Synology packt Docker ins NAS

Der taiwanesische Storage-Spezialist Synology Inc, nach eigener Angabe Marktführer im Bereich Network Attached Storage (NAS), hatte bereits auf der diesjährigen CeBIT die neue Hauptversion 5.2 seiner Betriebssoftware Disk Station Manager (DSM)vorgestellt, die unter anderem Installationspakete von Docker anbietet. Inzwischen ist die Version DSM 5.2-5565 Update 1 aktuell, installierbar über die Systemsteuerung im Bereich Aktualisieren & Wiederherstellen im Reiter DSM-Aktualisierung.

Einstieg in Docker

Mit der neuen DSM-Version können Nutzer auf NAS-Geräten des Herstellers, die entsprechend ausgestattet sind,  Docker-Container parallel ausführen.

Docker ist – obschon aus dem PaaS-Umfeld stammend – schon lange nicht mehr nur für das schnelle Bereitstellen von Entwicklungsumgebungen interessant. Heute können Unternehmen aller Coleur vorkonfigurierte Anwendungen samt Laufzeitumgebungvom zentralen Docker-Repositiory herunterladen und direkt starten.

Docker und Docker-Apps

Synology selbst bietet dazu im Paketzentrum zum exemplarischen Installieren die Foren-Software Discourse, das Desktop-Utility LxQt, die Projektmanagementsoftware Redmine, das Webshop-Tool SpreeCommerce und die Weboberfläche GitLab für das Versionsmanagementsystem Git an.

SQL Server Import/Export-Assistent

Mit dem SQL Server Import/Export-Assistenten können Sie auf einfache Daten aus verschiedenen Datenquellen in Datenbanken des Servers importieren, oder auch Daten exportieren. Auf Basis des Assistenten können Sie schnell und einfach Pakete für Integration Services erstellen, ohne Entwicklerwissen zu benötigen.

Sie starten den Assistenten über die Verknüpfung Daten importieren und exportieren in der Programmgruppe Microsoft SQL Server 2012 oder durch Eingabe von dtswizard im Suchfeld des Startmenüs oder einer Eingabeaufforderung. Über das Tool können Sie Daten von externen Quellen, aber auch Datenbanken importieren und exportieren.

Unter Windows Server 2012 können Sie den Assistenten direkt über die Metrooberfläche mit einem Klick auf die Kachel Daten importieren und exportieren aufrufen. Oder Sie tippen direkt »dts“ auf der Oberfläche ein und klicken anschließend auf die angezeigte App. Der Assistent liegt in einer 32-Bit- und in einer 64-Bit-Version vor.

Sie können den Assistenten auch im SQL Server Management Studio über das Kontextmenü von Datenbanken und der Auswahl von Tasks starten. In den SQL Server Data Tools starten Sie den Assistenten durch Aufruf des Menübefehls Projekt/SSIS-Import/Export-Assistent. Dazu müssen Sie zunächst ein Projekt anlegen.

Alle eben beschriebenen Wege starten den gleichen Assistenten.

 Nach Bestätigung der Startseite mit Weiter haben Sie die Möglichkeit, über das Listenfeld Datenquelle auszuwählen, von wo Sie Daten exportieren wollen. Wählen Sie danach den Servernamen aus, können Sie sich weiter unten im Dialogfeld eine Liste der verfügbaren Datenbanken anzeigen lassen.

Anschließend verbindet sich der Assistent mit dem entsprechenden Server und der ausgewählten Datenquelle.

 Haben Sie die Quelldatenbank festgelegt, besteht der nächste Schritt darin, dass Sie die Zieldatenbank auswählen, in die Sie die Daten übertragen wollen. Sie haben an dieser Stelle auch die Möglichkeit, eine neue Datenbank auf dem Zielserver zu erstellen.

Ereignisanzeige und SQL Integration Services

Wie alle anderen SQL Server 2012-Dienste auch, speichert der Systemdienst von Integration Services Meldungen im Anwendungsprotokoll der Ereignisanzeige. Dieses starten Sie zum Beispiel durch Eingabe von eventvwr.msc im Suchfeld des Startmenüs bzw. unter Windows Server 2012/2012 R2 durch einfaches Eintippen auf der Metrooberfläche.

