Das Office 365 Nachrichtencenter nutzen

In SCOM haben Sie auch die Möglichkeit eigene Arbeitsbereiche zu erstellen. Sinnvoll ist das zum Beispiel, wenn Sie sich eine eigene Oberfläche erstellen wollen, die nur die Informationen und Serverdienste anzeigt, die Sie auch benötigen. 

Sie können auf diesem Weg auch das Office 365-Nachrichtencenter mit aktuellen Meldungen zu Office 365 an SCOM anbinden. Dazu erstellen Sie im Bereich Arbeitsbereiche\Favoriten mit Neu\Webseitenansicht eine neue Verbindung zu einer Webseite. Als Zielwebseite verwenden Sie am Beispiel von Office 365 die Adresse:

https://portal.office.com/MessageCenter/MessageCenter.aspx

Danach wird das Nachrichtencenter in SCOM angezeigt. 

Außer Webansichten können Sie natürlich auch andere eigene Ansichten erstellen. Über Neu stehen noch mehr Optionen zur Verfügung. 

Erstellen Sie zum Beispiel eine neue Statusansicht, können Sie gezielt benutzerdefinierte Serverdienste überwachen lassen. In einem neuen Fenster konfigurieren Sie dazu Filter, die festlegen welche Serverdienste und Server im Arbeitsbereich angezeigt werden. Alternativ können Sie auch alle kritischen Fehler aller Server zentral in einer Oberfläche anzeigen lassen.

Intel Compute Stick mit Ubuntu

Intel hatte seinen Compute Stick mit Windows im Januar erstmals vorgestellt. Die seit April offiziell erhältlich Version mit Windows 8.1 wird bei Amazon&Co derzeit mit rund 170 Euro gehandelt.

Seit wenigen Tagen ist wie von Intel versprochen auch eine preiswertere Linux-Version mit vorinstalliertem Ubuntu erhältlich. Canonical hatte bereits in der vergangenen Woche auf die Verfügbarkeit der 64Bit-Linux-Version mit Ubuntu 14.04 LTS hingewiesen. Auch diese soll vornehmlich über ausgewählte Online-Händler vertrieben werden.

Jetzt auch mit Linux

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt in den USA derzeit bei $110. Allerdings erklärt sich die Preisdifferenz nicht nur aus den eingesparten Kosten für das Betriebssystem. Ein Blick in die Produkt-Specs offenbart, dass der der Ubuntu-Stick-Rechner bei ansonsten identischer Ausstattung nur über 1GB DDR3L Arbeitsspeicher (2GB bei GB bei der Windows-Version) und 8GB eMMC-Storage (gegenüber 32GB bei der Windows-Variante) verfügt.

Vollwertiges PC-System

Der Compute Stick ist kein Live-Betriebssystem auf einem USB-Stick, der sich beim Booten der vorhandenen Hardware des Arbeitsplatzsystems bedient, sondern ein vollwertiger Kleinstrechner, der verschiedene Betriebssysteme unterstützt. Als Zielgruppe denkt Intel im Gegensatz zu Googles Chromecast oder Amazons FireTV, die beide als reine Media-Streaming-Geräte gedacht sind, auch an Nutzer, die gleichzeitig ein vollwertiges System mit umfangreichen Anschlussmöglichkeiten suchen.

Komplette Schnittstellenausstattung

Im Gehäuse stecken eine Atom-CPU der Bay-Trail-Baureihe (Z3735F) mit 1,3 GHz Takt und vier Kernen, Virtualisierungserweiterung (VT-x) und integrierter Intel-HD-GPU. An Schittstellen sind ein HDMI-Ausgang voller Größe zum Anschließen eines externen Displays, ein USB-2.0-Port, sowie Micro-USB, MicroSD, Bluetooth 4.0 und WLAN vorhanden.

