Wie sicher sind Überwachungskameras wirklich?

Schwachstellen sind offene oder schlecht gesicherte WLAN-Netzwerke mit mangelhaften Sicherheitseinstellungen, unsichere Passwörter oder mangelhafte Schutzeinrichtungen an der Kamera selber.  Jedoch ist die professionelle Anwendung und das Einhalten bzw. die Effektivität der eingesetzten Schutzmaßnahmen entscheidend. Ein IP-Kameranetzwerk muss auf allen Ebenen geschützt sein, von den ausgewählten Produkten bis hin zu den entsprechenden Sicherheitsanforderungen, die für den Kunden und seine Partner gelten.

Aus IT-Sicht ist eine IP-Kamera eine Netzwerkkomponente – ähnlich einem Laptop, einem PC oder einem mobilen Endgerät. Allerdings ist eine Netzwerkkamera nicht – wie z.B. ein Laptop – allgemeinen Bedrohungen ausgesetzt. Solche können entstehen, wenn PC-User potenziell gefährliche Webseiten besuchen, infizierte Email-Attachments öffnen oder unsichere Anwendungen auf ihrem Rechner installieren. Trotzdem ist die Kamera ein Netzwerk-Teilnehmer mit einer Schnittstelle, die unter Umständen Gefahren ausgesetzt ist.

Für ein sicheres System sind alle Komponenten der Überwachungslösung, der Server (inkl. Disks zum Aufzeichnen von Bildern und Daten), der Client und die Anzahl (variabel) von IP-Kameras zu berücksichtigen. Für einen optimalen Schutz muss das Videosystem als Teil des Netzwerks bestimmte Anforderungen erfüllen, um das Schutzniveau für die bestehende Infrastruktur zu gewährleisten. Das System sollte einer Risikoanalyse unterzogen werden. Diese ist von grundlegender Bedeutung, da daraus der angemessene Schutz auf Basis des zuvor für alle Komponenten (Server, Kunden und an das Netzwerk angeschlossenen Geräten) berechneten Risikos ermittelt wird.

In den Kameraeinstellungen finden sich umfangreiche Möglichkeiten, das Videoüberwachungssystem zu schützen:

  • Login auf der Kamera auf drei verschiedenen Sicherheitsebenen (Betrachter, Betreiber und Administrator)
  • IP-Adressen-Filter
  • https: SSL-verschlüsselte Verbindungen mit der Kamera
  • Digest Access Authentication: Login-Informationen werden sicher über das Netzwerk übertragen
  • User Access Log: Aufzeichnung der zugreifenden IP-Adressen
  • 802.1x: Authentifizierung

Zusätzlich kann die Kamera über das Netzwerk gegen unautorisierten Zugriff geschützt werden:

  • Zugriff auf die Kamerabilder nur durch professionelle Video-Management-Systeme erlauben
  • Ein separates Netzwerk zusätzlich zum normalen Produktionsnetzwerk für die Sicherheitskameras bilden
  • VPN-Verbindungen nutzen und die Firewall korrekt einstellen
  • Eine Benutzerverwaltungsstrategie sicherstellen, bei der Nutzer Passwörter angeben müssen, Anmeldeinformationen der Nutzer gespeichert werden und RADIUS-Authentifizierung und Exchange-Zertifikate zur Anwendung kommen

Neue Gefahr: Thingbots

Sicherheitsverantwortliche kennen das Prozedere: Kaum haben sie ihr Unternehmen vor einer neuen Gefahr einigermaßen abgesichert, taucht schon die nächste auf. An dieser Sisyphus-Arbeit wird sich auch in den kommenden Jahren nichts ändern. So zeigt der aktuelle Threat Intelligence Report von F5 Labs, dass Europa zu einem Brennpunkt für Thingbots geworden ist. Die entsprechende Malware wird exklusiv zur Kompromittierung mit dem Internet der Dinge (IoT) vernetzter Geräte entwickelt – und zunehmend zur Lieblingswaffe der Cyberkriminellen.

Anzahl der IoT-Geräte explodiert

Das ist kein Wunder. Denn laut aktuellen Studien gibt es derzeit etwa 8,4 Milliarden IoT-Geräte und bis zum Jahr 2020 wird die Zahl auf über 20 Milliarden steigen. Die Nutzung von IoT-Geräten wächst damit exponentiell und den Hackern steht ein riesige Menge an möglichen Angriffszielen zur Verfügung, die sie zum Aufbau gewaltiger Botnetze nutzen können.

Dabei machen es ihnen viele Hersteller unnötig leicht. Denn IoT-Geräte besitzen in der Regel nur unzureichende Sicherheitsmaßnahmen, etwa ein einfaches Standardpasswort. Tatsächlich behindern die meist geringen Speicher- und Prozessorkapzitäten der Geräte die Installation leistungsfähiger Sicherheitsprogramme. Doch selbst ressourcenschonende Maßnahmen können einen deutlichen Schutz bieten.

Angriffe nehmen zu

Die geringen Kapazitäten der IoT-Geräte erschweren prinzipiell zwar auch den Hackern das Leben, da sie keine mächtigen Schadprogramme installieren können und ein einzelner Thingbot nur kleine Datenmengen für einen DDoS-Angriff versenden kann. Doch die schiere Masse an Thingbots gleicht diesen Nachteil mehr als aus. So werden Angriffe über IoT-Geräte immer populärer.  

