Scale-Out Storage im Doppelpack

Red Hat Gluster Storage und Red Hat Ceph Storage sind im Prinzip beide verteile Scale-Out-Objektspeicher, die auf Commodity-Hardware laufen und für jeweils unterschiedliche Enterprise-Workloads gedacht.

Während sich Gluster Storage eher für Virtualisierungs-, Analyse- oder Dateisynchronisierung-Anwendungen eignet, ist Ceph Storage für Cloud-Infrastrukturen optimiert, etwa auf Basis von OpenStack.

Red Hat hatte Gluster im Oktober 2011 übernommen. Die Übernahme von Inktank und deren quelloffener, verteilter Object-Storage-Lösung Ceph erfolgte erst im vergangenen Jahr. Ab sofort ist das das Produkt unter seinen neuen Namen Red Hat Ceph Storage verfügbar und wird von Red Hat jetzt vollständig supportet.

Ranga Rangachari, Vice President und General Manager Storage und Big Data, Red Hat „Das Storage-Produktportfolio von Red Hat und die Vision einer offenen Software-defined-Storage-Lösung unterstützen Unternehmen beim Management ihrer heutigen und künftig steigenden Storage-Workloads in sich dynamisch entwickelnden neuen Cloud-Infrastrukturen wie OpenStack.”

Weitere Informationen: http://www.redhat.com/en/about/press-releases/red-hat-acquire-inktank-provider-ceph
 

Apple-Gründer: „Computer werden den Menschen ersetzen“

Steve Wozniak, der zusammen mit Steve Jobs im Jahr 1976 den heutigen Hard- und Softwareriesen Apple gründete, gestand gegenüber der australischen Zeitschrift Financial Review, dass er sich vor der Geschwindigkeit in der Entwicklung von Maschinenintelligenz und Rechnerleistung fürchtet. „Computer werden die Menschen ablösen, daran besteht kein Zweifel“ sagte der 64jährige Wahlaustralier im Interview.

„Wenn wir Geräte bauen, die alles für uns übernehmen, werden diese bald schneller als wir denken und langsame Menschen loswerden wollen, um Geschäfte effizienter führen zu können“ führte Wozniak weiter aus. Er stimme damit Personen wie Physiker Stephen Hawking oder dem Gründer des Elektroautounternehmens Tesla Motors, Elon Musk, zu. Wie sie ist auch er der Auffassung, dass Computer, die menschliches Verhalten perfekt nachahmen oder ein eigenes Bewusstsein entwickeln, durchaus zur gefährlichen Realität werden könnten.

Miniaturisierung und Quantencomputer entscheidend

Das Einzige, was diese gefährliche Entwicklung aufhalten könne, wäre laut Wozniak ein sich abzeichnendes Ende des Moore‘schen Gesetzes, nach dem sich Komplexität und Leistungsfähigkeit integrierter Schaltkreise regelmäßig verdoppeln. Diese Leistungssteigerung basiert derzeit in erster Linie auf der Miniaturisierung von Transistoren. Unterschiedlichen Prognosen zufolge stößt das Moore‘sche Gesetz allerdings im Jahr 2020 an seine physikalisch möglichen Grenzen: Schreitet die Miniaturisierung bis dahin im selben Tempo voran, besäße ein Transistor nur noch die Größe eines einzelnen Atoms.

Solange Forscher nicht in der Lage sind, Vorgänge auf subatomarem Niveau zu beeinflussen, ist also die Menschheit laut Wozniak vor den Gefahren ständig fortschreitender Rechenleistung sicher. Sogenannte Quantencomputer seien zwar theoretisch in der Lage, diese Einschränkung des Moore‘schen Gesetzes zu überwinden. „Bei all der Zeit, die Forscher in die Entwicklung von Quantencomputern investiert haben, können sie allerdings bislang noch nichts brauchbares für die Anwendungen, die wir brauchen, vorweisen“ schränkt der Computeringenieur ein. „Ich hoffe zwar, dass diese Entwicklung irgendwann einmal kommt. Aber sie könnte letztendlich dazu führen, dass wir eine Spezies erschaffen, die uns überlegen ist“.

