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Alles vernetzt, alles smart und Daten ohne Ende: das „Internet of Everything“

HIER GEHTS ZUM PODCAST

 

Im „Internet of Everything“ (IoE), zu dem sich das Internet der Dinge gerade weiterentwickelt, können die vernetzten Objekte noch viel mehr. Informationen werden nicht mehr nur erfasst und weitergeleitet, sondern direkt als Basis für Entscheidungen genutzt. Die Dinge werden „smart“ und sind in der Lage, selbständig zu handeln. Der Sensor dreht die Heizung auf, wenn es kühl wird, das Smartphone weiß, dass ich auf dem Weg nach Hause bin und macht schon mal das Licht an, das Auto meldet sich zur Inspektion an, der Kühlschrank bestellt neue Milch – technisch alles längst machbar, wenn auch vielleicht nicht immer erwünscht.

Gartner schätzt, dass die Zahl der vernetzten Objekte von rund 5 Milliarden im Jahr 2015 auf 25 Milliarden im Jahr 2020 steigen wird.  Anders gesagt: Heute sind weltweit bereits etwa doppelt so viele „Dinge“ an das Internet angeschlossen wie Menschen – und ihre Zahl wächst rasant.

Das ist eine erfreuliche Entwicklung, weil smarte Geräte das Potenzial haben, unser Leben einfacher, sicherer und komfortabler zu machen. Natürlich sind noch einige Fragen zu klären, die gerade in Deutschland sehr sensibel sind: Was ist mit dem Datenschutz? Und wer haftet eigentlich für Entscheidungen, die ein Objekt trifft? Aber auch der deutsche Verbraucher wird sich langfristig nicht den Vorteilen des „Internet of Everything“ verschließen können und wollen.

Im Business-Umfeld treibt die Akteure vorrangig ein anderes Problem um: Was tun mit all den Daten, die diese vielen vernetzten Objekt tagaus tagein generieren? Denn je mehr Geräte und Maschinen „sprechen lernen“, je mehr Sensoren im Einsatz sind, desto mehr Daten werden produziert – strukturierte und unstrukturierte, einfache und komplexe, wichtige und nebensächliche.

Die Unternehmen wissen, dass sie hier über einen gewaltigen – und ständig anwachsenden – Schatz verfügen, den sie unbedingt heben müssen, wenn sie größtmöglichen Nutzen aus dem Internet of Everything ziehen wollen. Nur so werden sie auch morgen noch mit anderen Firmen mithalten können, die diese Daten konsequent erfassen, analysieren und zur Grundlage von strategischen und operativen Entscheidungen machen. Denn solche Entscheidungen werden in absehbarer Zukunft immer noch von Menschen getroffen, und nicht von Objekten, seien sie auch noch so „smart“.

Unternehmen brauchen deshalb eine durchdachte Strategie für die Erfassung, Speicherung, Konsolidierung und gezielte Analyse und Auswertung aller Daten, die ihnen bei der Erreichung ihrer Unternehmensziele irgendwie nützlich sein können. Daten von vernetzten Objekten gehören heute schon dazu, und ihr Anteil wird definitiv zunehmen, in einigen Bereichen wahrscheinlich sogar explosionsartig.

Höchste Zeit also, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, Strategien zu entwickeln, Prozesse anzupassen, die richtige Infrastruktur und  geeignete Werkzeuge zu implementieren. 

Die gute Nachricht ist, dass kein Unternehmen bei Null anfangen muss. Es gibt Hersteller, die langjährige Erfahrung auf diesem Gebiet haben und die Unternehmen höchst kompetent bei der Einführung von Systemen und ihrer kontinuierlichen Anpassung an neue Entwicklungen unterstützen können.

Und es gibt Beispiele von Unternehmen, die diesen Weg bereits gegangen sind und heute erfolgreich ein System der „Analytics of Everything“ einsetzen, mit dem sie gezielt den Datenschatz der vernetzten Objekte nutzen, um zukunftsfähig zu bleiben.

 

 

Hype, hype, hurra!

