IBM-Preis für Würzburger Software-Forscher

Kooperationen mit deutschen Universitäten pflegen, um relevante technologische Zukunftsthemen gemeinsam voranzutreiben: Das ist eines der Ziele, die der IT-Konzern IBM mit der Vergabe des IBM PhD Fellowship Award verfolgt. In diesem Jahr zählt der Informatiker Nikolas Herbst zu den Preisträgern. Ausgezeichnet wurde er für seine Arbeit zu dem Thema: „Self-Adaptive Load Intensity Forecasting at Run Time“ – ein „anspruchsvolles und für die Zukunft extrem wichtiges Thema“, wie Erich Amrehn, Distinguished Engineer IBM Research and Development, bei der Preisverleihung sagte.

Herbst sei ein „hervorragender junger Wissenschaftler und ein würdiger Empfänger dieses begehrten Preises“, seine Forschung verspreche „neue und spannende Erkenntnisse für die Industrie und die Wissenschaft“, so Amrehn in seiner Laudatio.

Im Rahmen seiner Promotion arbeitet Nikolas Herbst an intelligenten Mechanismen für die Vorhersage von Lastveränderungen zur Laufzeit eines Computersystems. Insbesondere im Kontext von Cloud-basierten Systemen können physikalische Rechenressourcen dynamisch an einen aktuellen Bedarf angepasst werden. In der Praxis werden derartige Anpassungen jedoch erst vorgenommen, wenn für den Benutzer bereits Geschwindigkeitseinbußen feststellbar sind oder die zugeordneten Ressourcen über einen gewissen Zeitraum ineffizient verwendet werden.

Dieses reaktive Verhalten von elastischen Cloud-Systemen kann durch automatische Vorhersagen deutlich verbessert werden. Dazu werden Zeitpunkte für Re-Konfigurationen zusammen mit den geschätzten Ressourcenverbräuchen bereits vor Eintreten des Engpasses ermittelt. In der Zusammenarbeit mit IBM will Herbst zeigen, wie durch Einsatz der erarbeiteten proaktiven Mechanismen in realen Szenarien die Antwortzeit für Systembenutzer trotz variierender Lastprofile konstant und die Auslastung der Rechenressourcen in einem effizienten Bereich gehalten werden können.

 

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