Laut F5 Labs gab es zwischen dem 1. Januar und 30. Juni 2017 weltweit 30,6 Millionen Thingbot-Attacken. Dies entspricht einer Steigerung von 280 Prozent im Vergleich zum vorhergehenden Halbjahr.

Trotz dieses Anstiegs erreichten die meisten Angriffe nicht die Größe und Intensität der bekanntesten IoT-Botnetze Mirai und Persirai. 93 Prozent der Attacken während des letzten Studienzeitraums traten im Januar und Februar auf, mit einer deutlich geringeren Aktivität von März bis Juni. Dies deutet darauf hin, dass wohl neue Angriffe vorbereitet werden.

Mirai in Europa stark verbreitet

Mirai ist besonders berüchtigt, da das Botnetz im zweiten Halbjahr 2016 mehrere hunderttausend IoT-Geräte – größtenteils digitale Videorecorder, Router und Überwachungskameras – für mehrere Angriffswellen nutzte. Unter anderem waren 900.000 Router der Deutschen Telekom betroffen, die teilweise keine Verbindung mehr zum Internet aufbauen konnten.

Gemäß dem Threat Intelligence Report gibt es in Europa eine starke Konzentration von Mirai-Scannern, die das Internet nach anfälligen Geräten durchsuchen. Sie befinden sich vorwiegend in Großbritannien, Italien, Polen. Tschechien, Rumänien und den Niederlanden. Sind sie fündig geworden, senden sie IP-Adresse, Port-Nummer und Zugangsdaten des IoT-Geräts an die Loader-Systeme von Mirai. Auch diese sind über ganz Europa verteilt, mit einer hohen Konzentration in den Niederlanden, der Tschechischen Republik und Rumänien.

Hotspot für Perisai

Perisai ist eine überarbeitete Version von Mirai, die gleiche Code-Teile sowie gemeinsame Command and Control (C&C)-Server nutzt. Dieses Botnetz greift Modelle von IP-Kameras eines bestimmten chinesischen Herstellers an. Zwei Monate nach seinem Auftauchen im Mai 2017 waren bereits mindestens 600.000 Kameras infiziert. Das entspricht einer durchschnittlichen Erfolgsrate von 10.000 gekaperten Geräten pro Tag – bei nur einer einzigen ausgenutzten Schwachstelle.

Die größte Aktivität in Bezug auf Perisai wurde jedoch in Europa verzeichnet. Dabei befanden sich die meisten infizierten IP-Kameras in Großbritannien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Schweiz, Italien, Dänemark und Polen. Die europäischen C&C-Server waren am stärksten in Großbritannien, Italien und Türkei verbreitet. Zudem deckte die Studie auf, welche 50 Kombinationen aus Kennwort und Passwort am häufigsten angegriffen wurden. In 94 Prozent der Fälle waren Kennwort und Passwort identisch. Besonders beunruhigend ist dabei die Tatsache, dass die meisten der von Mirai und Perisai attackierten IoT-Geräte keine Veränderungen der Zugangsdaten erlauben.

Unternehmen müssen handeln

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass IoT-Botnetze heute keine abstrakte, sondern eine ganz konkrete Gefahr für europäische Unternehmen darstellen. Diese müssen jetzt ihre Sicherheitsmaßnahmen anpassen, bevor der nächste, wahrscheinlich noch größere Angriff erfolgt. Dabei sollten sie bedenken, dass sie selbst möglicherweise gar nicht das primäre Angriffsziel sind, sondern wie im Falle der genannten Telekom-Router eher als Kollateralschaden gelten. Doch selbst dann können die Geschäftstätigkeiten deutlich beeinträchtigt werden.

So müssen sie sich auch auf mögliche Folgeschäden, zum Beispiel durch den Ausfall des genutzten Internet-Providers oder Cloud-Dienstleisters, vorbereiten. Dazu dient eine umfassende DDoS-Strategie, welche die Gefahr durch Thingbots berücksichtigt. Diese muss Redundanz für kritische Services gewährleisten, die Nutzung bekannter Kennwort-Passwort-Kombinationen vermeiden und für eine kontinuierliche Weiterbildung der Mitarbeiter zu den möglichen Gefahren durch IoT-Geräte sorgen.

Datenbankverfügbarkeitsgruppen in Exchange 2016

Die Replikation der Datenbanken zwischen den beteiligten Servern erfolgt über Transaktionsprotokolle. Sie können für die Replikation auch Nachlaufzeiten festlegen und Datenbanken erst zeitverzögert durch Transaktionsprotokolle aktualisieren lassen. Die Replikation erfolgt nicht über das Server Message Block-Protokoll (SMB), sondern über ein Replikationsverfahren, speziell für DAG. Exchange 2016 verwendet einen festgelegten TCP-Port für den Datenaustausch. Aktive Transaktionsprotokolle der produktiven Exchange-Datenbank senden einen Datenstrom an die passiven Kopien. Der Datenstrom ist verschlüsselt und komprimiert. Diese Einstellung können Sie aber auch selbst festlegen. Exchange 2016 kann als Quelle für die Replikation der Daten die produktive Datenbank verwenden oder eine andere Postfachdatenbankkopie. Sie können also auch eine Kette von Replikaten erstellen, wenn Sie mehrere Exchange-Server im Einsatz haben. Beide Editionen von Exchange 2016 unterstützen die Hochverfügbarkeit über Datenbankverfügbarkeitsgruppen (DAG). Sie können die Editionen in einer DAG auch mischen.

