Logistikjobs der Zukunft – Was sich durch Digitalisierung ändert

Wer einen Logistik-Beruf ausübt, kommt sich mitunter vor wie im „Fluch der Karibik“. Schließlich wird die Branche seit einigen Jahren von Piraten geentert: Software und Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten. Für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer stellt sich die Frage, für welche Logistikberufe es noch Bedarf geben wird. Die pessimistische Antwort lautet: Die Automatisierung wird den Menschen ersetzen. Optimisten halten dagegen: Auch die neuen Techniken kommen nicht ohne Menschen aus. Die Arbeit wird sich jedoch grundlegend wandeln. Es werden neue Berufe entstehen.

Die Digitalisierung verändert unseren Begriff von Arbeit

Das digitale, zweite Maschinenzeitalter, dessen Erwachen wir derzeit erleben, erfasst alle Lebensbereiche. Die Kombination aus Roboter und Software ermöglicht es, Steuerungsaufgaben, die bislang von Menschen geleistet wurden, an Maschinen zu übergeben.Die Delphi-Studie des Millennium Projects geht davon aus, dass alles was automatisiert werden kann, auch automatisiert werden wird. Die Studie kommt u.a. deshalb zu dem Schluss, dass die Digitalisierung weltweit ein Viertel aller bisherigen Arbeitsplätze kosten könnte.

Das wird nicht von heute auf morgen geschehen, sondern in einem Transformationsprozess, der die kommenden zehn bis zwanzig Jahre in Anspruch nimmt. Die Studie relativiert allerdings das Schreckgespenst der Massenarbeitslosigkeit, da sie davon ausgeht, dass in der neuen digitalen Gesellschaft der Begriff „Arbeit“ eine neue Bedeutung entwickeln wird – und damit auch der Begriff der Arbeitslosigkeit. Der klassische 9-5-Job wird seltener.

Stattdessen werden Wissensnomaden und Algorithmen-Versteher ihre Dienste häufiger als heute freiberuflich anbieten. Arbeitnehmer werden sich in dieser Neo-Arbeitswelt an unterschiedliche Situationen anpassen müssen. Strukturen, die heute von Arbeitgebern vorgegeben sind, werden Arbeitnehmer künftig selbst schaffen müssen. Mit anderen Worten: Die Digitalisierung wird vermutlich nicht mehr so viele Arbeitsstellen schaffen wie heute – an Arbeit wird es dennoch nicht fehlen. Mögliche Logistik-Berufe der Zukunft könnten sein:

Roboterkoordinator

Lageristen – und alle die an der Rampe arbeiten – müssen schon heute oft den Umgang mit Datenbrillen oder intelligenten Handschuhen beherrschen. Und bereits in knapp einem Fünftel der Lager sind fahrerlose Staplersysteme und Smart Container im Einsatz. Das wird Roboterkoordinatoren erfordern, die den Einsatz der Maschinen planen und überwachen.

Daten-Spezialist

Das Internet der Dinge wird zudem Datenmengen hervorbringen, von deren Analyse viele in der Logistik gut werden leben können. Daten-Spezialisten werden Abläufe analysieren und so neue, optimierte Lösungen für Logistikaufgaben anbieten.

LKW-Führer

Im selbstfahrenden LKW wird der LKW-Fahrer zum LKW-Führer. Dank seiner ausgezeichneten Logistik-Kenntnisse ist er vor allem mit der Koordination von Transporten beschäftigt. Vor Ort ist er aber auch ein geschickter Verhandler und Problemlöser.

Algorithmen-Versicherer

Auch selbstfahrende Transporte sind zahlreichen Risiken ausgesetzt. Diese zu versichern und sie richtig einzuschätzen, wird die Aufgabe von Algorithmen-Versicherern sein. Vermutlich werden sie dabei eng mit Daten-Spezialisten zusammenarbeiten.

Drohnen-Piloten & Ingenieure

Die Jobbörse Joblift hat jüngst 15 Millionen Stellenanzeigen untersucht und dabei herausgefunden, dass die Zahl der Stellenausschreibungen für die Entwicklung von Drohnen um 128 Prozent gestiegen ist. 92 Prozent der Anzeigen suchten nach Akademikern. Für den Zukunftsmarkt der Drohnen werden vor allem Ingenieure, Softwareentwickler sowie Sales Manager gesucht.

Fazit

Ob diese Berufe tatsächlich die Zukunft der Logistik bestimmen, kann niemand mit Gewissheit sagen. Die einzige Gewissheit besteht derzeit allenfalls darin, dass in der Arbeitswelt vieles ins Rollen kommen wird. In den kommenden zwei Jahrzehnten dürfte sich unser Verhältnis zur Arbeit grundlegend wandeln. Ausgehen wird uns die Arbeit aber gewiss nicht.

Warum Apps für die Industrie immer wichtiger werden

Nächste Evolutionsstufe: Collaborative Working

Ein Blick in die Realität verrät: Mitarbeiter aller Industriezweige mit weitläufigem Gelände oder explosionsgefährdeten Bereichen sind häufig nicht in den Informationsfluss eingebunden. Sie kommunizieren größtenteils über E-Mail oder Telefon, arbeiten – aus Mangel an Alternativen, Kompatibilität oder Zertifizierungen – noch mit Klemmbrett und Papier oder setzen Handheld-Computer nur im Offline-Modus ein. Mit eigensicheren, bis zu Zone 1/21 zertifizierten 4G/LTE Android Smartphones und Tablets können Mitarbeiter, Experten, Teams oder Projektgruppen nun professionelle Industrie-Applikationen nutzen, um live, agiler und flexibler zusammenzuarbeiten. Denn Collaborative Working ist mehr als einen Kollegen telefonisch um Hilfe zu bitten: Es befähigt „Mobile Worker“ ihre Arbeit an jedem Standort mit relevanten, unternehmenskritischen Informationen in Echtzeit effizient und sicher zu erfüllen.