 Eine Rolle spielen vor allem die folgenden Ereignis-IDs:

  • 256 — Starten des Microsoft SSIS-Diensts.
  • 257 — Der Microsoft SSIS-Dienst wurde gestartet.
  • 260 — Fehler beim Starten des Microsoft SSIS-Diensts. Der Dienst konnte nicht gestartet werden.
  • 258 — Der Microsoft SSIS-Dienst wird gerade beendet.
  • 259 — Der Microsoft SSIS-Dienst wurde beendet.
  • 274 — Der Registrierungseintrag, der den Pfad der Konfigurationsdatei enthält, ist nicht vorhanden oder ist leer.
  • 272 — Die Konfigurationsdateifür den Microsoft SSIS-Dienst ist nicht vorhanden.
  • 273 — Falsche Konfigurationsdatei für den Microsoft SSIS-Dienst.
  • 336 — Microsoft SSIS-Dienst: Ausgeführtes Paket wird beendet. Der Dienst versucht, ein ausgeführtes Paket zu beenden. Sie können ausgeführte Pakete im SQL Server Management Studio überwachen und anhalten.

Integration Services Server-Vorgänge überwachen

Sie können den Status von Vorgängen und Vorgangsmeldungen auf dem Integration Services-Server überwachen. Um zum Beispiel Parameterwerte anzuzeigen, die während einer Instanz einer Paketausführung verwendet wurden, verwenden Sie den Bericht Übersicht im SQL Server Management Studio.

Um die Parameterwerte anzuzeigen, können Sie eine Abfrage der SSISDB-Datenbank nutzen. Vorher müssen Sie sich mit der Datenbank verbinden.

USE ssisdb
SELECT * FROM catalog.execution_parameter_values 

Sie können Vorgänge überwachen, indem Sie eine der folgenden SSISDB-Datenbanksichten abfragen oder im SQL Server Management Studio verfügbare Berichte anzeigen. Verbinden Sie sich dazu mit USE <Datenbank> mit der entsprechenden Datenbank und zeigen Sie mit SELECT * FROM <Sicht> den Inhalt der Sicht an. Folgende Sichten spielen dabei eine Rolle:

  • operations(SSISDB-Datenbank) — Anzeigen aller Typen von Vorgängen.
  • operation_messages(SSISDB-Datenbank) — Anzeigen von Meldungen zu allen Typen von Vorgängen.
  • executions(SSISDB-Datenbank) — Paketausführungsvorgänge anzeigen.
  • validations(SSISDB-Datenbank) — Projekt- und Paketüberprüfungsvorgänge anzeigen.
  • extended_operation_info(SSISDB-Datenbank) — Anzeigen zusätzlicher Überprüfungsdetails.
  • event_messages– Informationen zu Meldungen, die während der Vorgänge protokolliert wurden.

Rufen Sie im SQL Server Management Studio im Kontextmenü zu Integration Services-Kataloge/SSISDB den Eintrag Aktive Vorgänge auf, um den Status der derzeit ausgeführten Integration Services-Vorgänge auf dem Server anzuzeigen.

 

Lock-In-Verstärker für die Medizintechnik und Industrie

Der synchrone Demodulator ADA2200 (analoges Eingangssignal; Analog-In, gesampeltes analoges Ausgangssignal; Analog-Out) bereitet Signale in Industrie-, Medizin- und Kommunikationsapplikationen auf.

Die gesamte Signalverarbeitung erfolgt im analogen Bereich, wobei Ladung unter Kondensatoren geteilt und die Effekte von Quantisierungsrauschen und Rundungsfehlern eliminiert werden. Der Baustein enthält einen Tiefpass-Dezimierungsfilter, einen programmierbaren IIR-Filter sowie einen Mischer. Der Mischer verringert die Abtastraten des A/D-Wandlers und reduziert die Bausteine in der nachgeschalteten digitalen Signalverarbeitungskette.

Massebezogene und differenzielle Signalschnittstellen sind an beiden Eingangs- und Ausgangsanschlüssen möglich und vereinfachen die Verbindung zu anderen Komponenten der Signalkette. Der niedrige Energieverbrauch und der Rail-to-Rail-Betrieb sind für batteriegespeiste und Niederspannungssysteme geeignet.