Wenn die Erwartungen in höchste Höhen geschraubt werden, dann nennt man dies einen Hype.
Wenn die mediale Aufmerksamkeit kein anderes Thema mehr zu kennen scheint, dann nennt man dies einen Hype.
Wenn Trittbrettfahrer erscheinen und alten Wein in neuen Industrie 4.0-Schläuchen anbieten, dann nennt man dies – Sie ahnen es – einen Hype.

Nun ist ein Hype an sich nichts Schlimmes. Man muss halt nur wissen, was passiert. Dann kann man sich auch darauf einstellen.

Betrachtet man das Wort „Hype“ entsprechend seiner Bedeutung im deutschsprachigen Raum, gibt uns der Duden folgende Erläuterung: Ein Hype sei eine „besonders spektakuläre, mitreißende Werbung – die eine euphorische Begeisterung für ein Produkt bewirkt.“

Es scheint leicht nachzuvollziehen, dass euphorische Begeisterung in diesem Zusammenhang ein wohl temporäres Phänomen darstellt. Ebenso wie sie gekommen ist, vergeht sie wieder, oder kann neu aufflammen. Eng an sie geknüpft sind Erwartungshaltungen.

Ein jeder von uns kennt beide Elemente getrennt, wie auch in ihrem Zusammenspiel. Täglich werden wir – auch abseits von Industrie 4.0 – mit sogenannten Hypes konfrontiert. Lassen Sie uns die typischen Charakteristika eines Solchen vergegenwärtigen.

Hilfreich für das Verständnis dabei ist, einen Hype nicht als etwas Nebulöses, wenig Greifbares zu betrachten, sondern ihn in Phasen zu unterteilen. So geschehen durch die Erfinderin des sogenannten Hype-Cycle, Jackie Fenn, welche bereits vor über zwanzig Jahren Muster erkannte und den Begriff „Hype“ damit deutlich plastischer machte. Im Jahr 1995 überführte Frau Fenn ihre Beobachtungen in ein zweidimensionales Modell.

Die Innovation hat ein Muster

Frau Fenn, ist heute Vice President bei Gartner, einem US-amerikanischen Anbieter für Marktforschungsergebnisse und Analysen. Aufkommende Technologien, so erkannte sie, verhalten sich regelmäßig nach einem gleichen Muster.

Alles beginnt mit einem technologischen Auslöser (Innovation Trigger). Beispielhaft zeigt ein Durchbruch in der Nanotechnologie deutliche Fortschritte bei der Oberflächenbeschichtung auf. Das Fachpublikum ist interessiert und erste Trittbrettfahrer überlegen sich, wie sie das Thema nutzen können.

Es beginnt die Reise zum Gipfel der überzogenen Erwartungen (Peak of inflated expectations). Unerfahren im Umgang mit der neuartigen Technologie – ihren Fähigkeiten sowie ihren Grenzen – wird diese im verbalen Wettrüsten mit überzogenen Erwartungen aufgeladen.

Was nun folgt, ist der Fall hinab, in das Tal der Enttäuschungen (Trough of disillusionment). Erste Erfahrungsberichte und Resultate zeigen, dass man den Bogen überspannt hat. Ernüchterung stellt sich ein, die mediale Aufmerksamkeit lässt spürbar nach.

Erholung erfährt die Technologie auf dem Pfad der Erleuchtung (Slope of enlightment). An dieser Stelle haben die Beteiligten nach dem Flug in schwindelerregenden Höhen nunmehr wieder Bodenkontakt. Man betrachtet die Chancen und Potenziale der neuen Errungenschaft realistischer, und spricht offen über Grenzen.  

Auf diese Weise vorbereitet und im letzten Schritt unseres Hype-Cycle arbeitet sich die Technologie auf das Plateau der Produktivität (Plateau of productivity) hinauf.

Wenn man um dieses zyklische Verhalten eines Hypes weiß, ergibt sich die Möglichkeit, eine in uns eingebaute Filterlogik bewusst zu umgehen. Vermeiden sollten wir dabei, die Aufmerksamkeit lediglich auf solche Dinge zu richten, welche sich zum Gipfel der überzogenen Erwartungen aufmachen, oder aber das Plateau der Produktivität erreicht haben.