Suse stellt ARM64-Version von Suse Linux Enterprise 12 vor

Suse weitet sein Partner Programm aus. Mitglieder des Suse Partner Programms erhalten ab sofort Zugriff auf eine 64-Bit-Version von SLE 12, die auf ARM-Hardware läuft. Laut Aussage von Suse können Partner mit Hilfe von SLE für ARM Produkte entwickeln, testen und bereitstellen, die einen 64-Bit-ARM-Chip von Herstellern wie AMD, AppliedMicro oder Cavium, bzw. von Server Hersteller wie Dell, E4 Computer Engineering, HP und SoftIron verwenden.

Kunden profitierten so von einer größtmöglichen Auswahl und Flexibilität.

ARM im OpenSuse Build Service

Suse weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch der Opensuse Build Service die ARM, bzw. AArch64-Architektur inzwischen unterstützt. So können auch Community-Entwickler relativ einfach Binär-Pakete für reale 64-bit ARM Hardware zusammenstellen. OBS hilft ihnen damit, Ihre Lösungen schneller auf den Markt zu bringen oder die Kompatibilität ihrer AArch64 Lösungen verbessern.

Auf Anwenderseite profitieren auch Kunden indirekt davon, wenn Suse-Partner weniger Zeit benötigen, um ihre speziellen Lösungen auf der Basis von 64-bit ARM Architektur zu entwickeln, zu testen und auf den Markt zu bringen.

Über eine generelle Verfügbarkeit ist ebenso wie bei Red Hats ARM64-Version von RHEL noch nichts bekannt.

Die ARM-Architektur und das IoT

Suse hat mit SLE für ARM aber offenbar nicht nur Server mit ARM-Prozessoren im Visier, sondern vor allem auch das Internet of Things. Laut Ansicht führender Analysten wie Matt Eastwood (Senior Vice President IDC) ist SUSE Linux Enterprise für ARM ein wichtigen Schritt, um mit Linux ein Software-Ökosystem auf Basis von ARM-Servern aufzubauen.

Eastwood wörtlich: „Das Interesse an ARM Server wächst, und die ersten ARM Server werden bereits ausgeliefert. Wir sehen für diese Technologie eine erste frühe Adaption für spezielle Anwendungsbeispiele und erwarten im Rahmen ihrer künftigen Weiterentwicklung auch ein weiter steigendes Interesse. Für Themenbereiche wie dem ‚Internet der Dinge‘ dürfte ARM eine signifikante Bedeutung haben.“

Computergruppen erstellen und verwalten

In SCOM können Sie verschiedene Server und andere Computer auch zu Gruppen zusammenfassen. Auf diesem Weg fassen Sie verschiedene Computer für unterschiedliche Administratorgruppen zusammen und können gemeinsame Regeln festlegen. 

Standardmäßig verfügt SCOM bereits über einige Gruppen. Diese finden Sie in der SCOM-Konsole über den Bereich Konfiguration\Gruppen.

Gruppen können Sie an dieser Stelle auch verschachteln und so auch komplexe Szenarien abbilden. Über das Kontextmenü von Gruppen können Sie Einstellungen ändern oder die Computer in der Gruppe anzeigen. Die meisten Management Packs erstellen eigene Gruppen, welche die Server zusammenfassen, die vom entsprechenden Management Pack verwaltet werden. Ein Beispiel dafür ist das Management Pack für Exchange. In den Eigenschaften von Gruppen können Sie zahlreiche Einstellungen vornehmen, zum Beispiel Monitore und Aktionen steuern.

für Fehler auf diese Gruppen können Sie an dieser Stelle steuern. Erstellen Sie einen eigenen Arbeitsbereich, können Sie ebenfalls nach den Gruppen sortieren lassen. Sie erstellen auf diesem Weg eigene Ansichten, die nur Fehler und Warnungen von bestimmten Computern anzeigen.

Saubere Versorgung einer HV-PLL aus einer 5-V-Quelle

Mit der Verfügbarkeit von schnellen A/D-Wandlern werden Direct Conversion Receiver immer populärer. Um eine hohe Dynamik der Übertragungsfrequenz zu erreichen, wird eine PLL mit hoher Steuerspannung und ein VCO verwendet. Wir stellen eine derartige Schaltung vor.

