Mit Cloud-Plattformen die Wertschöpfung steigern

Mehr denn je sind Unternehmen heute gefordert, ihre Prozesse und Produkte schnell an neue Kundenansprüche anzupassen. Die Digitalisierung hat diese Entwicklung verschärft, bietet aber auch einen Lösungsansatz. Mit der Vernetzung zum Kunden ergibt sich eine neue Datenbasis, um veränderte Anforderungen zu erkennen und zu verstehen. So sind Unternehmen in der Lage, ihre Produkte und Service bedarfsgerecht zu digitalisieren. Allerdings geht damit gleichfalls ein größeres Datenvolumen und eine höhere Komplexität der IT-Landschaft einher. Unternehmen suchen daher nach möglichen Synergie- und Effizienzpotenzialen, um ihre Prozesse zu verschlanken. Doch die Digitalisierung bietet der Industrie mehr als nur Einsparungspotenziale innerhalb der bestehenden Strukturen: Den Freiraum und die Technologie, neue Geschäftsmodelle für ihre Produkte anzubieten, die über deren Entwicklung, Fertigung und Auslieferung an den Kunden hinausgehen. Ein Hersteller von Heizungsanlagen hat heute beispielsweise die Möglichkeit, ergänzende Serviceleistungen wie die Steuerung der Anlage für das Smart Home oder automatisierte Wartungsmaßnahmen anzubieten. Darüber hinaus lassen sich die Daten aus dem Einsatz beim Kunden auch für die Weiterentwicklung des Produktes nutzen.

Hybrid Cloud als zentrale Plattform

Die neuen Service-Modelle erfordern jedoch ebenfalls offene Systeme. Das meint unter anderem Schnittstellen zu nicht systemnahen Diensten oder anderen unabhängigen Internet of Things (IoT) Plattformen. Die Hybrid Cloud bietet alle Voraussetzungen für die Erweiterung der Geschäftsmodelle. Sie ermöglicht die Integration externer Dienste, deren Nutzung unabdingbar ist. Natürlich ist die Hybrid Cloud auch mit Herausforderungen verbunden. Die Einbindung der Public Cloud erfordert umfangreiche Security-Maßnahmen. Zusätzlich bedarf die Integration anderer IoT-Plattformen und externer Dienste viel Know-how.

Nichts desto trotz ist das Potenzial der Hybrid Cloud groß. Die Digitalisierung der Fertigungsprozesse eröffnet den Unternehmen Raum für Innovationen, die mit der Hybrid oder Public Cloud laufen lernen. Grundlage dafür sind die gewonnenen Daten, die bereits, häufig im Rahmen eines Product Lifecycle Managements, Nutzung finden. Dabei handelt es sich um Geo- und Sensor-Daten, Regel- und Steuerinformationen. Sie fließen in die Weiterentwicklung der Produkte ein und optimieren Betriebsabläufe. Die aktive Steuerung von Anlagen, Asset Tracking oder eine verlässliche Vorhersage, wann der Austausch von Ersatzteilen ansteht, ist heute bereits möglich. Das erfordert allerdings die Anbindung der Anlagen an die Systeme von Zulieferern und Dienstleistern sowie Schnittstellen zwischen Software-Systemen. Hier kommt die Hybrid Cloud ins Spiel. Sie ermöglicht die Integration dieser externen Dienste und weiterer Cloud-Plattformen aus dem Internet of Things ebenso wie die Anbindung von Security Devices.

Weiter denken

Welches Modell das richtige ist, hängt von den Zielen des Unternehmens ab. Grundsätzlich ermöglicht die Hybrid Cloud jedoch das Schaffen offener Systeme, was ein entscheidender Vorteil gegenüber Wettbewerbern ist. Dadurch sind die Produktingenieure in der Lage, ihr geballtes Know-how in die Industry of Things zu transferieren. Wer weiter denkt und den Schritt in die Hybrid Cloud wagt, wird den Wettbewerbern voraus sein.

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