Fraunhofer IPK stellt 2016 ins Zeichen von Industrie 4.0

Der Erfolg der deutschen Industrie hängt nun stark davon ab, wie schnell einzelne Lösungen produktiv eingesetzt werden. Aus diesem Grund intensiviert das Fraunhofer IPK 2016 den Austausch zum Thema. Ziel ist es, neue Entwicklungskooperationen anzustoßen, die Industrie 4.0 wirtschaftlich auf den Hallenboden bringen – auch in kleinen und mittleren Betrieben. In der ersten Jahreshälfte lädt das Institut Interessierte aus Industrie, Wissenschaft und der breiten Öffentlichkeit zu verschiedenen Veranstaltungen ein.

Industrie 4.0 bietet eine hohes Potenzial, Produktion durch Einsatz modernster Informationstechnologien flexibler und effektiver zu gestalten. So soll es möglich werden, individuelle Kundenwünsche kostengünstig umzusetzen. In der Fabrik der Zukunft kommunizieren und kooperieren Maschinen miteinander sowie mit Werkstücken und Produktionsmitarbeitern. Informationen zum Auftragsstatus und zu Maschinenzuständen werden jederzeit und überall verfügbar. All dies trägt dazu bei, Produktionsprozesse zu optimieren und Arbeitsabläufe flexibel zu gestalten. Produktion muss dann nicht mehr zentral organisiert und vorgeplant werden – Mitarbeiter auf allen Ebenen im Betrieb können größere Verantwortung für die Steuerung des Produktionsablaufs übernehmen, intelligente Technologien unterstützen sie dabei. Wie diese Vision so umgesetzt werden kann, dass sie für Produktionsbetriebe jeder Größe ökonomisch interessant ist, ist Gegenstand einer Reihe von Veranstaltungen, zu denen das Fraunhofer IPK 2016 einlädt.

Den Auftakt macht der Hannover Messe Preview am 27. Januar. Die Hannover Messe 2016 konzentriert sich unter dem Motto »Integrated Industry – Discover Solutions« auf Indu­strie 4.0-Technologien. Beim Preview in Hannover bekommt die Presse einen ersten Blick auf die Zukunftsvision des Fraunhofer IPK, die den Mitarbeiter ins Zentrum der Produktionssteuerung stellt. Zusammen mit 39 anderen führenden Ausstellern stellt sich das Fraunhofer IPK bei diesem Termin den Fragen von Journalistinnen und Journalisten.

Der Preview ist Vorspiel für die große Show im Frühling: Vom 25. bis 28. April präsentiert sich das Institut mit einem Großexponat unter dem Titel »Industrie 4.0: Flexible Produktion mit ­Durchblick« auf dem Stand des Fraunhofer-Verbunds Produktion bei der Hannover Messe 2016. Zu sehen gibt es eine integrierte Industrie 4.0-Fabrik mit einer neuen Produktionsorganisation ohne starre Pläne und feste Verkettungen, die das menschliche Koordinations- und Entscheidungsvermögen zum Schlüsselelement der Ablaufsteuerung macht. Das Exponat vereint Ergebnisse aus drei Forschungsprojekten und stellt fünf Beispiele für die künftige Aufgabengestaltung in der Industrie 4.0-Arbeitswelt vor.

Im Juni kann Industrie 4.0 in Berlin live erlebt werden. Beim Technologietag Industrie 4.0 am 10. Juni lädt das Fraunhofer IPK Fach- und Führungskräfte produzierender Unternehmen ins Produktionstechnische Zentrum (PTZ) ein, um konkrete Lösungen für die industrielle Praxis kennen zu lernen. Dabei wird kritisch hinterfragt, welche aktuellen Trends und Entwicklungen sinnvoll und umsetzbar und welche Szenarien mehr Wunsch als Wirklichkeit sind. Im Versuchsfeld des PTZ werden Technologien aus abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekten live demonstriert. Besucher können vor Ort prüfen, welche Potenziale und Nutzen sich für den Anwender ergeben.

Schon einen Tag später stellt sich das Fraunhofer IPK mit dem Thema Industrie 4.0 der breiten interessierten Öffentlichkeit. In der Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni ist jeder eingeladen, sich auf eine Reise in die Fabrik der Zukunft zu begeben.

Gleich zu Anfang der zweiten Jahreshälfte fällt schließlich der Startschuss für das »Anwendungszentrum Industrie 4.0« im Rahmen des Leistungszentrums »Digitale Vernetzung«. Die Initiative der vier Berliner Fraunhofer-Institute FOKUS, HHI, IZM und IPK zielt darauf, den Wissensaustausch zwischen Forschungseinrichtungen, der Industrie und der IT-Gründerszene in der Hauptstadt zu intensivieren. Das Anwendungszentrum in den Räumen des Fraunhofer IPK, das im Juli der Öffentlichkeit vorgestellt wird, soll Unternehmen ein Testbed bieten, um Industrie 4.0-Technologien praktisch zu erproben.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Steffen Pospischil
Telefon: +49 30 39006-140
E-Mail: steffen.pospischil@ipk.fraunhofer.de


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