Leistungsoptimierung für Hyper-V

Generell sollten Administratoren in den VMs für möglichst wenig CPU-Last sorgen, vor allem wenn die VM im Leerlauf ist. Um das zu erreichen helfen folgende Maßnahmen:

  • Installieren Sie die aktuellste Version der Integrationsdienste
  • Entfernen Sie nicht benötigte virtuelle Hardware, vor allem ältere Netzwerkadapter
  • Deaktivieren Sie den Bildschirmschon und melden Sie keinen Benutzer an, wenn er nicht benötigt wird.
  • Deaktivieren Sie nicht benötigte Aufgaben und Dienste im Gastbetriebssystem. Dazu gehören zum Beispiel die Windows-Suche sowie Fetch und Superfetch oder die Defragmentierungsaufgaben.
  • Überprüfen Sie mit „logman.exe query -ets“ welche Event Tracing for Windows (ETW)-Provider aktiv sind.
  • Versuchen Sie regelmäßige Aufgaben in den Serveranwendungen der VMs zu reduzieren.
  • Stellen Sie sicher, dass der Server-Manager auf dem Host und in den VMs nicht gestartet ist.
  • Schließen Sie den Hyper-V-Manager und die Hyper-V-Konsole zu den Servern

Warum das Internet der Dinge jetzt so richtig groß wird

Ein Blick zurück

Der Begriff „Internet of Things“ wurde bereits 1999 geprägt und doch sollte es fast 15 Jahre dauern, bis erste Dinge tatsächlich das Internet bevölkerten. Dabei sprechen wir nicht von herkömmlichen PCs oder smarten Devices, bei denen ein Internetzugang quasi selbstverständlich ist. Nein, wir reden von Dingen, bei denen es vor noch gar nicht so langer Zeit vollkommen unvorstellbar gewesen wäre, dass sie sich mit dem Internet verbinden: Autos, die Heizungssteuerung im Keller oder sogar komplette Industrieanlagen.

Geht man von finanziellen Potenzialen aus, welche die industrielle Vernetzung und Automatisierung mit sich bringt, ist es verwunderlich, dass die Entwicklung so lange gedauert hat. Was sind die Gründe dafür?

Viele Unternehmen waren skeptisch und daher zurückhaltend. Denn besonders im industriellen Umfeld sind Neuerungen technischer Art zeit- und kostenintensiv. Viele Unternehmer hörte man sagen, dass es sich bei Digitalisierung und IoT nur wieder um einen neuen Hype handele und niemand das wirklich brauche. Ach, wie schön einfach wäre die Welt, wenn alle so denken würden. Wir würden weiterhin in Höhlen leben und Hunger und Raubtiere wären das Einzige, was uns Sorgen machen müsste.

Aber nein, es wurden Entwicklungen gemacht und nach den ersten Leuchtturmprojekten im Bereich der Digitalisierung wurde immer mehr Unternehmen klar: Das ist das neue ganz große Ding. Verschiedenste Projekte wurden aus dem Boden gestampft und dabei erkannten Unternehmer, dass das Betätigungsfeld Internet der Dinge doch ziemlich komplex ist. Trotzdem wurde der Mehrwert gesehen. Daten sind zwar in vielen produzierenden Betrieben schon länger gesammelt worden, doch war deren Auswertung oft schlicht zu zeitaufwändig, um wirkliche Mehrwerte zu generieren. Von Echtzeitdaten waren wir da noch meilenweit entfernt.

Potenziale des IIoT

Unter dem IIoT (Industrial Internet of Things) wird die Vernetzung von Dingen und Automatisierung von Prozessen im industriellen, weiter gefasst auch generell im betrieblichen Kontext, verstanden. In der Studie „The Internet of Things: Mapping the value beyond the hype“ des McKinsey Instituts wird der industriellen Digitalisierung in Fabriken das größte Potenzial des Internet of Things zugesprochen. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn betrachtet man produzierende Unternehmen wirken viele Prozesse und Arbeitsweisen doch ein bisschen angestaubt. Trotz allem sieht so die Realität in vielen deutschen Unternehmen aus und lange nicht nur in kleinen oder mittelständischen Betrieben.

Die wichtigsten Erfolgspotenziale sind laut McKinsey effizientere Arbeitsweisen und die Vermeidung von Verletzungsrisiken. Allein in 2016 gab es insgesamt 876.579 meldungspflichtige Arbeitsunfälle*. Nicht nur aus menschlicher Sicht ist es erstrebenswert, diese Zahl zu senken. Auch wirtschaftlich richten Arbeitsunfälle einen Schaden an, der speziell kleinere Unternehmen schwer treffen kann.

Warum gerade jetzt?

Zugegeben, das Internet an sich ist schon eine ganze Weile erfolgreich, warum ist es nun gerade Zeit für das IoT, bzw. das IIoT? Der wesentliche Grund dafür: die Wirtschaftlichkeit. Speichermedien, RFID-Technologien und nicht zuletzt Akkus werden immer kleiner und preisgünstiger. Kaum jemand hätte sich vor ein paar Jahren gedacht, dass die Welt eine internetfähige Küchenmaschine bräuchte und dann et voila der Thermomix, mit dem Hausfrau von heute sich Schritt für Schritt durch ihre Rezepte leiten lässt.

Angefangen hat es vielleicht als Spinnerei, deren Nutzen niemand wirklich erfassen konnte. Vermutlich wurden die ersten Dinge nur mit dem Internet verbunden, weil es ging – wie so viele Erfindungen, die schließlich unsere Welt verändert haben.