Bestes Beispiel dafür – etwa bei der Dokumentation, Ferndiagnose, Wartung und Instandhaltung – sind Videokonferenz-Applikationen: Ein Mobile Worker, der eine Anlage in einer potentiell gefährlichen Arbeitsumgebung untersucht, kann Schäden noch während der Inspektion oder Instandhaltung erfassen und beheben. Er streamt Videos einfach direkt aus dem Ex-Bereich an den Experten in der Leitzentrale oder an anderen Orten, teilt Bilder des Schadens und erhält fachmännische Unterstützung. Experten können, ohne wertvolle Zeit zu verlieren, eine Ferndiagnose in Echtzeit stellen und erforderliche Maßnahmen oder Reparaturen inklusive Materialbestellung sofort einleiten – ohne dass ein Spezialist die Anlage oder gar die Offshore-Plattform persönlich besuchen muss. Darüber hinaus lassen sich Smartphone oder Tablet mit Push-to-Talk-Apps als digitale Funkgeräte in den Funkverkehr einbinden. So ist es jederzeit möglich, Informationen in Echtzeit – etwa in Gruppenanrufen – zu teilen und zu erhalten. Kostspielige Ausfall- und Reparaturzeiten werden damit drastisch reduziert.

Bessere Entscheidungen treffen und die Produktivität erhöhen

Wettbewerbs-, Produktivitäts- und Rentabilitätsvorteile der Industrie 4.0 können nur mit einer durchgängig hohen Informationsdichte entlang der gesamten Entscheidungs- und Prozesskette erschlossen werden. Mit Mobile Dashboards haben Führungskräfte jederzeit umfassend und übersichtlich Zugriff auf Daten, Wissen und Informationen, die Mitarbeiter – die zum Beispiel die Produktion und den Betrieb von Anlagen verantworten – live in Backend-Systeme einspeisen. Basierend hierauf können sie proaktiv anstatt reaktiv agieren, Trends erkennen sowie datengestützte Vorhersagen treffen – kurz: sie treffen bessere Entscheidungen.

Mitarbeiter wiederum können sich mit digitalen Arbeitsplänen und -aufträgen ganz auf ihre jeweilige Aufgabe vor Ort konzentrieren. In ERP-Systeme integrierte Planungs-Apps dienen der Visualisierung von Aufträgen und Ressourcen, dem Live Monitoring, der Abarbeitung und vielem mehr. Der Mobile Worker bekommt auf seinem Smartphone oder Tablet den Auftrag und Arbeitsaufgaben angezeigt, für die er legitimiert ist. Er erfasst einfach und schnell auf seinem mobilen Endgerät, welche Arbeitsschritte und Aufgaben er erledigt hat, wie viel Zeit er benötigte und welche Materialien verbraucht wurden. Die passende Applikation übermittelt diese Informationen automatisch an das Backend-System. Sollte einmal keine Internetverbindung vorhanden sein, lassen sich die Daten auch offline eintragen und werden bei erneutem Zugriff auf das Firmennetzwerk sofort in der Dokumentation aktualisiert. Die Arbeitszeit, die am Ende jeden Tages mit Verwaltungsaufgaben verbracht werden muss, wird damit deutlich reduziert und gleichzeitig die Produktivität signifikant erhöht.

Datenerfassung neu definiert

Professionelle Apps zur Datenerfassung in Kombination mit eigensicheren, mobilen Endgeräten bieten Unternehmen in explosionsgefährdeten Bereichen mehrere Vorteile: Ein offensichtliches Plus ist die Kosteneinsparung, da keine zusätzliche Hardware zum Scannen von Assets benötigt wird. Die Scanner-Funktion der ecom CamScan Keyboard App beispielsweise kann direkt in Anwendungen von Drittanbietern eingebunden und aufgerufen werden, um Daten einzufügen. Dadurch entfällt die manuelle Dateneingabe im Office komplett. Mit speziell zugeschnittenen Software-Paketen lässt sich so die Lücke zwischen Backend-Systemen und spezialisierter Datenerfassung schließen.

Die Erfahrung zeigt, dass Meldungen zu Geräten und Assets stark variieren – abhängig vom Reporting des jeweils zuständigen Ingenieurs. Diese Unterschiede in der Meldekultur führen beim Transfer in Backend-Systeme häufig zu Verwirrungen und unnötigem Zeitaufwand. Zusätzlich erschweren unzureichende Differenzierungsmöglichkeiten die genaue Zuordnung. Durch das Scannen und die direkte Abbildung in Eingabefelder von Applikationen wird die Datenerfassung vereinheitlicht. Das vereinfacht die manuelle und automatische Analyse, verringert die Wahrscheinlichkeit fehlerhafter Eingaben oder unzureichender Auswertungen und beugt so ungewollten Ausfällen vor.

Die Mobile Kommunikation der Zukunft

Mobile Apps verändern nicht nur unser tägliches Leben, sondern auch unsere Arbeitsweise. Von kleinen Anwendungen, wie einem Barcode-Scanner, bis hin zu großen und ineinander verzahnten Software-Lösungen, die oft speziell für einzelne Kunden entwickelt werden – all diese Applikationen sorgen für höhere Effizienz und Produktivität, nicht nur in Industrien mit explosionsgefährdeten Bereichen. Ex-zertifizierte Smartphones, Tablets und Peripheriegeräte bilden dabei die technologische Basis für vernetzte Anwendungen, die in den nächsten Jahren den entscheidenden Faktor für den Unternehmenserfolg darstellen werden.

ESXi-Driver Rollup

Bestimmt ist das jedem ESXi-Admin schon einmal passiert. Klappt das Update eines ESXi-Host aus welchen Gründen auch immer nicht, kann dieser in nicht mehr korrekt gestartet werden und ist nicht mehr erreichbar.