In einer Welt des Information Overflow stellt dies normalerweise einen effektiven Schutzmechanismus unseres limitierten Denkvermögens dar. Wie durch eine Lesebrille betrachten wir lediglich den Teil der Realität der zumeist unmittelbar vor uns liegt. Das maßgebliche Problem ist jedoch, dass es aus unternehmerischer Sicht zur Kunst gehören muss, durch eine Gleitsichtbrille zu schauen. Diese stellt nicht nur Nahes, sondern auch Fernes scharf und ermöglicht das unternehmerische Handeln entsprechend aller Facetten des Hype-Cycle auszurichten.

Woran Sie erkennen, dass ein Unternehmer den Brillenwechsel nicht beherrscht? Es sind genau die Unternehmen, welche entweder zu früh – oder schlichtweg zu spät – auf technologische Hypes reagieren und hier viel Lehrgeld zahlen.

Wäre es nicht gut, sich sowohl den Gipfel der überzogenen Erwartungen, als auch das Tal der Enttäuschung zu ersparen? Quasi eine Abkürzung zu bauen und direkt auf das Plateau der Produktivität zu kommen? Noch wäre die Gelegenheit dazu gut. Dazu müssen wir uns aber unvoreingenommen und ideologiefrei anschauen, wo Industrie 4.0 danebenliegt. Dies wird nicht einfach zu ertragen sein und ist für manch einen Fan von Industrie 4.0 so eine Art Wurzelbehandlung – es muss aber sein.

Industrie 4.0: Am Menschen vorbei entwickelt

Die Protagonisten von Industrie 4.0 betonen unermüdlich, dass bei Industrie 4.0 der Mensch im Mittelpunkt steht, weil man ahnt, dass dies gerne gehört wird. Dass der Mensch von Industrie 4.0 profitieren würde hat aber den Charakter einer hastig verabreichten Pille, die nicht nur das besorgte Publikum, sondern vermutlich auch die Protagonisten selber beruhigen soll.

Der Mensch als etwas Defizitäres?

Im Kern wird der Mensch nämlich als etwas Defizitäres erkannt, das an Industrie 4.0 anzupassen ist. Die Diskussion um die Rolle des Mitarbeiters wird also im Wesentlichen auf das Thema „Qualifikationsbedarf“ reduziert. Die Protagonisten von Industrie 4.0 sagen uns, wie der Mitarbeiter arbeiten wird – beschäftigen sich aber nicht mit der Frage, wie er eigentlich arbeiten will und wieso das alles gut für ihn sein soll.

Außerdem wird Bewährtes zerstört. Die Produzenten hierzulande haben in den letzten beiden Jahrzehnten im Zuge von Lean Production unglaublich große Fortschritte gemacht, die Kreativität und die Begeisterungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter, die unmittelbar im Produktionsprozess beschäftigt sind zu aktivieren. Eine wichtige Konsequenz von Lean Production war dabei die Überwindung der bis dahin vorherrschenden Trennung von Denkenden und Ausführenden, wie sie von Ford vorgegeben war. Kein hiesiger Produzent, der diesen Weg gegangen ist, käme im Traum auf die Idee, das Rad zurückzudrehen.

Wohl aber die Protagonisten von Industrie 4.0. Sie unterteilen die Welt wieder in Denkende und Ausführende. Da waren wir schon mal weiter. Denn Mitarbeiter werden nicht eingeladen, an der Gestaltung des Systems „Industrie 4.0“ mitzuwirken. Dies bleibt einer kleinen Gruppe selbsternannter Experten vorbehalten. Und das ist ein beherzter Schritt in die Vergangenheit.
 
Dabei war doch alles so gut gemeint.
 