Trotz dieser Befürchtungen für die Zukunft bleibt Wozniak allerdings weiterhin ein Befürworter technologischer Entwicklungen. Erst kürzlich habe er sich etwa mit dem Tesla Model S P85 ein modernes Elektroauto angeschafft und bezeichnete das Fahrzeug als das „vorzüglichste Stück Technik, dass er je besessen“ habe. Er hofft daher inständig, dass sich die Gerüchte bewahrheiten, nach denen Apple in die Automotive-Branche einsteigen möchte. „Es gibt inzwischen so viele Firmen, die mit Elektrofahrzeugen experimentieren, und noch viele weitere, die an selbstfahrenden Autos forschen“, meint Wozniak. „Darin liegt die Zukunft, und es könnte eine ganz große Sache werden. Hier liegen so viele Möglichkeiten, die für eine Firma wie Apple wie geschaffen sind“. Ob sich dagegen die Anschaffung einer Apple Watch für ihn lohne, will er dagegen lieber abwarten.

Neuer Standard für Software-Hardware-Schnittstellen

Die Multicore Association (MCA) hat einen neuen Leitfaden für Software-Hardware-Interfaces bei Mehrkernprozessoren, kurz SHIM, herausgegeben. Die Anpassung vorhandener Entwicklungsumgebungen und Softwaretools an fortschrittlichere Mehrkernprozessoren soll dadurch schneller, einfacher und günstiger werden.

Die gemeinnützige Multicore Association hat sich zur Aufgabe gemacht, allgemein gültige Standards zur Entwicklung und Optimierung vorhandener Produkte zu schaffen, die mit Mehrkern-Prozessoren arbeiten. Mit SHIM hat die Organisation nun einen Standard vorgestellt, der es möglich macht, für Mehrkernprozessoren wesentliche Eigenschaften bestehender wie neuer Hardware zu verallgemeinern und dadurch anfallende Kosten zu senken.

Auf Grundlage des Leitfadens lassen sich neue Tools schneller ausarbeiten und bestehende Software leichter an neue Entwicklungen anpassen. Dies soll vor allem Prozesse wie Leistungseinschätzung, Systemkonfiguration und Hardware-Modellierung beschleunigen. Sprecher mehrerer Unternehmen, darunter Freescale, PolyCore Software oder Vector Fabrics, begrüßten bereits die Einführung des neuen Standards.

Wer sich mit der praktischen Anwendung oder Integration der Spezifikation befassen möchte, findet im Web auf der Open-Source-Austauschplattform GitHub einen öffentlich zugänglichen SHIM Editor und dazu gehörige Tools zur Leistungsmessung. Der Leitfaden selbst steht im Netz von der Website der Multicore Association zum Download bereit.

Kreative Wege zur Kreativität aka Innovationskultur

Es mögen vermeintliche Binsen sein, die man da hört. Gleichwohl: Einfach umzusetzen sind sie nicht. Etwa die Forderung von Alan South, der sich Innovation Practitioner nennt: „Innovation is about having cool ideas. Entrepeneurship is about turning cool ideas into money.” Oder Justin Ferell, der Ex-Washington Post-Journalist und d.school-Dozent im Silicon Valley, der sich sicher ist: „Der einzige Schutz vor disruptiven Veränderungen ist die Frage, wie man selbst sein eigenes Business disruptiv angreifen würde. Nur so kommt man zu einer zukunftsfähigen Out-of-the-box-Antwort.“

Ja, es geht nicht um den einzelnen, es geht um die Innovationskultur in Unternehmen, kleinen wie großen. Und der DIS widmete dieser Thematik einen ganzen Tag. Kein Wunder, sind doch gerade Medienhäuser, aber auch deren Kunden, diesen heftigen Veränderungen unterworfen. Längst sondiert das Radar neue Antworten, die aber genauso vielfältig und heterogen sind, wie die analoge Welt, die die Medien mit ihren Businessmodellen begleiten.