Zwar könnte man dann immer noch mit wenigen Handgriffen ein Neuinstallation initiieren, aber je nachdem, wie aufwendig das Rekonstruieren der eigenen Host-Konfiguration ist und je individueller das jeweilige Boot-Image war, desto länger dauert dieser Vorgang. Wohl dem, der über eine Enterprise-Plus-Lizenz und das Faeture Host-Profiles verfügt und dieses auch nutzt. Es geht aber auch einfacher:

Driver Rollback

VMware gibt nämlich ESXi-Admins eine  Möglichkeit an die Hand, mit wenigen Handgriffen auf die Version „vor“ einem Upgrade oder Update zurück zu wechseln.

Das klappt allerdings maximal für den vorherigen Stand,  zwei oder mehr Versionen zurück funktioniert leider nicht.

Um den Vorgang einzuleiten, drückt  man am Start-Bildschirm Strg+R und zwar noch  bevor das System anfängt, die einzelnen Module zu laden. Nach Prüfung der Version zu der zurück gewechselt werden soll, kann der Vorgang mit Strg+Y ( auf deutscher Tastatur „Z“) eingeleitet werden.

Die agile Transformation schaffen

Eine wirksame Umsetzung der agilen Transformation trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Motiviertere Arbeiter, Förderung der Kreativität und Entstehung von nachhaltigem Kundennutzen sind nur einige Vorteile. Voller Elan versuchen viele Unternehmen die Transformation so schnell wie möglich umzusetzen. Endlich flexibler, beweglicher und lebendiger werden – das fordern sowohl der globale Markt als auch die Businessprozesse. So gesehen ist die agile Transformation nichts anderes als die logische Folge der digitalen Transformation.  Werden bei „Agile Business“ dabei aber nicht einige Dinge beachtet, bleibt der angestrebte Erfolg eines nachhaltigen Wachstums auf der Strecke.

Die passenden Methoden wählen

Oftmals wissen Unternehmen nicht, in welche Richtung sie sich entwickeln sollen, trotzdem wollen sie sich möglichst rasch die Schnelligkeit und Flexibilität aneignen, die die digitale Transformation jeden Tag verlangt. Denn nur wer Projekte und Veränderungen in hohem Tempo stemmt, kann im digitalen Wandel bestehen. In dem Wissen, dass sie in der Zukunft nur nachhaltig wachsen können, wenn sie schneller, innovativer und zuverlässiger als die Konkurrenz sind, führen viele Unternehmen agile Methoden ein. Dabei soll die Agilität möglichst schnell die Performance steigern. Oftmals wird dabei übersehen, dass sich nicht alle agilen Methoden für jedes Projekt eignen, bzw. agile Methoden allein nicht immer ausreichen. In vielen Fällen ist eine Mischung aus agilen und klassischen Methoden notwendig, um das angestrebte Ziel zu erreichen.

Mindset überdenken

Ein Mindset besteht aus vielen Aspekten. Wollen Unternehmen die agile Transformation meistern, müssen sie sich die Frage stellen „Was will ich erreichen?“. Agile Unternehmen sind in vielerlei Hinsicht Veränderer und Vorreiter. Bei ihnen steht der Mensch im Mittelpunkt und es liegt der Fokus darauf, Nützliches zu erzeugen und dabei vom Kunden zu lernen. Dabei halten agile Unternehmen nicht an einem einmal gefassten Plan fest, sondern begrüßen Veränderungen. Die Fähigkeiten von fachlich top ausgebildeten Mitarbeitern, miteinander klar und konkret zu kommunizieren, gehören genauso dazu wie Kooperation und Reflexion. Dabei geht es aber in erster Linie darum, täglich in der Lage zu sein, sein Produkt zu bauen. Nur so kann das schnelle Feedback von Kunden wirken. Erst jetzt geht es auch um Methoden bzw. Verhalten. Es soll sichergestellt werden, dass jeder weiß, was zu tun ist und der Work-in-Progress begrenzt wird. Dabei steht alles unter dem Kontext von Produktentwicklung, Projekt oder Dienstleistung.

Achtung Stolperstein

Die Konsequenzen der agilen Transformation gelten sowohl für das Unternehmen als auch seine Mitarbeiter. Beachtet man einige mögliche Stolpersteine, können Fettnäpfchen vermieden und Schaden verhindert werden. Beispielsweise muss das Mindset eines Unternehmens auch zum Konzept „Agil“ passen. Sind Teile des Unternehmens langsam, andere aber schon agil,  wird die Transformation nicht gelingen. Agil fokussiert außerdem auf Effektivität und den Fluss: Dabei darf aber weder der Engpass, noch eine andere Ressource im Unternehmen überlastet sein. Agil bedeutet, dass Ressourcen auf Arbeit warten. Es gibt kein negatives Multitasking.

Es spricht fast alles für agile Methoden. Allerdings müssen diese an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst sein und auch mit klassischen Methoden kombiniert werden. Dann bringt die agile Transformation viele Vorteile: Umsatz- und Gewinnsteigerung, Halbierung der Projektlaufzeit und Erhöhung der Terminzuverlässigkeit sind nur einige.

Netzwerke mit der PowerCLI verwalten

Um vSphere 6.5 von der PowerShell aus zu verwalten, benötigen Sie PowerCLI 6.5 (https://my.vmware.com/de/web/vmware/details?downloadGroup=PCLI650R1&productId=614).

Die CMDlets New-VMHostNetworkAdapter und Set-VMHostNetworkAdapter verfügen über die Option  VsanTrafficEnabled. VMware hat außerdem CMDlets integriert, mit denen sich I/O-Filter konfigurieren lassen. Dazu stehen die CMDlets Get-VAIOFilter, New-VAIOFilter und Remove-VAIOFilter zur Verfügung.

