie Boards, Storage, Displays & Wireless-Produkte.

Über die e-Commerce-Plattform Rutronik24 haben Kunden aus aller Welt die Möglichkeit, rund um die Uhr einzukaufen: mit kundenindividuellen, aktuellen Preisen und Echtzeit-Übersicht über die Verfüg­barkeit, Liefertermine und Tracking, komfortablen Bestell- und Suchfunktionen, Track & Trace, intelligentem Online-Berater, Datenblättern, PCN, PTN und Verknüp­fungen zu Herstellern.

Bedarfsgerechte Logistik

Die drei Basissysteme Lieferplan, Kanban und Konsignation werden durch verschiedene Parameter, Kombinationen und Zusatzservices zu einem individuellen System kombiniert. Mit den automati­sierten Prozessen reduzieren Kunden ihre Beschaffungskosten, vereinfachen und beschleunigen ihre Prozesse und geniessen Versorgungssicherheit.

Vier Marken, viele Märkte

Die Hauptzielmärkte von Rutronik sind Automotive, Medical, Industrial, Home Appliance, Energy und Lighting. Entsprechend fasst der Distributor die Produkte und Services unter den Marken Rutronik Embedded, Rutronik Smart, Rutronik Power und Rutronik Automotive zusammen.

Rutronik auf der embedded world

Im Fokus auf der embedded world stehen die Marken Embedded und Smart. Embedded bietet Besuchern Systemkonzepte vom vernetzten Sensorknoten über Gateways bis zu Enterprise-Lösungen. Robustheit und Langzeitverfügbarkeit stehen bei Displays, Speichermedien und Embedded Boards an erster Stelle. Für die Märkte Digital Signage, Medical, Transportation und Lösungen für raue Industrie-Einsätze zeigt Rutronik Exponate auf der embedded world.

Unter Rutronik Smart fasst Rutronik hoch integrierte Funklösungen, spezielle Hochsicherheitshalbleiter, Sensorik und Cloud-Services zusammen. Massentaug­liche IoT-Geräte für den Endverbraucher lassen sich somit besonders energie­­effizient und sehr klein bauen. Dass die Sicherheit einen hohen Stellenwert hat, zeigt die produktübergreifende Präsenz bei sämtlichen Exponaten.

Rutronik Elektronische, Bauelemente AG, Brunnenstrasse 1, 8604 Volketswil, Tel. +41 44 947 37 37, rutronik.com9

High-Performance-Mikroprozessor RZ/G1C von Renesas bei Rutronik

Mit dem neuen RZ/G1C-Mikroprozessor erweitert Renesas seine High-Performance-RZ/G-Serie. Er eignet sich für Applikationen vernetzter HMI-Systeme vom Entry-Level bis zu hoch komplexen eingebetteten Systemen.

Dank Unterstützung einer 3D-Grafik-Engine und einer Full-HD-(FHD-)Video-Codec-Engine ermöglicht er die schnelle Entwicklung von leistungsstarken HMI und visuellen Anwendungen. Der neue Mikroprozessor ist ab sofort unter rutronik24.com verfügbar. Der RZ/G1C, der auf der Branchen-führenden 1.0-GHz-Dual-Core-ARM-Cortex-A7-CPU basiert, bietet Leistung und Ausgewogenheit für vernetzte HMI-Systeme. Er unterstützt eine Vielzahl von Schnittstellen, einschliesslich USB und Gigabit Ethernet (GbE). Dank voller Pin-Kompatibilität zwischen den Derivaten können Nutzer die Produkte der RZ-Serie von Low-End bis High-End flexibel austauschen und so auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Der neue Mikroprozessor kommt mit integrierter PowerVR-SGX5313D-Grafik-­Engine und der FHD-Video-Codec-Engine H.264. Darüber hinaus bietet er einen analogen und zwei digitale Kamera-Eingänge für eingebettete Computervision und andere Video-Anwendungen. Der RZ/G1C ist auch für die Linux-basierte Anwendungsentwicklung optimiert. Da der RZ/G1C kein Schaltwerk oder PMICs auf der Leiterplatte erfordert, sorgt er für geringere BOM-Kosten und vereinfacht die Entwicklung und Herstellung von Leiterplatten.

Flexibler Partner für Industriekunden

HALLE 3A | STAND 135
Das innovative Schweizer Unternehmen bietet im Bereich Embedded Linux das ­gesamte Spektrum von Industrial-Computing-Lösungen an. Mit Produkten auf Open-Source-Basis und aktuellen CPU-Modulen wie der byteENGINE-iMX6 wird schon jetzt die Zukunft entwickelt.
Vom einstigen Startup im Bereich Embedded Linux hat sich bytesatwork zum verläss­lichen Partner für Industriekunden entwickelt. Jahrelange Erfahrung im Hard- und Software-Customizing verleihen bytesatwork dabei eine Flexibilität, die im professionellen Umfeld ihresgleichen sucht.