 Vier Key Learnings

1. Inspiration braucht Ambiente.
2. Ideen brauchen eine Chance.
3. Innovation braucht einen ungewöhnlichen Mix an ambitionierten Menschen.
4. Technology spielt eine immer größere Rolle.
Innovation geht nur über die passende Kultur. Doch wie kriegt man Startup-Spirit, und wie kombiniert man das mit Entrepeneurtum? Gerade Unternehmen tun sich da schwer, Abschied zu nehmen von eingeschliffenen Verhaltensweisen. Und sind erst einmal die Businessideen geboren, dann helfen nur permanente Tests und eine heftige Leidenschaft in der Umsetzung als Garanten für erfolgreiche neue Businessmodelle.

 Fehler loben, Beharrung tadeln

Wie kann man ein kreatives Ambiente schaffen? „Great companies reward success AND failure, but they punish inactivity” erklärt Pernille Aalund, Director of Aller Innovation des dänischen Medienhauses Aller Media. Sie liefert gleich den Zwölf-Punkteplan für erfolgreiche Innovation. Ihre fünf wichtigsten Tipps: Innovation braucht …

  1. … ein rooted-in, es muss im Top Management verankert sein.
  2. … einen funnel, der Ideen nicht nur sammelt, sondern gleich effizient bewertet und auf Umsetzbarkeit prüft
  3. … Kreativität und die braucht Ambiente.
  4. … „Structures & Directions“: geplante Vorgehensweise und enges Monitoring für die möglichst richtigen Entscheidungen und eine General-Leitlinie.
  5. … ein Dream-Team, in dem alle voneinander überzeugt sind, und Ninja-Teams für das schnelle Exekutieren.

Dann steht der notwendigen Implementation nichts im Wege: Sobald die Marktreife erreicht ist, müssen Produkt und Team in die Unternehmensprozesse implementiert werden. Das gilt gemeinhin als einer der schwierigsten Teile, ist aber der notwendige Schlussstein auf Corporate-Ebene.

Die gute Nachricht

Trotz aller Technik bleibt es dabei: Die Menschen brauchen Medien und Kommunikation braucht Kreativität. Nun dann dringt sich in die Köpfe und letztlich Herzen der Menschen mithin Kunden. „There are good news for News“, berichtet John Avlon, Editor-in-Chief der jungen und erfolgreichen Nachrichtenwebsite The Daily Beast. Auch die jungen User, die Millenials und Generation Yler, wollen mediale Informationen. Doch ihre Mediennutzung und das Nachrichteninteresse ist anders als das der Babyboomer und älteren, kann Avlon anhand von Auswertungen belegen.

Wer heute User digital erreichen will, muss in neuen Kategorien denken. „Dazu braucht es eine klare Rollenverteilung“, rät David Lerman, CTO und Co-Founder von Say Media in seinem Vortrag „Building Brands and Building Platforms – Can Publishers Do Both Successfully?“: „Content creators stehen im Zentrum von Media Companies, die Programmierer von Tech-Unternehmen sorgen für die erfolgreiche Umsetzung der Businessmodelle.“ Bei all dem ist eines aber klar: Die Bedeutung von Technology ist hoch und wird immer wichtiger. Kein Wunder: Die Welt ändert sich schneller als man glaubt. Die Strukturen hecheln hinterher. Und Medien und Technology sind die Wirtschaftszweige, die sich derzeit am schnellsten ändern, hat der Harvard Business Review 2014 gezeigt. Content lässt sich erzeugen, aber nur schwer effektiv verbreiten. Es braucht Mediaerfahrung und technologische Kompetenzen, sonst geht jede Botschaft digital verloren.

Bleibt nur noch eine Frage: Mal sehen, welche Antworten der DIS 2016 bringt …
www.innovators-summit.com

Linux bekommt Sprachassistenten

Wer kennt nicht Apples Siri? Auch  Now von Google, Cortana von Microsoft oder Echo von Amazon fallen in die Kategorie von Tools, die Nutzeranfragen in Form von Sprache mehr oder weniger sinnvoll beantworten können. Leider sind alle genannten Systeme proprietär. Die meisten Nutzer kennen derartige Helfer allerdings vorwiegend vom Handy-Gebrauch.

