In den 80er Jahren aufgewachsen und überlebt!

Antwort: Kürzlich ist mein mexikanischer Kollege auf ein humorvolles Video auf YouTube gestoßen. Unter dem Titel „I can’t believe we made it“ wurden viele Aktivitäten gezeigt, die in seiner Kindheit üblich waren und nach heutigen Standards als gefährlich betrachtet werden. Während es geradezu verantwortungslos erscheinen mag, dass Kinder viele dieser Aktivitäten ausüben (einige würden uns heute mit dem Gesetz in Konflikt bringen), war es damals kein großes Thema.

Doch weil einige sich verletzten, haben wir gelernt, vorsichtiger zu sein. Das Video veranlasste ihn, über Aktivitäten, die wir heute machen, nachzudenken. Werden wir eines Tages zurückblicken und sagen „Wie haben wir das jemals geschafft“? Zum Glück ist Elektrotechnik weniger gefährlich geworden als einst (Versorgungsspannungen von ±300 V wie für den Operationsverstärker K2-W sind heute nicht mehr erforderlich). Und doch finden wir uns manchmal in Situationen wieder, in denen wir uns in unsicherem Territorium bewegen.

Während seiner Zeit als Student in den späten 1990er Jahren mussten er ein Abschlussprojekt wählen. Das Interesse in biomedizinischer Messtechnik wuchs und so beschlossen sein Team, ein portables EKG-Gerät zu entwickeln. Das Ziel bestand darin, durch Monitoring der Herzfrequenz schwierig zu erfassende Herzrhythmusstörungen zu diagnostizieren. Damals wussten sie bereits, dass Isolation für ein Endprodukt erforderlich ist. Über die Entwicklungsstufen machten sie sich nicht wirklich Gedanken. Auch wussten sie nicht, dass Testequipment isoliert oder nicht isoliert sein kann. Auch verstanden sie den verwendeten Isolationstyp nicht.

Die Studenten hatten schnell beschlossen, dass die Erfassung des Signals der wichtigste erste Schritt ist. Also besorgten sie sich einen Instrumentenverstärker (AD620) und ein paar Operationsverstärker für Filterung und Right-Leg Drive. Zur Isolation legten sie eine Batteriespannung von 9 V an, nutzten einen DC/DC-Wandler zur Erzeugung der ±15-V-Versorgungen. Sie kauften einige Silber/Silber-Chlorid-Elektroden und verdrillten die Anschlussleitungen zwischen den Elektroden und dem Versuchsaufbau um Rauschen zu verhindern. So weit, so gut. Jetzt musste eine Testperson die Elektroden am Körper befestigen. Ach ja, sie mussten noch beobachten, was am anderen Ende ankommt. Daher schlossen sie ein Oszilloskop an.

Mit Oszilloskopen ist es so, dass ihre Masse gegen Erde verbunden ist. Sie wurden jetzt zu Leitern für Leckströme. Schlimmer war, dass die Leckströme genau über den Brustkorb fließen konnten. Und da nichts von Anfang an funktioniert, führten die Studenten gleichzeitig Messungen mit einem Tastkopf am Oszilloskop und einem Tisch-Multimeter durch. Dabei war eine Testperson an die Elektroden angeschlossen. Wenn Sie sich etwas mit Leckströmen auf isolierten Versorungen auskennen, werden Sie sich vielleicht fragen, warum die Testperson noch lebt.

15 Jahre später. Heute, dank eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins und am Körper tragbaren Compern, entwickelt sich Herzfrequenz-Monitoring hin in Richtung Mainstream. Dadurch ist die Zahl der Menschen, die mit Herzfrequenz-Monitoren wie dem AD8232 experimentieren oder neuere Alternativen für qualitativ hochwertige EKG-Systeme mit Nachfolgern des AD620 verwenden (z.B. AD8421 und AD8422) gestiegen. Allerdings hat dies die Zahl der ahnungslosen Ingenieure, die sich selbst in Gefahr bringen, erhöht.

