Suse Linux Enterprise 11 SP4 verbessert Sicherheitsfunktionen

Suse pflegt wie Red Hat stets mindestens drei Hauptlinien seiner Unternehmens-Distribution und bietet seinen Kunden stets mindestens 7 Jahre, optional auch 10 Jahre Produktpflege. So genießt z. B. Suse Linux Enterprise 10, für das ebenfalls 4 Service Packs veröffentlicht wurden, auf Wunsch noch Support bis Juli nächsten Jahres. Jetzt ist auch SLE 11 beim vierten Service-Update angelangt und bietet SLE-11-Nutzern offiziell Produktpflege bis zum 31.03.2019, sowie optional bis zum 31.03.2022. Die aktuelle Version SLE 12 wird mindestens bis zum 31.01.2024, optional bis zum 31.10.2027 gepflegt.

Bessere Hardwareunterstützung

Mit dem jetzt veröffentlichten Service-Pack 4 unterstützt die „11er-Reihe“ nun auch neuere Prozessoren wie z. B. die Intel Xeon E7-8800/4800-v3-Familie oder IBMs z13 und IBM Power8-Systeme. Außerdem bringt das SP4 zwei komplett neue Module mit.

Mit dem Public Cloud Modul erweitern Admins SLE um Tools für das Erstellen und Verwalten von Cloud-Images. Darüber hinaus erlaubt das neue Security Modul den Aufbau einer HTTPS-Infrastruktur auf Basis von TLS 1.2.

Aktualisierte Software

Bei der von SLES 11 SP4 verwendeten Kernel-Version 3.0 ändert sich wie üblich nicht viel, allerdings haben die Entwickler den Kernel mittels Patches mit zahlreichen Erweiterungen ausgestattet. Ferner wurden eine Reihe von Software-Paketen aktualisiert, etwa PostgreSQL, NTP-Server, OpenSSH, virt-manager oder Xen und systemnahe Komponenten, wie Yast, Zypper, Binutils oder GDB. Darüber hinaus wird für kryptografische Prüfsummen jetzt SHA256 statt SHA verwendet, z. B. für die Validierung der Paketquellen.

Weitere Einzelheiten finden sich in den Release Notes. Kunden mit einer gültigen Subskription können Ihr System ab sofort über die bekannten Methoden kostenfrei aktualisieren.

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