Innovation durch Open Source

Open Source ist ein wichtiger Teil der Firmen­strategie und macht die eigen­ständige Entwicklung von zuverlässigen Lösungen möglich. Für offene, nahe Kundenbeziehungen setzt bytesatwork deshalb auf die Einbindung von Open-Source-Lösungen. Die Verwendung aktueller Open-Source-Komponenten gehört in der Industrie heute zum Standard und wird von bytesatwork intensiv gepflegt: durch kontinuierliche Weiterentwicklung, den Einsatz neuester Software-Techno­lo­gien und aktive Beiträge für die Open-­Source-Community, welche die jahrelange Erfahrung des Unternehmens unterstreichen.

Hardware-Produktion in der Schweiz

Bytesatwork legt Wert auf die Produktion von Hardware-Komponenten in der Schweiz. Die Vorteile dieser Entscheidung liegen auf der Hand: Produktions­sicherheit, direkte Kommunikation und schnelle Erreichbarkeit sind Werte, die sowohl für Kunden als auch für bytesatwork wichtig sind. Ein weiterer Vorteil der Produktion vor Ort: Änderungswünsche und entsprechende Hardware-­Anpassungen können schnell und flexibel umgesetzt werden.

Kunden können Module selber bauen

Zusätzlich bietet bytes­atwork den Kunden die Möglichkeit, Module selbst zu fertigen. Dazu erhält der Kunde die Produktions­daten; bytesatwork liefert nur die entsprechenden Leiterplatten.

Umfassendes Dienstleistungsangebot

Bytesatwork unterstützt seine Kunden mit umfassenden Dienstleistungen im Industrial-Computing-Umfeld: durch die Entwicklung individueller und aufein­ander abgestimmter Hard- und Software-­Lösungen, Customizing und Support von Linux- und Embedded-Linux-Systemen und langjähriges Know-how in den Bereichen VPN, PKI und Bluetooth Low Energy (BLE) für Embedded-Plattformen.bytesatwork AG, Technoparkstrasse 7, 8406 Winterthur, Tel. +41 52 213 79 79, bytesatwork.ch12

Was erwarten Sie von der «embedded world» 2018?

Interessante Menschen zu treffen. Die Mehrzahl der Messebesucher sind ­Ingenieure – so wie wir. Es ist immer wieder spannend, sich am Stand ­auszutauschen und somit zu erfahren, was gesucht wird.

Welcher Branchentrend ist für Sie von besonderer Relevanz?

Die Frage ist, inwieweit die Maker-Szene mit Raspberry Pi oder Orange Pi die ganze Industrie erfassen wird. Raspberry Pi ist perfekt für Testing und Rapid Prototyping. Deshalb bieten wir auch Dienstleistungen für solche Boards an und nutzen sie selbst für Testings. Allerdings werden in Raspberry-­Projekten oft die Kosten für das Obsolete-­Management unterschätzt. Nicht nur deshalb fragen wir uns: Ist Raspberry wirklich zukunftsfähig oder nur ein kurzer Trend?

Warum sollte ein Besucher auf keinen Fall versäumen, bei Ihnen vorbeizuschauen?

Weil wir zwei fantastische neue Produkte präsentieren: einerseits das neue SMARC Computing Module, basierend auf der iMX6-CPU-Familie. Anderseits ein Low-Cost-Powerline-Modul, das vor allem für wired IoT in der Gebäude­automation interessant ist. Mit beiden Produkten zeigen wir, wie man professionelle Hardware mit Produkten aus der Maker-Szene verbinden und somit schnell neue Ideen ausprobieren kann.

Die AM Expo wächst und wird international

Am 6. und 7. März findet in Luzern die AM Expo statt, die einzige Fachmesse für professionellen 3D-Druck in der Schweiz. Nach der erfolgreichen ersten Austragung vor einem Jahr wird sie jetzt auch international.
Die einzige Schweizer Fachmesse, die sich exklusiv dem 3D-Druck widmet, entwickelt sich mit einem Wachstum von 50 Prozent erfreulich: Rund 100 Aussteller aus den Bereichen Auftragsfertigung, Engineering, Software, Maschinen und Materialien präsentieren an der zweiten AM Expo ihre Innovationen in Additive Manufacturing (AM). Bereits die Premiere hat die Teil­nehmenden überzeugt, sodass 2018 einige namhafte internationale Firmen als Aussteller hinzukommen und der Messe Ausstrahlung über die Grenzen hinaus verleihen — wie die Trumpf Maschinen AG, Hewlett Packard, die Renishaw GmbH und die Stratasys GmbH.

Gebündeltes Expertenwissen für die Praxis inbegriffen

Das bewährte Messekonzept von 2016 wurde übernommen und weiterentwickelt. In neun Fokusthemen werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette relevante Bereiche für die Realisierung von AM-Projekten abgebildet. Sie schaffen Orientierung und zeigen den erwarteten 2000 Besuchenden auf, wie AM in Unternehmen rentabel eingesetzt werden kann. Noch praxisnaher geben Showcase-Präsentationen — konkret umgesetzte innovative Kundenprojekte — den Messebesuchenden Inspiration für eigene AM-Projekte. Am nach Anwendungsgebieten gegliederten Innovation Symposium stellen Referenten aus Wissenschaft und Industrie in 42 Expertenvor­trägen ausgewählte Showcases vor. Die AMX Night als Netzwerk-Anlass nach Messe­schluss rundet das spannende Programm der AM Expo 2018 ab.

