Was wir im IoT von den USA noch lernen können

Unicorns nach Herkunft
Unicorns nach Herkunft

Erfolgreich ist, wer disruptiv ist könnte man meinen, wenn man sich die Liste anschaut: Uber, Airbnb, Spotify sind nur einige Beispiele. Neuer Umgang mit Daten und Plattformansätze sind im IoT definitiv ein Erfolgskriterium. Bei Betrachtung der nationalen Verteilung zeigt sich eine interessante Verteilung.

Gut, der Vergleich der gesamten USA mit 52 Bundesstaaten und Deutschland als einzelnem Land hinkt natürlich, daher habe ich noch genauer hingesehen und die Liste nach Staatenzugehörigkeit der Startups durchforstet. Denn mit der Darstellung der USA als das “gelobte Gründerland” habe ich  trotz positiver Erfahrungen, die ich während meiner diversen Aufenthalte erleben durfte, noch immer meine Probleme.

Unicorns nach US Staaten
Unicorns nach US Staaten

Es zeigt sich also, dass es in den USA Ballungszentren für überaus erfolgreiche Startups gibt. Kalifornien ist definitiv eines, und das, obwohl der Staat nur ca. 39 Mio. Einwohner zählt, also knapp 50% der Anzahl, die in Deutschland heimisch ist.

Woran also liegt das? Als allgemeine Grundtendenz kann man sagen, dass der durchschnittliche Amerikaner risikofreudiger ist. Auch wenn sich in Deutschland die Tradition, einen einmal erlernten Job bis zur Rente auszuüben, inzwischen verabschiedet, sind die Amerikaner noch immer eine Spur flexibler, nicht zuletzt liegt das auch an fehlenden gesetzlichen Kündigungsfristen, wie wir sie aus Deutschland kennen.

Das gelobte Gründerland USA

Das vielgepriesene Gründerland USA gibt es nicht. Viele Faktoren beeinflussen zwar, dass in den Vereinigten Staaten mehr gegründet wird als anderswo, doch der Erfolg ist es letztlich, der wirklich entscheidend ist und damit sind wir in Kalifornien, genauer gesagt im Silicon Valley.

Es ist weniger ein kultureller Unterschied als ein Lebensgefühl, das die Startups hier antreibt, Investoren und Partner in Heerscharen anzieht und potenzielle Gründer neidisch werden lässt. Weniger Bürokratie, viele, extrem gut ausgebildete Leute auf einem Fleck und das Geld sitzt auch noch relativ locker. Hinzu kommen Geschwindigkeit und Macher-Mentalität, viele Dinge passieren so viel schneller als in Deutschland.

Bereits in den 1950ern begann die Erfolgsstory der High-Tech Industrie an der Westküste, als sich viele Technologieunternehmen ansiedelten. Auf eine solche Geschichte können kaum weitere Standorte zurückblicken, weder in den USA noch international. Doch inzwischen ändert sich das. Weitere Metropolregionen entwickeln sich, ob in Europa, Asien oder auch Südamerika. Daher haben wir uns im ersten Schritt bewusst gegen ein Büro im Silicon Valley entschieden. Mit Ann Arbor, Michigan haben wir den perfekten Ort für einen “sanften” Einstieg: etwas weniger Hektik als im umkämpften Valley, niedrigere Preise, die richtigen Partner in der Nähe (in unserem Falle: Maschinen- und Anlagenbauer) und trotzdem professionelle Unterstützung durch den Business Incubator Ann Arbor Spark.Ich werde die Liste des Unicorn Club definitiv im Auge behalten, denn auch, wenn das Silicon Valley noch eine Zeit den Spitzenplatz verteidigen wird, gibt es weitere Regionen, die einiges zu bieten haben. Doch das wird sicher noch eine Weile dauern, von daher wird iTiZZiMO, wenn alles gut geht, im nächsten Jahr ein zweites U.S. office im Silicon Valley eröffnen, mal sehen, wann wir dem Unicorn Club beitreten dürfen.

 

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