Ich möchte meine Kollegen bitten, vorsichtig zu sein und sich zu vergewissern, dass sie die Sicherheitsrichtlinien verstehen und befolgen, bevor sie Prototypen an Menschen testen. Zu diesem Zweck stehen mehrere Ressourcen in gedruckter Form und im Internet zur Verfügung. Falls Sie Zweifel haben – kommerzielle EKG-Signalgeneratoren werden zu relativ günstigen Preisen angeboten. Sie erhöhen Ihre Chance, die 2010er Jahre zu überleben!

Autor: Von Uwe Bröckelmann nach Unterlagen von Analog Devices

Zusammengeführt

Seit rund einem halben Jahr arbeitet Parallels daran, seine beiden Container-Virtualisierungslösungen zusammenzuführen, um die dazu aufzubringenden Ressourcen effizienter verteilen zu können. Im Details geht es dabei darum, das freie OpenVZ mit den bisher proprietären Tools und Erweiterungen des kommerziellen Parallels Cloud Servers (Virtuozzo) zusammenzuführen.

Erste Schritte

Nachdem Parallels dazu im ersten Schritt im Dezember 2014 die Quellen des Kernels von Virtuozzo freigegeben hatte, folgte vor rund einem Monat die Freigabe des Quellcodes der Virtuozzo-Tools. Hierbei handelt es sich um Tools für das Management virtuellen Maschinen, Containern, Container-Templates und Librarys. Der Quellcode steht seitdem im OpenVZ-Repository zur Verfügung.

Jetzt auch als ISO und Binärpaket verfügbar

Jetzt hat Parallels offenbar eine erste Testversion von Virtuozzo Core fertig, die ab sofort auf dem Namen Virtuozzo 7 hört und sowohl im Quellcode, als auch in Form von Binärpaketen und als ISO-Image zum Installieren downloadbar ist.

Das Hostsystem basiert auf CentOS, Container- Templates sind derzeit für VMs mit CentOS 6 und 7 erhältlich. Parallels weist aber darauf hin, dass die Testversion noch eine sehr früher Implementierung darstellt und noch nicht den Status einer offiziellen Beta-Version hat.

Da Virtuozzo 7, wie OpenVZ aufgrund zahlreicher Kernel-Anpassungen nicht mit einem Standard-Kernel läuft, setzt das System im Moment noch auf CentOS auf. Die Entwickler wünschen sich aber durchaus Mithilfe von der Community, um entsprechende, bereits in Entwicklung befindliche Patches voranzutreiben, damit das System künftig nicht mehr ausschließlich auf einen Red-Hat-Kernel angewiesen ist.

SCOM 2012 R2 und SCOM-Datenbanken mit neuen Updates aktualisieren

Nach der Installation von SCOM sollten Sie über Windows Updates alle aktuellen Updates auf dem Server starten. Dazu geben Sie wuapp auf der Startseite ein. Microsoft veröffentlicht regelmäßig auch Update Rollups für System Center. In den meisten Fällen werden diese direkt über Windows Update gefunden und installiert.

Nachdem alle Updates installiert sind, sollten Sie erneut nach Updates suchen und alle weiteren Updates installieren. Sie können dieses Updates auch manuell bei Microsoft herunterladen und installieren, der Weg über Windows Update ist aber der bequemere. Sie können Update Rollups auch über WSUS in Netzwerken verteilen.

Wenn Sie ein Update Rollup installiert haben, müssen Sie in den meisten Fällen auch die Datenbank für SCOM aktualisieren. Diesen Vorgang können Sie aber nicht automatisiert durchführen. Sie müssen dazu ein Skript auf dem Datenbank-Server ausführen. Sie finden dazu im Verzeichnis C:\Programme\Microsoft System Center 2012 R2\OperationsManager\Server\SQL Script for Update Rollups die notwendigen Dateien für die Aktualisierung der Datenbanken. Die Skripte werden in SQL-Dateien gespeichert. In den meisten Fällen gibt es ein Skript für die Datenbanken von SCOM und ein Skript für das Datawarehouse.