Optimale Messevorbereitung und breite Trägerschaft

Ein neuer Webauftritt mit zahlreichen Such-, Merk- und Vernetzungsfunktionen bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich optimal auf die Fachmesse vorzu­bereiten — zum Beispiel, um schon jetzt interessante Gesprächspartner in der rasant wachsenden AM Community zu finden und um Termine während der Messe zu vereinbaren. Die AM Expo wird als Schweizer Hotspot für Innovation, Netzwerken und Wissenstransfer von natio­nalen Organisationen wie dem AM-Network Switzerland unterstützt.

am-expo.ch

Die AM Expo

Datum: Dienstag, 6., und Mittwoch, 7. März 2018

AMX Night: 6. März von 16.00 bis 18.00 Uhr

Öffnungszeiten: 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Ort: Messe Luzern AG

Eintrittspreise: Erwachsene CHF 25.–/Lernende und Studierende gratis

Veranstalterin: Messe Luzern AG

Strategischer Partner: Additively AG

Link: am-expo.ch9

3D-Druck in die digitale Fertigungswelt integiert

Umfassende Softwarelösungen für alle Produktionsschritte im industriellen 3D-Druck – von der Datenvorbereitung bis hin zur Qualitätskontrolle.
Die Firma EOS mit Hauptsitz in Krailling (DE) gehört zu den weltweit führenden Technologieanbietern für den industriellen 3D-Druck von Metallen und Polymeren und bietet dazu ein umfassendes Softwareangebot. Dies umfasst Lösungen für Job- und Prozessmanagement, Qualitätssicherung und Prozessentwicklung sowie ein Tool, das Konnektivität im industriellen Massstab erlaubt. Mit den Softwarelösungen können Unternehmen den industriellen 3D-Druck vollständig in ihre Fertigungsprozesse integrieren und so die Produktion flexibler und produktiver gestalten.

Offene Schnittstellen

«Wir wissen, vor welchen Herausforderungen unsere Kunden in Bezug auf Indus­trie 4.0 und den Bedarf an gesteigerter Produktivität stehen», sagt Dr. Tobias Abeln, Geschäftsführer für Technik und Entwicklung (CTO) bei EOS. «Das EOS-Softwareportfolio unterstützt Unternehmen bei jedem Prozessschritt der additiven Fertigung — von einer integrierten und effizienten Datenvorbereitung mit EOSPRINT bis hin zur Qualitätssicherung mit der EOSTATE ­Monitoring Suite. Mit EOSCONNECT können zudem alle gesammelten Maschinen- und Produktionsdaten in Echtzeit nutzbar gemacht werden.» Abeln fährt fort: «Dazu bietet EOS eine offene Schnittstelle, die entweder die Integration in intelligente EOS-Anwendungen zur Produktionsstei­gerung oder aber die Nutzung durch Dritt­anwendungen ermöglicht. Auf diese Weise schaffen wir die Grundlage für eine tatsächliche Integration additiver Fertigung in industrielle Produktionsumgebungen.»

Job- und Prozessmanagement

EOSPRINT 2 ist ein intuitives, offenes und produktives Tool für die computer­gestützte Fertigung (CAM), das die Optimierung von CAD-Daten für EOS-Systeme ermöglicht. Zusammen mit Datenvorbe­reitungssoftware wie Siemens NX oder Magics bietet EOSPRINT Ingenieuren, die alle Vorteile der additiven Fertigung (AM) mit produktionsreifen Entwürfen voll und ganz ausschöpfen möchten, eine umfassende CAM-Umgebung.

Mit neuen Funktionen wie der Ebenen-­Segmentierung und neuen Belichtungsmustern unterstützt EOSPRINT 2 die Integration des industriellen 3D-Drucks in die Serienproduktion. Kunden, die additive Fertigung und maschinelle Nach­bear­beitung integrieren möchten, pro­fi­tieren von der neuen Referenzpunkt-­Kalibrierung. Diese Funktion ist entscheidend, um einen einheitlichen Nullpunkt über verschiedene Systeme hinweg, beispielsweise Fräs- oder Drehmaschinen und 3D-Drucker, zu setzen. Ebenso ermöglicht EOSPRINT mit Design-of-Experiments-­Expertenfunktionen (DoE) eine verbesserte Material- und Prozess­entwicklung.

Echtzeitüberwachung für den industriellen 3D-Druck

Die EOSTATE Monitoring Suite ist ein automatisiertes und intelligentes Multifunk­tionstool, das Anwendern in Echtzeit alle produktions- und qualitätsrelevanten Daten zur Kontrolle an die Hand gibt. Es umfasst die folgenden vier Module: System, PowderBed, MeltPool und Exposure OT (optische Tomographie).