In der Service-Konsole können Sie durch Eingabe verschiedener Befehle Verwaltungsaufgaben durchführen. Das ist bei der Konfiguration der Netzwerkumgebung zum Beispiel sinnvoll, wenn Probleme bei der Anbindung an vCenter oder den vSphere-Client auftauchen.

Der wichtigste Befehl dazu ist service. Mit diesem können Sie verschiedene Systemkomponenten in VMware starten, beenden und pausieren lassen. Die wichtigsten in diesem Bereich sind mgmt-vmware, vmware-vpxa, firewall, vmware-hostd und vmware Web Access.

Ps und kill  kann VMs beenden, die nicht mehr reagieren. Ps zeigt den Status an. Die Option EF zeigt Informationen zu Prozessen an. Der Befehl kill beendet Prozesse. Stellen Sie zum Beispiel Verbindungsprobleme zwischen der VMware-Umgebung und vCenter oder anderen Clients fest, können einige Dienste Probleme bereiten. Diese können Sie aber relativ einfach beenden und danach neu starten:

killall vmware-serverd

killall -9 vmware-serverd

Danach starten Sie die Dienste neu mit:

service httpd.vmware restart

service xinetd restart

Vmkping ist eine spezielle VMware-Variante von Ping. Es nutzt Teile des VMkernel, um den VMkernel-Port anderer ESX-Hosts anzupingen. vmkfstools kann virtuelle Laufwerke steuern, insbesondere die Größe von virtuellen Laufwerken anpassen oder auch diese konvertieren. Esxtop zeigt Statistiken zur Nutzung von CPU, Arbeitsspeicher und Laufwerken an.

Probleme mit Netzwerkadaptern auf ESXi-Hosts beheben

In produktiven Umgebungen, in denen sie produktive VMs betreiben, sollten Sie in jedem Fall auf Hardware setzen, die kompatibel mit vSphere 6.5 ist.

Wenn Sie noch eine Test- oder Entwicklungsumgebung installieren wollen, und die Installation zum Beispiel auf einem älteren Server, oder einem PC durchführen, kann es durchaus passieren, dass die Netzwerkadapter auf der entsprechenden Hardware nicht erkannt werden. Im folgenden Abschnitt gehen wir darauf ein, wie Sie solche Probleme beheben können.

Netzwerkadapter identifizieren

Wenn Sie ESXi auf einem Server installieren, und der Netzwerkadapter nicht erkannt wird, erhalten Sie durch den Installationsassistent eine entsprechende Fehlermeldung. Unter Netzwerkadapter zu identifizieren, verwenden Sie zunächst die Tastenkombination Alt + F1. Dadurch öffnet sich die Konsole des Installation-Assistenten. Geben Sie hier als Benutzernamen den Benutzernamen „root“ ein und klicken Sie auf Enter. Ein Kennwort ist zur Anmeldung während der Installation nicht notwendig. Geben Sie danach den folgenden Befehl ein:

lspci -v

Anschließend zeigt der Installationsassistent alle Hardware-Geräte des Servers an. Hier sollten auch die Netzwerkadapter angezeigt werden. Merken Sie sich den Hersteller des Adapters.

Auf der Seite http://esxi-customizer-ps.v-front.de können Sie sich ein PowerShell-Skript herunterladen, welches die notwendigen Treiber automatisch aus dem Internet herunterladen kann und automatisch eine aktuelle ISO-Datei für die Installation von ESXi 6.5 erstellen kann. Laden Sie sich das PowerShell-Skript auf den Rechner herunter, öffnen Sie die PowerShell und wechseln Sie in das Verzeichnis, in das sie das Skript kopiert haben. Geben Sie anschließend den folgenden Befehl ein:

.\ESXi-Customizer-PS-v2.5.ps1 -v65 -vft -load net55-r8168,net51-r8169,net51-sky2

Der Computer, auf dem sie den Befehl ausführen, muss mit dem Internet verbunden sein, da das PowerShell-Skript den Treiber aus dem Internet herunterlädt, automatisch eine ISO-Datei zur Installation von ESXi 6.5 erstellt.

Industrie 4.0 – wie die Einführung gelingt

Einschneidende technische Entwicklungen gab es zu jeder Zeit und auch heute noch gilt: Wer sich neuen Technologien öffnet, setzt damit den ersten Schritt auf der Erfolgsspur. Verbunden allerdings mit einem großen Risiko: Topmanager verlieren den Fokus, weil sie zu viele verschiedene Maßnahmen, Initiativen und Verbesserungsprojekte gleichzeitig starten. Parallel erzeugen etablierte Steuerungs- und Kennzahlensysteme oft zusätzlich Handlungskonflikte und sorgen so für eklatante Verzögerungen. Um den Fokus richtig zu setzen, sollten sich Entscheider an drei zentralen Fragen orientieren:

  • Wie kann der Normalbetrieb des Unternehmens unabhängig von einem Eingreifen lukrativ laufen?
  • Wie baut das Management ein Steuerungssystem auf, das keine Zielkonflikte, sondern eine gemeinsame Zielorientierung erzeugt?
  • Wie funktioniert es, sich auf die Aktivitäten zu konzentrieren, die das Unternehmen heute und morgen deutlich voranbringen?

Nicht nur lokale Optimierungen

Im Rahmen der Industrie 4.0 finden Optimierungen nicht selten nur lokal statt. Diese Verbesserungen in einem Bereich bedingen vielmals Verschlechterungen in anderen Bereichen. Es entsteht ein zusätzlicher Bedarf an Verbesserungsideen und –initiativen, sodass Projekte um Ressourcen und Aufmerksamkeit konkurrieren. Die Entwicklung von Strategien und wichtige Entscheidungen bleiben auf der Strecke. Werden folglich die falschen Zukunftsziele fokussiert oder findet überhaupt keine Fokussierung statt, bleibt ganz schnell auch der wirtschaftliche Erfolg aus.