Bereits 1990 wurde ein Toaster entwickelt, der sich über das Internet ein- und ausschalten ließ. Die Spielerei war der eigentliche Beginn des Internet der Dinge. Im letzten Jahr, 2016 gab es bereits 6,4 Milliarden vernetzte Gegenstände, die Innovatoren sind also zufrieden und können inzwischen schon recht beachtliche Erfolge verbuchen. Nun beginnt sich das Internet der Dinge auszubreiten, da immer mehr Menschen und Unternehmen den Nutzen erkennen und auch in ihrem eigenen Unternehmen Ansätze finden, die Potenziale zu nutzen.

Was bedeutet das IoT für Unternehmen?

Bleiben wir beim Beispiel der Fabrik. Die Vision von der sich selbst organisierenden Fertigung mit Losgröße 1 kann durch das IoT Realität werden. Bereits heute gibt es viele Konfiguratoren im Internet – vom Auto bis zur Kücheneinrichtung lässt sich nahezu alles online konfigurieren. Vermutlich können wir uns in Zukunft unser neues Auto online bestellen und die gesamte Administration kann automatisiert erfolgen. Die Automobilbranche ist ohnehin ein gutes Beispiel. Die Produktionsanlagen sind bereits sehr durchgetaktet und automatisiert. Andere Branchen werden diese Potenziale in der Zukunft unterstützt von digitalen Anwendungen noch gewinnbringender nutzen können.

Hinzu kommt, dass immer mehr junge Menschen auch in tradierte Unternehmen drängen und ihre Digitalbegeisterung einbringen, sie wollen schlichtweg nicht mit komplizierten Methoden arbeiten – ein Grund, warum Unternehmen mit modernen Technologien meist keine Nachwuchssorgen haben.

Doch vielen Unternehmen ist noch nicht klar, was es bedeutet, IoT Anwendungen zu nutzen. Der Einsatz mobiler Endgeräte, aber auch die Systemvernetzung und Automatisierung bedürfen Investitionen in Technologie und Softwareentwicklung. Mit dem Aufsetzen einer Datenbrille ist es lange nicht getan. Die gesamte Infrastruktur muss auf den neuen Umgang mit dem Internet ausgelegt werden, individualisierte Anwendungen werden nötig.

IoT Plattformen als Lösung

IoT Plattformen bieten sich als Lösung an. Hier finden Unternehmen alles was sie benötigen, um sich auf den Weg in das IIoT zu machen. Verschiedene Lösungen sind auf dem Markt bereits erhältlich und wie es in der digitalen Welt üblich ist, verändert sich ständig etwas. Eine gründliche Analyse der bisherigen Prozesse und Ziele ist für die Entscheidung für eine Plattform unumgänglich.

Die häufigste Antwort auf die Frage welche Herausforderung im IoT gesehen wird, ist die nach der Anwendungsentwicklung. Immer mehr Apps in immer kürzerer Zeit für eine wachsende Anzahl an Geräten müssen zur Verfügung gestellt und verwaltet werden.

Low-Code Plattformen bieten die Möglichkeiten, Apps via Konfiguration zu erstellen. Damit verringert sich die Umsetzungszeit dramatisch. In Zukunft werden es solche Plattformen sein, die unsere digitale Zukunft beeinflussen.

 Quellen:

* DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Predictive Maintenance erfordert hohe Verfügbarkeit

Effizientes Ersatzteilmanagement ist das Rückgrat des After-Sales-Service: Allein im Maschinen- und Anlagebau liegt der Umsatzanteil bei rund 50-60%. In der Realität wird dieses Potential jedoch nur selten voll ausgeschöpft. Tatsächlich können über die Hälfte der Reparaturarbeiten an Maschinen nicht ausgeführt werden, weil die passenden Teile nicht verfügbar sind.  

“Break-Fix” vs. Predictive Maintenance

Die Zeit ist reif auf neue Verfahrensmodelle umzusteigen. Mehr und mehr verabschieden sich Hersteller vom traditionellen und reaktiven “Break-Fix”-Ansatz, bei dem Service-Reparaturen erst dann durchgeführt werden, wenn die Maschine bereits funktionsuntüchtig ist. Der After-Sales-Service der Industrie 4.0 liefert Ersatzteile, bevor es überhaupt zu einem Ausfall kommen kann. Eine vorausschauende Instandhaltung gelingt jedoch nur, wenn die hohe Verfügbarkeit von Ersatzeilen gewährleistet ist.

Für Hersteller lassen sich in diesem Zusammenhang drei Schlüsselfunktionen festmachen:

  1. Ersatzteilversorgung steigern
    Eine hohe Verfügbarkeit setzt eine effiziente Service Supply Chain voraus. Herkömmliche ERP-Systeme und manuell geführte Excel-Tabellen stoßen hier längst an ihre Grenzen. Der Weg des Ersatzteilmanagements von morgen führt in die Cloud. Cloudbasierte Lösungen lassen sich als Add-On unkompliziert in bestehende ERP-Systeme integrieren und ermöglichen es Herstellern, Ersatzteile zu verfolgen, Über- oder veraltete Bestände zu minimieren und eine vorausschauende Bedarfsplanung umzusetzen. So lassen sich nicht nur Ergebnismargen und Umsatz steigern, sondern auch eine hohe Verfügbarkeit der Ersatzeile sicherstellen.