EOSTATE Exposure OT ermöglicht die kamerabasierte Überwachung des addi­tiven metallbasierten Bauprozesses in Echtzeit. Die Lösung bildet das komplette additiv gefertigte Bauteil im Bauprozess ab, Schicht für Schicht und unabhängig von der Geometrie und Grösse des Bauteils. Die Lösung wurde in enger Zusammenarbeit mit dem strategischen EOS-Partner MTU Aero Engines entwickelt, der mit EOSTATE Exposure OT die Kosten für die nachge­lagerte zerstörungsfreie Prüfung im technischen Computertomografen deutlich reduzieren kann, weil potenziell fehlerhafte Teile vorher aussortiert werden.

EOSTATE MeltPool erlaubt eine trans­parente Darstellung des komplexen Aufschmelzprozesses. Während des AM-Bauprozesses misst EOSTATE MeltPool die Lichtemissionen des Schmelzbades mithilfe von Sensoren. Mit umfangreicher Hardware wird das Prozesslicht vom reflektierten Laserlicht getrennt. Die daraus gewonnenen Daten werden in der Software weiterverarbeitet und interpretiert. Ideal ist das Tool für Anwender, die ihre Forschung und Prozessentwicklung vorantreiben oder ihre Produktion optimieren wollen.

Konnektivität für die Industrie

EOS-Lösungen lassen sich optimal mit vorhandenen MES/ERP-Anwendungen verbinden, unterstützen aber auch neue digitale Marktplätze und IoT-Plattformen. EOSCONNECT bietet fortschrittliche Möglichkeiten zur Steigerung von Flexibilität und Produktivität: So lassen sich Maschinen- und Produktionsdaten sammeln und nahezu in Echtzeit abrufen. EOS hat zudem eine intui­tive App für die Darstellung der Daten in einem Dashboard entwickelt. Dies ermöglicht eine umfassende und benutzerfreundliche Überwachung des Maschinenparks.

Diese hohe Konnektivität bietet zwei wesentliche Vorteile: Unternehmen können Produktionsdaten nahtlos an ihre CAQ-­Systeme (Computer Aided Quality) über­geben – für eine sichere und zuverlässige Nachverfolgbarkeit. Dies unterstützt Unter­nehmen bei der Validierung ihrer Produk­tionsprozesse. Gleichzeitig profitieren Firmen von der Transparenz, die die Verfügbarkeit und Visualisierung produktionsbezogener Leistungskennzahlen in Echtzeit ermöglicht. Letztlich hilft eine solch umfassende Konnektivität Unternehmen dabei, ihre Produktivität zu steigern.

eos.info Bild: EOS

3D-Druck auf dem Vormarsch

Wie die additive Fertigung dabei hilft, Verschleiss zu reduzieren und Kosten zu sparen.

Neben der Digitalisierung der gesamten Wirtschaft gilt der 3D-Druck aktuell als eines der grossen Innovations-Themen. Die Vision von Losgrösse 1 wird damit zur Realität und ermöglicht beispielsweise die personalisierte Serienfertigung von Möbeln, Schuhen oder Uhren. Aber auch der Maschinenbau profitiert von der additiven Fertigung. Und die Umsätze im Bereich 3D-Druck explodieren derzeit regelrecht — von 3,1 Milliarden Dollar im Jahr 2013 auf 21 Milliarden Dollar im Jahr 2020, so die Hochrechnung. Das entspricht einem Wachstum von 700 Prozent innerhalb von nur sieben Jahren. Auf eine vergleichbare Weise entwickeln sich die Zahlen der ausgelieferten 3D-Drucker. Diese lagen 2015 bei 245 000 Stück — für das Jahr 2019 erwarten Marktforscher bereits den Verkauf von 5,6 Millio­nen Geräten weltweit.

Dynamisches Duo: Material und Drucker

Dabei gehören zu der additiven Fertigung immer zweierlei Dinge: präzise 3D-Drucker sowie leistungsstarke Werkstoffe. Letztere müssen den speziellen Anforderungen der Schmelz- und Schwindungs­prozesse im 3D-Druck genügen und dürfen dabei nicht ihre charakteristischen Materialeigenschaften verlieren. Der Motion-plastics-Spezialist igus bietet seit 2014 verschleissfeste Tribo-Filamente für den 3D-Druck, wobei das Sortiment ständig erweitert wird. Damit lassen sich Lager, Zahnräder, Linearschlitten und viele weitere Verschleissteile in individuellen Abmessungen als Einzelteile, Prototypen oder Kleinserien kostengünstig und schnell produzieren. Neuster Vertreter ist das am einfachsten zu verarbeitende iglidur I150-PF für das FDM-Verfahren.

