Der Effektivwert des Welligkeitsstroms von Kondensatoren

Eine der häufig übersehenen Belastungen in Stromversorgungen ist der Effektivwert des Stromes, der durch den Eingangskondensator fließt. Wird dieser Parameter nicht richtig behandelt, kann sich der Kondensator durch einen zu hohen Strom überhitzen und vorzeitig ausfallen.

In einem Abwärts-Schaltregler lässt sich der Effektivstrom leicht aus dem Ausgangsstrom (Io) und dem Tastverhältnis (D) nach der folgenden Näherungsgleichung  berechnen.


Näherungsgleichung

Näherungsgleichung

 

Bild 1 zeigt den Kurvenverlauf, der sich aus dieser Gleichung ergibt: Es handelt sich um einen Kreis mit einen Maximum von 0,5 bei einem Tastverhältnis von 50% und zwei Nulldurchgängen bei einem Tastverhältnis von 0 bzw. 100%. Die Kurve verläuft symmetrisch zum 50-%-Maximum. Zwischen 20 und 80% ist das Verhältnis vom Effektivstrom zum Ausgangsstrom größer als 80%.

 Bild 1: In einem Abwärtsregler fließt beim halben Ausgangsstrom der maximale Effektivstrom durch den Eingangskondensator
Bild 1: In einem Abwärtsregler fließt beim halben Ausgangsstrom der maximale Effektivstrom durch den Eingangskondensator

Bei Tastverhältnissen in diesem Bereich kann man den Effektivwert näherungsweise gleich der Hälfte des maximalen Ausgangsstromes setzen. Außerhalb dieses Bereichs sollte man ihn dagegen lieber genau berechnen.

In den letzten Jahren wurden im Hinblick auf den volumetrischen Wirkungsgrad und die Kosten von Keramikkondensatoren bedeutende Verbesserungen erzielt. Heute werden in getakteten Stromversorgungen zur Ableitung der Stromwelligkeit bevorzugt Keramikkondensatoren eingesetzt. Allerdings kann ihr niedriger Ersatzserienwiderstand (ESR) in Schaltreglern vielerlei unerwünschte Nebenwirkungen haben und beispielsweise EMI-Filter zum Schwingen bringen oder unerwartete Spannungsspitzen verursachen.

Das Dämpfen dieser Schaltungen mit hohem Gütefaktor erfolgt häufig durch Parallelschalten eines Elektrolytkondensators. Man sollte in diesen Fällen dem Wechselstromanteil, der durch den Elektrolytkondensator fließt, die gebotene Aufmerksamkeit widmen, da ein erheblicher Teil des im Schaltregler vorhandenen Welligkeitsstroms in diesem Kondensator landen kann.

 Bild 2: Bei Verwendung unterschiedlicher Kondensatortypen sollte man den Strom durch den Elektrolytkondensator im Auge behalten
Bild 2: Bei Verwendung unterschiedlicher Kondensatortypen sollte man den Strom durch den Elektrolytkondensator im Auge behalten

Bild 2 zeigt ein Beispiel für einen 100-kHz-Schaltregler, dessen Eingangskapazität aus einem 10-µF-Keramikkondensator und einem dazu parallel geschalteten Elektrolytkondensator mit einem Ersatzserienwiderstand von 0,15 Ω besteht. Es sei angenommen, dass die Kapazität des Elektrolytkondensators wesentlich größer als die des Keramikkondensators ist.

In diesem Fall fließen fast 70% des Effektivstroms durch den Elektrolytkondensator. Um diesen Strom zu verringern, könnte man den Keramikkondensator größer dimensionieren, die Betriebsfrequenz erhöhen oder einen Kondensator mit größerem ESR wählen. Zur Ermittlung der hier gezeigten Kurve wurde die Fourierreihe des Kondensatorstroms herangezogen.

Aus dieser wurde der Strom berechnet, der bei den einzelnen Oberschwingungen (bis zur 10. Ordnung) durch den Elektrolytkondensator fließt, und durch Rekombinieren der Oberschwingungen wurde der gesamte Effektivstrom durch den Elektrolytkondensator berechnet.