Die Rolle des Reagierenden

Industrie 4.0 soll die Transparenz des Produktionsgeschehens verbessern und entscheidungsrelevante Informationen schneller zur Verfügung stellen. Davon soll der Facharbeiter profitieren: Er bekommt in Echtzeit die für ihn notwendigen Informationen und nutzt sie im Rahmen seiner Rolle. Seine Position wird gestärkt. Er ist der Dirigent der Wertschöpfungskette.
 
Oder etwa nicht? Nein, denn im Ergebnis sieht man bislang die Mitarbeiter nur in der Rolle des Reagierenden. Überwachung wird gleichgesetzt mit „Reagieren auf die Schwesternklingel“.
Dem Mitarbeiter wird nämlich die Aufgabe zugewiesen, im Ausnahmefall – wie bei einer Prozessstörung – einzugreifen. Und dabei sollen ihm die selbstlernenden Systeme mitteilen können, welche Schritte zur Störungsbehebung notwendig sind. Das System meldet also nicht nur seinen Zustand, sondern zeigt auch, was zu tun ist. Damit wird der Mitarbeiter zum Ausführenden von Maschinenbefehlen. Problemlösungskompetenz wird nicht mehr gefragt sein.
 
Den Mitarbeiter in der Produktion wird es weiterhin geben – nur muss er sich daran gewöhnen, auf optische und akustische Signale von technischen Systemen zu reagieren und vorbestimmte Handlungsmuster auszuführen. Das kann ja im Sinne des Produktionsprozesses durchaus richtig sein. Nur sollte man nicht davon sprechen, dass die Rolle des Mitarbeiters durch Industrie 4.0 aufgewertet würde.
 
Wenn darüber hinaus die Vorhersagen eintreffen, wonach sich das Material seinen Weg eigenständig durch die Produktion bahnt, dispositive Entscheidungen trifft und Ressourcen anfordert, so wird der Mitarbeiter endgültig zum Objekt. Er muss sich an die Vorstellung gewöhnen, dass das Werkstück bestimmt, was er wann und wo zu tun hat. Die Aufgaben des Vorgesetzten übernimmt dann das Material, das bearbeitet werden möchte. Ein seltsames Verständnis von Dirigententum.
 
Aber vielleicht sind ja mit der Bezeichnung „Dirigent“ ganz andere Menschen gemeint. Nicht die Mitarbeiter auf dem Shop-Floor, sondern die Ingenieure. Hier hat Industrie 4.0 in der Tat viele Freunde, geht es schließlich doch um ein echtes Technikthema, bei dem der Ingenieur endlich wieder Ingenieur sein darf. Maschinenelemente, Hardware und Software werden miteinander verbunden; der große technische Wurf wird gemacht.
 
Wie unendlich groß muss da die Erleichterung bei denen sein, die sich mit Shop-Floor Management, Kaizen und Kata und den ganzen „Räucherstäbchenrunden“ nie haben anfreunden wollen. Begeistert sind auch all diejenigen, die Betriebsführung mit der Gestaltung von technischen Systemen verwechseln und lieber mit Technik als mit Menschen zu tun haben. An dieser Stelle sind viele Maschinenbau- und Softwareingenieure Brüder im Geiste und erfreuen sich gemeinsam an den technischen Möglichkeiten.
 
Auf den Punkt gebracht: Industrie 4.0 ermöglicht den Führungsschwachen die langersehnte Flucht vor ihren eigenen Mitarbeitern.
 
Und genau jene sind gemeint, wenn von Dirigenten der Wertschöpfungskette die Rede ist. Denn sie sind ja schließlich die Schöpfer und Meister dieses Systems. Doch deren Freude ist verfrüht: da diese Systeme ja selbstlernend angelegt sind, werden sie sich bald selber konfigurieren können. Die Dirigenten können nach Hause gehen, weil die Orchester sie nicht mehr brauchen. Diese Menschen arbeiten mit Hochdruck und Begeisterung an genau den Systemen, die sie selber eines Tages überflüssig machen – und niemanden scheint es zu stören.
 