    Diese Vorgehensweise ist entscheidend um den Erwartungen der Kunden in Sachen punktgenauer Lieferung gerecht zu werden und einen Vorsprung gegenüber direkten Wettbewerbern aber auch E-Commerce-Marktplätzen Dritter (z. B. Amazon Business) zu behalten. Ersatzteilmanagement ist dabei mehr als nur das passende Teil zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen. Effektive Bestandsmanagementlösungen tragen dazu bei, Frachtkosten zu reduzieren – die rund 25% des Gesamtwerts des Lagerbestands entsprechen.

  1. Neue Technologien für die neue Generation von Servicemitarbeitern
    Je mehr vorausschauende Instandhaltung, Fernüberwachung und automatisierte Wartungsarbeiten an Bedeutung gewinnen, desto größer wird der Bedarf an Fachpersonal. Für den Kundendienst bedeutet dies, seine Kompetenzen kontinuierlich auszubauen. Momentan findet ein Generationswechsel statt, wobei Außendiensttechniker mit jahrelanger Erfahrung und Know-how von einer neuen Generation abgelöst werden. Nach WBR Digital setzen diese „Millenials“ und „Digital Natives“ vor allem auf Zusammenarbeit, Up-Selling-Möglichkeiten, Kundenerlebnis und vernetzte Technologien. Angesichts dieses Wandels ist es wichtiger denn je, Servicemitarbeiter und technische Fachkräfte auf neue Kundenerwartungen vorzubereiten und entsprechende Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
  1. Kundenerlebnis und Kundenloyalität haben Vorrang
    Hersteller können sich unzufriedene, verärgerte oder missverstandene Kunden schlichtweg nicht mehr leisten. Das machen auch die Zahlen eines Reports von BI Intelligence deutlich: Demnach braucht es 12 positive Erfahrungen im Kundenservice, um eine schlechte Erfahrung auszugleichen.

    Die hohe Verfügbarkeit von Produkten ist damit tatsächlich mehr als nur eine sekundäre Zielvorgabe. Sie ist essentiell für den After-Sales-Service. Kommt es zu langen Ausfallzeiten von Maschinen, Fahrzeugen und Geräten, sind die Folge nicht nur vermeidbare Kosten, sondern auch verärgerte Kunden. Das trifft insbesondere Hersteller, die in SLA-Verträgen genaue Verfügbarkeiten garantieren. Hier gilt es die Vereinbarungen einzuhalten und zu übertreffen, um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und den Marktanteil langfristig zu sichern und zu steigern.

Neue Technologien, die eine vorausschauende Instandhaltung, Bedarfsplanung und Ersatzteilmanagement ermöglichen, werden in den nächsten Jahren die Service Supply Chain grundlegend verändern – sowohl für die Kunden als auch für die Hersteller. Vorteile entstehen hier für beide Seiten: zufriedene Kunden und wettbewerbsstarke Unternehmen.

Inside IoT

Cybus verfügt über ein vielfältiges Partnernetzwerk unterschiedlicher IoT-Dienstleister und -Unternehmen. Von Zeit zu Zeit führen wir mit einem Experten von einem unserer Partner ein „Inside IoT“-Gespräch, um hier Einblicke aus erster Hand zu bekommen. Heute sprachen wir mit Laurent Couillard von OptimData, Paris, über den aktuellen Stand des Industrial IoT und die größten Herausforderungen für Unternehmen, die von intelligenten IoT-Diensten Gebrauch machen wollen.

Cybus bildet hierbei die Schnittstelle zwischen Shopfloor und IoT-Services. Durch die Connectware wird ein sicherer und einheitlicher Datentransfer ermöglicht. Somit können digitale IoT-Services in Unternehmen auf Maschinendaten zugreifen, während der Fabrikbetreiber völlige Kontrolle über seine Daten behält und je nach Anwendungsfalls gewünschte Daten freigeben und überwachen kann.

Laurent Couillard ist CEO und Gründer von OptimData in Paris und arbeitet seit mehr als zehn Jahren im IoT-Bereich. Mit OptimData hat er ein innovatives R&D-Labor für die Entwicklung von datenzentrischen Anwendungen für Industrie-Unternehmen aufgebaut.

Wenn wir über Industrie 4.0 reden, scheint es für viele Entscheider tatsächlich noch ein etwas schwammiger Begriff für die allgemeine „Digitalisierung“ zu sein. Wie würden Sie konkret den echten Nutzen und Mehrwert, den Unternehmen in den nächsten 12 Monaten durch Industrie 4.0 haben werden, zusammenfassen?

Industrie 4.0 beschäftigt sich im Wesentlichen mit einer besseren Kollaboration zwischen Maschinenhersteller, Produktionsplaner, technischem Anwender und produzierendem Unternehmen. Jeder Teilnehmer in der Wertschöpfung ist heutzutage gezwungen in die Prozesse einer modernen Fertigung eingebunden zu sein. Sei es für höhere Produktionszyklen bei sinkenden Kosten, Energie-Effizienz oder Produkt-Diversifikation. Das Industrielle Internet der Dinge verknüpft die bislang einzelnen Fäden zu einem Wissensnetz. Jeder Teilnehmer kann in einer digitalen Form seine Kompetenz beisteuern und somit zu einem effizienteren Gesamtsystem beitragen. Industrie 4.0 bringt durch Digitalisierung einen ganz neuen Mehrwert hervor und verkürzt die Distanz zwischen den einzelnen Akteuren.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen aktuell, die Produktionsbetreiber und Fabriken an einer schnellen Umsetzung von Industrie 4.0 hindern? Was wäre Ihrer Meinung nach der erste Schritt, den ein Unternehmen gehen muss?