Zu beachten ist, dass sich der Strom durch den Keramikkondensator quadratisch zum Strom durch den ESR verhält, so dass diese Ströme als vektorielle Größen zu behandeln sind. Wer nicht die Zeit für alle diese Berechnungen investieren will, kann die Schaltung auch leicht durch eine Stromquelle und drei passive Bauelemente simulieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man auf den Effektivstrom durch die Eingangskondensatoren achten sollte, da Belastungen durch Überströme die Zuverlässigkeit des Kondensators beeinträchtigen können. Besondere Aufmerksamkeit ist geboten, wenn man mehrere Kondensatortypen miteinander kombiniert, da Keramikkondensatoren in der Regel Welligkeitsspannungen möglich machen, die groß genug sind, um Überströme in parallel geschalteten Elektrolytkondensatoren entstehen zu lassen.

Die Lösung besteht darin, dass man einen oder mehrere der folgenden Parameter erhöht: Betriebsfrequenz, Betrag der Keramikkapazität, ESR des Elektrolytkondensators oder dessen zulässigen effektiven Nennstrom.

 Effektivwert des Stromes berechnen
Effektivwert des Stromes berechnen

Nebenstehend wird die Berechnung des Effektivwertes des Stromes im Eingangskondensator unter Annahme einer unendlichen Induktivität hergeleitet. Dabei wird vom Effektivwert des Stromes in einem Rechteckimpuls (D0,5*Ipk) ausgegangen und die DC-Komponente (D*Ipk) eliminiert.


Von

Robert Kollman,
Texas Instruments.

OPV-basierte Summenschaltung einfach entwickeln

Mithilfe des im Blog vorgestellten Konzepts lassen sich Summenschaltungen mit mehreren Eingängen auf Basis von Operationsverstärkern einfach realisieren. Die Anzahl der Eingänge lässt sich skalieren und stellt eine elegante Lösung für ein schwieriges Problem dar.

 Bild 1: Operationsverstärker in einer Summenschaltung mit mehreren invertierenden und nichtinvertierenden Eingängen
Bild 1: Operationsverstärker in einer Summenschaltung mit mehreren invertierenden und nichtinvertierenden Eingängen

Operationsverstärker werden in einfachen bis komplexen Applikationen eingesetzt. Als Summenschaltungen werden sie in Anwendungen verwendet, bei denen die Signale mehrerer Kanäle addiert oder subtrahiert werden, um ein zusammengesetztes (Composite) Ausgangssignal zu erzeugen. Gleichung 1 stellt die Übertragungsfunktion für die Schaltung in Bild 1 dar.

Die nichtinvertierenden Eingänge interagieren miteinander sowie mit parallelen Kombinationen der invertierenden Eingänge. Dadurch lässt sich die Gleichung nur schwer lösen.

 Gleichung 1
Gleichung 1

Deshalb verzichten viele Entwickler auf den Einsatz nichtinvertierender Eingänge in Summationsschaltungen.

 Bild 2: Verbesserte Summenschaltung mit mehreren Eingängen
Bild 2: Verbesserte Summenschaltung mit mehreren Eingängen

Bild 2 zeigt eine verbesserte Summenschaltung mit mehreren Eingängen. Die zugehörige Gleichung lässt sich für eine Reihe von Situationen intuitiv und einfach lösen. Die komplette Herleitung findet sich in den am Ende des Beitrags angegebenen Quellen. Dieses Design minimiert den Einfluss von Offsetfehlerspannungen am Ausgang durch gleichartige und aufeinander abgestimmte Eingangswiderstände.

 Gleichung 2
Gleichung 2

Gleichung 2 stellt die Übertragungsfunktion für die Schaltung in Bild 2 dar. Die X-Ausdrücke stammen von den nichtinvertierenden, die Y-Ausdrücke von den invertierenden Eingängen (Gleichung 3).

Die X- und Y-Ausdrücke werden individuell summiert. Der Z-Ausdruck (Z = X – Y – 1) gibt an, ob RX oder YY benötigt werden.

 Gleichung 3
Gleichung 3

Bei dieser Technik existieren drei verschiedene Entwicklungsszenarien:Entwicklungsvariante 1 (Z > 0): RF kann eine beliebige Zahl außer Null annehmen. Ry = RF/Z; Ri = RF/Xi; rj = RF/Yj.

