Edge-Rechenzentren vor dem Durchbruch

Im nächsten Jahrzehnt werden insbesondere mit dem Ausbau der 5G-Netze, dem Aufbau von Systemen zum autonomen Fahren und Industrie4.0-Technologien immer mehr Klein- und Kleinstrechenzentren aufgebaut. Dabei reicht die Spannweite von Mikrorechenzentren mit wenigen Servern bis hin zu leistungsstarken Kompakt-Rechenzentren, in denen mehrere hundert bis tausend Serversysteme arbeiten. Die Edge-Rechenzentren verarbeiten Daten nahe am Entstehungsort. Entscheidend ist dabei meist, dass Datenmengen zu groß oder die Latenzzeit zu lang ist, um weiter entfernte zentrale Rechenzentren zu nutzen.

Der Aufbau dieser Rechenzentren wird allerdings nicht dazu führen, dass klassische zentrale Rechenzentren ersetzt werden. Im Gegenteil, je mehr Edge-Rechenzentren es gibt, desto größer wird auch der Bedarf an zentralen Rechenzentren. Edge Computing wird die Digitalisierung weiter voran treiben, ähnlich wie die Einführung von Personal Computern den Bedarf an zentraler IT erst richtig hat ansteigen lassen.

Aus Sicht der Umwelt stellt sich die Herausforderung, wie die neuen Edge-Rechenzentren möglichst energieeffizient betrieben werden. Die Gefahr ist groß, dass bei solch relativ kleinen Systemen das Thema Energieeffizienz vernachlässigt wird. Dabei gibt es kostengünstige, zuverlässige und energieeffiziente Systeme, die sich gerade für Edge-Rechenzentren anbieten. Eine solche Lösung, die auf flüssiggekühlten Servern beruht und mit Adsorptionskältemaschinen arbeitet wird im Projekt HotFlAd erprobt und praktisch umgesetzt.

 

Docker in Windows 10 betreiben und für Kubernetes aktivieren

Um ein lokales Kubernetes/Docker-System zu betreiben wird zunächst ein Windows 10-Rechner mit Windows 10 Pro oder Enterprise benötigt. Der Rechner muss die Hardware-Virtualisierung unterstützen. Diese muss also aktiviert sein. Zusätzlich wird auf dem Client Hyper-V und die aktuelle Docker-Version benötigt.  Im ersten Schritt muss auf einem Rechner Hyper-V und die Container-Technologie installiert sein. Das kann zum Beispiel in der PowerShell erfolgen:

Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Microsoft-Hyper-V -All

Enable-WindowsOptionalFeature -Online -FeatureName Containers -All

Nach der Installation von Docker auf einer Arbeitsstation müssen die Einstellungen aufgerufen werden. Hier sollte bei „Network“ sichergestellt sein, dass der hinterlegte DNS-Server dazu in der Lage DNS-Adressen im Internet aufzulösen.

Um Kubernetes auf einem Rechner mit Windows 10 zu betreiben, muss daher zunächst Docker installiert sein.  Der Download dazu wird auf der Docker-Webseite zur Verfügung gestellt

Die Installation sollte über das Kontextmenü mit Administratorrechten gestartet werden.  Nach der Installation kann Docker über das Menü im Traybereich der Taskleiste verwaltet werden. Steht Docker zur Verfügung, kann auch Kubernetes installiert und genutzt werden. 

Über das Icon von Docker im Traybereich der Taskleiste können die Einstellungen aufgerufen werden. Über den Menüpunkt „Kubernetes“ kann die Unterstützung von Kubernetes aktiviert werden.  Hier sollten die beiden Optionen „Enable Kubernetes“ und „Show system containers (advanced)“ aktiviert werden.  Nach der Bestätigung wird Kubernetes für Windows auf dem Rechner installiert und eingerichtet. 

Kubernetes und Docker – Was ist das eigentlich?