Messbare Verbesserungen durch Fokus im Management

Nur sehr wenige Faktoren bestimmen jeweils zu einem bestimmten Zeitpunkt die Leistung des Unternehmens und haben zum Teil nachhaltige Auswirkungen. Eine am Engpass verlorene Stunde ist für das ganze System eine verlorene Stunde. Deshalb wird es für die Einführung neuer Technologien und den zukünftigen Erfolg immer wichtiger, sich zu fokussieren. Genau das führt zu kontinuierlichen, spür- und messbaren Verbesserungen. Dadurch fühlen sich Mitarbeiter im Unternehmen wohler und sind motivierter, auch neue Entwicklungen mitzutragen und voranzutreiben. Angestrebte Ergebnisse werden schneller erreicht und durch fokussierte Initiativen auch qualitativ besser.

Industrie 4.0 ist auch nur ein Projekt

Die Anpassungen an die Industrie 4.0 müssen im Unternehmen parallel zu bereits bestehenden Projekten erfolgen und reihen sich so ins Multiprojekt-Geschäft ein. Wichtig: Erst wenn der Wandel selbst als vollwertiges und zukunftsträchtiges Projekt gesehen wird, können Unternehmen den Weg erfolgreich gehen. Damit die notwendigen Anpassungsprozesse nicht ins Stocken geraten, ist eine durchdachte Vorgehensweise erforderlich: Eine einfache, engpassorientierte Steuerung, eindeutige und robuste Prioritäten, Unternehmens- statt Bereichs-Optimierung sowie ein Fokus auf Geschwindigkeit sorgen dafür, dass das Projekt Industrie 4.0 tatsächlich fließt. Unternehmen mit einem hohen negativen Multitasking-Anteil sind deutlich weniger erfolgreich. Umgekehrt gilt: Wird in Unternehmen Projektmanagement tatsächlich gelebt, ist der negative Multitasking-Einfluss deutlich geringer. Um den eigenen Multitasking Score herauszufinden, gibt es eine einfache und schnelle Möglichkeit. Die neun Fragen zum Multitasking und zum Potential stehen in Form eines Onlinetests zur Verfügung.

Die Physik des Erfolgs durch Fokussierung besagt: Die konsequente und zielführende Anwendung des Grundsatzes „Tun, was getan werden muss“ erzeugt eine positive Wirkung. Im Fokus einer Veränderungsinitiative sollte deshalb immer das ganze Unternehmen liegen und niemals nur ein Teilbereich. Das gilt insbesondere für die großen Weichenstellungen der Industrie 4.0 und die damit verbundenen Entwicklungen hin zum Connected Enterprise.

ESXi-Boot-Image sichern

Das Booten eines ESXi-Hosts vom USB-Stick gehört neben Autodeploy zu den beliebtesten Start-Verfahren und wird von VMware auch voll unterstützt. Da lokale Platten in ESXi-Host – sieht man mal von VSAN ab – mehr oder weniger nutzlos sind, betreibt man einen ESXI-Host heute in der Regel diskless. Für das Starten des Hypervisors genügt ein 8GB USB-Stick, sofern man etwas Reserve für den Scratch-Bereich einplant; minimal tun es auch 4GB beim Standard-Partitions-Layout.

Und das Beste daran: das Start-Image lässt sich mit ESX-Bordmitteln sehr einfach für den Notfall wegsichern, den bekanntlich sind USB-Sticks nicht besonders langlebig. Zum Einsatz kommt das gute alte Linux-dd, das auch die ESXi-Shell dank busybox beherrscht. Anschließend kann man aus dem dd-Image bei Bedarf jederzeit einen neuen Boot-Stick klonen.

ESXi-Desaster-Recovery

Dieser DR-Workaround ist sehr komfortabel auch wenn es natürlich andere Möglichkeiten gibt. Mit Autodeploy kann man bekanntlich auf eine Installation von ESXI auf Datenträgern auch ganz verzichten. Ferner kann ein ESXI-Host auch aus dem SAN booten und das Neuaufsetzen eines ESXI-Servers aus dem Installations-ISO dauert ja auch nicht ewig, sofern man die eigene ESXi-Config vorher z. B. mit Hilfe von Host-Profilen gesichert hat.

Auch Distributed vSwitche lassen über den Web Client komfortabel sichern und nach dem Neuaufsetzen eines Hosts wieder einspielen. Nichts davon geht jedoch so schnell und komfortabel, wir das Kopieren den kompletten USB-Sticks in ein Image. Und das geht wie folgt

Zunächst legt man auf einem für den betreffenden ESXi-Host zugänglichen Datastore ein Zielverzeichnis an. Im Beispiel verwenden wir einen NFS-Datastore, der auf ein freigegebenes Verzeichnis auf einem SAN-Gerät verweist. Der zugehörige Pfad aus Sicht des ESXi-Hosts lautet im Beispiel /vmfs/volumes/73ce4fbc-10a9189c/Backup-Bootdevices.

Das Anlegen des Verzeichnisses kann wahlweise im Datastore-Browser des Web- oder Hosts-Clients erfolgen, auf der Kommandozeile mit „mkdir“ oder mit Hilfe eines grafischen SFTP-Client.

Danach muss man die passende Geräte-Datei für das USB-Gerät ermitteln, der als „if“-Parameter für das dd-Kommando dient. Auch das geht wahlweise an der ESXi-Shell oder via SSH mit ….

ls -la /dev/disks/ | grep mpx

oder man schaut einfach mal in die Storage-Adapter Ansicht für den USB-Controller im Web Client.