Entwicklungsvariante 2 (Z < 0): Man spezifiziert den Minimalwert für einen beliebigen Widerstand R, der mit dem Eingang des Verstärkers verbunden ist. Kmax ist genauso groß wie der größte Wert von Xi, Yj oder Z. RF = R × Kmax. Rx = RF/–Z; Ri = RF/Xi; rj = RF/Yj.

Entwicklungsvariante 3 (Z = 0): Der Gesamtwiderstand an jedem Eingang ist größer als R. Kmax ist so groß wie der größere Wert von X oder Y+1. Rx = Ry =∞ Ri = RF/Xi; rj = RF/Yj

Mit dieser Information lässt sich ein andernfalls schwieriges Problem lösen. Ein Beispiel demonstriert die Einfachheit dieser Methode. Die gewünschte Übertragungsfunktion ist:

Vo = 5 V1 + 7 V2 + 2 V3 – 2 v1 – 1 v2

X = 5 + 7 + 2 = 14.

Y = 2 + 1 = 3.

Z = 14 – 3 – 1 = 10.

Z > 0. Damit liegt Szenario 1 vor und Ry ist erforderlich. Um die Leistungsaufnahme gering zu halten, wählt man als Minimalwiderstand R = 5 kΩ und verwendet die Entwicklungsvariante 2.

RF = R × Kmax = 50 kΩ.

Die Berechnung der anderen Widerstandswerte ist jetzt einfach.

RY = RF/10 = 5 kΩ; R1 = RF/5 = 10 kΩ; R2 = RF/7 = 7,14 kΩ; R3 = RF / 2 = 25 kΩ; r1 = RF / 2 = 25 kΩ; r2 = RF / 1 = 50 kΩ.

 Bild 3: Entwicklungsvariante 2, Szenario 1 mit R = 5 kOhm
Bild 3: Entwicklungsvariante 2, Szenario 1 mit R = 5 kOhm

Bild 3 zeigt das zugehörige Blockschaltbild.

Dieses Entwicklungskonzept vereinfacht die Aufgabe, mit Operationsverstärkern realisierte Summenschaltungen mit mehreren Eingängen zu lösen. Diese Ableitung ist intuitiv und einfach handhabbar. Außerdem lässt sie sich für eine Vielzahl von Eingängen skalieren und ist somit die elegante Lösung für ein schwieriges Problem.

Literatur

[1] Sheingold, D.: Analog Dialogue Vol. 10, No. 1 (1976) “Simple Rules for Choosing Resistor Values in Adder-Subtractor Circuits”

[2] Vrbancic, W. P.: Presentation at Wescon/82 Anaheim, CA, September 14–16, 1982.

Der Autor:  John Ardizzoni,  Applikationsingenieur bei Analog Devices.

 

Cluster Aware Update mit Clustern auf Basis von Windows Server 2012/2012 R2

Durch die Konfiguration von CAU in einem Cluster, erstellen Sie eine neue Rolle, die zukünftig Softwareaktualisierungen vollkommen selbständig durchführen kann. Die Rolle übernimmt auch die Konfiguration des Wartungsmodus auf den Clusterknoten, kann Clusterknoten neu starten, Clusterrollen wieder auf die korrekten Clusterknoten verschieben und mehr. Sie können die Aktualisierung manuell starten und einen Zeitplan für die Aktualisierungen definieren.

uchen Sie auf der Startseite nach Einrichtungsprogramm von Clusterfähiges Aktualisieren und starten das Tool. Im ersten Schritt lassen Sie sich mit dem Cluster verbinden, für den Sie CAU aktivieren wollen. Danach klicken Sie auf den Link Vorbereitung auf das Clusterupdate analysieren. Der Assistent überprüft, ob Sie CAU im Cluster aktivieren können.