Bei der Bereitstellung von Containern wird sehr häufig auf Docker gesetzt. Die Container-Lösung Docker war maßgeblich dafür verantwortlich, dass  Container bekannt wurden, und als Lösung in Unternehmen eingesetzt wird.

Wer viele Container einsetzt, braucht allerdings eine Lösung, die diese zentral verwaltet. Dafür wurde Kubernetes entwickelt. Wenn es also um Container in Netzwerken geht, wird häufig auf Docker als Container-Bereitstellungs-Software gesetzt und auf Kubernetes, um Container zentral zu verwalten.

Auch Microsoft setzt in Windows Server 2016/2019 auf diese Technologie. Auf Windows-Servern wird Docker für die Bereitstellung von Containern genutzt. Seit Windows Server 2019 können Docker-Container auf Windows-Servern auch mit Kubernetes verwaltet werden. In Windows Server 2016/2019 ist mit der Lizenz des Servers auch eine Lizenz von Docker Enterprise Edition enthalten. 

Docker erlaubt es Container zu erstellen, in denen Anwendungen paketiert und bereitgestellt werden können. Sollen Container auf mehrere Knoten verteilt und hochverfügbar betrieben werden, ist der Einsatz von Kubernetes sinnvoll. Denn hier erhalten Unternehmen eine zentrale Verwaltungsstelle, um Container auf mehreren Container-Hosts bereitzustellen und zentral zu verwalten. 

Konfiguration der Routingtopologie in Active Directory

Routingtopologie fallen hauptsächlich folgende Aufgaben an, die auf den nächsten Seiten ausführlicher behandelt werden:

· Erstellen von Standorten in Active Directory.

· Erstellen von IP-Subnetzen und zuweisen an die Standorte.

· Erstellen von Standortverknüpfungen für die Active Directory-Replikation.

· Konfiguration von Zeitplänen und Kosten für die optimale Standortreplikation.

Damit Sie die standortübergreifende Replikation von Active Directory verwenden können, sollten Sie in jedem Standort, an dem später ein Domänencontroller angeschlossen ist, ein unabhängiges IP-Subnetz verwenden. Dieses IP-Subnetz wird in der Active Directory-Verwaltung hinterlegt und dient fortan zur Unterscheidung der Standorte in Active Directory.

Das wichtigste Verwaltungswerkzeug, um Standorte in Active Directory zu verwalten, ist das Snap-In Active Directory-Standorte und -Dienste. Um neue Standorte zu erstellen, müssen Sie Mitglied der Gruppe Organisations-Administratoren sein. Administratoren, die nicht Mitglieder dieser Gruppe sind, dürfen keine Standorte in Active Directory erstellen.

Es ist nicht unbedingt notwendig, dass jeder Standort mit der Zentrale durch eine Sterntopologie angebunden ist. Die Replikation in Active Directory ermöglicht auch die Anbindung von Standorten, die zwar mit anderen Standorten verbunden sind, aber nicht mit der Zentrale. In jedem Standort sollte darüber hinaus ein oder mehrere unabhängige IP-Subnetze verwendet werden.

Active Directory unterscheidet auf Basis dieser IP-Subnetze, ob Domänencontroller zum gleichen oder zu unterschiedlichen Standorten gehören, und steuert entsprechend die Replikation.

vCenter Server Appliance an Active Directory anbinden

Zur Konfiguration melden Sie sich am Web-Client zunächst mit einem Administratorkonto aus der SSO-Domäne an, die Sie in vSphere konfiguriert haben.

Anschließend klicken Sie auf die Home-Ansicht im Web-Client im oberen Bereich des Fensters.

In der Home-Ansicht klicken Sie auf  „Verwaltung“ und bei „Single Sign On“auf  „Konfiguration“. Bei Identitätsquellen können Sie entweder „Active Directory (Integrierte Windows-Authentifizierung)“ oder „Active Directory als LDAP-Server“ auswählen. Nutzen Sie Active Directory nur als LDAP-Server, müssen die beteiligten Hosts kein Mitglied der Active Directory-Domäne werden.