Dabei hätte man mit der hinter Industrie 4.0 stehenden Technologie die historische Chance, dafür zu sorgen, dass der Mensch zum ersten Mal in der Geschichte der Industrie nicht mehr disponibler Produktionsfaktor – auf einer Stufe mit Material und Maschinen – und Mittel zum Zweck ist, sondern dass die Fabrik erstmals nach seinen Bedürfnissen gestaltet wird und dass Produktion und Wertschöpfung auch ein Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung ist.
 
Das wäre ein echter Beleg dafür, dass hier wirklich Revolutionäres geschieht. Tut es aber nicht – und deswegen hört man hier auch nichts Entsprechendes.
 
Industrie 4.0 wird in dieser Form unter anderem auch deswegen scheitern, weil sie am Menschen vorbeientwickelt wird und ihm die Rolle des passiv Ausführenden zuweist, statt ihn – wie heute üblich – an der Gestaltung der Arbeitsprozesse zu beteiligen.

Rückblick auf die Schweizer Etappe

igus® GmbH
Gilbert W. Giger (Direktor VEBO Genossenschaft) erhält den Scheck von 3182 CHF von Lutz Alof (CEO of igus® Schweiz GmbH)

An einem unser letzten Tage in der Schweiz feierten wir die Geburtstage von igus® und iglidur® im Hauptquartier von igus® Schweiz. Eines der vielen Highlights war die Spende von zwei schweizer Franken pro gefahrenen Kilometer. Zum Zeitpunkt der Übergabe wurde die gefahrene Strecke abgelesen, die Verbleibende hochgerechnet und alles addiert. Somit kamen wir insgesamt auf 3182 CHF.

igus® GmbH
igus® GmbH

igus® Schweiz wollte eine lokale Organisation unterstützen und fand VEBO in Oensingen. Es ist eine Genossenschaft, welche sich um behinderte Menschen kümmert und ihnen verschiedene behindertengerechte Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Hierbei handelt es sich bspw. um eine Schreinerei oder Aufgaben in der Verpackung und Konfektion. Somit können diese Menschen in das Arbeitsleben wieder integriert werden. Des Weiteren spendete igus® Schweiz 30 kg Reis für 30 Jahre iglidur®, denn VEBO sorgt auch für das leibliche Wohl aller Mitarbeiter.

Schlussendlich hat igus® Schweiz die Spende auf 4000 CHF erhöht und aufgerundet, denn wir sind nun insgesamt 1810 km gefahren.

 

Zu Besuch bei der WP Performance Systems GmbH

Die Experten der WP Performance Systems GmbH und igus® Österreich vor einem high-end Rennmotorrad. (igus® GmbH)
igus® GmbH

Die Experten der WP Performance Systems GmbH und igus® Österreich vor einem high-end Rennmotorrad.

Mit hochqualitativen Produkten, wie Aufhängungen, werden Kunden langfristig zufrieden gestellt.

Starke Vereinfachung einer Aufhängung (links) als Kolben-Zylinder-Mechanismus mit dämpfenden Eigenschaften (rechts) (igus® GmbH)
igus® GmbH

Starke Vereinfachung einer Aufhängung (links) als Kolben-Zylinder-Mechanismus mit dämpfenden Eigenschaften (rechts)

Ein starre Verbindung zwischen Rahmen und Rad würde die auftretenden Kräfte direkt übertragen. Das macht das Fahren sehr unkomfortabel, beschädigt zu transportierende Güter und belastet das Material sehr. Aufhängungen werden benutzt, um Vibrationen und plötzlich auftretende Kräfte zu minimieren. Diese entstehen durch das unebene Gelände während der Fahrt mit Auto, Fahrrad oder Motorrad. Es gibt zahlreiche Varianten, um Aufhängungen zu entwicklen und deren dämpfenden Eigenschaften zu garantieren. Ersteres hängt von der jeweiligen Anwendung ab und letzteres kann durch unterschiedliche Ansätze realisiert werden. Highend-Lösungen sind einstellbar, damit sich der Anwender der jeweiligen Situation anpassen kann. Nichtsdestotrotz ist der Mechanismus zwischen Rahmen und Rad integriert und kann als Kolben-Zylinder-Mechanismus betrachtet werden. Um eine leichtgängige Bewegung zu ermöglichen, muss der Kolben im Zylinder entsprechend gelagert sein.