Die größte Herausforderung ist zunächst das Geschäftsmodell. Weil es einer Fabrik oder einer Produktionsstätte nicht allein gelingen wird, einen Mehrwert durch Industrie 4.0 zu erlangen, muss sie die Zusammenarbeit und den Erwerb von Wissen von Maschinenherstellern und Instandhaltern ermöglichen. Infolgedessen und als Konsequenz wird die kontrollierte Datenerfassung zum Mehrwert. Von den gesammelten „In Use“-Daten in Verbindung mit KI-Modellen haben wir gelernt, dass jeder Prozess-Teilnehmer sein eigenes Wissen erweitern und wesentlich gezielter im richtigen Kontext für eine bessere Produktion anwenden kann.

Natürlich dürfen dabei keine vertraulichen Produktionsdaten ungeschützt nach außen gelangen. Aber Produktionsdaten bilden in digitalisierter Form den Schlüssel zu einer „kollektiven Intelligenz“, um für jeden einzelnen Anwender neue Vorteile zu schaffen.

Zurückblickend, was hat sich seit der Einführung von IoT in der Industrie tatsächlich schon getan? Können Sie ein Beispiel für erfolgreiche IoT-Implementierung nennen?

Der Fortschritt von und durch IoT variiert natürlich von Kunde zu Kunde. Vor kurzem haben wir mit Sidel, einem Tetra Pak Unternehmen, die Einführung von Sidel-InUse angekündigt. Sidel-InUse schlägt neue Abfertigungsprogramme für die Abwicklung vor, um die OEE zu erhöhen und Störfälle vorherzusagen. Die Transformation wurde auf beiden Seiten angenommen.

Einerseits wird die Kundenbeziehung von Sidel durch ein tieferes Wissen über das, was bei der Kundenproduktion geschieht, und durch eine bessere Abstimmung von Support und Service erweitert. Auf der anderen Seite sind die Maschinen in der Lage, den Industriearbeitern sehr konkret Handlungsempfehlungen für den nächsten Produktionsschritt mitzuteilen.

OptimData stellt seine IoT Visualisierung- und Optimierungslösung “ProductInUse“ für Unternehmen bereit, die ihre Produktionsdaten nutzen möchten. Gibt es Pläne bei Ihnen in Zukunft auch andere Dienste wie „ProductInUse“ anzubieten?

ProductInUse ist eine Lösung für industrielle Unternehmen bei der Entwicklung ihrer digitalen Dienste. Wir begannen mit Predictive Maintenance, was die Kosten senkt und die Betriebszeit erhöht, um anschließend auch intelligente Lösungen anzubieten, die die Mean Time to Repair (MTTR) reduziert. Wir starten demnächst einen digitalen Service zur Preventive Maintenance, welcher ein optimiertes Wartungs- und Ersatzteil-Management ermöglicht. Weitere digitale Services generieren sich darüber hinaus laufend aus unseren aktiven Industrie-Anwendungen.

Eine letzte Frage zum aktuellen Stand des Internet of Things: Wie schätzen Sie den bisherigen Fortschritt durch Industrie 4.0 ein, einen Mehrwert aus den Möglichkeiten durch IoT zu generieren? Steht der digitale Wandel Ihrer Meinung nach am Anfang, oder sind wir bereits in der „digitalen Industrie“ angekommen?

Es wird noch wesentlich mehr zu erwarten sein. Wie gesagt, der Mehrwert von IoT liegt in einer neuen Wissensgemeinschaft, die noch nicht definiert ist. Das ist der Kern der Transformation. Das Internet selbst fußt auf kollektiver Intelligenz und neuer Art von Kooperation zwischen bisher unbekannten Teilnehmern. Wir sind gerade erst dabei, die Möglichkeiten für uns alle zu entdecken. Da wird definitiv noch eine ganze Menge passieren.

Laurent, vielen Dank für Ihre Zeit und das Gespräch! Lassen Sie uns in einigen Monaten wieder über diese Themen sprechen, um zu sehen, was sich bis dahin geändert hat. Vielen Dank!

„SidelInUse“

Sidel, ein Unternehmen von Tetra Pak, stellt unter anderem Komplettanlagen für das Aufblasen, die Befüllung und das Labelling von Glas, Dosen und PET-Flaschen her. In der Lebensmittelverarbeitung sind die technischen Anforderungen nicht nur anspruchsvoll, sondern auch kontinuierlich zu überwachen. Die äußerst komplexen Anlagen bedürfen dabei durch den hohen Grad an Automatisierung sorgfältigster Kontrolle und Instandhaltung.

OptimData hat für Sidel den IoT-Service „SidelnUse“, basierend auf der datenzentrischen „ProductInUse“-Plattform für die Anlagen ausgerollt. Einen entscheidenden Vorteil, den Sidel damit erhalten konnte, war es, zum ersten Mal zu sehen, wie die eigenen Abfüll-Anlagen beim Kunden tatsächlich betrieben werden. Die vermeintliche Nutzer-Blackbox wurde somit zum ersten Mal geöffnet. Im Detail bedeutete das als direkt Folge: Sowohl die Laufleistungen, Ursachen für Störungen und die jeweilige Einrichtungskonfiguration können fortlaufend sehr exakt für den Maschinenhersteller und -betreiber nachvollzogen werden. Außerdem bietet der Service den Techniker an der Anlage vor Ort direkte Handlungsempfehlungen für Betrieb, Steuerung und Konfiguration zu erhalten. Die Lerneffekte, Schaffung neuer Expertise und Reduzierung von Fehlern wurde in kürzester Zeit um ein Vielfaches optimiert.