Die leichte Verarbeitbarkeit macht das Filament äusserst kostengünstig. Zudem zeichnet sich der Werkstoff durch eine hohe Verschleissfestigkeit aus, die eine lange Lebensdauer des gedruckten Bauteils garantiert. Hohe Abriebfestigkeit bei niedrigen Gleitge­schwindigkeiten und guten mechanischen Kenn­werten sorgt zudem für Wirtschaftlichkeit. Der Werkstoff ist wahlweise mit einem Durchmesser von 1,75 oder 3 mm erhältlich und kann so mit handelsüblichen 3D-Druckern für das FDM-Verfahren (Fused ­Deposition Modeling) verarbeitet werden. Gerade Branchen und Anwendungen in hygienisch sensiblen Bereichen, beispielsweise in der Pharma- und Lebensmittelindustrie, profitieren von iglidur I150-PF. Darüber hinaus bietet igus fünf weitere Filamente an, mit denen Anwender sich ihre Bauteile drucken können. So kann, je nach Wunsch, der Schwerpunkt beispielsweise auf einer hohen Chemikalien­beständigkeit liegen (iglidur C210-PF), einer besonders hohen Verschleissfestigkeit (iglidur I180-PF) oder hohen Anwendungstemperaturen, gepaart mit höchster Lebensdauer (iglidur J260-PF).

Alle Tribo-Filamente von igus weisen deutlich geringere Reibwerte als ABS- und PLA-Materialien auf. Durch ihre Abriebfestigkeit sind sie insbesondere für dynamische Anwendungen geeignet.

Sonderlösungen für höchste Anforderungen

Herausragend: Für das 3D-Druckmaterial I150-PF liegt seit Kurzem eine Konformitätserklärung entsprechend der EU-Verordnung 10/2011 für Lebensmittelkontakt vor. Durch diese Zertifizierung können Kunden das vielseitig einsetzbare Tribo-Filament auch zum Drucken von Sonderteilen für bewegte Anwendungen nutzen, die im direkten Kontakt mit Nahrungsmitteln oder auch Kosmetik stehen. Gerade bei Sonderlösungen ist igus stets ein verlässlicher Partner: So hat das Unternehmen beispielsweise speziell für Zahnräder, die hohen Anforderungen in bewegten Anwendungen standhalten, das Laser-Sintermaterial iglidur I6-PL entwickelt. Durch den Einsatz dieses Werkstoffs kann die Lebensdauer von gedruckten Zahnrädern weiter erhöht werden. Der neue Werkstoff erweitert das bereits bestehende Angebot aus sechs Tribo-Filamenten für das FDM-Verfahren und iglidur I3-PL für das SLS (selektives Laser-Sintern).

Um Lebensdaueraussagen zu untermauern, können die Experten von igus auf das hauseigene 2750 m2 grosse Testlabor zurückgreifen. Bei iglidur I6-PL zeigte sich, dass der neue Werkstoff für Zahnräder eine besonders hohe Verschleissfestigkeit und dadurch eine besonders lange Lebensdauer besitzt. Im Vergleich mit den bisher gängigen Materialien für den SLS-Druck wurde ein Schneckenrad mit 5 Nm Dreh­moment und 12 U/min getestet. Dabei blieb das Zahnrad aus dem Standard-Laser-Sintermaterial PA12 bereits nach 521 Zyklen stehen, da der Reibwert so hoch angestiegen war. Das Zahnrad aus dem neuen Laser-Sintermaterial iglidur I6-PL zeigte nach 1 Million Zyklen lediglich einen geringen Verschleiss und war noch voll funktionsfähig. Gefräste Zahnräder aus POM wiesen bereits nach 621 000 Zyklen einen totalen Verschleiss auf, während gefräste Zahnräder aus PBT schon nach 155 000 Zyklen brachen.

Druckservice erweitert Werkstoffangebot

Da viele Unternehmen nicht über eigene 3D-Drucker verfügen, können sich Kunden ihre individuellen Verschleissbauteile als FDM- oder SLS-Bauteil direkt ausdrucken lassen. Dazu bietet igus einen 3D-Druckservice. Die Tribo-Filamente können somit als reiner Werkstoff bezogen werden oder wahlweise bereits als fertig gedrucktes Bauteil, das sofort einbaufertig ist. Die entsprechenden Daten gelangen online im STEP-(STP-)Format per Drag & Drop ins Browser­-Fenster. Im nächsten Schritt werden die benötigten Mengen festgelegt und das geeignete Material ausgewählt. Ergebnis: Je nach Wunsch wird ein formales Angebot erstellt, oder der direkte Bestellvorgang kann ausgelöst werden.

Im SLS-Druckverfahren kann igus auch komplexe Sonderteile sehr schnell fertigen und ausserdem Bauteile mit einer Höhe von bis zu 300 mm herstellen. Bereits heute entstehen Kleinserien von bis zu 500 Stück aus iglidur I3-PL und iglidur I6-PL in kürzester Zeit. Selbstverständlich fliessen die technischen Möglichkeiten des 3D-Drucks auch in die eigenen Produkte des Kölner Spezialisten für Hochleistungskunststoffe ein: So bietet der Lineartisch SLT-I3 höchste Varia­bi­lität in der Gestaltung der individuellen Linear­achse. Dies ermöglichen 3D-gedruckte Schlitten und Tra­versen. Dadurch lassen sich Schmiermittel- und wartungsfreie Lineartische günstig und besonders schnell nach Kundenwunsch realisieren.

igus.ch

Hochpräzise Mikrobauteile aus dem 3D-Drucker

Wie additive Herstellungsverfahren für allerkleinste Skalen mit konventionellen Fertigungs­technologien kombiniert werden können.
Komplexe Designs, schnelle Iterationsprozesse sowie kürzere Produktlebenszyklen verlangen von den Herstellern mikrooptischer, mikroelektronischer oder auch mikrofluidischer Komponenten eine immer grössere Flexibilität. Dabei stellt insbesondere die Produktion von Freiformstrukturen mit Auflösungen unter 10 µm eine Herausforderung dar, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden schwer zu bedienen ist.