PLLs (Phasenregelschleifen, Phase Locked Loops) werden für die Takterzeugung in Sende- und Empfangsschaltungen benutzt, um die gewünschte Sende- bzw. Empfangsfrequenz auszuwählen. In diesen Anwendungen haben sie sich seit Jahren bewährt. Mit der Verfügbarkeit von schnellen A/D-Wandlern im Gigasample-Bereich, wie dem zweikanaligen Wandler AD9680 oder dem AD9625 (2,5 GSample/s), werden sogenannte Direct Conversion Receiver, auch Zero IF genannt, immer populärer. Durch die hohe Bandbreite der A/D-Wandler lassen sich sehr große Datenmengen übertragen.

In vielen Bereichen wird jedoch auch eine hohe Dynamik der Übertragungsfrequenz gefordert. Eine Möglichkeit, diese zu erreichen, ist der Einsatz einer PLL mit hoher Steuerspannung und einem entsprechenden VCO (Spannungsgesteuerter Oszillator / voltage controlled oscillator).

Die Schaltung

Bild 1: Aufwärtswandler für die Versorgung der PLL (vereinfacht) (Bild: ADI)
Bild 1: Aufwärtswandler für die Versorgung der PLL (vereinfacht)

In Bild 1 ist eine entsprechende Schaltung abgebildet. Sie besteht aus der Spannungsversorgung basierend auf einem Aufwärtswandler (Boost Converter) und einem rauscharmen Linearregler (Low Noise LDO). Die PLL ist mit einem passiven Filter kombiniert, was gegenüber einem aktiven Filter die Anzahl der Bauteile reduziert und für geringere Störungen und Phasenrauschen sorgt. Dazu ist es jedoch nötig, einen großen Bereich für die Steuerspannung des VCO zur Verfügung zu haben.

Die Lösung ist die PLL ADF4150HV, die mit Spannungen bis zu 30 V betrieben werden kann und so den VCO im Bereich von 1 bis 29 V präzise steuern kann. Dadurch wird ein Frequenzbereich von 35 MHz bis 2 GHz abgedeckt. Diesen Bereich kann man mit einem entsprechendem VCO und einem Vorteiler (ADF5001) auf bis zu 12 GHz erweitern.

Bild 2: Direct Conversion Receiver (Analog Devices)
Bild 2: Direct Conversion Receiver

Um die optimale Leistung aus der PLL zu bekommen, muss die Versorgungsspannung entsprechend gut sein. Im Schaltungsbeispiel stehen als Versorgung 5 V zur Verfügung, die mit einem LDO auf die 3,3 V zur Versorgung der PLL geregelt werden. Der verwendete ADP150 ist mit einem Spannungsrauschen von 9 µVeff eine gute Wahl. Optimiert werden kann die Versorgung durch Verwenden eines ADM7150, dessen Rauschen bei 1 µVeff liegt.

Für die Erzeugung der 28 V wird der ADP1613 in einer Aufwärtswandler-Schaltung benutzt. Der Baustein kann mit 650 kHz oder 1,3 MHz betrieben werden, was die Möglichkeit zur einfachen Filterung bietet und gleichzeitig schnelle Transienten ausregeln kann. Die Schaltfrequenz sollte größer als 1 MHz sein, da der Schleifenfilter der PLL diese verringern oder sogar unterdrücken kann.

Bild 3: Eingabemaske ADIsimPower (Analog Devices)
Bild 3: Eingabemaske ADIsimPower

Das Erarbeiten der Schaltung für den ADP1613 wird durch das Werkzeug ADIsimPower deutlich vereinfacht. In Bild 3 ist die Eingabemaske für ADIsimPower dargestellt. Es werden 5 V ±10% für die Eingangsspannung eingegeben, als Ausgangspannung wird 28 V eingetragen bei einem maximalen Strom von 10 mA. Wichtig für die Versorgung der PLL sind die zusätzlichen Angaben von 0,2% Ausgangsspannungsripple und 1% Ausganspannungsstufenfehler sowie der Haken beim Rauschfilter. Die Ausgabe des Tools sieht etwa so wie die Schaltung in Bild 1 aus.