„am4u“: Karrieremöglichkeiten, Businessnetzwerke und persönliche Kontakte rund um die Additive Fertigung

Die Plattform „am4u“ auf der formnext powered by tct verbindet Karrieremöglichkeiten, Netzwerke und persönliche Kontakte rund um die Additive Fertigung. Damit bietet „am4u“ vielfältige Möglichkeiten und ein umfassendes Informationsangebot sowohl für Unternehmen als auch Berufseinsteiger, Fach- und Führungskräfte, die sich für diese spannende Branche interessieren.

Neben einer Karriereplattform mit Karrieretag am 16.11.2017 bietet die „am4u Area“ Halle (3.0, Stand H50 – 51) eine internationale Kooperationsbörse sowie das vom VDMA organisierte Forum „AM – Mehr-Wert für die Industrie“ am 14.11.2017.

Beste Chancen für Einsteiger und Führungskräfte
 
Die Karriereplattform richtet sich an Studenten, Hochschulabsolventen sowie an gestandene Fach- und Führungskräfte, die neue berufliche Möglichkeiten in den Additiven Industrien suchen. „Die Branche entwickelt sich rasant und eröffnet damit engagierten Mitarbeitern beste Chancen für einen Aufstieg und spannende Tätigkeiten“, so Anne-Kathrin Hötter, die beim formnext-Veranstalter Mesago Messe Frankfurt als Projektleiterin den Bereich „am4u“ verantwortet.

Neben einer Job Wall bietet der Karrieretag am Donnerstag, 16.11.2017 vielfältige Informations- und Networkingmöglichkeiten:

  • Auf der Karriere-Bühne werden Aussteller ab 12:00 Uhr Einstiegsmöglichkeiten und Perspektiven in ihrem Unternehmen präsentieren.
  • Universitäten, Institute und Bildungseinrichtungen stellen Studiengänge und Fortbildungsmöglichkeiten vor.
  • Recruiting-Experten der Firma proJob Personal- und Unternehmensberatung stehen für vertiefende Karriereberatung zur Verfügung. Darüber hinaus geben sie Tipps für die Erstellung von Bewerbungen und Lebensläufen.
  • Zwischen 9:00 und 18:00 Uhr besteht die Möglichkeit, kostenfrei professionelle Bewerbungsfotos erstellen zu lassen.

 Businessmöglichkeiten in der Additiven Fertigung
 
Wie Unternehmen aus dem Maschinenbau die Additive Fertigung nutzen und in diese Technologie einsteigen können, erfahren Besucher am Dienstag, 14.11.2017 ab 15:15 Uhr auf dem Forum „AM – Mehr-Wert für die Industrie“, das vom VDMA organisiert wird. Das Vortragsprogramm umfasst fünf Beiträge von Industrievertretern, die ihre Erfahrungen mit additiv gefertigten Werkzeugen und Bauteilen teilen werden. So wird unter anderem Dr. Waldemar Sokolowski von der Oskar Frech GmbH & Co KG über optimierte Druckgussprozesse durch den Einsatz konturnaher Kühlung berichten. Die effiziente Temperierung erlaubt eine bessere Produktqualität, verkürzte Zykluszeiten und eine verlängerte Standzeit der Werkzeuge. Darüber hinaus wird neben SMS Group, Hirschvogel und EDAG auch Dr. Böhme von der Poligrat GmbH referieren und die Bedeutung definierte Oberflächen von AM-Bauteilen erläutern.

Um Geschäftsideen noch erfolgreicher umzusetzen, können Besucher und Aussteller der formnext an der Internationalen Kooperationsbörse teilnehmen, die am Mittwoch, 15.11.2017, von Enterprise Europe Network und Hessen Trade & Invest GmbH ausgerichtet wird. „Hier kann man nicht nur neue innovative Technologien entdecken, sondern sich über konkrete Ideen, Projekte und Innovationen austauschen und sein Netzwerk für internationale Geschäftsmöglichkeiten erweitern“, so Anne-Kathrin Hötter.

Zur kostenfreien Teilnahme an der Kooperationsbörse können sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen unter www.b2match.eu/formnext2017 vorab registrieren und bereits einen Kooperationswunsch angeben.

Weitere Informationen zu „am4u“ unter www.formnext.de

In formnext Start-up Challenge, Impressive Innovations

With outstanding innovations that are sure to amaze many attendees, the winners of the formnext Start-up Challenge 2017 are set to reveal future directions the additive manufacturing sector could take. AIM3D, AM Technologies, Authentise, Elementum 3D, and Identify3D are the names of the young companies whose entries have won over this year’s international jury.

In awarding prizes to firms from Germany, Great Britain, and the United States, formnext powered by tct is also demonstrating its ability to attract up-and-coming innovators from around the world. The Start-up Challenge, which was held in cooperation with the MUST 3D Printing network this year, enables the exhibition to recognize creative young companies in additive technology on an annual basis.

In addition to software solutions for automation and the entire supply chain, one of the five winning companies of 2017 has unveiled a new type of technology capable of producing high-quality surfaces. Several developments in new materials and a 3D printer that facilitates faster, more cost-effective production of metal components will also receive accolades.