Mit dem Photonic Professional GT (Abbildung 1) hat Nanoscribe ein wertvolles Werkzeug zur additiven Fertigung nahezu beliebig komplexer Kunststoffteile mit Bauhöhen bis hin zu mehreren Millimetern ent­wickelt. Durch die zugrundeliegende Technologie des direkten Laserschreibens in photosensitive Materialien wird damit die direkte und schnelle Fertigung von Polymer-Mastern aus vorhandenen CAD-Daten möglich, die im Anschluss als Urform für Werkzeuge für abformende Verfahren wie Spritzguss oder Heissprägen Verwendung finden können.

Polymer-Master als Werkzeug

Auf diese Weise lassen sich beispielsweise mikro­optische Elemente wie Mikrolinsen, Prismen oder Retroreflektoren mit hoher Formgenauigkeit additiv fertigen, was z. B. der Medizintechnik oder der Smart­phone-Industrie gänzlich neue Perspektiven eröffnet. Diese 3D-gedruckten Mikrooptiken können senkrechte Steigungen, scharfe Kanten, asymmetrische Geo­metrien und Arrays aus verschiedenen Elementen aufweisen und als Polymer-Master dienen. Mittels Galvanoformung kann der Polymer-Master danach in einen Nickel-Shim (Abbildung 2) abgeformt werden. Dabei wird die 3D-gedruckte Polymerstruktur mit einer dünnen Metallschicht besputtert und ein Nickel-Shim galvanisch darauf abgeschieden. Die auf diese Weise hergestellte Replikationsform lässt sich in die Prozesskette verschiedener Spritzgussverfahren integrieren und stellt somit die Basis für weitere Serienfertigungsprozesse dar.

Der Prozess

Die Nanoscribe-Geräte arbeiten auf Basis der Zwei-­Photonen-Polymerisation (2PP), bei der ein Laserstrahl ein photosensitives Material belichtet, um dieses im Fokus auszuhärten. In einem Lage-für-Lage-Verfahren können so nahezu beliebig designte 3D-Polymerstrukturen gedruckt werden. Mit dem laserlithografischen Verfahren ist es möglich, Submikrometerdetails bis hinunter zu 200 nm Linienbreite zu erzielen, d. h. höchste Präzision auf einigen Millimetern Kantenlänge oder mikrostrukturierte Oberflächen mit Ausdehnungen bis in den Quadratzentimeterbereich. Da herkömmliche Verfahren wie die Stereolithografie bei Schichtdicken von 50 — 150 µm an ihre Grenzen stossen, können dank dieses Verfahrens nun auch bisher nicht additiv fertigbare Teile gedruckt werden.

In einem einfachen Workflow unterstützt die Software dabei den Druckprozess mit dem Import von STL-Daten, einer 3D-Vorschau des Schreibprozesses, einer Livecam zum Beobachten des Druckprozesses sowie einer bedienerfreundlichen Benutzeroberfläche für die Auswahl sogenannter Rezepte. Diese enthalten technische Parametereinstellungen und sorgen wei­testgehend automatisiert dafür, den Druckprozess auf unterschiedliche Leistungsmerkmale wie Geschwindigkeit, Oberflächenbeschaffenheit oder Formtreue zu optimieren, wie man es auch von manchen konven­tionellen 3D-Druckerstandards kennt.

Von Mikro bis Makro

Um die Leistungsstärke der Geräte optimal zu nutzen und bestmögliche Druckergebnisse zu erzielen, bietet Nanoscribe für seine Geräte massgeschneiderte Druckmaterialien, die höchste mechanische Stabilität, Formtreue und Oberflächenglattheit garantieren. Allerdings eignet sich auch eine Vielzahl anderer photosensitiver Materialien für den Druckprozess. So wurden bereits Strukturen aus biokompatiblen, bio­degradierbaren, hydrophoben und hydrophilen Polymermaterialien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften sowie aus Hydrogelen gedruckt. Je nach Anwendung können die Polymerstrukturen auf verschiedenen Substraten (z. B. Glas- oder Silizium­wafer) hergestellt werden.

