2017 ist das Jahr des „Internet of Some Things“

Das Internet of Things (IoT) setzt seinen kometenhaften Aufstieg fort. Ein unendliches Angebot ist in die Netzwerke überall auf der Welt eingeflossen und bringt es inzwischen auf 23 Billionen Geräte. Von Connected Cars über Thermostate bis zu Rasenmähern – vorhandene Endgeräte, die nun über das Internet verbunden sind, geben uns Informationen oder verhalten sich automatisch, und dies auf Basis unserer Nutzungs- oder Verhaltensweisen. IoT-Konzepte erhalten immer mehr Einzug in Business- und Consumer-Anwendungen, mit dem Ziel, Aufgaben einfacher und schneller zu erledigen und mögliche Bedürfnisse vorherzusagen.

IoT wird tiefgreifende Auswirkungen auf unser Leben haben, es wird Bestandteil unseres Alltags werden und die Art und Weise ändern, wie geschäftliche Prozesse ablaufen und wie wir mit Geräten aber auch untereinander agieren.

Hochentwickelte Cyberangriffe setzen Unternehmen Risiken aus

Dennoch läuft nicht alles problemlos. Hochentwickelte Cyberangriffe wie Petya und WannaCry bereiteten Banken und Organisationen weltweit Probleme. Mit der zunehmenden Anzahl an IoT-Geräten wachsen die Bedenken sowohl auf Kunden- als auch Unternehmensseite, dass solche Angriffe weiterhin ansteigen werden. Derzeit gibt es keine staatlichen Regularien für solche Geräte. Es gibt keine Standards und die Technologie entwickelt sie zu schnell. Zudem werden IoT-Geräte und smarte „Dinge“ in unterschiedlichen rechtlichen Einflussbereichen weltweit hergestellt, die zu schnell auf die Märkte geworfen werden, als dass staatliche Regularien greifen.

Aus den Cyberangriffen muss die Lehre gezogen werden, dass trotzdem die Entwicklung und Einführung von IoT-Geräten revolutionär sind, diese fachgerecht gesichert und reguliert werden müssen. Es scheint, dass das „Internet of Things“ – bevor es sich langsam zum „Internet of Everything“ entwickelt – erst einmal einen Schritt zurückmachen und herausfinden muss, wie es sich selbst künftig schützt. Über die letzten fünf Jahre hat sich die Anzahl global vernetzter Geräte mehr als verdoppelt – von 8.7 auf 23 Billionen – und bringt dabei ständig neue Schwachstellen mit sich.

Die relevanten Daten identifizieren und diese effizient nutzen

Cybersicherheit stand für viele Jahre an der Spitze der Tech-Themen. Mit der nahezu unkontrollierbaren Anzahl von zunehmend vernetzten Geräten wird diese neue Cyberbedrohung weiter wachsen. Aus SOTIs Sicht sollten Unternehmen daher Bilanz ziehen und es zum „Internet of Some Things“ zu machen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass IoT großen Einfluss auf unser Leben haben wird. Viele Unternehmen, nahmen das Internet of Things bereitwillig an und integrierten eine auf sie zugeschnittene Strategie. Für diese erhielten sie die Belohnung in Form eines neuen Levels an Mobilität und Effizienz, was das Geschäftswachstum enorm ankurbelt. IoT, richtig eingesetzt, bietet unerschlossenes Potential. Vernetzte Endpunkte innerhalb eines Unternehmensökosystems fungieren als Portal, mit der Fähigkeit, stetig wertvolle Daten zu sammeln. Lediglich die Informationen zu haben, bringt allerdings nicht viel. Gefragt ist die Fähigkeit, diese Informationen zielgerichtet auszuwerten und dann auf geeignete Weise einzusetzen, um Prozesse im Unternehmen und das eigene Geschäft zu optimieren. Je mehr vernetze Geräte auftauchen, desto mehr Informationen werden verfügbar – und desto größer die Herausforderungen an Sicherheit und Verarbeitung dieser Daten.

Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen sich fragen: Sind diese Daten überhaupt nützlich? Wie helfen sie uns dabei, besser zu werden, das Unternehmen vom Wettbewerb abzuheben, das Kundenerlebnis zu verbessern oder ein Brancheninnovator zu werden? Wenn einmal die relevanten Daten identifiziert wurden, ist es geschäftskritisch diese auf effektive Weise zu analysieren und einzusetzen, um zu einem positiven Wandel beizutragen.

Vom Internet of Things zum Internet of Some Things

Es stiftet Verwirrung zu versuchen, alle Geräte zu vernetzen und die daraus resultierenden Daten zu verwenden. Es sind einfach zu viele Informationen, als dass Unternehmen all diese effektiv einsetzen könnten. Unternehmen sollten daher zunächst inventarisieren und die „Dinge“ identifizieren, mit deren Informationen der größte Wert erzielt werden kann, damit ihre unternehmensspezifische IoT-Strategie entwickelt werden kann.

Bei IoT geht es darum, zu identifizieren, was am wichtigsten für das Unternehmen ist und das „Warum“ zu verstehen. Warum wird eine IoT-Strategie eingeführt und was soll das Ergebnis sein? Wenn die Beweggründe klar sind, kann man festlegen, welche „Dinge“ man dafür braucht. Für die meisten Unternehmen kommen neue Gerätetypen, Endpunkte und „Dinge“ zum Einsatz, um Geschäftsprozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Nur das Unternehmen selbst kennt die eigenen Besonderheiten und die der Branche, ebenso wie die speziellen Anforderungen, die IoT erfüllen kann, aber der Schlüssel liegt darin, diesen Bedarf zuerst genau zu bestimmen.

Während Unternehmen denken, der Schlüssel liege darin, groß und differenziert zu denken, ist es mindestens genauso wichtig, dass sie nicht einfach herumprobieren, alles zu vernetzen und zu schauen, was passiert. Unternehmen sollten sich auf das weitere Wachstum des IoT einstellen, aber der Ansatz muss richtig sein. Es könnte kontraproduktiv sein, zu viel auf einmal erreichen zu wollen. Vermutlich liegt der wahre Wert des IoT darin, kleine Dinge gut zu machen und dann darauf aufzubauen. 2017 sollte nicht einfach ein weiteres Jahr des IoT sein, sondern das Jahr des „Internet of Some Things“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.