Sirius ausprobieren

Mit Sirius steht jetzt erstmals eine komplett freie Lösung der Kategorie Personal Assistant (IPA) zur Verfügung.  Sirius wird vom Clarity Lab der Universität von Michigan entwickelt und wurde vergangene Woche erstmals auf der internationalen Konferenz  Architectural Support for Programming Languages and Operating Systems (ASPLOS 2015) vorgestellt.  Auf der Sirius-Projektseite stehen Sirius 1.0 und die Sirius-Suite, welche die Datenbanken für sämtliche Funktionen enthält ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung, allerdings nur im Sourcecode. Sirius wurde unter Ubuntu 12.04 und 14.04 getestet. Die neuesten Entwicklungen werden laufend auf Github ergänzt.

Sirius wird unter anderem von Google und die US-Forschungsbehörde DARPA unterstützt und finanziert. Der Vorteil gegenüber Siri & Co besteht neben der Quelloffenheit vor allem darin, dass Sirius Bilder erkennen kann.

Sirius basiert auf zahlreichen freien Projekten

Nach Angabe der Entwickler wurden bisher die essentiellen Basis-Funktionen von IPA implementiert. Diese umfassen die eigentliche Spracherkennung und -verarbeitung, das Finden von Informationen auf Basis von Bildern und das System zum Beantworten von Fragen, das sich aus einer in Lemurs Indri-Format gespeicherte Wikipedia-Datenbank bedient.

Die Funktionsweise Sirius stützt sich nach Angabe der Entwickler auf eine Reihe bereits existierender freie Projekte, wie Sphinx, einem Spracherkennungssystem von der Carnegie Mellon University oder der Deep-Learning-Framework-Software Caffe der UC Berkeley. Ferner kümmert sich OpenCVs Surf um die Bilderkennung und die Fragen der Nutzer kann OpenEphyra von der Carnegie Mellon University beantworten. Weitere Komponenten von Sirius sind Kaldi und Protobuf 2.5.0. Ausserdem benötigt die Software eine Java-Laufzeitumgebung ab Version 7.

Ob die neue Technologie zum Beispiel auch in Google Now oder andere Assistenten zum Einsatz kommen wird, ist noch ungewiss. Ebenso gibt es bisher keine Erfahrungen, ob und wie gut die Software tatsächlich funktioniert.

 

Das hohe Lied der vier C

Über 600 Teilnehmer und 58 Referenten aus 35 Ländern sichern ein weiteres mal den globalen Know-how-Transfer in der digitalen Media-Welt. Ein Hackathon und Startup-Präsenationen geben die Würze in das reichhaltige Programm. Damit ist der Digital Innovators´ Summit (DIS) eines der wichtigsten Stimmungsbilder und Trendsetter im europäischen Media-Business. marconomy hat sich am Tag eins umgehört und die wichtigsten B2B-Trends herausgefischt.

Natasha Christie-Miller, CEO von EMAP, brachte es in ihrer Key note zum Auftakt des 8. DIS auf den Punkt: Unser Kerngeschäft ist es, Menschen dabei zu helfen, ihren Job besser zu machen. Unsere originäre Daseinsberechtigung hat sich also nicht verändert. Doch hat seine Vorgehensweise stark umgestellt: Ziel sind  Abos für Rundum-sorglos-Service als Business-Information. „We need happy customers”, verwies Christie-Miller auf die Customer Joy. Ohne begleitende Branchen-Events funktioniert das nicht, ist sie sicher.

Die 4 Cs

David Nussbaum, CEO von F+W Media & eCommerce, sang das hohe Lied der vier C: Community, Commerce, Content und Curation. In der Tat: Ohne Community geht heute nichts mehr. Doch wer soll´s organisieren? Gerade im B2B sind die User beruflich interessiert an Informationen, ihren Job erfolgreich zu machen. Das geht nur mit glaubwürdigen Plattformen und der Grundidee einer offenen, transparenten Kommunikation. Nicht die alleinige Abhängigkeit einer Veröffentlilchung von einer Redaktion, sondern die Weisheit der Crowd, also der Vielzahl von Curatoren, schafft die Authentizität und Glaubwürdigkeit einer Community. „Curatoren sind wichtig, sonst gehst du im Netz verloren”, sagt Nussbaum. Neben Print werden neue Kanäle relevant,  ohne Mobile funktioniert das heute nicht mehr. Ein weiterer unaverzichtbarer Kanal findet sich in der Face-to-face-Kommunikation. Dynamisches Vernetzen wird in den Branchen immer wichtiger und immer bedarfsbezogener. Die persönliche Begegnung, gepaart mit kompetentem Imput, ist die attraktivste Kombi. Allen voran Branchen-Awards sind wichtiger denn je.

