Analytics: Auswertung von Fahrzeugdaten verbessert die Verkehrssicherheit

IDC schätzt, dass bis 2020 im IoT 20,4 Milliarden vernetzte Geräte gigantische Datenmassen erzeugen. Der Analytics-Markt im Bereich IoT soll in dieser Zeit auf über 23 Milliarden US-Dollar anwachsen. Damit Unternehmen aus Zustands-, Positions- und Bewegungsdaten direkt schnelle Entscheidungen ableiten können, müssen diese Daten jedoch ohne Zeitverlust und ohne aufwendige Datentransfers ausgewertet werden.

Erfolgsfaktoren im IoT

Gemäß einer Studie des Internet of Things Institute (IoTi), die den Return on Investment (RoI) im Zusammenhang mit IoT-Daten untersucht, ist der wichtigste Erfolgsfaktor die effektive Nutzung von Analytics für die Entscheidungsfindung. 59 Prozent der „Leaders“ (und immerhin noch 33 Prozent aller Befragten) unter den Unternehmen, die bereits IoT-Technologie einsetzen, sehen darin ihre Stärke. Die Unterstützung durch die Führungsetage steht an zweiter Stelle mit 32 Prozent aller Nennungen. Darauf folgt die Kollaboration mit Kunden (31 Prozent) und Lieferanten (30 Prozent) sowie eine konkrete IoT-Strategie (29 Prozent).

Datenschutzkonform und relevant

Eine besondere Herausforderung stellt sich bei der Auswertung von Telematik- (und anderen personenbezogenen) Daten spätestens seit dem 25. Mai durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die sämtliche Unternehmen mit Kunden in der EU betrifft. Eine aktuelle SAS Studie zeigt, dass 93 Prozent der Umfrageteilnehmer meinen, noch nicht vollständig richtlinienkonform zu sein. Und weniger als die Hälfte (46 Prozent) der befragten globalen Unternehmen geht davon aus, dass sie bis zum Stichtag bereit sein wird. Anderseits erkennen die Befragten auch mögliche Vorteile in unterschiedlichsten Bereichen: 68 Prozent beispielsweise sehen in der Erfüllung der Richtlinien ein Potenzial, das Vertrauen zwischen ihnen und ihren Kunden zu stärken.

Sicheres Fahren und maßgeschneiderte Policen

Das Telematikunternehmen Octo Telematics stellt der Versicherungs- und Automobilbranche Big Data und Analytics Services bereit. Dafür sammelt Octo Telematics jede Minute Daten zu fast 200.000 Kilometern Fahrstrecke, darunter Werte zur Fahrzeugnutzung (beispielsweise, wie schnell ein Fahrer beschleunigt und bremst) und Unfalldaten. Auf Basis dieser Informationen hat das Unternehmen die weltweit größte Datenbank zum Fahrverhalten aufgebaut.

„Octo Telematics hilft dabei, das Versicherungsgeschäft im Zeitalter des vernetzten Verbrauchers neu zu gestalten“, sagt Gianfranco Giannella, COO bei Octo Telematics. „Unsere Lösungen ermöglichen es Versicherern, ihren Kunden maßgeschneiderte Policen anzubieten, und tragen gleichzeitig dazu bei, dass diese sicherer fahren. Die Intelligenz, die SAS Analytics liefert, bildet das Herzstück unseres Business. Indem sie sich nicht mehr auf statische Daten verlassen müssen, sondern dynamische oder Streaming-Daten auswerten können, erreichen Versicherer das, was wir ‚Internet of Insurable Things‘ nennen.“

Octo Telematics arbeitet mit Analytics, um Echtzeit-Services wie Risiko-Scores bereitzustellen. Mit diesen Dienstleistungen können Versicherer Risiken genauer einschätzen, ihre Prämien einpreisen und Unfälle besser beurteilen. Vergünstigungen für umsichtiges Fahren führen zum einen zu mehr Sicherheit auf den Straßen und bieten zum anderen die Option für relevante Interaktionen mit den Versicherungsnehmern.

Fazit

Bisher wurde IoT vorwiegend in Verbindung mit Konzepten wie Smart Grid, Smart Cities und vernetzten Fabriken betrachtet. Inzwischen zeigt sich jedoch zunehmend der Wert einer Analyse von Sensordaten – für verschiedenste Branchen. Telematikdaten, die aus Fahrzeugen ausgelesen werden, um Rückschlüsse auf das Fahrverhalten zu ziehen, sind nur ein Beispiel. Aber eines mit Wirtschaftsstärke: McKinsey hat der Auswertung von Fahrzeugdaten immerhin ein Umsatzpotenzial von 750 Milliarden Dollar jährlich bis 2030 bescheinigt.

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