The five winners’ appearances at the exhibition, which include booths in the Start-up Area, are being sponsored by formnext. The awards – 3D-printed, of course, courtesy of Voxeljet – will be officially presented on the tct introducing @ formnext stage at 5:00 p.m on the first day of formnext 2017 (Tuesday, 14 November, Hall 3.1, B10). “formnext gives young, award-winning companies like these the chance to present themselves and their products to a highly qualified international audience on our innovative exhibition platform,” states Sascha F. Wenzler, Vice President for formnext at exhibition organizer Mesago Messe Frankfurt GmbH.

In the exhibition’s Start-up Area, the year’s winners will be offering visitors a look at current innovations in additive manufacturing and a glimpse of where the industry is likely headed. “Our attendees will encounter some highly intriguing solutions based on this exciting technology, which we hope will inspire them in plenty of other areas,” Wenzler adds.

The winners:

AIM3D – more cost-effective 3D metal printing

AIM3D GmbH captured the jury’s attention with its new 3D metal-printing technology. Founded in 2017 as a spin-off of the University of Rostock, the company plans to bring its ExAM255 series printer to market next year. Here, AIM3D employs a technique known as composite extrusion modeling (CEM), which combines additive manufacturing with metal injection molding. The procedure turns inexpensive metal injection molding granulate into fine filament that is applied in layers. This results in green bodies that can then be sintered into finished parts.

AM Technologies – automated post-processing for unparalleled surfaces

Hailing from Sheffield, England, AMT will also be at formnext to showcase its intelligent, automated post-processing solution for 3D-printed polymer components. The company’s patented PostPro3D technology (which itself is based on boundary-layer automated smoothing technology, or BLAST) is said to produce a level of surface quality comparable to injection molding. AMT also states that this innovation saves time and money in production.

Authentise – software for automation

Authentise, a company founded in Silicon Valley in 2012, provides software designed to automate and monitor AM operations. With two of its modules – the 3Diax modular platform and the Authentise Manufacturing Execution System – users can implement automated order processing in additive manufacturing, which Authentise says ultimately reduces per-unit costs while speeding up production.

 Elementum 3D – RAM technology for special materials

Elementum 3D specializes in the development of high-performance materials for 3D printing, including special metals, ceramics, and composites. A partner of EOS, the company wants to devise 3D materials that transcend the known limits of density and even particle distribution using its patented reactive additive manufacturing (RAM) technology.

 Identify3D – software for digital supply chains

Identify3D, which was founded in San Francisco in 2014, has developed digital supply chain software that adapts processes and products to established engineering standards. This enables it to offer quality assurance that covers everything from initial designs to finished products. At the same time, the software is intended to help engineers make the right decisions in creating new products and optimizing existing ones.

For more information, please visit formnext.de/startupchallenge.

“am4u”: career opportunities, business networks, and personal contact for additive manufacturing

The “am4u” platform at formnext powered by tct combines opportunities for careers, networks, and personal contacts for the additive manufacturing industry. This combination enables the event to offer a wide range of possibilities and detailed information not only for companies but also for professional newcomers, experts and executives interested in this exciting sector.

In addition to a career platform with a Careers Day on 16 November 2017, the “am4u Area” Hall (3.0, Booth H50–51) also offers an international cooperation exchange, as well as the VDMA-organized

forum “AM – Mehr-Wert für die Industrie” (Additive Manufacturing – Added Value for Industry) on 14 November 2017.

Top opportunities for newcomers and executives
 
As well as a job wall, the Careers Day on Thursday, 16 November 2017 will provide an array of opportunities for gathering information and making new contacts: 

  • On the careers stage, exhibitors will be showcasing career opportunities and other prospects within their company, from midday onwards.
  • Universities, institutes, and educational institutions will be presenting their study programs and further training opportunities.
  • Recruiting experts from proJob Personal- und Unternehmensberatung GmbH will be on hand to provide visitors with in-depth career consulting. They will also be offering advice on writing applications and résumés.
  • Between 9 a.m. and 6 p.m., visitors will also be able to haveprofessional job application photographs taken free of charge.

  Business opportunities in additive manufacturing

On Tuesday, 14 November 2017 at 3:15 p.m. visitors can discover how mechanical engineering companies can make use of additive manufacturing and enter this field of technology at the additive manufacturing forum on generating added value for mechanical engineering (“AM – Mehrwert für die Industrie”), organized by the VDMA (Germany’s Mechanical Engineering Industry Association).

The programme includes five talks by representatives from industry who will share their experiences of using additive manufacturing tools and components. Amongst the speakers is Dr. Waldemar Sokolowski from the company Oskar Frech GmbH & Co KG, who will talk about optimized high pressure die casting using conformal cooling: Efficient temperature control enables high product quality, shorter cycle times and a longer tool life. In addition to the SMS Group, Hirschvogel and EDAG, Dr. Böhme from the company Poligrat GmbH will be reporting on defined surface areas of AM components and the significance of this.

To implement business ideas even more successfully, formnext visitors and exhibitors can take part in the international cooperation exchange, which will be hosted by Enterprise Europe Network and Hessen Trade & Invest GmbH on Wednesday, 15 November 2017. “Visitors will not only discover new innovative technologies, but also have the opportunity to discuss concrete ideas, projects, and innovations, while expanding their network of international business opportunities”, added Anne-Kathrin Hötter.

To attend the cooperation exchange free of charge, companies and research institutes can register in advance at http://www.b2match.eu/formnext2017 and specify their cooperation wishes.

For more information on “am4u”, please visit www.formnext.com