Right Data, not big data

„Big Data Beyond the Hype – What It Really Means and How You Can Use It” – unter dieser  Übeschrift machte sich Lutz Finger Gedanken. Der Director Data Science and Data Engineering von LinkedIn und Autor des so eben erschienen Buches „Ask Measure Learn” verwies auf die „richtige Frage” die immer zuerst gestellt werden müsse. Erst dann machen Daten Sinn. Daten an sich seien wertvoll, aber: Man muss sie in hilfreiche, wertvolle Informationen umwandeln. Es geht aber nicht um Big Data als Selbstzweck, sodern um die passenden, „richtigen” Daten, um Antworten zu finden auf die Fragen, die die Menschen wirklich bewegen: „Better than big data is right data. It always starts with the right question, which has to create value”, fordert Finger. Gerade Medienhäuser, allen voran von Fachmedien, haben hier bestmöglichen Zugang und sind damit auch sehr attraktive Kooperationspartner.

Das große Ohr

Dazu passt die Nachricht, dass in den USA zunehmend mehr CLOs ihre Arbeit aufnehmen. Als Chief Listening Officer bei Dell, Kodak, ComCast und anderen sollen diese Leute zuhören, was Kunden, NGOs und Communities zu sagen haben. Eine menschliche Grundtugend, die in der Kombination aus Media und Social und Mobile eine neue Bedeutung und vor allem eine neue Dynamik auf Corporate erzeugt.

Und was war die vielleicht überraschendste Nachricht des Tages aus der Kategorie Merkmüll? 2014 wurden mehr Mobile Phones gekauft als Zahnbürsten, berichtete Robin Raven, Vice President Product Management, Digital Solutions, The Economist Group.

Da sind wir mal gespannt, was morgen Tag 2 noch bringt.

Der 8. Digital Innovators´ Summit findet am 23. und 24. März 2015 in Berlin statt: www.innovators-summit.com
Mehr zum 8. Digital Innovators´ Summit auf marconomy

Dragon NaturallySpeaking

Sprachsteuerung und das Diktieren von Texten ist nicht nur bequemer als Tippen, sondern auch mehr als dreimal schneller. Aktuelle Produkte, wie Dragon NaturallySpeaking benötigen für hervorragende Ergebnisse kein Training oder spezielle Mikrofone mehr, wie noch vor einigen Jahren.

Dragon Naturally Speaking gehört zu den am meist verkauften Anwendungen für Spracherkennung. Die Software unterstützt auch Bluetooth-Headsets für das Diktieren. Das macht die Arbeit noch bequemer. Natürlich können Sie die Software trotzdem trainieren und dadurch die Erkennungsrate nach oben treiben. In jedem Fall lohnt es sich etwas Zeit zu investieren.

Dragon Naturally Speaking hilft vor allem Anwendern, die beim Verwenden von Maus und Tastatur nicht stark geübt sind, unterstützt auch aber auch Profis, die umfangreich mit PCs arbeiten und zahlreiche Texte schreiben. Jede Art von Anwender kann durch die Software profitieren und gute Ergebnisse erhalten. Unternehmen können in diesem Bereich die Effizienz, aber auch die Zufriedenheit von Mitarbeitern steigern. Auch Krankheitsbildern wie Entzündungen durch zu vieles und falsches Tippen könnte vermieden werden.

Starke Effizienz-Steigerungen möglich

Nuance hat zahlreiche Unternehmen aus verschiedenen Ländern befragt, wie viel Zeit pro Arbeitstag mit der Bearbeitung von Dokumenten verbracht wird. Im Durchschnitt arbeiten 38% der Anwender an jedem Tag mindestens zwei Stunden an Dokumenten verschiedener Art. In vielen Unternehmen steigt dieser Zeitraum auf über sechs Stunden am Arbeitstag an.

