Alle Beiträge von Freddy Vogel

Quer durch Kanada und die USA

Seit Anfang des Jahres ist der kleine Wagen anlässlich des 50-jährigen Firmenbestehens auf großer Fahrt, besucht weltweit Kunden, Messen und igus Niederlassungen. An 56 Lagerstellen wurde er mit iglidur Gleitlagern ausgestattet. Die Komponenten aus Hochleistungskunststoffen wurden im Bremspedal, am Scheibenwischer und Fensterheber, im Schaltmodul, in der Sitzkonsole, an der Handbremse, am Startergenerator, der Drosselklappe und im Verdeck eingebaut. Der Vorteil: sie sind unter anderem schmutzunempfindlich und können durch ihre gute Dämpfung auch Kantenlasten und Stöße zuverlässig und langlebig kompensieren. Die Materialeigenschaften von Kunststoff lassen das Thema Korrosion an den Lagerstellen der Vergangenheit angehören.

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Von den unendlichen Weiten Alaskas…

iglidur Polymergleitlager sind in der automobilen Großserie meist konstruktive Sonderlösungen. Die Herstellung als Spritzgussteil ermöglicht eine relativ freie Formgebung. Im Rahmen der Werkzeugkonstruktion können auch individuelle Lagerdesigns von igus mit den eigenen, modularen Werkzeugsystemen umgesetzt werden. So lässt sich eine einfache Poka-Yoke- und verliersichere Montage realisieren und häufig auch die Anzahl der Bauteile reduzieren, indem z.B. die Funktion einer Distanzbuchse und einer Lagerbuchse in einem einteiligen Bauteil umgesetzt werden kann.

chicago
… bis zu den Großstädten der USA führte die Reise bisher.

Bis zu siebenmal leichter als metallische Lager

Gerade im Automobilbereich zählt jedes Gramm, um die gesetzlichen Emissionsvorgaben zu erreichen. iglidur Polymergleitlager reduzieren das Gewicht an jeder Lagerstelle um den Faktor 7, wenn metallische Lager ersetzt werden. Hinzu kommt, dass häufig auch der Gegenlaufpartner nicht aus gehärtetem Stahl bestehen muss. Oft ist der Einsatz von Aluminium, Kunststoff oder Kaltfließpressteilen als Wellenwerkstoff möglich. Somit können zusätzlich zur Gewichtseinsparung die Kosten deutlich gesenkt werden.

iglidur Lager kommen in der Regel ohne zusätzliche Schmierung aus. Möglich wird das durch den Selbstschmiereffekt der igus Lager. Basierend auf teilkristallinen bzw. amorphen Thermoplasten sorgen integrierte Festschmierstoffe für niedrige Reibwerte und geringen Verschleiß. Diese mikroskopisch kleinen Partikel sind millionenfach in den Werkstoffen eingebettet und verrichten ihren Dienst an der Kontaktfläche zwischen Welle und Lager. Zum Teil kommen Verstärkungsfasern hinzu, die nicht nur die Festigkeit erhöhen, sondern die Ausdehnungseffekte minimieren und bei Bedarf eine elektrische Leitfähigkeit bieten.

Die Automobilbranche hat die Möglichkeiten der Polymergleitlager von igus bereits erkannt – so wurden allein im letzten Jahr über 200 Millionen iglidur Gleitlager in PKWs verbaut. Besonders häufig werden sie in Scharnieren, Sitz- und Verdecksystemen oder auch Motorraumkomponenten wie Drosselklappen, Schaltsaugrohren, Wasserpumpen, Schaltgabeln oder Getrieben eingesetzt. Das Feld der Anwendungsmöglichkeiten ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die Fahrt des Kunststoff-Kleinwagens um den Globus – nach Asien, Süd- und Nordamerika folgt Europa – wird noch manchen Entwickler zu außergewöhnlichen Ideen und neuen Konzepten anregen. In jedem Fall verbindet das iglidur-Auto weltweit unter dem igus-Motto „plastics for longer life.“

Kölner Kleinwagen rollt durch Brasilien

igus GmbH

Im Gastgeberland der Fußball-WM besuchte der Wagen unter anderem das Stadion in Maracana…

curitiba stadion innen

… oder auch zu das Stadion in Curitiba. Hier kommen in jedem der weißen Kunststoff-Klappsitze im Stadion sechs iglidur Gleitlager zum Einsatz.