Nun steht der Verwendung des dd-Kommandos mit den Parametern „if“ (Input File) und „of“ (das eben angelegte Sicherungsverzeichnis nichts mehr im Wege:

dd if=/dev/disks/<USB-Device> of=/vmfs/volumes/<Datastore>/<Ordner>/<Name>.img

im Beispiel:

dd if=/dev/disks/ mpx.vmhba33:C0:T0:L0 of=/vmfs/volumes/73ce4fbc-10a9189c/Backup-Bootdevices/hv1.img

Anschließend kann man das Image auf einem beliebigen Rechner zur Weiterverarbeitung herunterladen. Auch das kann wahlweise mit dem Datastore-Browser des Web Clients oder wie im Beispiel mit einem SFTP-Client erfolgen:

Danach kann man das Image auf einen Windows-Rechner z. B. mit einem Tool wie Rufus auf einen neuen USB-Stick schreiben, der um Komplikationen zu vermeiden, die gleich Größe haben sollte. Etwaige vorhandene Partitionen sind vorher zu löschen. Es spricht natürlich auch nichts dagegen, auch für das Zurückschreiben dd zu benutzen.

Was die Industrie vom Handel lernen muss

Fest steht: Kaum ein Resultat der Digitalisierung war für Endkunden so konkret greifbar, wie die digitale Transformation des Handels. Die rasche und flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet traf die Branche mit einer gewaltigen Wucht, die sie radikal umkrempeln sollte. So kam es zu einer Verschiebung weg vom stationären Handel und hin zu einer konstant wachsenden Dominanz des eCommerce in nur wenigen Jahren. Inzwischen erwartet die deutsche Internetwirtschaft für 2017 einen Umsatz von 55 Milliarden Euro, im Jahr 2019 sollen es bereits 70 Milliarden sein.

Gleichzeitig zeigen die aktuellen Entwicklungen im Handel aber auch, dass die anfängliche Angst vor dem Aussterben des lokalen Handels „vor Ort“ nicht einzutreten scheint. Im Gegenteil: Für stationäre Händler ergeben sich neue Chancen und Symbiosen – man denke nur an die nahtlose Verbindung von Online- und Offline-Handel am Point of Sale, die die zunehmende Verflechtung beider Welten sichtbar macht. Zahlreiche Beispiele aus dem Handel belegen immer wieder, wie die traditionelle Aufteilung in online und offline zunehmend zerfällt, wenn beispielsweise bestehende Ladenkonzepte um digitale Angebote erweitert werden, oder ehemals reine Online-Händler plötzlich Filialen in den Innenstädten eröffnen. Gerade mit dem Einsatz von VR-Technologien erzeugen Händler ein neues und umfassendes Markenerlebnis und machen die Nutzer zum Teil der Geschichte. Das beeinflusst das Konsumentenverhalten und beflügelt den Visual eCommerce aktuell sehr deutlich.

Impulse aus dem Handel

Die disruptive Dynamik, die im Retail längst Einzug gehalten hat und einen massiven Fokus auf kundenzentrierte Geschäftsmodelle in sich trägt, hat auch die Industrie erfasst und verändert die Art wie Industrieunternehmen operieren. Klare Indizien dafür sind beispielsweise innovative „As-a-Service“-Modelle, die sich bereits seit einigen Jahren wachsender Beliebtheit erfreuen. Entsprechend wichtig erscheint es also, als Unternehmen hier am Ball zu bleiben und einen Blick über die eigene Branche hinaus zu wagen. Speziell der Handel und die Entwicklungen, die er vollzogen hat, können hierbei als instruktives Vorbild dienen. Konkret lassen sich bezüglich der Verknüpfung von Offline- und Online-Aktivitäten sowie des systematischen Einsatzes von Data Analytics insbesondere für die Unternehmensbereiche Marketing, Kundenservice und Sales wertvolle Erkenntnisse ableiten. Aber auch die sogenannten „Blue Collar“-Bereiche wie Fertigung oder Logistik können vom Handel lernen, etwa was den wertschöpfenden Einsatz mobiler Endgeräte im Business-Umfeld anbelangt.

Insgesamt zeigt die Entwicklung des Retails aber auch, dass strategische Partnerschaften in Zukunft immer wichtiger werden, wenn es darum geht, wahrgenommen zu werden und für die Kunden weiterhin relevant zu sein. Ähnlich wie die großen Industriegiganten, kämpfen die klassischen Händler schon länger damit, im digitalen Zeitalter weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie mussten und müssen weiterhin aktiv nach neuen Geschäftsmodellen und Nischen suchen, um den Kunden einen Mehrwert bieten, den sie so bislang nicht erfahren haben. Die Idee scheint zu funktionieren: Drei von vier Kunden möchten auch in Zukunft weiterhin im Laden einkaufen können (KPMG), 75 Prozent der Deutschen kaufen mindestens einmal im Monat in einem „analogen“ Laden ein (PwC). Und auch jüngere Konsumenten zwischen 18 und 24 Jahren bekennen sich weiterhin zu den Geschäften auf der Straße (PwC) – kein Wunder also, dass 2016 in Deutschland über 6 Milliarden Euro in den Bau klassischer Geschäfte investiert wurde (EHI Retail Institute).

Auch sämtliche Zweige der Industrie sehen sich mit neuen, oft rein digitalen Wettbewerbern konfrontiert. Man denke nur an die Automobilindustrie, die plötzlich mit Google und Tesla konkurriert, oder die Logistik, die in großen Online-Händlern durchaus eine Bedrohung ihres Geschäftsmodells sieht. Sogar etablierte Energieanbieter müssen sich Gedanken machen, wie sie gegenüber Start-Ups beispielsweise beim Thema Smart Grid weiterhin punkten können. Kunden wünschen sich in jedem Fall optimale Services und innovative Customer Experiences – in diesem Zusammenhang beweist das Beispiel Retail, dass Konkurrenz das Geschäft nicht nur beleben, sondern sogar verbessern kann.