Der Baustein lässt sich über eine SPI-kompatible serielle Schnittstelle programmieren. Alternativ kann er über eine I2C-Schnittstelle automatisch von einem EEPROM booten. Auf dem Chip integrierte Teiler liefern die internen Abtasttakte und ermöglichen einen Frequenz- und Phasen-selektierbaren Referenztakt eines Takteingangs. Zusätzlich erleichtert der Synchronisationsausgang die Anbindung an andere Systeme wie zum Beispiel Datenwandler und Multiplexer.

Bild 1: Der ADA2200 in einer Lock-in Verstärkeranwendung mit einem Mastertakt von 80 kHz. (Bild: ADI) Bild 1: Der ADA2200 in einer Lock-in Verstärkeranwendung mit einem Mastertakt von 80 kHz.

Bild 1 zeigt den ADA2200 in einer Lock-in Verstärkeranwendung. Der 80-kHz-Mastertakt gibt die Eingangsabtastrate des Dezimierungsfilters fs1 vor. Die Ausgangsabtastrate beträgt 10 kHz. In der Default-Konfiguration erzeugt RCLK ein Anregungssignal mit l,25 kHz. Dies ist auch die Mittenfrequenz des integrierten IIR-Filters.

Das Ausgangssignal RCLK wird gepuffert, um ein rechteckiges oder sinusförmiges Anregungssignal für den Sensor zur Verfügung zu stellen. Der rauscharme Instrumentenverstärker AD8227 bietet eine ausreichend hohe Verstärkung, um das Ausgangssignal des Sensors zu verstärken, so dass das Grundrauschen über dem kombinierten Grundrauschen von Demodulator und dem A/D-Wandler AD7170 liegt.

In der Default-Betriebsart produziert der Chip acht Ausgangssamples für jeden Zyklus des Anregungssignals (RCLK). Vier Ausgangssamplewerte sind spezifisch. Der vierte Wert erscheint am Ausgang für fünf aufeinander folgende Ausgangssampleperioden.

Die Ausgangssamples werden digital verarbeitet, um die Messgenauigkeit, die Bandbreite und den Durchsatz zu optimieren, indem die Summe von acht Samples genutzt und ein Wert zurückgegeben wird. Ein „Moving Average“-Filter wird verwendet, um das Grundrauschen der zurückgegebenen Werte zu verringern. Die Länge des „Moving Average“-Filters ergibt sich aus den Anforderungen hinsichtlich Grundrauschen und Einschwingzeit.

Gebloggt: Fedora 22 ist da

Die Aufsplittung in eine Server-, Cloud- und Workstation-Edition hatten die Fedora-Entwicker im vergangenen Jahr mit Fedora 21 eingeführt. Trotzdem bringt auch Fedora 22 wieder zahlreiche Neuerungen, was nach wie vor typisch für ein neues Fedora-Release ist. Kaum eine andere Distribution setzt auf derart aktuelle Software bei einem Stabel-Release.

Fedora 22

Fedora 22 bietet unter anderem erweiterte Container-Funktionalitäten, eine neue Server-Rolle und bringt aktualisierte Versionen von Cockpit, Docker und Google Kubernetes mit. Alle drei Versionen von Fedora 22 basieren auf dem gleichen Basis-Paketumfang, dem gleichen Kernel und verwenden den gleichen Anaconda-Installer. Bei allen drei Editionen ersetzt allerdings ab sofort DNF Yum als Standard-Paketmanager.

Neuerungen in Server und Cloud

Neu in Fedora 22 Server ist, dass das Dateisystem XFS nun als Standard-Dateisystem fungiert und nicht BTRFS. Allerdings wird beim standardmäßig vorgeschlagenen Partitionslayout das Verzeichnis /boot aus technischen Gründen auf einer separaten ext4-Partition installiert.

Dass Dandified Yum (DNF) jetzt den altenYum-Paketmanager ersetzt, fällt in der GUI-Version kaum auf; Änderungen gibt es nur in der CLI-Version, auch wenn sich die Entwickler um weitgehende Aufrufkompatibilität zum alten Yum auf der Kommandozeile bemüht haben. Yum musste allerdings laut Angabe der Entwickler ersetzt werden, weil das Programm auf Python 2 aufsetze und zudem der Algorithmus zum Auflösen von Abhängigkeiten nicht mehr richtig funktionierte.