Die Reduktion an Gewicht, Lärmentwicklung und Produktionskosten, die Kunststoff- im Vergleich zu Metalllagern ermöglichen, hat keineswegs die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs vermindert. Alle Fahrten durch Wüsten, Bergpässe, Regenwälder sowie das Verkehrschaos von Asiens Megacitys hat der Kleinwagen bereits gemeistert, und das zeitweise bei Temperaturen von weit über 30 Grad und extremer Luftfeuchtigkeit. In Brasilien führte die Reise von Rio de Janeiro aus einmal durch das Land, bis der Kleinwagen wieder am Zuckerhut angelangt war.

Zuckerhut

In Brasilien führte die Route einmal durch das Land – Start und Ziel der Rundreise war Rio de Janeiro.

Strand

Heiße Temperaturen und Sand konnten den iglidur Gleitlagern nichts anhaben.

„iglidur on tour“ durchquert Asien

Fast ebenso viele Kilometer wurden es in China. Dabei ging es ebenso zur Chinesischen Mauer …
 

… und zu einem abgelegenen Shaolin-Kloster.

 

In Südkorea führte die Tour das Fahrzeug dann zu Küstenstreifen an der Ostküste, der bekanntesten Gebirgskette im Nordosten und die innerkoreanische Grenze. Die Fahrtstrecke innerhalb des zweiten asiatischen „Tigerstaat“, Taiwan, verlangte vom „iglidur on tour“-Kleinwagen dann einiges ab: Tropisches Klima mit hohen Temperaturen über 30 Grad, heftige Regenfälle und extreme Luftfeuchtigkeit sowie die Überwindung von Bergpässen über 3000 Metern Höhe.

 

In Japan standen neben der Megacity Tokio unter anderem auch die alte Kaiserstadt Kyoto und der Mount Fuji auf dem Streckenplan. Die große Wegstrecke, die das Fahrzeug dabei absolviert, kommt sozialen Einrichtungen vor Ort zu Gute. igus und seine lokalen Niederlassungen leisten Einzel- sowie Zusatzspenden für jeden gefahrenen Kilometer. In Indien wurde beispielsweise das Freiwilligennetzwerk „make a difference“, das sich um Straßenkinder kümmert, unterstützt und wurden im koreanischen Incheon drei Tonnen Reis an öffentliche Suppenküchen für Bedürftige verteilt. Denn iglidur on tour soll verbinden; nicht nur Märkte und Unternehmen, sondern auch Menschen.

Ein Kleinwagen geht auf große Fahrt

Um diese Leistungsfähigkeit zu beweisen, schickt igus derzeit anlässlich des 50jährigen Firmenjubiläums einen umgebauten Kleinwagen um die Welt, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Köln an den verschiedensten Stellen mit iglidur Gleitlagern ausgerüstet wurde und Messen und Kunden in aller Welt besucht. Von Sitz- und Verdecksystem über Mehrlenkerscharniere und Komponenten im Motorraum bis hin zu Anwendungen im Fahrwerk.

Foto des Umbaus
Die Reise des Kleinwagens um die Welt begann an der Fachhochschule Köln, wo metallische Lager durch iglidur Polymergleitlager ersetzt wurden.

Unter anderem am Startergenerator an der Reihe wurden die Lager ausgetauscht. Über einen Flachrippenriemen beschleunigt dieser situationsbedingt entweder die Kurbelwelle des Motors oder wird im umgekehrten Fall von der Kurbelwelle angetrieben, um Strom für das Bordnetz zu erzeugen. In unserem Auto ist er mit einem speziell ausgeführten Bolzen beweglich gelagert. In Verbindung mit einem federbelasteten Vorspannelement werden so Schwingungen ausgeglichen. Dadurch wird der An- bzw. Abtriebsriemen des Starter-Generators immer gespannt gehalten. Der Bolzen, der den Motor „aufhängt“ wird dabei ab sofort durch igus Kunststofflager geführt.

Die Lagerstellen am Startergenerator

Auch an den Drosselklappen gibt es bei dem orangefarbenen Kleinwagen nun iglidur Gleitlager. Drosselklappen befinden sich vor dem Ansaugrohr. Moderne Motoren brauchen nicht nur Treibstoff, sondern das richtige Mischverhältnis von Treibstoff und Luft. Wie viel Luft „angesaugt“ wird, hängt beim Ottomotor davon ab wie viel Gas gegeben wird. Die Luftzufuhr selbst wird über die Drosselklappe reguliert, die auf einer Welle sitzt und von einem kleinen Elektromotor gesteuert wird. Diese Welle ist nun von zwei iglidur Gleitlagern gelagert.

Auch die Drosselklappen des Kleinwagens sind nun mit iglidur Gleitlagern gelagert.