Appell an die Industrie

Die Digitalisierung eröffnet jedoch keinesfalls nur Anbietern, die quasi aus dem „Nichts“ kommen, neue Chancen – speziell das Internet of Things befähigt Industrieunternehmen durch die intelligente Vernetzung von Produktionsprozessen dazu, völlig neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und sich dadurch neue Märkte und Kundengruppen zu erschließen. Damit dies gelingen kann, muss rechtzeitig in entsprechende Technologien investiert werden; allerdings zeigen Studien immer wieder deutlich, dass gerade Deutschland in Sachen IoT-Investitionen meist eher zurückhaltend agiert. Daher appelliere ich stark an die Industrie, die folgenden Punkte in Zukunft umzusetzen:

  • Die Online-Welt muss sinnvoll und innovativ mit der Offline-Welt gekoppelt werden;
  • Daten und Analyse-Tools sollten intelligent und umfassend eingesetzt werden, um so neue Geschäftsmodelle zu entwickeln;
  • Es braucht strategische Partnerschaften über Branchengrenzen hinweg;
  • Die Einbindung neuer Technologien wie Smart Signage oder Augmented und Virtual Reality sollte fest in der Unternehmensstrategie verankert werden.

Sicherlich steht die Industrie im Zuge von Digitalisierung und Vernetzung vor ganz eigenen Herausforderungen. Nicht jeder Erfahrungswert aus dem Handel lässt sich eins zu eins übertragen; dennoch kann es hilfreich sein, den Blick über den Tellerrand hin auf andere Branchen zu richten, um in Zeiten massiver Umbrüche flexibel und wettbewerbsfähig zu bleiben. Ich wage zu behaupten, dass die Digitalisierung der Industrie in den nächsten Jahren noch mehr an Geschwindigkeit zulegen wird – wer hier nicht rechtzeitig auf den Zug aufspringt, landet auf dem Abstellgleis. Absolute Grundvoraussetzung für das Meistern aller künftigen Herausforderungen wird es in jedem Fall sein, geltende „Wahrheiten“ und Muster zu hinterfragen und neue Perspektiven zu wagen.

Vernetzungstechniken im Überblick

Industrie 4.0, Smart Home, Smart City – das Internet der Dinge erfasst alle Wirtschafts- und Lebensbereiche. Bis in die hinterste Ecke im Keller, bis an die entfernt gelegene Windkraftanlage, in die abgeschirmte Produktion und unter den Straßenbelag müssen Vernetzungstechnologien reichen, wenn überall Sensoren, Motoren, ganze Maschinen und Anlagen zum Internet der Dinge verbunden werden sollen. Eine ganze Reihe sehr unterschiedlicher Technologien stehen dafür zur Verfügung: kabelgebundene und kabellose, zum Überbrücken von kurzen oder auch großen Distanzen, für kleine Datenpakete und große Datenströme in Echtzeit. Sie haben alle ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Die eine, für alle Anwendungen passende Vernetzungstechnologie gibt es nicht. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Technologien und deren Eigenschaften, Vor- und Nachteile sowie Anwendungsbeispiele.

Festnetzverbindung

Deutschland ist zumindest in den besiedelten Gebieten flächendeckend per Festnetz versorgt. Fast alle Haushalte sind über ihr Festnetz an das Internet angeschlossen, die meisten per DSL. Das funktioniert selbstverständlich auch für einzelne Anlagen und smarte Geräte. Grundsätzlich lässt sich diese Verbindung für die Datenkommunikation mit Elementen im Internet der Dinge nutzen. Der Haken: Die Kommunikation läuft immer über einen Router, der als zusätzliches, stationäres Gerät die eigentliche Verbindung zum Internet herstellt. Das erhöht den technischen Aufwand, weil ein weiteres Gerät administriert und gewartet werden muss. Außerdem ist ein zusätzlicher Stromverbraucher in Betrieb. Der Nachteil „Router“ kann aber auch ein Vorteil sein: Als Gateway kann er die Kommunikation von vielen Sensoren und intelligenten Maschinen bündeln und ins Internet weitergeben  – und umgekehrt. Ein Konzept, das sich für viele IoT-Anwendungen anbietet. Die meisten Smart-Home-Anwendungen funktionieren so. Viele von ihnen funken in einem lizenzfreien Band die meist geringen Datenmengen zur Steuerung etwa der Heizung an eine zentrale Einheit, die an den heimischen Router angeschlossen ist.

Mobilfunk

Mit dem Mobilfunk lässt sich jedes Gerät direkt ins Internet der Dinge einbinden. Entsprechende Kommunikationsmodule sind längst so sehr verkleinert worden, dass sie sich in nahezu jedem Gehäuse unterbringen lassen. Der offensichtliche Vorteil des Mobilfunks: Er ist quasi überall verfügbar, erfordert keine eigene Leitung zum IoT-Gerät und ermöglicht auch mobile Anwendungen. Im Wesentlichen stehen in Deutschland vier Funknetze zur Verfügung: das seit langem etablierte GSM-Netz, das UMTS-Netz, das Bündelfunknetz und das moderne LTE-Netz.

Einen nicht zu vernachlässigenden Vorteil bringt der Mobilfunk außerdem mit sich: Mobilfunknetze gelten als sicher, weil sie von den großen Providern entsprechend zuverlässig geschützt werden. Der Einsatz von Technologien wie Virtual Private Networks (VPN) auf der Basis von Multiprotocol Label Switching (MPLS) sorgt zusätzlich nicht nur für eine zuverlässige Verschlüsselung, sondern auch für festgelegte Pfade, eine definierte Bandbreite und Geschwindigkeit sowie Zuverlässigkeit des Datenverkehrs.