Die Anbindung erfolgt über einen Assistenten, in dem Sie die Daten der Domäne ausfüllen. Anschließend wird die Domäne im Fenster angezeigt.

Verwenden der Domänencontroller-Diagnose

 Eine ausführliche Diagnose erhalten Sie durch „dcdiag /v“. Möchten Sie eine ausführlichere Diagnose durchführen, sollten Sie die Ausgabe jedoch in eine Datei umleiten, da Sie dadurch das Ergebnis besser durchlesen und eventuell auch an einen Spezialisten weitergeben können. Die Eingabeaufforderung könnte dann zum Beispiel „dcdiag/v >c:\dcdiag.txt“ lauten.

Für die erste Überprüfung reicht die normale Diagnose mit „Dcdiag“ jedoch vollkommen aus. Fehler sollten Sie in einer Suchmaschine recherchieren und beheben. Im idealen Fall sollte „Dcdiag“ keine Fehler zeigen.

Mit „dcdiag /a“ überprüfen Sie alle Domänencontroller am gleichen Active Directory-Standort, über „dcdiag /e“ werden alle Server in der Gesamtstruktur getestet.

Um sich nur die Fehler und keine Informationen anzeigen zu lassen, wird „dcdiag /q“ verwendet. Die Option „dcdiag /s:<Domänencontroller>“ ermöglicht den Test eines Servers über das Netzwerk.

Um sich nur die Fehler und keine Informationen anzeigen zu lassen, verwenden Sie „dcdiag /q“. Die Option „dcdiag /s:<Domänencontroller>“  ermöglicht den Test eines Servers über das Netzwerk.

Es wird während des Tests auch geprüft, ob das Computerkonto in Active Directory in Ordnung ist und ob das Computerkonto sich richtig registriert hat. Sie können über die Option „dcdiag /RecreateMachineAccount“ eine Fehlerbehebung versuchen, wenn der Test fehlschlägt. Über „dcdiag /FixMachineAccount“ können Sie ebenfalls eine Fehlerbehebung versuchen. Eine weitere Option, die Fehler behebt, ist „dcdiag /fix“.

 

Ausschließen der häufigsten Fehlerursachen bei der Replikation in Active Directory

Zunächst sollten Sie die Replikationswege von Active Directory aufzeichnen und genau feststellen, welche Domänencontroller sich nicht mehr mit anderen Domänencontrollern replizieren. An dieser Stelle können Sie als nächstes mit den Diagnosetools wie Dcdiag die problematischen Domänencontroller genauer untersuchen.

Ausschließen der häufigsten Fehlerursachen

Bevor Sie mit Tools die Replikation genauer untersuchen, sollten Sie zunächst die gravierendsten und häufigsten Fehlerursachen ausschließen:

  • Liegt auf dem Domänencontroller, der sich nicht mehr replizieren kann ein generelles Problem vor, welches sich mit Dcdiag herausfinden lässt. Liegen also die Probleme überhaupt nicht in der Replikation, sondern hat der Domänencontroller eine Funktionsstörung?
  • Wurde auf dem Domänencontroller eine Software installiert, welche die Replikation stören kann, wie Sicherheitssoftware, Virenscanner, Firewall oder sonstiges?
  • Ist auf dem Domänencontroller, mit dem die Replikation nicht mehr stattfinden kann, die Hardware ausgefallen?
  • Liegt unter Umständen nur ein Leitungs-, Router- oder Firewallproblem vor?
  • Lässt sich der entsprechende Domänencontroller noch anpingen und lässt sich der DNS-Name des Servers auflösen?
  • Gibt es generelle Probleme mit der Authentifizierung zwischen den Domänencontrollern, die durch Zugriff verweigert-Meldungen gemeldet werden?
  • Sind die Replikationsintervalle zwischen Standorten so kurz eingestellt, dass die vorherige Replikation noch nicht abgeschlossen ist, und die nächste bereits beginnt?
  • Wurden Änderungen an der Routingtopologie vorgenommen, die eine Replikation verhindern können?