Das bedeutet, dass jeden Monat 40 Arbeitsstunden, also 25% der kompletten Arbeitszeit mit der Bearbeitung von Dokumenten verbracht wird. Legen wir fünf Stunden der Bearbeitung zu Grunde, erhöht sich der Zeitraum auf 100 Arbeitsstunden und damit  auf weit über die Hälfte der monatlichen Arbeitszeit. Hier schlummert also für Unternehmen enormes Optimierungspotential. Nuance stellt mit Naturally Speaking eine Anwendung zur Verfügung, die das Erstellen und Bearbeiten von Texten beschleunigt, aber auch bequemer macht.

Während sich viele Produkte auf den Heimgebrauch konzentrieren, kann Dragon Naturally Speaking auch im professionellen Umfeld Hilfe leisten. Die Premium-Version bietet die Unterstützung mehrsprachiger Diktate, außerdem unterstützt diese Version Microsoft Office.  Die Unterstützung geht weit über Möglichkeiten in Outlook oder Word hinaus. Sie können auch in Excel mit der Spracherkennung arbeiten. Hier besteht dabei nicht nur die Möglichkeit Texte zu sprechen, sondern Sie können auch Befehle und Formeln diktieren. Auch das geht deutlich schneller, als das Arbeiten mit Maus und Tastatur. Für Profis ist interessant zu wissen, dass Dragon auch das Umsetzen von gesprochenen Texten auf Diktiergeräten beherrscht. Neben herkömmlichen Diktiergeräten, können Sie auch auf Apps für iPhone oder iPad setzen. Auch Android wird unterstützt.

A/D-Wandler richtig ansteuern

Frage: Es wurde mir gesagt, die Eingänge von A/D-Wandlern könnten „unfreundlich“ sein. Worüber sollte ich mir Sorgen machen?
Antwort: Keine Panik. Eingänge von A/D-Wandlern können möglicherweise „unfreundlich“ sein, doch man kann sie bändigen. Allerdings braucht man dazu einen guten Treiber.

ADC-Treiber sind aus drei Hauptgründen erforderlich. Erstens sind viele Signalquellen massebezogen, während viele schnelle A/D-Wandler differenzielle Eingänge haben. Somit muss der Treiber die Wandlung von massebezogen in differenziell durchführen. Zweitens haben viele A/D-Wandler Eingänge mit geschalteten Kondensatoren, die anfällig für ein- und ausgangsseitige Ladungsspitzen sind. Deshalb muss ein Treiber die Signalquelle vor den ADC-Eingängen puffern. Drittens müssen kleine Signale oft verstärkt und ihr Pegel angepasst werden, um zum maximalen Eingangsbereich des A/D-Wandlers zu passen. Der Treiber übernimmt auch diese Aufgabe.

Differenzielle Signalübertragung kann das Systemrauschen und die Verzerrung reduzieren. Da differenzielle Systeme keine gemeinsame Masse haben, tritt keine Massekopplung auf. Sie unterdrücken Gleichtaktrauschen und neigen dazu, Verzerrungsprodukte geradzahliger Ordnung auszulöschen, die als Gleichtaktsignale auftreten. Symmetrische Signale (gleicher und entgegengesetzter Phase und Höhe) reduzieren auch abgestrahlte Störungen, die andere Systemteile beeinträchtigen könnten. Darüber hinaus erzielen differenzielle Systeme bei einer vorgegebenen Versorgungsspannung den doppelten Signalhub. Dies verdoppelt den Dynamikbereich und verbessert das Signal/Rausch-Verhältnis.

Ziel des ADC-Treibers ist, das Signal von der Quelle zum A/D-Wandler zu übertragen und es, falls erforderlich, optimal aufzubereiten, während Verzerrung, Rauschen und Fehler bei der Einschwingzeit minimiert werden.