Passives Schleifenfilter

Durch die Benutzung der HV-PLL, die es ermöglicht, den VCO direkt zu treiben, kann ein passives Schleifenfilter benutzt werden. Ein aktives Schleifenfilter wird benutzt, wenn die PLL nur eine Steuerspannung von 5 V (Standard) zur Verfügung stellt. Bei dieser Art Filter wird der eingesetzte Operationsverstärker mit der entsprechend hohen Spannung versorgt. Das passive Filter hat eine um etwa 40 dB bessere Störunterdrückung als das aktive Filter.

Variationsmöglichkeiten

Die Schaltung aus Bild 1 kann auch mit 15 V betrieben werden. Dabei muss ein Vorregler für den ADP150 geschaltet werden (z.B. ADP7104), der gleiche Typ kann auch für die Versorgung des VCO (12 V am Pin VVCO) benutzt werden. In diesem Fall muss die Eingangsspannung 1 V über der VCO-Versorgung liegen, damit der ADP7104 einen ausreichenden Regelbereich hat, um eine Spannung mit geringem Rauschen zur Verfügung zu stellen.

Leitungsgebundene Gleichtaktstörungen in isolierten Schaltnetzteilen

Durch diese Masseverbindung entsteht eine beträchtliche parasitäre Kapazität zwischen Primär- und Sekundärseite. Bild 1 gibt diese Situation vereinfacht wieder.

Bild 1: Eine stromkompensierte Drossel mit hoher Impedanz (L1) verringert die Störaussendungen (Bild: TI)

Bild 1: Eine stromkompensierte Drossel mit hoher Impedanz (L1) verringert die Störaussendungen

Dargestellt ist ein offline arbeitender Sperrwandler. Die eingangsseitige Wechselspannung von 110 bis 220 V wird gleichgerichtet, sodass am Leistungsteil eine Gleichspannung von 100 bis 400 V anliegt. Der mit hoher Frequenz ein- und ausschaltende Leistungsschalter erzeugt am Drain-Anschluss von Q1 eine getaktete Spannung von 500 bis 600 V, die auch der Primärseite des Leistungsübertragers zugeführt wird. Die getaktete Spannung bewirkt darüber hinaus einen Stromfluss in die zwischen der Primär- und der Sekundärwicklung des Übertragers existierende Streukapazität.

Dieser Strom fließt entweder, wie in Bild 1 dargestellt, über eine eigens angebrachte Verbindung zur Chassis-Masse oder aber durch kapazitive Kopplung zur Erde. Dieser Strom muss in die geschaltete Quelle zurückfließen, die die Störungen hervorruft. Ohne C1 würde er in die Wechselspannungsquelle am Eingang zurückfließen, wo er mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Überschreiten der Störstrom-Grenzwerte führen würde.

Wegen der hohen Quellimpedanz gestaltet sich das Ausfiltern dieses Stroms besonders schwierig. Die Streukapazität im Übertrager liegt in der Größenordnung von 100 pF, was bei den typischen Netzteil-Schaltfrequenzen eine Impedanz von 10 kΩ ergibt. Das schlichte Einfügen einer Drossel in den Stromweg mit dem Ziel, den Strom zu verringern, wäre nicht praktikabel, wie die folgende einfache Rechnung zeigt: Wollte man den Strom auf ein Zehntel verringern, wäre ein Blindwiderstand von 100 kΩ (0,1 H) erforderlich, bei einem Kapazitätsbelag von unter 10 pF. Dies aber ist physikalisch nicht realisierbar.