In fünf Tagen rund um die Personal-Welt

Top-Speaker wie Stefan Frädrich, Frank M. Scheelen, Boris Grundl, Martin Limbeck und weitere 16 Referenten bieten über vielfältige Personal-Themen ihr Wissen an: Von Mitarbeitermotivation und digitalem Bewerbermanagement, über Führung in der digitalen Arbeitswelt und Kompetenzen von Führungskräften bis zur Vertriebsführung und dem Employer Branding. Letztlich geht es darum, dass die Teilnehmer ihre Mitarbeiterauswahl nachhaltig verbessern sowie ihre Mitarbeiter besser führen und fördern. Denn nur so kann sich ein Unternehmen erfolgreich entwickeln.

In der kommenden Woche erhalten die Teilnehmer von Montag bis Freitag zwischen 18 und 21 Uhr jeweils von vier unterschiedlichen Rednern einen 45-minütigen Input. Zur Anmeldung.

Finanzierungsoptionen im Maschinenbau

Viele Unternehmer sind verunsichert, inwiefern die Planbarkeit mit niedrigen Zinsen bei Finanzierungsfragen noch anhält – und wann man sich auf schlechtere Konditionen einstellen muss. Aus diesem Grund ist es wichtig, neben traditionellen Krediten für die Finanzierung auch andere Wege und Finanzierungsinstrumente im Blick zu behalten.

Den deutschen Maschinenbauern geht es gut. Der VDMA gibt für das Jahr 2018 nicht nur ein Auftragswachstum von 7 Prozent im Vergleich zu 2017 bekannt, sondern prognostiziert für das laufende Jahr ein Produktionswachstum von 2 Prozent – trotz wachsender Unsicherheiten auf dem internationalen Markt, hervorgerufen durch die kaum noch berechenbare weltweite Handelspolitik und den Brexit. Gerade in der Forschung und Entwicklung in den Bereichen Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen ist der deutsche Maschinenbau jetzt gefragt, um die gute Position zu verteidigen.

Investitionen in die Zukunft und den eigenen Betrieb sind dabei unerlässlich. Die Finanzierung stellt dabei aber auch wirtschaftlich gut dastehende Maschinenbauunternehmen vor Herausforderungen. In guten Zeiten benötigen sie keine Finanzierung, in schlechten Zeiten bekommen sie dann häufig keine. Die Fachberatung in Finanzfragen suchen viele Mittelständler dann bei ihrem Stamm-Finanzdienstleister – eine Beziehung, die in der Regel schon lange besteht und die dem Unternehmer vertraut ist, aber immer häufiger auf den Prüfstein gestellt wird. Gerade wenn es kritisch wird.

Digitale Finanzportale erleichtern Vergleich und erweitern die Vielfalt

Neben der Beratung durch den bekannten Firmenkundenberater sind oft Steuer- und Unternehmensberater erste Anlaufstellen vieler Maschinenbauer, wenn es um fachliche Einschätzungen in Finanzierungsfragen geht. Doch genauso wie in der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat in den letzten Jahren auch in der Welt der Unternehmensfinanzierung die Digitalisierung neue Angebote und Möglichkeiten hervorgebracht.

„Digitale Finanzportale spiegeln den gesamten Finanzierungsmarkt wieder,“ erklärt Frank Wüller, Experte für Finanzierungen für produzierende und verarbeitende Unternehmen und Geschäftsführer von COMPEON. „Dadurch können Unternehmen mit nur einer einzigen Anfrage nicht nur mehrere Angebote für Finanzierungen wie Unternehmenskredite einholen und vergleichen, sondern haben auch Zugriff auf alle anderen am Markt vorhanden Finanzierungsinstrumente.“ Auf diese Weise können ebenfalls Produkte, die von traditionellen Banken nicht angeboten werden, berücksichtigt werden. Dazu zählt beispielsweise das Leasing von Maschinen, Fahrzeugen aller Art oder auch Spezialwerkzeugen, aber auch die Akquise und die Anfrage bei Anbietern für Factoring oder Finetrading sind über diese Online-Plattformen problemlos und ohne zusätzlichen Aufwand möglich.