Haben Sie sich mit dem gewünschten Cluster verbunden und die Analyse durchgeführt, starten Sie die Einrichtung über einen Assistenten. Diesen rufen Sie mit Selbstaktualisierungsoptionen des Clusters konfigurieren auf. Auf der ersten Seite des Assistenten erhalten Sie eine Information, was der Assistent alles konfiguriert. Auf der nächsten Seite aktivieren Sie die Option CAU-Clusterrolle mit aktiviertem Selbstaktualisierungsmodus zum Cluster hinzufügen. Danach schließen Sie den Assistenten ab.

Mehr zu diesem Thema finden Sie auf der Seite:
http://technet.microsoft.com/de-de/library/hh831694.aspx

Druckerverwaltung mit PowerShell und Befehlszeile

Um sich eine Liste der installierten Drucker anzuzeigen, verwenden Sie das CMDlet Get-Printer. Wollen Sie eine Liste anzeigen, die Standort, Name und Status anzeigt, verwenden Sie:
Get-Printer | fl Name, Location, PrinterStatus

Neben der Möglichkeit Informationen zu den Druckern anzuzeigen, können Sie auch Einstellungen anpassen. Dazu verwenden Sie das CMDLet Set-Printer.

Sie können aber auch die Einstellungen von Druckern in der PowerShell anpassen. Dazu verwenden Sie das CMDlet Set-PrinterConfiguration.
Wollen Sie Druckaufträge löschen, verwenden Sie das Cmdlet Remove-PrintJob. Suspend-PrintJob hält Druckjobs an, mit Resume-PrintJobs starten Sie diese wieder.
Viele der hier vorgestellten Befehle funktionieren natürlich nicht nur lokal, sondern auch über das Netzwerk. Verwenden Sie zusätzlich die Option –ComputerName, verwalten Sie die Drucker auf allen Rechnern im Netzwerk, für die Sie Rechte haben.

Hybrid-Interface steuert Digitalpotentiometer

Dieser Schaltungsgtipp zeigt, wie in Applikationen mit Drehschaltern und Knöpfen Digitalpotenziometer mit digitalem Up/Down-Interface eingesetzt werden können.

Aufgrund ihrer Eigenschaften wie hohe Genauigkeit, kleine Baugröße und hohe Zuverlässigkeit sowie der Verfügbarkeit vielfältiger Schnittstellen sind Digitalpotentiometer in zahlreichen Applikationen die optimale Alternative zu rein mechanischen Potentiometern.

Herkömmliche mechanische Potentiometer wie Drehschalter oder Knöpfe lassen sich mit mechanischen Encodern emulieren. Diese haben normalerweise drei Anschlüsse: Masse und zwei Anschlüsse mit phasenverschobenen Rechtecksignalen. Dieser Analogtipp zeigt, wie Applikationen, die diese Art von manuellem Controller benötigen, Digitalpotentiometer wie den AD511x mit digitalem Up/Down-Interface nutzen können.

Die nichtflüchtigen Digitalpotentiometer AD5111/AD5113/AD5115 bieten eine Auflösung mit 128/64/32 Positionen, eine maximale Widerstandstoleranz von ±8% und eine Strombelastbarkeit von ±6 mA. Sie eignen sich somit als Ersatz für mechanische Potentiometer.

Aufgrund der Stromaufnahme von 750 nA, der Versorgungsspannung von 2,3 bis 5,5 V und dem kleinen Gehäuse sind sie für portable und batteriegespeiste Applikationen geeignet.

Das Up/Down Interface, das so entwickelt wurde, dass es den linearen Widerstand bei Taktfrequenzen bis 50 MHz erhöht oder senkt, hat aus drei Eingänge: Chip Select (CS), Up/Down (U/D) und Clock (CLK). Wenn CS auf Low-Potenzial gezogen wird, wird der interne Zähler bei jeder fallenden Signalflanke von CLK und je nach Status von U/D erhöht oder verringert.

Manuell-digitale Steuerung über Up/Down-Schnittstelle

Das Up/Down Interface erlaubt auch eine hybride manuell-digitale Steuerung. Das Hybrid-Interface kann implementiert werden, indem man einen Zweifach-DPDT-Schalter des Typs ADG636 verwendet, um entweder den mechanischen Encoder oder den Mikrocontroller zu selektieren (Bild 1).