TÜV-Abnahme und Startschuss
Der 9. Januar war ein entscheidender Tag für das Umbau-Team der Fachhochschule Köln und igus: Der TÜV inspizierte das umgebaute Fahrzeug. Nach eingehender Untersuchung dann die heiß erwartete Nachricht: Die Zulassung wird erteilt und die Tour kann beginnen.

Der „iglidur on Tour“-Kleinwagen bei der TÜV-Abnahme nach erfolgreichem Einbau von 56 iglidur Gleitlagern.

Der offizielle Startschuss wurde am 20. Januar 2014 auf einem großen Presseevent in der neuen Fabrikhalle in Köln gegeben. 50 Journalisten informierten sich umfassend über die ausgetauschten Lagerstellen und die Tour. Eine Video-Live-Schaltung zu den Kollegen im ersten Land der Tour, Indien, vermittelte ersten Eindruck, was den Wagen alles erwarten würde.

Gerhard Baus, Leiter des Geschäftsbereiches Gleitlager bei igus, stellte das Projekt zum 30jährigen Jubiläums des iglidur Werkstoffs und des 50 jährigen Bestehens der igus GmbH in der neu errichteten Halle am Hauptsitz in Köln vor.

Im Anschluss an die Pressekonferenz ging es für unseren Fahrer Sascha mit dem iglidur®-Auto direkt zum Frankfurter Flughafen. Einen Tag später wurde der Wagen direkt nach Neu Delhi geflogen, wo die Tour so richtig startete.

Direkt nach der Pressekonferenz ging es für Fahrer und Fahrzeug nach Frankfurt, von wo aus der Wagen seine Tour in Asien begonnen hat.

Volvo stellt die mittelgroßen und großen Hydraulikhämmer der HB-Serie vor

Mit einem Betriebsgewicht zwischen 909 und 6.031 kg arbeiten die 11 Hämmer in Volvos Serie von HB14 bis HB70 perfekt mit Volvo-Baggern zusammen – vom EC140 bis hin zum EC700. Dabei liefern sie stets gleich bleibende Leistung und Bruchkraft, unabhängig davon, welche Aufgabe gerade ansteht.

Für maximale Stabilität sind die Hydraulikhämmer und die Maschinen von Volvo perfekt aufeinander abgestimmt und arbeiten harmonisch zusammen. Diese Hämmer sind ebenfalls exakt auf die Hydrauliktechnologie der Maschine zugeschnitten, was für noch mehr Leistung sorgt.

Volvo CE und die LEGO Gruppe machen gemeinsam kleine Wunderwerke möglich

Auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2014, die vom 29. Januar bis 3. Februar stattfand, präsentierte der Spielwarengigant LEGO® Gruppe sein neuestes Vorzeigemodell in der LEGO® Technic-Serie: den Volvo-Radlader L350F.           

Das ferngesteuerte Modell aus über 1.600 Einzelteilen ist das Ergebnis einer achtmonatigen Zusammenarbeit zwischen dem LEGO® Technic-Team und Volvo Construction Equipment (Volvo CE). Als wäre das noch nicht genug, ist das Modell aber noch mehr als die Summe seiner Teile: Es lässt sich – als zusätzliche Herausforderung – zu einem ebenso beeindruckenden knickgelenkten Dumper des Typs A25F umbauen.                                                                          

Mats Bredborg, Global Director Brand Management von Volvo CE, erklärte: „Als Premiumhersteller von Baumaschinen wollten wir natürlich auch mit einem Premiumhersteller von Spielzeug kooperieren. Volvo CE und die LEGO® Gruppe passen hervorragend zusammen – sowohl kulturell als auch im Hinblick auf die Ziele, die wir mit unseren Produkten verfolgen.“

LEGO® Technic ist eine seit 37 Jahren bestehende Untersparte der LEGO® Gruppe, die für ihre innovativen und technisch fortschrittlichen Modelle bekannt ist. Im Gegensatz zu den Hauptserien von LEGO werden hier die Steine durch eine Vielzahl von verbindenden Kunststoffstäben und ‑teilen, darunter Zahnräder, Achsen, Stifte und Träger, ergänzt, um komplexe bewegliche Elemente zu schaffen. Die Modelle sollen Form und Funktion ihrer realen Vorbilder möglichst genau nachbilden.   

Um eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Radlader L350F zu erzielen, haben die Designer von LEGO® Technic die Maschinen von Volvo ganz detailliert studiert und sich die Zeit für einen Werksbesuch genommen, um diese in natura zu sehen und auch zu bedienen.