Wenn alle Updates auf dem Server installiert sind, starten Sie die Verwaltungskonsole erneut und überprüfen, ob der Server fehlerfrei funktioniert. Danach kopieren Sie die beiden SQL-Skripte auf den Datenbank-Server. Im SQL Server Management Studio verbinden Sie sich mit dem SCOM-Datenbank-Server und klicken mit der rechten Maustaste auf die SCOM-Datenbank. Wählen Sie Neue Abfrage als Befehl aus.

Nachdem sich ein leeres Abfragefenster geöffnet hat, klicken Sie doppelt auf die kopierten SQL-Dateien. Anschließend wird der Inhalt des Skriptes automatisch in das Abfragefeld im SQL Server Management Studio hinterlegt. Sie müssen für das Skript keine Einstellungen ändern oder Erweiterungen durchführen. Es reicht aus, wenn Sie auf die Schaltfläche Ausführen klicken.

Wichtig ist aber, dass die Datenbank von SCOM ausgewählt ist, standardmäßig OperationsManager. Nach der Ausführung, wird die erfolgreiche Integration der Änderung angezeigt. Erhalten Sie eine Fehlermeldung, starten Sie das Skript neu. Klappt die Aktualisierung nicht, starten Sie den SCOM-Server und den Datenbank-Server neu. 

Auf dem gleichen Weg aktualisieren Sie die die Datenbank des Datawarehouses. Diese trägt die Bezeichnung OperationsManagerDW. 

Sind die Skripte durchgelaufen, ist die SCOM-Infrastruktur bereit. Starten Sie die Verwaltungskonsole, baut diese eine Verbindung mit der Infrastruktur auf. Anschließend können Sie sich an die Anbindung von Clients machen. Haben Sie bereits SCOM-Clients angebunden, müssen Sie auch häufig die Agenten-Software auf den Clientrechnern aktualisieren. Wenn das der Fall ist, finden Sie einen entsprechenden Eintrag im Bereich Verwaltung\Geräteverwaltung\Ausstehende Verwaltung.

Deutsche Sicherheitslösung für kleine Unternehmen

Die Tübinger Intra2net AG, seit 2001 spezialisiert auf Open-Source-basierte Groupware- und Security-Lösungen für kleine Unternehmen, hat eine neue Version 6.2 seiner Unified Thread Management-Lösung vorgestellt.

Intra2net Security Gateway ist eine Security-Lösung für Unternehmen von fünf bis 250 Mitarbeitern und bringt unter anderem eine mehrstufiger Firewall, VPN, Antivirus, Antispam und Webfilter mit. Die als ISO-Datei ausgelieferte Software ist als Appliance konzipiert und läuft nicht parallel mit anderen Betriebssystemen auf einem Host.

Jetzt mit umfassenden Monitoring-Funktionen

Die neue Version 6.2 verfügt erstmals über eine umfassende Monitoring-Funktion zum Überwachen des Netzwerkverkehrs. Administratoren in kleinen Unternehmen können so die LAN/WAN-Datenströme in Echtzeit visualisieren. Zusätzlich lässt sich die Provider-Verbindung kontinuierlich überprüfen, einschließlich automatischem Fallback auf eine Ersatzleitung.

Darüber hinaus bietet die neue Version 6.2 erweiterte Informationen für die System-Überwachung per SNMP aus zentralen Monitoring-Lösungen wie Nagios oder PRTG. So stehen jetzt auch Einzelheiten zu Syslog-Dateien, I/O-Auslastung und Datenvolumen, sowie ein Paketzähler für LAN-Schnittstellen zur Verfügung.

Stabile Internetverbindung für kleine Unternehmen

Auch oder gerade für kleine Unternehmen ist eine stabile Internet-Verbindung heute essenziell, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Die neuen Funktionen in Intra2net Security Gateway 6.2 erlauben es IT-Verantwortlichen in kleinen Unternehmen, jederzeit eine stabile Netzwerk- und Internetverbindung sicherzustellen, um etwaige Ausfallzeiten zu minimieren.