Eine Alternativlösung stellt der Kondensator C1 dar, der dem Strom einen lokalen Rücklaufweg zur Verfügung stellt. Der Großteil des Gleichtaktstroms fließt somit innerhalb des Netzteils über diesen Kondensator zurück und nimmt nicht den Weg über die Spannungsquelle am Eingang. Da C1 außerdem die Quellimpedanz des Systems verringert, wird eine in Reihe geschaltete stromkompensierte Drossel L1 jetzt realisierbar.

Bild 2: C1 kann das Risiko eines Stromschlags heraufbeschwören (Archiv: VBM) Bild 2: C1 kann das Risiko eines Stromschlags heraufbeschwören

Ein entscheidender Aspekt beim Design des Gleichtaktfilters ist die Festlegung des Kapazitätswerts von C1. Mit Blick auf die elektromagnetischen Interferenzen sollte die Kapazität möglichst hoch gewählt werden. Eine hohe Kapazität führt nämlich zu einem kleineren Störsignal bei geringerer Quellimpedanz. Allerdings würde eine größere Kapazität auch dafür sorgen, dass die netzfrequenten Ströme in der Verbindung zum Chassis zunehmen.

Aus Sicherheitsgründen gelten für diese Ströme aber Grenzwerte, um die Gefahr eines Stromschlags für den Fall zu verringern, dass die Chassis-Verbindung des Netzteils unterbrochen wird und eine Person den Stromkreis schließt, wie in Bild 2 gezeigt. Gemäß IEC Std 601-1 darf dieser Strom höchstens 0,5 mA effektiv betragen, und es wird bereits über noch strengere Vorschriften diskutiert. Bei einer Eingangsspannung von 230 V darf der Kapazitätswert von C1 nach den IEC-Vorschriften höchstens 4700 pF betragen.

Das Fazit lautet also: Steile Spannungsflanken an der parasitären Kapazität zur Chassis-Masse erzeugen Gleichtaktströme, die sich wegen der großen Quellimpedanz nur sehr schwierig ausfiltern lassen. Dieses Filter erfordert einen Chassis-Kondensator, der dem Strom einen lokalen Rücklaufweg bietet und die Impedanz verringert. Während diese Kapazität mit Blick auf die EMV-Filterwirkung nicht hoch genug sein kann, setzen Sicherheits-Erwägungen hier eine gewisse Obergrenze.

Maßnahmen gegen leitungsgebundene Gleichtakt-Abstrahlungen

Bereits beschrieben wurde, wie sich Gleichtaktströme mit Hilfe eines Chassis-Kondensators, der auch die Quellimpedanz der Störungen reduziert, zu ihrer Quelle zurückleiten lassen. Die Tatsache, dass die Kapazität dieses Kondensators aus Sicherheitsgründen nicht beliebig hoch gewählt werden darf, bestimmt darüber, wie der Rest des Gleichtaktfilters implementiert werden muss.

Bild 1 zeigt, wie der Gleichtaktstrom durch das Schalten hoher Wechselspannungen an der Drain von Q1 entsteht. Über die Streukapazität fließt ein Strom zur Chassis-Masse. Mit dem Chassis-Kondensator C1 nun wird diesem Strom die Möglichkeit gegeben, innerhalb des Netzteils zurückzufließen anstatt über die Masseverbindung der Eingangsspannung. Die stromkompensierte Drossel L1 begrenzt die Gleichtakt-Störaussendungen, indem sie eine Impedanz im Stromweg zwischen dem Netzteil-Chassis und der eingangsseitigen Wechselspannung einfügt.

Bei einer Frequenz von 1 MHz entspricht die maximal zulässige Chassis-Kapazität von 4700 pF einem Blindwiderstand von 30 Ω. Um zu erreichen, dass der gesamte vom Schalter erzeugte Strom in den Chassis-Kondensator C1 fließt, muss die Induktivität jedoch über einen großen Frequenzbereich hinweg eine hohe Impedanz in der Größenordnung von einigen tausend Ohm darstellen.