 Bild 1: Hybrid-Interface-Verbindung mit dem Zweifach-DPDT-Schalter des Typs ADG636 (Bild: Analog Devices)
Bild 1: Hybrid-Interface-Verbindung mit dem Zweifach-DPDT-Schalter des Typs ADG636 (Bild: Analog Devices)

Vier GPIO-Pins sind für die digitale Schnittstelle erforderlich. Ein Stift ist für die Wahl des Steuerkonzepts vorgesehen und drei Stifte zum Treiben von CS, U/D und CLK.

Chip Select (CS) schaltet das Digitalpotentiometer ab, um eine kontrollierte Umgebung sicherzustellen, wenn der Multiplexer seinen Zustand ändert. Das Hybrid-Interface ermöglicht, dass die Shutdown-Betriebsart des Digitalpotentiometers und das On-Chip-EEPROM verwendet werden können.

Mechanische Encoder ziehen ihre Ausgänge nicht auf High-Potenzial. Daher sind Pull-up Widerstände am manuellen Interface erforderlich. Normalerweise kann der Eingang Up/Down (U/D) nur aktualisiert werden, wenn sich der Eingang Clock (CLK) auf Low-Potenzial befindet. Diese Anforderung wird, wie in Bild 1 gezeigt, mit einem zusätzlichen D-Flip-Flop gelöst.

Digitale Point-of-Load-Wandler im Vergleich zu Digital-Managern

Damit man mich nicht falsch versteht, meine Absicht ist recht einfach: Ich möchte genügend Gespür vermitteln, um eine erste Entscheidung zu treffen, die dann weiter detailliert untersucht werden kann. Dies ist nichts anderes, als darüber nachzudenken, wo man in den letzten 24 Stunden gewesen ist, bevor man nach seinen verlorenen Autoschlüsseln sucht. Denn man kann nicht überall gleichzeitig suchen und man möchte seine Chance, die Schlüssel wieder zu finden, erhöhen.

Dazu zeichnen wir zunächst die Diagramme dieser Bausteine, damit wir ihre grundlegenden Unterschiede untersuchen können. Denn manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte.

 POL mit PMBus

In einem Datenblatt kann ein POL mit PMBus in etwa so beschrieben sein: Zweifach-Ausgang…Abwärts-DC/DC-Controller mit digitalem Power-System-Management. Einiges der Struktur dieser Bausteine erscheint im Namen, aber die grundlegende Form insgesamt ist einigermaßen konsistent (Bild 1).

 Bild 1: Blockschaltung eines POL
Bild 1: Blockschaltung eines POL

Wenn wir eine Trennlinie der Architektur senkrecht durch die Mitte des Bausteins ziehen, enthält die linke Seite die gesamte Logik für den PMBus, Telemetrie, Supervisors und den D/A-Wandler, der den Referenzeingang des POL treibt. Auf der rechten Seite ist der POL-Wandler (point of load). Selbst wenn wir die Funktionen aufteilen, sie befinden sich in einem Gehäuse und werden als ein Baustein gekauft.

Digital-Manager mit POLs

Ein Digital-Manager hat keine Leistungswandlerstufe und ist auf externe POLs angewiesen. Es ist eine Lösung mit mehreren Gehäusen (Bild 2).

 

 

 Bild 2: Digital-Manager mit POLs
Bild 2: Digital-Manager mit POLs

 

 

Der Manager regelt die Ausgangsspannung, Strombegrenzung und misst Ausgangs- und Eingangswerte jedes POLs und handhabt Fehler. Das „POL mit PMBus“-Modell war grundsätzlich an der gestrichelten Linie durchgeschnitten. Typische Digital-Manager managen vier oder acht POLs.

Voraussetzung für das Aufteilen des POL mit PMBus

Die offensichtliche Voraussetzung für das Aufteilen der Funktionen (was wahrlich nichts Neues ist, weil POLs bereits lange vor den Digital-Managern existierten) ist die Unabhängigkeit der Funktionen. Der POL-Markt ist ziemlich groß und fragmentiert und unterstützt eine Vielzahl an unterschiedlichen Lösungen. Man denkt oft an POLs als Schaltregler (SMPS), wie einen Abwärtsregler, aber LDOs sind ebenso einfach regelbar und beobachtbar. Deshalb erzeugt die Aufteilung der Funktionen eine sehr große Anzahl von Schaltungskombinationen.