Die Eigenschaften des Verstärkers möchte man innerhalb der Vorgaben eines Systems an die Leistungsfähigkeit des A/D-Wandlers anpassen. Einige der vielen Überlegungen bei der Auswahl eines ADC-Treibers betreffen Rauschen, Verzerrungen und Einschwingzeit.

Zum Beispiel sollte man in breitbandigen Applikationen mit DC-Kopplung versuchen, das Spitze/Spitze-Rauschen vom Treiber und alle enthaltenen Filter auf unter oder gleich einem LSB der effektiven Anzahl an Bits des A/D-Wandler zu halten.

In Anwendungen für den Frequenzbereich, zum Beispiel Kommunikationssysteme, sind harmonische Verzerrungen entscheidend. Für beste Ergebnisse sollte man versuchen, die harmonischen Verzerrungen auf unter oder gleich eines LSB bei der effektiven Anzahl an Bits des A/D-Wandlers halten.

In Videosystemen und anderen Anwendungen für den Zeitbereich sowie für Multiplex-Systeme ist die Einschwingzeit von Interesse. Fehler bezüglich der Einschwingzeit können auch in LSB ausgedrückt werden. Dabei ist die gemeinsame Anforderung, dass der Treiber in einer spezifizierten Zeit auf ein LSB einschwingt. In hochauflösenden Systemen kann es schwierig sein, die Einschwingzeit zu charakterisieren.

Jede Anwendung ist anders. Deshalb ist es am besten, das Datenblatt des ADCs hinsichtlich des empfohlenen Treibers zu studieren.

Autor: Von Uwe Bröckelmann nach Unterlagen von Analog Devices.

SCCM

Sie haben die Möglichkeit mit SCCM ein Image von einem vorgefertigten Muster-PC zu erstellen und in die SCCM-Infrastruktur zur Verteilung einzubinden. Achten Sie aber darauf, dass der PC noch kein Mitglied der Domäne sein darf. Die Domänenaufnahme erfolgt auf Wunsch im Rahmen der Installation durch SCCM:

  1. Wechseln Sie zu Softwarebibliothek\Betriebssysteme\Tasksequenzen.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Tasksequenzen und wählen Sie Tasksequenzmedien erstellen.
  3. Wählen Sie im Assistenten die Option Capture Medien.
  4. Auf der nächsten Seite wählen Sie aus, ob Sie einen USB-Stick erstellen wollen, oder eine ISO-Datei. Klicken Sie beim Erstellen einer ISO-Datei auf Durchsuchen und legen Sie fest, wo der Assistent die ISO-Datei speichern soll. Mit dieser Datei booten Sie später den Quell-Rechner und sichern das Image direkt auf den SCCM-Server.
  5. Wählen Sie danach das Boot-Image aus, mit dem der Quell-Rechner starten soll. Außerdem wählen Sie den SCCM-Server aus.
  6. Kopieren Sie die ISO-Datei auf CD/DVD und legen Sie diesen in das Laufwerk des Quell-Rechners.
  7. Starten Sie die Windows-Version, von der Sie ein Image erstellen wollen, und rufen Sie von der CD/DVD das Programm cmd auf.
  8. Wählen Sie im Fenster aus, wo die WIM-Datei des Images gespeichert werden soll.
  9. Außerdem müssen Sie einen Benutzernamen und ein Kennwort für die Freigabe angeben.
  10. Schließen Sie den Assistenten ab und lassen Sie das Image auf den SCCM-Server übertragen.

Dieses Image können Sie später über den SCCM automatisiert im Netzwerk bereitstellen. Dazu können Sie über das Kontextmenü von Betriebssystemabbilder im Bereich Softwarebibliothek\Betriebssysteme das erstellte Image hinzufügen. Im Assistenten wählen Sie die WIM-Datei und andere Daten aus.

 

Oracle Linux 7.1 erschienen

Red Hat hatte seine 7´ er Reihe vor knapp 9 Monaten veröffentlicht, wie üblich zeitlich dicht gefolgt von Oracles RHEL-Interpretation, und vor wenigen Tagen sein erstes Update RHEL 7.1 nachgeschoben.