Neben mikrostrukturierten Oberflächen und µ-Bauteilen lassen sich mit dem Photonic Professional GT auch hochpräzise mechanische Komponenten in der Grössenordnung einiger Millimeter drucken, wie z. B. miniaturisierte Zahnräder, Klammern, Schrauben (Abbildung 2) oder Spiralen. Insbesondere die Uhren- und MEMS-Industrie sowie die Medizintechnik ver­langen nach solch innovativen Lösungen, um Produktentwicklungsprozesse und Iterationsphasen weiter zu verkürzen.

nanoscribe.com

Traumstart für die 3D-Drucktechnologie von HP

Wie gut ist HPs hochgelobte 3D-Technologie im Markt angekommen? Ein Gespräch mit Martin Affolter, CEO der SGSolution AG, welche die Drucker in der Schweiz vertritt.
Eugen AlbisserHP ist im vergangenen Jahr mit einer disruptiven 3D-Drucktechnologie und zwei ersten Modellen auf den Markt gekommen. Wie ist der Start in der Schweiz verlaufen?
Die Firma prodartis AG hat sich bereits früh für die neue HP-Technologie entschieden. Dies hatte den Effekt, dass ein sehr positives Signal in den Markt gesendet wurde. Daraufhin investierten sehr viele andere Firmen ebenfalls in die HP-Technologie. Wir wussten zwar damals, dass HP mit einer überzeugenden Lösung auf den Markt kommen würde und dass das Bedürfnis nach so einer Lösung vorhanden war. Aber einen derart erfreulichen Start hatten wir in unseren kühnsten Träumen nicht erwartet. Die Schweiz ist dank diesem Traumstart auch gleich zu einem der absatzstärksten Länder in Europa geworden.

Gibt es bereits Feedbacks von den Kunden?
Die gibt es. Wir haben auch aktiv Kunden befragt, denn wir sind sehr interessiert daran, wie unsere Kunden die neue Technologie aufnehmen — und unseren Service. Deshalb kann ich Ihnen einige Feedbacks wiedergeben.
Das Erste stammt von Michael Knecht. Er ist Geschäftsführer der Zermec GmbH, und er sagte: «Der HP Jet Fusion 3D Printer ist seit Mitte Oktober 2017 bei uns im Einsatz, die Installation verlief problemlos, und wir konnten das System sehr schnell selbstständig bedienen. Der Produktservice von SGSolution AG und HP ist überdurchschnittlich gut, alle Fragen und Anregungen konnten jeweils innerhalb eines Tages gelöst werden. Dank dieser Technik hat sich unser Produkt in kürzester Zeit erheblich verbessert, bei der Hauptbaugruppe konnten wir über 50 Prozent der Teile einsparen.»
Ein weiteres Zitat kommt von Stefan Bertschi, er ist Deputy Head of Robotics Platform bei Wyss Zurich, dem gemein­samen Forschungs- und Ent­wicklungs-Zentrum der ETHZ und der Universität Zürich. Er meinte: «Wir sind überzeugt davon, mit dem HP Jet Fusion 3D Printer bereits in die Technologie der Zukunft eingestiegen zu sein und schätzen die Qualität und die günstigen Kosten der Druckteile enorm.»

Die beiden ersten HP-3D-Drucker Jet Fusion 3D 3200 und 4200 sind für den Einsatz in der industriellen 3D-­Fertigung gedacht, die mit geringen Stück­-Kosten zurechtkommt. Nun soll bereits eine neue Lösung bereit stehen, der Jet Fusion 3D 4210, welcher die Renta­bilitätsstufe nochmals ansteigen lässt. Was steckt hinter diesem Upgrade?
Mit dem Jet Fusion 3D 4200 können wir Losgrössen von bis zu 10 000 Stück oder mehr adressieren. Mit dem kommenden Jet Fusion 3D 4210 will HP den Break-even noch weiter verschieben, wobei wir hier von Losgrössen um die 110 000 Stück reden. Dies wird durch noch tiefere variable Kosten erreicht. Diese waren in der Vergangenheit einer der hauptsäch­lichen Kostentreiber und bewirkten, dass der 3D-Druck lange nur für den Proto­ty­penbau eingesetzt werden konnte.

Welche weiteren Entwicklungen darf man im Jahr 2018 von HP noch erwarten?
HP hat einiges bereits angekündigt. So wird im Jahr 2018 eine Vollfarbmaschine auf den Markt kommen, und dies auf der Basis von PA12-Pulver. Man möchte mit dieser Maschine ein tiefes Preis­segment ansprechen. Sie wird mit einem kleineren Bauraum daherkommen als die 4200 und wird daher keine reine Produktionsmaschine sein.

Ein grosses Thema bei den additiven Verfahren sind die zur Verfügung stehenden Materialien. Wie sieht es momentan bei HP aus?
HP ist in diesem Bereich sehr aktiv. Auch hier gab es bereits Ankündigungen vonseiten HP, und einige der neuen Mate­ria­lien waren bereits auf der «Formnext» ausgestellt. Dabei handelt es sich um die neuen Materialien PA11, PA12 glasverstärkt, TPU, TPA und PP.

Und wie entwickelt sich die «Open Materials Platform», die für alle Firmen offensteht, um eigene Materialien für die HP-Drucker zu entwickeln?
Das Interesse an der «Open Material Plat­form» ist gigantisch. Bereits sind 50 der weltgrössten Chemiekonzerne auf diese Plattform aufgesprungen. Deren Materialien werden derzeit noch umfangreich getestet — aber in Kürze dürften die Ersten erwartet werden, sodass die Plattform in diesem Jahr noch die ersten Resultate dieser Kooperation präsen­tieren kann.