Factoring, Forfaiting und Einkaufsfinanzierungen nutzen

Diese alternativen Finanzierungslösungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Gerade Factoring, also der Verkauf von Forderungen, ist bei Unternehmen, deren Kunden vorwiegend aus dem B2B-Bereich stammen, eine Option, die eigene Position zu stärken. Dachte man bis vor einigen Jahren an Factoring vorwiegend mit dem eher unschön wirkenden Wort „Inkasso“ im Hintergrund, steht heute ein Finanzierungseffekt im Fokus: Gerade hohe Rechnungen, bei denen dem Kunden eine Frist von mehreren Monaten bis zur Zahlung gewährt wird, können die finanzielle Situation eines Unternehmens unnötig belasten. Mit Factoring wird diese Forderung an den Factoring-Geber abgetreten und die Rechnung sofort beglichen. Die Mittel stehen dem Produzenten sofort wieder zur Verfügung und können genutzt werden.

Aber auch Einkaufsfinanzierungen sind für viele Produzenten eine Option, den Wareneinkauf vorzufinanzieren und so die Lücke zwischen Einkauf und Zahlungseingang nach dem Verkauf abzufedern – ohne auf Lieferantenkredite oder ähnliches zurückgreifen zu müssen und sich so in ein Abhängigkeitsverhältnis zu begeben.

Für alternative Finanzierungsdienstleistungen wie Factoring oder Wareneinkaufsfinanzierungen existiert ein großer Markt, die Anbietervielfalt ist enorm – und genauso groß sind der Grad der Spezialisierungen innerhalb des Marktes und die Konditionen der Anbieter. Auch hier lohnt der Weg ins Internet, um so einen Überblick zu behalten. Neben der eigenständigen Recherche empfiehlt sich der Blick auf Finanzplattformen wie COMPEON, wie der Finanzexperte Frank Wüller schildert: „Diese Plattformen bieten Unternehmen den Service unabhängiger Beratung zur Finanzierung mit unterschiedlichen Lösungen. Und durch tiefe Netzwerke, in denen nahezu alle Anbieter auf dem Markt versammelt sind, entsteht ein Vergleichseffekt.“

So spart man als Unternehmer nicht nur Zeit, sondern erhält durch anbieterunabhängige Fachberatung auch bestmögliche Konditionen.

Quo vadis: Welche Finanzierungsform ist im Maschinenbau die beste Lösung?

Welches Finanzierungsinstrument ist jetzt die beste Lösung für Unternehmen aus dem Maschinenbau? Für Produzenten oder verarbeitende Betriebe? Für Händler oder für Käufer? Die Antwort ist leider nicht einfach, sondern wie so oft, kommt es auf die individuellen Voraussetzungen und das Vorhaben an. Der Firmen- oder Betriebsmittelkredit ist allerdings nicht mehr die Allzweckwaffe. Auch abseits der traditionellen Bank haben sich Finanzierungslösungen entwickelt, die nicht nur absolut seriöse, sondern sogar hervorragende Alternativen darstellen – je nach Zweck und Situation.