Dank der detaillierte Darstellung von Diensten und Endgeräten kann der Systemverwalter bei Bedarf schnell feststellen, welches Endgerät die Leitung belegt. Dabei werden Verbindungen durch Anonymisierung der externen IP-Adresse datenschutzkonform angezeigt. Zu prüfende Gegenstellen sind dabei individuell konfigurierbar. Zu den weiteren Neuerungen zählt eine Sandbox-Umgebung für zusätzliche Sicherheit bei der Filterung von E-Mail-Dateianhängen, was eine Kompromittierung des Systems per E-Mail wird dadurch wesentlich erschwert.

Verfügbarkeit

Intra2net Security Gateway 6.2 steht für registrierte Kunden ab sofort zum Download bereit. Eine Lizenz für fünf Benutzer kostet 350 Euro und kann wahlweise als Software, Hardware oder virtuelle Maschine eingesetzt werden. Eine kostenlose 30-Tage-Testversion ist ebenfalls verfügbar. Fachhändler und Systemhäuser erhalten die Lösungen von Intra2net über den Distributor ALSO Deutschland.

Weitere Informationen lassen sich der Produktseite und der
 Veröffentlichungsmitteilung entnehmen.

SQL-Server für SCOM 2012 R2 vorbereiten

Damit Sie SCOM 2012 R2 im Netzwerk installieren können, müssen Sie zunächst einen Datenbankserver mit SQL Server 2012/2014 installieren. Wichtig ist bei dieser Installation, dass die Serversortierung für den Server korrekt konfiguriert ist. 

Stimmt diese nicht mit dem Wert überein, den SCOM voraussetzt, erhalten Sie bei der SCOM-Installation einen Fehler.

Es bietet sich also an, vor der Installation von SCOM, im SQL Server Management Studio die Eigenschaften des Servers aufzurufen. Auf der Registerkarte Allgemein überprüfen Sie den Wert Serversortierung. In den meisten Fällen ist dieser auf Latin1_General_CI_AS gesetzt. Mit diesem Wert können Sie keine SCOM-Datenbanken betreiben. Entweder ändern Sie die Serversortierung, oder installieren eine neue Instanz des Servers, speziell für SCOM. Das Abändern ist beim Einsatz produktiver Server nicht unbedingt zu empfehlen. Hier bietet sich die Installation einer eigenen Instanz an. Sie haben die Möglichkeit die Serversortierung bei der Installation durchzuführen oder nachträglich zu ändern.

Die Serversortierung ändern Sie am besten direkt in der Befehlszeile ab. Dazu wechseln Sie in das Verzeichnis mit den Installationsdateien von SQL Server 2012. Danach rufen Sie das Installationsprogramm so auf, dass die Serversortierung geändert wird. Der Befehl ist in der nächsten Abbildung zu sehen. Sie müssen die Serversortierung: SQL_Latin1_General_CP1_CI_AS verwenden Diese Sortierung ist auch mit allen anderen Produkten in System Center 2012 R2 kompatibel. Die Syntax des Befehls ist:

Setup /QUIET /ACTION=REBUILDDATABASE /INSTANCENAME=<Name der Instanz> /SQLSYSADMINACCOUNTS=<Benutzername> /SQLCOLLATION=<Neue Sortierung>

Nachdem der Befehl abgeschlossen ist, überprüfen Sie die Sortierung erneut. Nach dem Neustart des Servers, sollte die Sortierung geändert worden sein. Das ist aber nur auf Testservern sinnvoll. Auf produktiven Datenbank-Servern sollten Sie besser eine neue Instanz speziell für die System Center-Produkte installieren. Das ist auch für andere Bereiche sinnvoll, da auch andere System Center-Produkte verschiedene Konfigurationen erfordern.