Das Verwaltungstool Cockpit, übrigens auch in der Workstation-Edition vorinstalliert, erlaubt Administratoren mit wenig Linux Erfahrung das Steuern vieler wichtiger Optionen in einem  Webfrontend. Ferner bringt Fedora 22 Server eine neue Server-Rolle  Database Server mit, die auf PostgreSQL basiert.

Fedora Cloud

Die Cloud-Variante von Fedora 22 enthält erstmalig RPM-OSTree und die RPM-OSTree-Toolbox. Mit der ist es möglich, Atomic-Hosts mit selbst definiertem Paketbestand zu erzeugen. Diese lassen sich dann mit dem ebenfalls neuen Atomic-CLI-Tool verwalten. Darüber hinaus haben die Entwickler das Docker-Image von Fedora aktualisiert. Neu in Fedora 22 Cloud sind auch Vagrant-Boxen für Libvirt und VirtualBox .

Weitere Details zu den Neuerungen finden sich in den Release Notes. Alle drei Versionen stehen ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung.

System Center 2012 Configuration Manager Support Center

Mit dem kostenlosen Microsoft-Tool Support Center Viewer erstellen Sie ein Zip-Archiv, das alle wichtigen Logdateien und Einstellungen Ihrer SCCM-Infrastruktur enthält. Dieses Tool benötigen Sie zum Beispiel für das Öffnen eines Microsoft Support-Calls, oder wenn Sie zu anderen Spezialisten wichtigen Informationen versenden wollen. Auch für die eigene Analyse macht das Tool Sinn. Laden Sie sich das Support Center für SCCM bei Microsoft und installieren es auf einem Ihrer SCCM-Server (http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=42645). Das Tool benötigt das .NET Framework 4.5.2.

Nach der Installation starten Sie das Tool über die Startseite von Windows Server 2012 R2. Nach dem Start wählen Sie über Collect Select Data aus welche Daten Sie sammeln wollen. Nachdem alle Daten ausgelesen wurden, wird automatisch eine ZIP-Datei erstellt. Sie können über die verschiedenen Registerkarten im Tool in Echtzeit wichtige Daten aus SCCM auslesen um Probleme zu beheben. Auch die aktuellen Clienteinstellungen zeigt das Tool an. Das Programm zeigt wichtige Informationen zum aktuellen Zustand aller SCCM-Server an.

Sie können sich mit dem Support Center auch mit einem anderen SCCM-Server im Netzwerk verbinden und Daten auslesen. Dazu öffnen Sie eine Remoteverbindung und geben die Daten des Servers ein.

Neben dem Sammeln von Daten und Anzeigen von Informationen im Support Center, können Sie mit dem integrierten Support Center Viewer auch die erstellen ZIP-Dateien auslesen und die Daten auswerten. Dazu müssen Sie den Support Center Viewer nur starten und die ZIP-Datei öffnen.

VMware-Umgebungen mobil und mit Tablets überwachen

VMware vCenter Mobile Access (VMware vCMA) (https://labs.vmware.com/flings/vcma) ist eine virtuelle Appliance, die Sie verwenden können um ein VMware-Rechenzentrum von einem mobilen Gerät, wie einem Smartphone oder Tablet zu steuern und auch zu überwachen. Die Verbindung vom Tablet nehmen Sie über den Webbrowser und die Adresse https://<IP-Adresse des vCMA>/vim vor. vCMA ist das notwendige Backend des vSphere-Clients für iPads (https://itunes.apple.com/de/app/vmware-vsphere-client-for/id417323354?mt=8). Die Lösung ist als Open Virtualization Format (OVF)-Datei verfügbar. In diesem Bereich spielt auch vSphere Management Assistant (vMA) (https://www.vmware.com/support/developer/vima) eine wichtige Rolle. Auch hierbei handelt es sich um eine kostenlose virtuelle Appliance. Diese enthält die Befehlszeile für VMware, sowie Perl und das vSPhere SDK. Sie können die Appliance dazu verwenden um Skripte und Agenten in vCenter auszuführen. Nachdem Sie die Appliance gestartet hat, melden Sie sich an vMA an und geben den folgenden Befehl ein:

sudo vifp addserver <IP-Adresse des Servers den Sie verwalten wollen>

Danach wird der Server angebunden und kann über die Befehlszeile des vMA verwaltet werden. Verwenden Sie dazu das Root-Kennwort des Servers. Über den gleichen Weg binden Sie weitere Server an vMA an. Alle angebundenen Server zeigt das Tool mit vifp listservers an.