Finanzplattformen bieten dazu einen schnellen Zugang, unabhängige Beratung und mit einem tiefen Netzwerk Beziehungen, die kaum ein einzelner Bankberater haben kann. Die Digitalisierung hat das Firmenkundengeschäft der Finanzdienstleister voll erfasst. Unternehmen tun gut daran, dies auch zu nutzen und so womöglich sogar einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

Goldbeck Solar Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen

In den vergangenen Monaten hat die Goldbeck Solar GmbH vor allem mit niederländischen Freiflächen-Anlagen von sich reden gemacht. Allen voran in Veendam, Midden Groningen und Andijk. Die guten politischen und infrastrukturellen Bedingungen im Nachbarland pushen den dortigen Solarmarkt und bieten dem Hirschberger Unternehmen zahlreiche Gelegenheiten, das aufgebaute Know-how zielführend einzusetzen. „Wir sind als Partnerunternehmen sehr gefragt. Nicht mehr ausschließlich als EPC, sondern zusätzlich als Projektentwickler und in der Koordination über sämtlich Wertschöpfungsstufen hinweg“, fasst Geschäftsführer Björn Lamprecht die aktuelle Situation zusammen. Immer häufiger sei Goldbeck Solar auch Berater in Finanzierungsfragen (Financial Engineering) oder Koordinator von wertvollen Netzwerk-Kontakten. Noch in diesem Jahr wird die 2001 als Goldbeck-Tochter gegründete Firma die Marke von einem Gigawatt realisiertem Projekt-Volumen erreichen. „Mitte 2018 eine niederländische Tochtergesellschaft zu gründen, die Goldbeck Solar Nederlande B.V., war daher strategisch der nächste Schritt“, so Lamprecht. So könne man die dortigen behördlichen Vorgaben hinsichtlich Zertifizierung und Qualitätssicherung besser erfüllen. Auch das O&M-Geschäft, das international bald ebenfalls ein Gigawatt umfasst, sei hier durch kürzere Wege effizienter zu realisieren. Eine gute Voraussetzung bieten die attraktiven Bedingungen in den Niederlanden, so dass die Niederlassung bis zu zehn lokale Arbeitsplätze aufbauen kann.

Weitere Verkaufschancen für Solarparks sieht Lamprecht in Spanien, Portugal, Mexiko und Chile, derzeit ist Goldbeck Solar in 15 Ländern aktiv. Im Herbst realisierte das Unternehmen ein erstes Projekt mit 100 MWp in Kasachstan, wo Goldbeck Solar nun Marktführer ist. Ein Nachfolgeprojekt mit 50 MWp ist in Arbeit, weitere strategische Projekte werden derzeit verhandelt. „Die Auftragssituation bei den Freiflächen-Anlagen ist sehr gut“, freut sich Lamprecht. Wahrscheinlich werde sich aufgrund dessen der Anteil der Dachanlagen am Umsatz von bisher 20 auf gut 10 Prozent verringern. „Obwohl wir nach wie vor in diesem Sektor tätig und erfolgreich sind“, weiß der Geschäftsführer. Neben zahlreichen Industrie- und Gewerbekunden in Deutschland steigt auch das internationale Interesse an Dach-Kraftwerken in Thailand.

Die seit September 2018 offiziell vollzogene Ausgliederung aus der Goldbeck-Gruppe steht auch vor dem Hintergrund der steigenden Internationalisierung des Solarunternehmens. „Nicht nur für Geschäfte außerhalb von Europa setzen wir auf kurzfristige Handlungsfähigkeit, schnelle Entscheidungswege und maximale Flexibilität“, erklärt Lamprecht die Hintergründe der Entscheidung. Die Synergien mit der ehemaligen Muttergesellschaft hinsichtlich energieoptimierter Gebäudesysteme werde man aber weiter nutzen. „Wir haben uns vom internen Zulieferer zum Exklusiv-Partner für Solaranlagen und Energielösungen weiterentwickelt“, fasst Lamprecht zusammen.

Für die Intersolar sagt Lamprecht sonnige Tage voraus: „Die steigende Professionalisierung der Solarbranche macht sich in der Qualität der Kontakte bemerkbar.“ Er und sein Vertriebsteam freuen sich auf interessante Gespräche und die Anbahnung neuer Aufträge. Auch auf der Lieferantenseite ist Goldbeck Solar offen für neue Gesprächspartner.

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