Zwei iglidur®-Kolbenringe innerhalb des Kolben-Zylinder-Mechanismus: Links - einzeln [1], rechts - zusammengesetzt (igus® GmbH)
igus® GmbH

Zwei iglidur®-Kolbenringe innerhalb des Kolben-Zylinder-Mechanismus: Links – einzeln , rechts – zusammengesetzt

igus® bietet Kolbenringe an, welche speziell für diesen Einsatz entwickelt wurden. Die Grafik zeigt, dass die Ringe geschlitzt sind, was den Einbau und die Herstellung der Bauteile erleichtert. Der Kolbenring kann direkt in die einfach gedrehte Nut eingesetzt werden und benötigt somit keine weitere axiale Fixierung. Zusätzlich wird kein Schmiermittel benötigt.

Das iglidur®-Auto besuchte die WP Performance Systems GmbH und hatte eine tolle Zeit mit vielen interessanten Gesprächen. (igus® GmbH)
igus® GmbH

Das iglidur®-Auto besuchte die WP Performance Systems GmbH und hatte eine tolle Zeit mit vielen interessanten Gesprächen.

Das iglidur®-Auto besuchte die WP Performance Systems GmbH und hatte eine tolle Zeit mit vielen interessanten Gesprächen.

Aufgrund dieser Eigenschaften reduzieren die Kolbenringe von igus® die Gesamtkosten und erhöhen gleichzeitig die Lebensdauer.

Wir möchten uns bei WP Performance Systems für ihre Gastfreundschaft und die interessanten Gespräche bedanken.

Nur das Beste,
igus® und die „iglidur® on tour“-crew

 

Das iglidur®-Auto

Das ist unser iglidur®-Auto vor dem Ars Electronica Center in Linz. (igus® GmbH)
Das ist unser iglidur®-Auto vor dem Ars Electronica Center in Linz. (igus® GmbH)

Unser iglidur®-Auto ist ene normaler Kleinwagen, aber wir haben ihn etwas modifiziert. Der erste Schritt umfasste die Außenfarbe. Es wurde orange foliert und erhielt das offizielle igus®-Outfit. Aussehen schön und gut, aber schlußendlich zählen doch die inneren Werte. Die Fachhochschule in Köln riskierte gemeinsam mit igus® Experten und dem TÜV zusammen einen Blick hinter die Verkleidung. Mit der Frage „Wie können sie am besten ausgetauscht werden?“ im Hinterkopf, wurden insgesamt 56 Lagerstellen ausgetauscht. Dies betrifft die folgenden Anwendungen:

  • Sitzverstellung
  • Bremspedal
  • Schaltung
  • Handbremse
  • Fensterheber
  • Verdeckkinematik
  • Scheibenwischer
  • Drosselklappe
  • Startgenerator
Die Verwandlung des iglidur®-Auto: Oben links - Fensterheber, Oben rechts - Startgenerator, Unten link - Handbremse, Unten rechts - Gangschaltung (igus® GmbH)
Die Verwandlung des iglidur®-Auto: Oben links – Fensterheber, Oben rechts – Startgenerator, Unten link – Handbremse, Unten rechts – Gangschaltung (igus® GmbH)

Bisher hat unser Auto schon über 60.000 km auf dem Buckel und fuhr von Köln um die ganze Welt: Indien, China, Südkorea, Taiwan, Japan, Brasilien, Alaska und USA, Österreich, UK und nun Frankreich.