Auf der anderen Seite kann ein POL mit PMBus weniger Kosten pro Kanal verursachen, weil die Gehäusekosten signifikant sind. Da er keine Pins zwischen den Managementfunktionen und den POLs benötigt, erlauben mehr Steuerleitungen einen größeren Funktionsumfang und höhere Integrationsdichte. Die Leistungsfähigkeit wird in mehreren Dimensionen ebenfalls höher sein, als die einer aufgeteilten Lösung.

Dies ist ein klassischer Fall von Leistung oder Flexibilität. Für große Multi-Rail-Lösungen muss ein allgemeines Optimum jedoch nicht diesem simplen Kompromiss folgen. Deshalb untersuchen wir weiter…

 Schaltungsauswahl

Mein Vorschlag ist es, immer zuerst POLs mit PMBus zu betrachten. Diese POLs tendieren dazu, die Anforderungen bestimmter Märkte zu adressieren und wenn die eigene Anwendung in eine dieser Nischen passt, dann kann man von der hohen Integration, Einfachheit und Leistungsfähigkeit profitieren. Wenn die Anforderungen jedoch nicht passen, dann sollte man die Digital-Manager betrachten. Dazu einige Beispiele.

Beispiel 1:

Angenommen, die Schaltung benötigt die folgenden Versorgungspegel (rails):

1 V/ 20 A;

3,3 V / 8 A;

5 V / 5 A.

Dann werden ein Zweifach-POL mit PMBus und ein Einfach-POL mit PMBus bei diesen Leistungspegeln gut arbeiten. Bausteine wie der LTC3880 und LTC3883 eignen sich gut für diese und höhere Leistungspegel.

Beispiel 2:

1 V/40 A;

5 V/ 100 mA;

3,3 V/ 10 A;

3,3 V/ 200 mA (rauscharm).

In diesem Beispiel gibt es große Unterschiede in den Leistungspegeln und eine der 3,3-V-Rails muss rauscharm sein. Diese rauscharme 3,3-V-Rail rechtfertigt einen LDO. Angenommen, die 5-V-Rail eignet sich nicht gut für den POL mit PMBus. Man kann ihn zwar einsetzen, aber man bezahlt viel zu viel für den Baustein, oder der Platzbedarf auf der Leiterplatte wird zu groß. Vielleicht hat man für die 1-V- und 3,3-V-Rails mit höherer Leistung auf existierende Lösungen vertraut. Ein Digital-Manager wie der LTc2974 und vier POLs wären dafür eine gute Lösung.

Komplexes Beispiel

Was aber ist bei Systemen mit vielen Rails? Wenn es eine große Zahl Rails gibt, dann ist der Unterschied, dass manche Rails wie in Beispiel 1 und andere wie in Beispiel 2 behandelt werden sollten. Die gute Nachricht dabei ist, dass beide Designs denselben PMBus verwenden, so dass aus Sicht der Firmware die Schaltung nur wie ein PMBus mit einer Menge an Rails aussieht.

Gutes Zusammenspiel sichern

Damit diese unterschiedlichen Design-Strukturen auch gut zusammenspielen, ist es hilfreich, Bausteine einzusetzen, die eine konsistente Methode bei der Konfiguration, Sequenzierung, Fehlermanagement und Stromverteilung haben. Nicht alle Lieferanten verwenden einen konsistenten Satz an Mechanismen, deshalb sollte man auf die folgende Liste schauen.

Diese Punkte helfen bei der Auswahl:

  • Ein gemeinsamer Takt, so dass alle Bausteine mit derselben internen Taktrate laufen
  • Ein Synchronisierungsmechanismus, so dass alle Bausteine dieselbe Zeit „Null“ haben.
  • Ein gemeinsamer Fehlerbehandlungsmechanismus, so dass alle Bausteine wissen, wann ein Fehler eintritt.
  • Ein gemeinsamer Start/Run/Reset-Mechanismus, so dass alle Bauteile gleichzeitig starten.
  • Eine konsistente Methode für die Stromaufteilung.
  • Ein gemeinsamer Alarm-Pin, so dass der PMBus-Host weiß, wenn eine der Rails fehlerhaft ist.
  • Ein gemeinsamer PMBus, so dass der PMBus-Host alle Rails regeln kann.
  • Ein einziges Konfigurationswerkzeug, so dass alle Rails auf einem Display gemanagt werden.