Eine der kommenden Ausstellungen, auf der man sich als Besucher über die HP-Technologie informieren kann, ist die AM Expo in Luzern. Sie stellen dort aus; was genau werden Sie zeigen?
Wir werden spannende Anwendungen der aktuellen HP-Technologie vorstellen. Natürlich geben wir auch einen Ausblick auf die für das zweite Halbjahr angekündigte Farbmaschine.

Und wie sieht es mit Ihrem Firmen-Jubiläum aus? Die SGSolution kann am 7. März ihr 10-jähriges Bestehen feiern. Das ist ausgerechnet während der Messe. Wie werden Sie dies feiern?
Wir freuen uns sehr, dass wir als Schweizer Pionier im Bereich 3D-Printing unser 10-jähriges Bestehen exakt während der AMX feiern können. Wie wir es feiern, wird natürlich nicht verraten. Aber eines kann ich Ihnen versichern: Wir werden unsere Kunden mit etwas Tollem überraschen.

sgsolution.ch

AM Expo: Halle 02, Stand D2129

Trumpf präsentiert den weltweit schnellsten 3D-Drucker

3D-Drucker TruPrint 5000 erreicht dank einzigartigem Multi­laserprinzip Spitzenzeiten — auch in der Serienfertigung.

Das Hochtechnologieunternehmen Trumpf hat auf der Fachmesse Formnext in Frankfurt die weltweit schnellste und produktivste 3D-Druckanlage im Mittelformat vorgestellt. Die TruPrint 5000 arbeitet im sogenannten Multilaserprinzip mit drei Strahlquellen und ist mit einer von Trumpf speziell konstruierten Optik ausgestattet. In Kombination mit den von Trumpf ent­wickelten Belichtungsstrategien und optimal eingestellten Prozessparametern benötigt die TruPrint 5000 nur noch ein Drittel der Belichtungszeit pro Baujob. Die Anlage basiert auf der Fertigungstechnologie Laser Metal Fusion (LMF) und erzeugt komplexe metallische Bauteile per Laser Schicht für Schicht im Pulverbett.

3D-Druck gewinnt Marktanteile

Mit jahrelanger Entwicklungsarbeit in der additiven Fertigung verhalf Trumpf der Technologie zum Durchbruch: «Alle unsere neuen 3D-Drucker verkaufen sich gut, wir gewinnen in verschiedenen Branchen immer mehr Marktanteile. Deswegen ist für uns klar, dass wir weiter in dieses Zukunftsfeld investieren», sagt Peter Leibinger, Chief Technology Officer des Unternehmens. Dazu gehöre auch eine neue Entwicklungseinheit in Aachen. «Als Keimzelle für Zukunftstechnologien und mit der Nähe zur RWTH und zum Fraunhofer Institut für Lasertechnik ist Aachen ein idealer Standort, um unsere additiven Fertigungstechnologien weiterzuentwickeln», so Leibinger.

Zusätzlicher Umsatz von einer halben Milliarde Euro

Trumpf beschäftigt mittlerweile über 200 Mitarbeiter im Bereich Additive Manufacturing und bietet als einer der wenigen Hersteller neben LMF auch das zweite für den industriellen Metall-3D-Druck relevante Fertigungsverfahren an — Laser Metal Deposition (LMD). «Wenn sich der Markt für 3D-Drucker so weiterentwickelt, wie es sich derzeit abzeichnet, dann sehen wir hier die Chance für unser Unternehmen, in fünf bis sieben Jahren einen zusätzlichen Umsatz von einer halben Milliarde Euro zu erzielen. Wir wollen im Markt eine führende Rolle einnehmen und uns mittelfristig einen Marktanteil von rund 20 Prozent sichern», so Leibinger.

Trumpf stellt nicht nur die für den 3D-Druck benötigten Maschinen und Anlagen sowie die dazu passenden Laserstrahlquellen samt aller optischen Kom­ponenten her, sondern hat auch die notwendige Technologie-, Prozess- und Digitalisierungskompetenz im Haus. «Wir vereinen als einziger Anbieter weltweit alle Kompetenzen unter einem Dach, unsere Kunden bekommen bei uns alles aus einer Hand», sagt Leibinger. Ein weiterer Wettbewerbsvorteil seines Unternehmens sei das weltweit ausgebaute Servicenetzwerk.

trumpf.com

Über Trumpf

Das Hochtechnologie­unter­nehmen Trumpf bietet Fertigungslösungen in den Bereichen Werkzeug­maschinen und Lasertechnik. Die digitale Vernetzung der produ­zie­renden Industrie treibt das Unternehmen durch Beratung, Plattform- und Soft­ware­angebote voran. Trumpf ist Technologie- und Marktführer bei Werkzeug­maschinen für die flexible Blech­bearbeitung und bei industriellen Lasern.