Das iglidur®-Auto hat schon viel gesehen. (igus® GmbH)
Das iglidur®-Auto hat schon viel gesehen. (igus® GmbH)

Mal sehen was passiert,
Karl

 

Besuch bei der KTM Technolgies GmbH

 Unser iglidur®-Auto steht neben dem "X-Bow" und die Experten im Hintergrund entdecken neue Produkte von igus®.
Unser iglidur®-Auto steht neben dem „X-Bow“ und die Experten im Hintergrund entdecken neue Produkte von igus®. (igus® GmbH)

KTM Technologies ist ein Dienstleistungsunternehmen mit dem Fokus auf Konzeptentwicklung, Design, Simulation, Herstellung von Prototypen und Beratung. Durch ein hohes Maß an Kreativität, Erfahrung und innovative Methoden entstehen hochwertige Lösungen für Kunden aus verschiedenen Bereichen. Eine berühmte Entwicklung ist der „X-Bow“, ein auf Carbon basierender Sportwagen.

Das Ziel war ein Zweisitzer mit bestmöglichem Verhältnis von Leistung zu Gewicht zu entwickeln. Daher ist die Leichtbauweise essentiell. Im Vergleich zu einem schweren Auto benötigt ein Leichteres weniger Energie, um auf eine bestimmte Geschwindigkeit zu beschleunigen. Deshalb werden Kunststoffe immer beliebter, denn igus®-Produkte sind bis zu 7 Mal leichter als gleichartige metallische Bauteile.

KTM Technologies verbaut igus®-Produkte im „X-Bow“. Das folgende Bild fasst drei Anwendungen zusammen.

igus® GmbH
Cockpit des „X-Bow“ (Lagerbuchsen orange hervorgehoben): Oben links – iglidur®-Gleitlager zur Lagerung des Lenkrades, Unten links – igubal® mit Stahlkalotte verbindet Rahmen und Türfederung. Rechts – Zwei iglidur®-Gleitlager im Türscharnier (igus® GmbH)

Einerseits sind das Lenkrad und die Türen durch iglidur®-Lagerbuchsen gelagert, welche durch ihre geringe Reibung eine leichtgängige Bewegung ermöglichen. Andererseits verbindet ein igubal®-Gelenklager die Türfederung mit dem Rahmen des Fahrzeugs. Die Kalotte gleicht Winkelversatz aus und ermöglicht, dass die Feder ein gleichmäßiges Öffnen der Tür garantiert.

Grundsätzlich werden nur 100 Fahrzeuge gebaut. Jedes hat 240 PS, beschleunigt von 0 auf 100 km/h innerhalb von 3,9s und ist ab 50.000 Euro erhältlich.

igus® GmbH
Das iglidur®-Auto besucht die Ingenieure und Entwickler von KTM Technologies. (igus® )GmbH

Wir möchten uns bei KTM Technologies für die Gastfreundschaft und die einmalige Chance bedanken, einmal im „X-Bow“ sitzen zu dürfen.

Weiterhin viel Erfolg,

igus® und die „iglidur® on tour“-crew

Der Tourplan

Überblick über alle Länder, welche wir innerhalb der nächsten 6 Monate durchfahren werden. (Foto: igus® GmbH)
Überblick über alle Länder, welche wir innerhalb der nächsten 6 Monate durchfahren werden. (Foto: igus® GmbH)

Die Tour ist durch den bevorstehenden Jahreswechsel in zwei Teile geteilt. In diesem Jahr starten wir in Österreich und fahren dann weiter nach Großbritannien. Dabei durchqueren wir die Niederlande und auch Belgien. Anschließend verbringen wir 3 Wochen in Frankreich und runden das Jahr mit der Tour durch die Schweiz ab. 2015 wird sehr kalt und verschneit beginnen, denn es geht in Richtung Norden nach Norwegen und Sweden. Dann fahren wir wieder nach Süden über Polen, Ungarn bis in die Türkei. Zu guter Letzt, statten wir Italien, Spanien und Portugal einen Besuch ab.

Puuh…Das wird heftig und das sind nur die groben Eckpunkte. Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf die bevorstehende Zeit und sind neugierig was uns alles erwartet. Mit Kamera, dry-tech®-Box und genug Benzin im Gepäck, machen wir uns auf den Weg!

Dranbleiben, denn demnächst kommt unser erstes Video,

Karl

Vorstellung der Teamkollegen!