Die PMBus-Spezifikationen enthalten jedoch nicht die ersten fünf Punkte dieser Liste und auch nicht den letzten Punkt und De-facto-Standards existieren nicht. Das bedeutet, man muss vorsichtig sein, wenn man Bausteine von verschiedenen Lieferanten zusammen einsetzt und aufeinander abstimmt. Tatsächlich kann man in vielen Fällen selbst die Bausteine von einem Hersteller nicht „mischen“ und aufeinander abstimmen, so dass man diese Liste vorher bei jedem Produktportfolio vergleichen muss, bevor man sich auf zu viele Ressourcen festlegt.

Hinweis: es gibt einen Widerspruch: wenn man die POLs mit PMBus eines Herstellers verwendet und den Digital-Manager desselben Herstellers, ist es ziemlich einfach, POLs von jedem anderen Hersteller zu integrieren. Der Digital-Manager erlaubt es einem nahezu alle Bausteine mit einem Rückkopplungspin einzubinden. So ist man niemals gefangen. Aus diesem Grund ist es langfristig hilfreich, mit einem Hersteller zu beginnen, der eine geeignete Produktfamilie von Digital-Managern hat, wenn man seine POLs mit PMBus einsetzt.

Abschluss

Ich habe zwei typische Designs zur Auswahl präsentiert, einen POL mit hinzu gefügtem PMBus und einen Digital-Manager, der mehrere POLs steuern kann. Diese grundlegenden Designs können in größeren Systemen auch miteinander gemischt werden. Kompromisse betreffen die natürliche Aufteilung der Funktionen, so dass POLs mit PMBus optimiert für Marktnischen sind und sehr gut arbeiten, aber Digital-Manager eine große Flexibilität bieten.

Diese Flexibilität ist nicht notwendigerweise teurer oder preiswerter, weil die Gesamtkosten davon abhängen, welche POLs mit ihnen zusammen verwendet werden. Systeme, die mit einem Design aufgebaut sind, aber auch eine gemischte Schaltung, profitieren von einer konsistenten Strategie zur Synchronisierung und Behandlung von Fehlern, die nicht vom PMBus selbst abgedeckt werden. Einen guten Digital-Manager zu haben bedeutet, dass man die Bauteile von verschiedenen Herstellern beliebig miteinander kombinieren kann.

Das Resultat ist:

  •  POLs mit PMBus, Digital-Manager und traditionelle POLs sind die Funktionsblöcke des Systems.
  •  Konsistente Mechanismen vereinfachen die Integration wesentlich, besonders das Sequenzieren und die Fehlerlogik.
  •  Gute Digital-Manager erlauben die Integration von beliebigen POLs, einschließlich LDOs.

Probleme mit Gruppenrichtlinien mit Group Policy Log View beheben

Gibt es Probleme bei der Anwendung von Gruppenrichtlinien oder funktionieren manche Einstellungen nicht, hilft das kostenlose Microsoft-Tool Group Policy Log View.

Die Aufgabe des Befehlszeilentools, welches Sie von der Seite
http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=11147
herunterladen, ist das Exportieren von Meldungen in der Ereignisanzeige und Fehlerprotokollen bei der Anwendung von Gruppenrichtlinien.

Das Tool fasst die Meldungen in TXT-, HTML- oder XML-Dateien zusammen. Mit gplogview.exe -o GPEvents.txt fassen Sie Ereignisse zusammen.
Sammeln Sie die Protokolle mehrerer Rechner in einer Freigabe, können Sie dem Namen der Protokolldatei auch noch den Rechnernamen mitgeben, zum Beispiel:
gplogview.exe -o \\dell\x\%computername%-GPEvents.txt

Sie können das Tool auch im Monitormodus starten. In diesem Fall wartet das Tool auf die Abarbeitung von Gruppenrichtlinien und erstellt danach eine Protokolldatei.