Untersucht man L1 genauer, befindet sich die Impedanz im gemeinsamen Stromweg von Phase und Nullleiter, und die differenzielle Induktivität wird nicht zur Verringerung der Gleichtaktströme genutzt. Viele Entwickler verwenden die Streuinduktivität von L1 zur differenziellen Filterung. Wird die Drossel jedoch gemäß Bild 1 verschaltet, fließt in ihr unter dem Strich kein Gleichstrom. Aus diesem Grund kann ein Kern von hoher Permeabilität und ohne Luftspalt verwendet werden.

Bild 3: Es sollte ein Kernwerkstoff mit einer hohen absoluten Permeabilität gewählt werden (Bild: TI) Bild 3: Es sollte ein Kernwerkstoff mit einer hohen absoluten Permeabilität gewählt werden

In Bild 3 ist die Serien-Permeabilität eines typischen Kernwerkstoffs für stromkompensierte Drosseln als Funktion der Frequenz aufgetragen. Die Permeabilität besteht aus einem Realteil und einem Imaginärteil. Während sich der Realteil auf die normale Induktivität bezieht, hängt der Imaginärteil mit den Verlusten im Material zusammen. Da das Diagramm die Serienschaltung wiedergibt, handelt es sich bei der Gesamt-Impedanz um die Vektorsumme von beiden. Dies ist überaus nützlich, denn während der Realteil der Induktivität bei 300 kHz abzunehmen beginnt und oberhalb von 1 bis 2 MHz nicht mehr nutzbar wäre, wird die Impedanz oberhalb von 1 MHz durch die Materialverluste dominiert und bleibt bis 10 MHz wirksam.

Bild 4: Verteilte Kapazitäten verringern die Impedanz einer stromkompensierten Drossel (Bild: TI) Bild 4: Verteilte Kapazitäten verringern die Impedanz einer stromkompensierten Drossel

Ist die Entscheidung für einen Kernwerkstoff gefallen, besteht die nächste Herausforderung darin, die hohe Permeabilität des Materials maximal auszuschöpfen. Bild 4 gibt die Impedanz einer stromkompensierten Drossel von 28 nH als Funktion der Frequenz wieder.

Wie man sieht, verhält sich das Bauelement bei geringen Frequenzen wie eine Induktivität, während bei hohen Frequenzen eine verteilte Kapazität zutage tritt, die mit der Induktivität in Resonanz tritt. Wegen der hohen Induktivität lässt eine verteilte Kapazität von 23 pF die Leistungsfähigkeit der Drossel oberhalb von 200 kHz einbrechen.

Fazit

Bei der Entwicklung einer leistungsfähigen stromkompensierten Drossel kommt es darauf an, die Kapazität zu minimieren, indem man Sektorwicklungen verwendet, einzelne Wicklungen einsetzt und die Zahl der Windungen durch eine überlegte Auswahl des Kerns minimiert. Gelegentlich lassen sich die besagten Resonanzen nicht vermeiden, sodass bei höheren Frequenzen zusätzliche Filtermaßnahmen erforderlich sind. In solchen Fällen kann zum Ausfiltern höherer Frequenzen eine weitere Drossel hinzugefügt werden.

Die Gleichtaktfilterung in einem Netzteil erfordert also Bauelemente mit hoher Impedanz. Dies ist einerseits auf die hohe Quellimpedanz der Störungen zurückzuführen und begründet sich andererseits daraus, dass die Kapazität gegenüber dem Chassis aus Sicherheitsgründen nicht beliebig groß sein darf.

Bei stromkompensierten Drosseln stellt die Forderung nach hoher Impedanz bei hohen Frequenzen wegen die Kapazität zwischen den Wicklungen eine Herausforderung dar. Bei der Wahl des Kernwerkstoffs muss sorgfältig vorgegangen werden, denn die Permeabilität des Materials muss durchgehend hoch bleiben. Außerdem gilt es die verteilte Kapazität der Wicklungen in den Griff zu bekommen. Schon eine verteilte Kapazität von nur 30 pF kann die Impedanz der Drossel zunichtemachen. In einigen Fällen kann eine Reihenschaltung aus zwei Drosseln, die jeweils die Filterung in einem bestimmten Frequenzband übernehmen, Abhilfe schaffen.