Jetzt zieht auch Oracle mit Version 7.1 seines RHEL-Nachbaus Oracle Linux nach, die gegenüber dem Original den Vorteil bietet, auf Wunsch in Form von Installationsmedien und Binärpaketen auch frei verfügbar zu sein. Bei RHEL gilt das nur für Quellpakete.  Medien und Binärpakete gibt es bei Red Hat nur in Form einer Subskription für bestehende (oder neue) Abonnenten.

Optional gibt es aber auch von Oracle kostenpflichtige Support-Pakete. Oracles Support-Kunden erhalten dann nicht nur Unterstützung für Oracle Linux, sondern zusätzlich auch für Oracle OpenStack für Oracle Linux und bekommen Zugriff auf Oracles Live-Kernel-Patch-Technologie Ksplice.

Die wichtigsten Neuerungen von Oracle Linux 7.1

Technologisch bringt Oracle Linux die gleichen Neuerungen, wie  RHEL 7.1, also bessere Hardware-Unterstützung, Software-Updates und eine Reihe von Erweiterungen.

So können Nutzer dank der Integration von CIFS mit SSSD jetzt ohne Winbind nativ auf Microsoft Windows File und Print Services zugreifen. Auch bei der Identitätsverwaltung gab es Verbesserungen. So können Admins Ihren Nutzern jetzt eine starke Authentifizierung mit One-Time Password (OTP) zur Verfügung stellen. Oracle Linux nutzt dazu LDAP und Kerberos, wahlweise mit Software-Tokens oder Hardware-Tokens führender Hersteller. Ergänzt wird das Ganze durch das IdM-Zugangskontroll-Framework, was eine bessere Überwachung der Lese- und Schreibzugriffsrechte gewährleistet. Zudem gibt es ein neues Verwaltungswerkzeug für Certificate Authoritys.

Weitere Neuerungen

Neu ist wie beim Original auch, dass die Stack-Größe von Kernel-Prozessen von 8 auf 16 KB gewachsen ist und beim Java-Stack jetzt OpenJDK 8 zum Einsatz kommt. Ferner bringt Logical Volume Management (LVM) jetzt OpenLMI-basierte Hooks zum Verwalten von Volume Groups und Thinly-Provisioned Volumes mit. Hinzu kommt, dass Oracle Linux den LVM-Cache und Parallel NFS (pNFS) unterstützt.  Darüber hinaus besitzt Oracel Linux die gesamte Client-Funktionalität zur Kommunikation mit Ceph Block Storage.

Virtualisierungssupport

Auch im Bereich Virtualisierung gibt es zahlreiche Neuerungen. So unterstützt der KVM-basierte Virtualisierungs-Stack von Oracle Linux  jetzt virtuelle Maschinen mit bis zu 240 vCPUs. Zudem können VMs jetzt USB 3-Devices verwenden. Darüber hinaus bringt Oracle Linux jetzt auch Docker mit und zwar inklusive Orchestrierungswerkzeug Kubernetes und dockerisierten Basis-Images von Red Hat Enterprise Linux 6 und 7.  Wie Red Hat Enterprise Linux bringt nun auch Oracle Linux das Open Virtual Machine Firmware (OVMF) und das Dateisystem OverlayFS als technische Vorschau mit.

Unbreakable Kernel

Einziges Alleinstellungsmerkmal von Oracle Linux ist der eigene Unbreakable Enterprise Kernel mit Live-Patch-Technolgie. Der basiert auf einer Linux-Version 3.8, beinhaltet aber zahlreiche Patches von Red Hat UND Oracle. Er unterstützt unter anderem Docker, Linux Containers (LXC) und Dtrace. Im Gegensatz zum Kernel von Red Hat Enterprise Linux können Nutzer des Unbreakable Kernels von Oracle Linux auch das Dateisystem Btrfs produktiv einsetzen, das im RHEL-Kernel nur als Technologie-Preview enthalten ist.

Zusätzlich bringt Oracle Linux aber auch einen RHEL-kompatiblen Kernel auf Basis von Linux 3.10 mit, der sich alternativ einsetzen lässt. Eine detaillierte Übersicht sämtlicher Neuerungen können der  Dokumentation entnommen werden.