Dell Foglight for Virtualization, Free Edition

Dell bietet mit der Freeware Dell Foglight for Virtualization (http://software.dell.com/products/foglight-for-virtualization-free-edition) die Möglichkeit virtuelle Umgebungen auf Basis von Freeware zu überwachen. Für das Tool steht auch eine Version für Hyper-V zur Verfügung. Sie müssen sich für den Download registrieren, allerdings ist es nicht notwendig echte Daten einzugeben.

Sie können mit dem Tool recht umfassend Informationen zum Zustand der virtuellen Server und Hosts abrufen.  Auch Probleme mit dem Speicher, sowie den Zustand und freien Speicherplatz können Sie mit dem Tool überwachen lassen und anzeigen.

Gründen, Entdecken, Handeln

Am 20. und 21. Mai 2015 findet der Kongress der Deutschen Fachpresse im Frankfurter Kap Europa statt. Das Motto: „Cultural Change – neu denken und handeln“, Untertitel „Denken wie ein Gründer, handeln wie ein Entdecker“. Was sich dahinter verbirgt und welche Themen in Frankfurt im dem Programm stehen, erklärt Stefan Rühling, Sprecher der Deutschen Fachpresse. 

Was haben Sie sich gedacht, als Sie beim diesjährigen Kongress angemeldet haben? Cultural Change – neu denken und handeln. Und als Sub-Motto: Denken wie ein Gründer, handeln wie ein Entdecker. Kommt da etwas Spinnertes, Esoterisches, Abgefahrenes oder gar Philospohisches auf’s Tableau? Was haben Entdecker wie Amerigo Vespucci,  Kolumbus, Alexander von Humboldt, Thomas Cook, Marco Polo mit unserem Mediengeschäft zu tun? Sie waren Helden, gut … wer hat nicht als Jugendlicher mal eine der großen Geschichten der Entdecker fasziniert gelesen? Und wäre nicht gerne selbst ein Held gewesen. Sie werden inzwischen der Jugendzeit entrückt sagen: Nicht jeder kann und muss ein Held sein. Das stimmt. Aber was hat diese Entdecker ausgezeichnet? Mut, Wille, Innovationskraft, das Beschreiten neuer Wege. Das sind Tugenden, die sie ausgemacht haben. Tugenden, die auch Gründer hatten und haben. Und auch Verleger, Verlagsgeschäftsführer und Medienschaffende heute haben müssen! 

Es ist wieder Gründerzeit

In welcher Zeit leben wir heute? Es ist wieder Gründerzeit. Unsere Tage erinnern an den großen Umbruch im ausgehenden 19. Jahrhundert. Als Gründerjahre gelten in Deutschland die ersten Jahre nach der Gründung des Deutschen Kaiserreichs in 1871 mit einem bis dato nicht gekannten Boom, ausgelöst durch die französischen Reparationszahlungen. Im weiteren Sinne versteht man unter den Gründerjahren eine Phase der Wirtschaftsgeschichte im Mitteleuropa des 19. Jahrhunderts, die mit der breiten Industrialisierung einsetzte und bis zum „Gründerkrach“ andauerte, das war der große Börsenkrach in 1873. Das Wort „Gründer“ hatte in dieser Zeit übrigens einen etwas negativen Klang, weil von den zahlreichen neugegründeten Aktiengesellschaften nicht wenige spekulativen Charakter hatten. Aha!  Das gab’s also damals schon. Der Begriff  „Gründerzeit“ bezieht sich auf den umfassenden wirtschaftlichen Aufschwung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, in dem Unternehmensgründer in relativ kurzer Zeit reich werden konnten. Kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Erinnert das nicht an heute?

 Schon damals wurden auch Kommunikation und Migration enorm verändert. Massenhaft wanderten ländliche Unterschichten in die Städte, die sog. „Urbanisierung“, wo sie zum Bestandteil des dort entstehenden Proletariats wurden. Damals entstand auch die soziale Frage des Pauperismus, auf welche neue politische Strömungen wie Sozialismus, Kommunismus und Marxismus reagierten. Die verheerendste Folge des großen Krachs war psychologisch. Das Versprechen von Reichtum und Aufstieg für alle schien vorerst gescheitert, in Kreisen kleiner Handwerker und Geschäftsleute stand die Angst vor dem sozialen Abstieg durch die industrielle Konkurrenz im Vordergrund.