Mögliche Funktechnologie für Smart Grids und ihre Eigenschaften

Quelle: VDE

Wichtigstes Kriterium für die Wahl der passenden Mobilfunktechnik ist selbstverständlich die Netzverfügbarkeit. Zwar erreichen alle Techniken von allen Anbietern in Deutschland im Wesentlichen eine flächendeckende Versorgung, doch im Einzelfall gilt es immer zu prüfen, ob die gewünschte Technik auch genau am geplanten Standort verfügbar ist. Hinzu kommt die unterschiedliche Durchdringung der Funkwellen etwa von Gebäuden. Mauerwerk, Beton und Stahlarmierung senken die Reichweite der Mobilfunknetze deutlich. Nach einer Studie von Telefónica Deutschland sind deshalb beispielsweise rund 25 Prozent der Stromzähler, meist im gut abgeschirmten Keller installiert, in Deutschland nicht per Mobilfunk erreichbar – und zwar unabhängig vom Netzbetreiber.

Funknetze im niedrigeren Frequenzbereich bieten hier Vorteile, weil sie mit ihrer größeren Wellenlänge Bauwerke besser durchdringen. In einer Fallstudie hat die Universität Dortmund beispielsweise festgestellt, dass in einem städtischen Umfeld per UMTS im 2,1-GHz-Netz beispielsweise nur knapp 36 Prozent der Haushalte entsprechend angebunden werden können, im GSM-Netz von 900 MHz immerhin knapp 79 Prozent.

Für optimale Konnektivität per Mobilfunk bieten sich Kommunikationslösungen an, die Roaming ermöglichen. So erlaubt die Global SIM von Telefónica technisch die Verbindung mit jedem verfügbaren Mobilfunknetz; in der neuesten Generation gilt das auch für LTE. Roaming ist damit nicht nur möglich, wie es viele im internationalen Reiseverkehr kennen, sondern auch national: Selbst innerhalb von Deutschland lassen sich mit der Global SIM standardmäßig die Mobilfunknetze aller Wettbewerber nutzen – ohne zusätzliche Technik und Rechnung.

Doch auch so lassen sich nicht alle möglichen Geräte an allen Standorten vernetzen. Vorhandene Lücken müssen über weitere Kommunikationstechnologien geschlossen werden. Dafür bieten sich zum Beispiel selbstorganisierende Netzwerke an, sogenannte Mesh-Netzwerke, die zwischen verschiedenen Geräten oder zwischen Gateways aufgebaut werden. So überbrücken sie die fehlende direkte Anbindung ans Internet.

Neues Potenzial dank Narrow-Band

Neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet die Narrow-Band-LTE-Technik. Sie nutzt die LTE-Mobilfunknetze, ist aber auf geringen Energieverbrauch hin optimiert. Dafür beschneidet sie die sonst mögliche Datenbandbreite per LTE. Sie ermöglicht Geräte, die zum Beispiel per einfacher Batterie mit Strom versorgt werden und zehn Jahre lang ohne Batteriewechsel Daten ins Internet der Dinge funken können.

Diese Technologie lenkt den Blick auf essenzielle Größen für die Wahl der richtigen Vernetzungstechnik im Internet der Dinge – neben der eigentlichen Netzanbindung: Welche Datenmengen müssen in welcher Zeit übertragen werden? In einer groben Näherung gilt die einfache Faustformel: Je weniger Daten mit geringerer Bandbreite versendet werden, desto niedriger ist der Stromverbrauch. Diesen Zusammenhang macht sich Narrow-Band-LTE zunutze. Diese Technik bietet sich deshalb vor allem bei Anwendungen an, die nur wenige Daten senden. Zum Beispiel Sensoren, Zähler oder Steuerungen, die eher selten oder nur im Kilobytebereich senden und empfangen. Telefónica hat mit dieser Technologie in Chile bereits ein großes Projekt zur Ausstattung von Smart-Metern erfolgreich durchgeführt. Ein anderes Anwendungsbeispiel: Sensoren im Straßenbelag, die einfach nur melden, ob ein Parkplatz belegt ist oder nicht.

Große Erwartungen an 5G

Größere Bewegung in den Markt der Verbindungstechnologien wird die nächste Mobilfunk-Generation bringen, 5G. Sie stellt den Zusammenhang zwischen Datenvolumen, Bandbreite und Stromverbrauch fast auf den Kopf und bringt wesentliche Vorteile, die gerade für das Internet der Dinge von großer Bedeutung sind: Sie kommt mit rund zehn Prozent der Energie der bisherigen Technik aus, erlaubt noch breitbandigere Anbindungen und reduziert die Latenzzeit auf ein bis zwei Millisekunden. Damit werden Reaktionen quasi in Echtzeit möglich. Doch bis 5G in der Breite verfügbar wird, vergehen noch ein paar Jahre. In diesem Jahr sollen die internationalen Standards für 5G festgezurrt werden, im Jahr 2018 ist mit ersten Pilotnetzen in 5G-Standard zu rechnen. Kommerzielle Netze werden wohl frühestens ab 2020 freigeschaltet, eine gute Versorgung in Ballungsräumen und an wichtigen Verkehrsrouten soll bis 2025 erreicht werden.

Neben den Mobilfunktechniken lassen sich selbstverständlich auch bekannte Funkstandards wie WLAN und Bluetooth für die Vernetzung im Internet der Dinge nutzen. Sie erfordern in der Regel ein Gateway, das die Daten ins öffentliche Internet weiterleitet. WLAN erlaubt mittlerweile Bandbreiten bis in den Gigabit-Bereich; Bluetooth wird eher in Richtung niedriger Energieverbrauch optimiert und erhält dann das Kürzel LE für „Low Energy“. Beide Techniken sind aber nur im näheren Umfeld geeignet – Bluetooth für Reichweiten von zehn Metern, WLAN bis zu 100 Metern.