Die "iglidur® on tour"-Crew von links nach recht: Sandor, ich und Nils (Foto: igus® GmbH)
Die „iglidur® on tour“-Crew von links nach recht: Sandor, ich und Nils (Foto: igus® GmbH)

Nils ist 19 Jahre alt, hat sein Fachabitur in Mediengestaltung gemacht und die Liebe zur Fotografie und Musik entwickelt. Daher unterstützt er mich beim Fotografieren und Filmen, denn auch darin hat er bereits Erfahrungen gesammelt. Die GoPro und Kamera werden seine ständigen Begleiter sein.

Sandor ist ebenfalls 19 Jahre alt, liebt es zu reisen und fremde Länder zu entdecken. Mit dem Führerschein im Gepäck, übernimmt er die Verantwortung für unser iglidur®-Auto und bringt uns sicher durch Europa.

Wer wir sind ist geklärt, aber wohin fahren wir?

Das gibt’s beim nächsten Mal,
Karl

Darf ich mich vorstellen?

Ich bin Karl und der Tourbegleiter für die kommenden sechs Monate. Ich werde Fotos schießen, Videos drehen, Interviews führen und alle Informationen in diesem Blog veröffentlichen. Es wird Wissenswertes über die Orte und natürlich auch über die dortige Kultur berichtet. Da ich einen Masterabschluss in Mechatronik habe, möchte ich die technischen Zusammenhänge stärker hervorheben, denn unsere Kunden und deren Anwendungen liefern uns die innovativen Ideen. Daher interessiere ich mich insbesondere für die Geschichten hinter den Anwendungen: Welche Herausforderungen gab es und wie konnten igus®-Produkte zur Lösung des Problemes beitragen? Des Weiteren interessiert mich der Einsatz unserer Online-Tools. Im Laufe der Zeit hat igus® webbasierte Programme entwickelt, welche die Produktauswahl und -konfiguration erleichtern. Inwieweit diese hilfreich sind, um die bestmöglichen Lösungen schnell und einfach zu erhalten, werde ich herausfinden.

Im Großen und Ganzen werde ich täglich berichten und freue mich vor allem über Rückmeldungen. Wenn Ihr Kritik äußern oder etwas noch detaillierter wissen möchtet, dann zögert nicht mir zu schreiben oder ein Kommentar zu hinterlassen.

Tourbegleiter Karl vor dem iglidur® Auto
Tourbegleiter Karl vor dem iglidur® Auto (Foto: igus® GmbH)

Heute hat unser iglidur®-Auto seinen Termin in der Werkstatt zur allgemeinen Inspektion, denn nach über 20.000 km auf amerikanischen Straßen ist das nötig. Daher wird wie üblich die drytech®-Box seinen Platz einnehmen und Frankfurt am Main erkunden.

Der MAIN TOWER ist einer der höchsten Wolkenkratzer Deutschlands mit 240 m Gesamthöhe. Es wird als Bürogebäude verwendet und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. 26 Fahrstühle bringen Besucher auf eine Plattform in 198 m Höhe. Mit 25,2 km/h handelt es sich um die Schnellsten der Republik. Die dry-tech®-Box stieg in schwindelerregende Höhen und genoss die Aussicht auf das Bankenviertel Frankfurts.

Die dry-tech®-Box am Rande der Aussichtsplattform des MAIN TOWER. Es ist ganz schön kalt und windig in 198 m Höhe. (Foto: igus® GmbH)
Die dry-tech®-Box am Rande der Aussichtsplattform des MAIN TOWER. Es ist ganz schön kalt und windig in 198 m Höhe. (Foto: igus® GmbH)

Am Ende des Tages verließ unser iglidur®-Auto die Werkstatt im tadellosen Zustand und voller Tatendrang. Wir befinden uns nun auf der Straße mit dem Ziel vor Augen. Wer wir sind und wo wir hin wollen? Das berichte ich ab morgen.

In diesem Sinne, lasst uns der igus®-Familie beitreten und ein Teil der weltweiten Innovationen sein!

Karl