 Mut ist wichtig

Chancen. Angst. Umbruch. Strukturelle Veränderungen: Das erleben wir auch heute wieder. Was damals die 2. Industrielle Revolution bzw. der  2. Kondratjew-( oder Eisenbahn)-Zyklus war, ist heute der 5. Kondratjew-Zyklus – mit der Informations und Kommunikations-Technik bzw. dem Internet als Treibstoff. Und schon bald kommt der 6. Kondratjew-Zyklus mit dem Internet of Things (IoT), mit  Robotik, mit Biotechnologie  und mit künstlicher Intelligenz!

 Und was passiert mit unserem Mediengeschäft? Was verändert sich? In einem klugen Artikel schreibt Jürgen Scharrer in „Horizont“ dass „das Problem von Print nicht darin besteht, dass es quasi über Nacht von einem neuen Geschäftsmodell abgelöst wird, sondern dass es ist ein schrumpfendes Geschäftsfeld ist. Allerdings schrumpfend in einem Tempo, dass beherrschbar ist. Das bedeutet: Es geht nicht um Disruption, sondern um Innovation und Weiterentwicklung!“

Die langsame Disruption

Ob Disruption oder nicht, darüber lohnt es sich nicht zu streiten – strukturelle Veränderungen finden jedenfalls statt. Aber, und das wissen wir, ein Management der Veränderung ist möglich. Wir haben die Möglichkeit, uns anzupassen und zu entwickeln. Dazu braucht es in erster Linie kulturelle Änderungen. Denn Änderungen finden zuerst im Kopf statt! Es bedarf Änderungen in der Struktur und Organisation unserer Medienhäuser, Änderungen in der Zusammenarbeit, Änderungen in der  Kultur. Wir haben bisher mit relativ stabilen und sehr auskömmlichen Geschäftsmodellen gelebt. Veränderung und Innovation waren nicht überlebenswichtig. Jetzt werden Innovation und das Entwickeln neuer Geschäftsmodelle zusätzlich zu den bestehenden ein essentielles Thema.

 Es gibt viele Unternehmen, die den Wandel annehmen und als Chance nutzen. Sie machen es richtig gut vor. Sei es in unserer Fachmedienszene, sei es im Ausland, seien es ganz andere Branchen oder  Start-ups. Das alles werden wir hier auf dem Kongress in den nächsten zwei Tagen zeigen und erleben. Die wichtigste Erkenntnis ist: Strategie und Kultur – das ist die Gleichung für Veränderung und Entwicklung. Beides ist essentiell!

Nachdem in den meisten Veranstaltungen der Fokus auf der Strategie, der Struktur, der Ratio liegt, wenn man so will also auf der linken Gehirnhälfte, wollen wir hier bei diesem Kongress die kulturelle Seite besonders beleuchten. Sozusagen die Emotio, lateinisch von ēmovēre , was „bewegen“, „emporwühlen“ oder auch „erregen“ meint. Ganz offensichtlich ist hier also die rechte Gehirnhälfte angesprochen, ohne die bekanntlich gar nichts geht.

Mehr Infos und das detaillierte Kongress-Programm unter: http://kongress.deutsche-fachpresse.de/kongress/

Neue Videotrainings zu SCOM, SCCM und mehr verfügbar

Bei Video2brain, einem Tochterunternehmen von LinkedIn, habe ich wieder ein paar Videotrainings veröffentlicht:

System Center 2012 R2 Operations Manager – Grundlagen

System Center 2012 R2 Configuration Manager – Grundlagen

Wie immer sind die Videos einzeln erhältlich und im Abonnement.

In nächster Zeit erscheinen weitere Videotrainings von mir. In diesen behandle ich die Themen Hochverfügbarkeit, IIS, Big Data und Hadoop sowie einige mehr.

Auch bei den beiden neuen Trainings gibt es wieder ein paar kostenlose Filme .

sccmsystem-center-2012-r2-operations-manager-grundlagen_gross