Datenträgerformat im laufenden Betrieb wechseln

Die Konvertierung eines MBR-Datenträgers in einen GPT-Datenträger und umgekehrt kann nur durchgeführt werden, wenn der Datenträger leer ist. 

Dazu klicken Sie in der Datenträgerverwaltung von Windows den Datenträger mit der rechten Maustaste an und wählen den entsprechenden Befehl aus. Sie können die Konvertierung aber auch in der Befehlszeile durchführen:

Starten Sie eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten

Starten Sie diskpart.

Geben Sie list disk ein.

Geben Sie select disk <Nummer der Disk, die Sie konvertieren wollen> ein.

Geben Sie clean ein.

Geben Sie convert gpt ein, den umgekehrten Weg gehen Sie mit convert mbr.

In der Datenträgerverwaltung (diskmgmt.msc) finden Sie den Partitionierungsstil, wenn Sie die Eigenschaften des Datenträgers aufrufen, auf der Registerkarte Volumes. In der PowerShell lassen Sie sich den Partitionierungsstil mit Get-Disk | select FriendlyName, PartitionStyle anzeigen.

Den Partitionierungsstil legen Sie mit dem folgenden Befehl auf GPT fest:

Initialize-Disk <Nummer> -PartitionStyle GPT

Ein weiteres Beispiel um einen Datenträger zu erstellen und zu formatieren ist:

Get-Disk 1 | Clear-Disk -RemoveData

New-Partition -DiskNumber 1 -UseMaximumSize -IsActive -DriveLetter Z | Format-Volume -FileSystem NTFS -NewFileSystemLabel Data

 

Oracles kostenloser Typ-2-Hypervisor erreicht Version 5.0

Oracle VirtualBox 5.0 bringt als Major-Release nicht nur Fehlerkorrekturen, sondern zahlreiche Neuerungen.

Die wichtigste, Unterstützung für Paravirtualisierung, sollte Gastsysteme drastisch beschleunigen können. Ferner ist es jetzt optional möglich, Disk-Image via AES 256 Bit transparent zu verschlüsseln. Neu ist auch der Support für Drag&Drop zwischen Host- und Gastsystemen und USB 3.0. Darüber hinaus gibt es eine Reihe neuer CPU-Instruktionen , darunter SSE 4.1-, SSE4.2-, AVX-, AVX-2- und AES-NI, sowie POPCNT und RDRA. Gastsysteme können mit Hilfe dieser Instruktionen ihren Code schneller ausführen.

Oberflächliches Verbesserungen

Darüber hinaus lassen sich Gastsysteme in einem separierten Modus starten, bei dem die virtuelle Maschine im Hintergrund läuft, während sich das grafische Frontend sich mit dieser verbindet. Das Frontend lässt sich auch beenden, ohne die virtuelle Maschine anzuhalten. An der Benutzeroberfläche gibt es noch weitere Verbesserungen. So skaliert die Oberfläche des Gastsystems jetzt, inklusive etwaiger 3D-Beschleunigung. Ferner haben die Entwickler Unterstützung für hochauflösende Displays und Hotplugging von SATA-Festplatten hinzugefügt.

Neue Gastsysteme

Erweitert wurde auch Unterstützung der Gastsysteme. Unter denen finden sich jetzt auch MS Windows 10, Mac OS X 10.10 , Oracle Solaris, Oracle Linux und die meisten relevanten Linux-Systeme. Weitere Details zu den Neuerungen lassen sich dem Changelog entnehmen.

Oracle VirtualBox kann zwar ab sofort von der Projektseite heruntergeladen werden, dürfte aber zeitnah in den Paketquellen der gängigen Distributionen auftauchen.

Active Directory mit PowerShell installieren

Auch Core-Server können Sie als Domänencontroller verwenden. Die Installation von Active Directory nehmen Sie über die PowerShell vor. Um Active Directory mit der PowerShell zu installieren, geben Sie in der Eingabeaufforderung zunächst powershell ein. 

Im ersten Schritt müssen Sie mit Install-WindowsFeature AD-Domain-services -IncludeManagementTools die Active Directory-Domänendienste auf dem Server installieren.

Um einen neuen Domänencontroller zu installieren, verwenden Sie das Cmdlet Install-ADDSDomainController. Damit der Befehl funktioniert geben Sie den Namen der Domäne, mit und konfigurieren das Kennwort für den Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus als SecureString. Dazu verwenden Sie folgenden Befehl:

Install-ADDSDomainController -DomainName <DNS-Name der Domäne> -SafeModeAdministratorPassword (Read-Host -Prompt Kennwort -AsSecureString)

Der Befehl fragt nach dem Kennwort für den Verzeichnisdienst-Wiederherstellungsmodus und speichert dieses als sichere Zeichenfolge ab.

Sie können natürlich alle notwendigen Optionen für die Installation im Cmdlet angeben, zum Beispiel noch die Installation von DNS oder die Funktionsebene von Domäne und Gesamtstruktur. Dazu verwenden Sie zum Beispiel die Befehle:

-ForestMode <{Win2003 | Win2008 | Win2008R2 | Win2012}>

-DomainMode <{Win2003 | Win2008 | Win2008R2 | Win2012}>

-InstallDNS <{$false | $true}>

-SafeModeAdministratorPassword <secure string>

Eine neue Gesamtstruktur installieren Sie mit dem Cmdlet Install-ADDSForest -Domainname <DNS-Name>. Ein Beispiel für die Ausführung ist folgender Befehl:

Install-ADDSForest -DomainName corp.contoso.com -CreateDNSDelegation -DomainMode Win2008 -ForestMode Win2008R2 -DatabasePath d:\NTDS -SYSVOLPath d:\SYSVOL -LogPath e:\Logs

ownCloud führt modulare Verschlüsselung ein

ownCloud, Hersteller der populären Files-Snc-Lösung, hat eine neue Version 8.1 der Community-Version von ownCloud Server veröffentlicht, die der Unternehmen adressierenden Enterprise-Version in der Regel 3 Monate vorauseilt.

Die neue Version enthält mit Encryption 2.0 ein neues, modular aufgebautes Verschlüsselungsframework, das vornehmlich die an ownCloud oft kritisierte Sicherheit erhöhen soll.

Neues Verschlüsselungskonzept

Das neue Verschlüsselungskonzept ownCloud Encryption 2.0 erlaubt Nutzern das Verwalten ihrer Schlüssel im eigenen Keystore. Ferner können Anwender jetzt den zu verwendenden Verschlüsselungsstandard selbst bestimmen oder bei Bedarf eine eigene Serveranwendungen schreiben, welche dann z. B. individuelle Ansprüche von Unternehmen an Verschlüsselungstechnologie bedienen könnte.

Weitere Neuerungen

ownCloud 8.1 bringt noch weitere neue Funktionen mit und soll nach Aussage der Entwickler dank verbesserter Skalierbarkeit deutliche Performance-Steigerungen erzielen, darunter die bis zu vierfach schnellere Up- und Downloads. Die Geschwindigkeitsverbesserungen erreichen die Entwickler unter anderem durch eine effizientere Bearbeitung massiv paralleler Requests, wodurch jede ownCloud-Server-Instanz bis zu 50 Prozent mehr Nutzer verkraftet. Ferner haben die Entwickler die Dokumentation erweitert, welche jetzt auch besser in die Anwendung eingebunden ist.

ownCloud Server 8.1 ist ab sofort zum Herunterladen verfügbar. Weitere Neuerungen lassen sich in den Release Notes nachlesen. Ferner erläutert ein  Video die wichtigsten Neuerungen.